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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2019

Eine wunderbare Liebesgeschichte fernab vom Mainstream! ღ

Kissing Lessons
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Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:

Die Bücher aus dem Kyss-Verlag haben mir bisher immer sehr gut gefallen, daher interessiere ich mich immer sehr für die Kyss-Neuerscheinungen.

Handlungsüberblick:

Die ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:

Die Bücher aus dem Kyss-Verlag haben mir bisher immer sehr gut gefallen, daher interessiere ich mich immer sehr für die Kyss-Neuerscheinungen.

Handlungsüberblick:

Die Asberger-Autistin Stella hat es mit romantischen, zwischenmenschlichen Beziehungen nicht sehr leicht. Sie hat die Hoffnung auf eine Beziehung bereits aufgegeben. Doch als ein Kollege den Satz: "Übung macht den Meister!" ihr gegenüber fallen lässt, kommt sie auf die Idee, einen Escort zu engagieren, der ihr das Küssen beibringen soll... Und vielleicht auch noch so einiges mehr!

Mein Bucheindruck:

Das Buch ist dicker, als ich erwartet habe und damit das dickste Kyss-Buch, das ich bisher gelesen habe. Mir gefällt die Aufmachung des Buches sehr gut. Die Blumen vom Cover finden sich auch auf den Kapitel-Seiten wieder.

Mein Leseeindruck:

Das Buch las sich wie in einem Rutsch.
Mir hat es gefallen, dass Helen Hoang eine autistische Protagonistin gewählt hat und ich könnte mir vorstellen, dass die Menschen dadurch mehr Toleranz, Verständnis und Akzeptanz für Autisten entwickeln. Autismus ist leider immer noch ein Thema, das sehr wenig in der Unterhaltungsliteratur behandelt wird. Ich finde es super, dass durch Helen Hoangs Buch eine Autistin Eingang in das New Adult Genre gefunden hat. Menschen mit besonderen Bedürfnissen sollten nicht nur in der realen Welt mehr akzeptiert werden, sondern auch in der literarischen Welt. In beiden Welten sollten sie zur Normalität werden, ohne dass man sich über sie wundert.

Für mich als angehende Lehrerin ist es spannend aus der Autisten-Perspektive zu lesen und nicht nur die Fachbücher zu der Thematik. Das Thema Inklusion macht noch immer vielen Lehramtsstudenten und -studentinnen Angst. Ich denke, dass ihnen die Angst durch diese Bücher etwas genommen werden und sich ein tieferes Verständnis entwickeln kann.

Die Ansichten und Gefühle von Stella zu erfahren war unheimlich spannend und ich konnte mich wunderbar in sie einfühlen. Viele ihrer Eigenarten konnte ich in mir wiederfinden und so nachfühlen, dass ich mich fragte, ob ich vielleicht auch autistische Züge habe. Insgesamt gelingt es Helen Hoang eine glaubwürdige und sympatische Protagonistin fern ab vom Mainstream zu erschaffen. Die Glaubwürdigkeit kommt vor allem dadurch zu Stande, dass Helen Hoang selbst Autistin ist. Ihr Nachwort hat mich sehr berührt!

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Der Schreibstil ist etwas ganz Besonderes, die Erzählperspektive wechselt zwischen den beiden Protagonisten. Allerdings findet der Wechsel innerhalb der Kapitel statt und es wird nicht aus der Ich-Perspektive erzählt. Das fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Aber es ermöglichte ein gleichmäßiges Einfühlen in die Protagonisten in jeder Sitation. Bei den Wechseln, die kapitelweise stattfinden, erlebt man oft Situationen nur aus einer Perspektive. Mir gefiel es, dass sich das Buch nicht nur durch die Wahl der Protagonistin, sondern auch durch seinen Schreibstil von anderen Büchern des Genres abhob.

Mein Abschlussfazit:

Eine Liebesgeschichte, fernab vom Mainstrem, die absolut gelesen werden muss!

Veröffentlicht am 26.10.2019

Bisher mein liebstes Pärchen der Again-Reihe!

Hope Again
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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Ich habe alle anderen Bände der Reihe gelesen und geliebt. Daher konnte ich es gar nicht erwarten, dass endlich doch noch ein Fortsetzungsband erscheinen würde!

Handlungsüberblick:

Der ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Ich habe alle anderen Bände der Reihe gelesen und geliebt. Daher konnte ich es gar nicht erwarten, dass endlich doch noch ein Fortsetzungsband erscheinen würde!

Handlungsüberblick:

Der Leser kehrt zurück nach Woodshill. Dieses Mal erfährt er mehr über die Beziehung zwischen der Studentin Everly und dem Dozenten Nolan, der die Schreibwerkstatt leitet.

Mein Bucheindruck:

Von allen Bänden der Reihe mag ich das Cover von diesem Band am meisten. Mintgrün ist nämlich meine absolute Lieblingsfarbe! Auch der Titel gefällt mir ganz hervorragend, weil er so optimistisch ist!

Mein Leseeindruck:

Ich habe das Buch zusammen mit meiner liebsten Lesefreundin gelesen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und manchmal fiel es uns ziemlich schwer, zu warten, bis der andere den Leseabschnitt beendet hatte.

Ich fand es wunderschön nach Woodshill zurückzukehren, allerdings hatte ich es anfangs etwas schwer, richtig anzukommen. Ich erinnerte mich nicht mehr an die Namen der Protagonisten der Vorgängerbänden und war sehr dankbar, dass mich meine Freundin über so manchen Charakter aufklären konnte. Vielleicht hätte ich vorher noch einmal die anderen drei Bände lesen sollen. So hatte ich leider gerade am Anfang des Buches immer ein wenig das Gefühl, nur halb dabei zu sein und das war ziemlich schade. Sonst rereade ich auch regelmäßig, wenn es zu lange her ist, dass ich die vorhergehenden Bände gelesen habe. Aber hier dachte ich, es wäre nicht so schlimm, da die Handlungen der einzelnen Bände nicht direkt aufeinander aufbauen.

Ich hatte zunächst etwas Angst, dass dieses Buch zu klischeehaft werden würde. Immerhin verliebt sich eine Studentin in einen Dozenten. Aber durch die Hintergrundgeschichten von Nolan und Everly erhielt das Buch noch einmal eine tiefere Ebene. Und das Buch nutze auch nicht das Klischee: Studentin trifft man in der Bar, verliebt sich und stellt am nächsten Morgen fest, dass er ihr Dozent ist. In diesem Buch kennen sich die Protagonisten schon und wissen sehr genau, dass sie im Verhältnis Studentin-Dozent zueinander stehen. Das hat mir gefallen! Mona Kasten hat aus einem Klischee etwas ganz Eignes gemacht.

Bisher sind Nolan und Everly mein liebstes Pärchen der Serie. Nicht nur, weil Nolan lange Haare hat, sondern auch, weil sich im Leben der beiden viel um Schreiben und Lesen dreht. Sie sind wirklich das perfekte Pärchen für eine Schreib- und Lesenärrin wie mich! Ich möchte in dieser Rezension nicht spoilern, nur so viel: Einige Szenen zwischen den beiden waren einfach purer Zucker! Ich konnte nicht anders, als die beiden in mein Herz zu schließen und das Buch ganz fest an mein Herz zu drücken!

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Mona Kasten schreibt sehr flüssig und vor allem so, dass man sich in ihren Welten immer sofort zu Hause fühlt. Ich liebe die Alltagsmomente, die sie in ihre Geschichten mit einbaut und die Spannung, die sich nach und nach aufbaut.

Außerdem fand ich es toll, dass auch Skype-Nachrichten zwischen Nolan und Everly im Buch abgedruckt waren. Das ließ mich die Protagonisten noch einmal besser kennenlernen und tiefer in ihre Welt eintauchen!

Mein Abschlussfazit:

"Hope Again" ist bisher ganz eindeutig mein liebster Band der Again-Reihe!

Veröffentlicht am 11.10.2019

Leider ziemlich enttäuschend.

The Light in Us
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Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:

Ich hatte die "All In" Reihe von Emma Scott gelesen. Sie hatte mir so gut gefallen, dass ich unbedingt Auch "The light in us" lesen wollte. Ich habe das Buch ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:

Ich hatte die "All In" Reihe von Emma Scott gelesen. Sie hatte mir so gut gefallen, dass ich unbedingt Auch "The light in us" lesen wollte. Ich habe das Buch als Ebook von der Netgalley als Rezensionsexemplar erhalten.

Handlungsüberblick:

Charlotte, die Anfang ihrer Karriere als Konzertviolistin stand, nimmt einen Job als Assistentin an, weil nach dem Tod ihres Bruders und einer schlimmen Trennung die Musik in ihr verstummt ist. Sie assistiert Noah, einem ehemaligen Extremsportler, Fotografen und Journalisten, der durch einen Unfall sein Augenlicht verlor. Können sie sich gegenseitig wieder zu neuer Lebensfreude verhelfen?

Mein Bucheindruck:

Den Titel finde ich sehr gelungen, da er gleichzeitig auf die Blindheitsthematik und das Finden des inneren Lichts anspielt und somit perfekt den Inhalt des Romans widerspiegelt!

Das Cover greift die Lichtthematik des Titels auf und harmoniert daher sehr gut mit den Worten. Trotzdem finde ich es nicht sehr außergewöhnlich.

Mein Leseindruck:

Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch heran gegangen, da ich die beiden Bücher von Emma Scott, die bisher im LYX-Verlag erschienen sind, geliebt habe und viele positive Rezensionen zu ihrem neuen Buch im Internet gelesen habe. Leider kann ich mich diesen positiven Stimmen nicht anschließen.

Gut fand ich, dass in ihrem Buch das Thema Blindheit thematisiert wurde. Ich finde, dass Personen mit einem Handycap sowohl in der realen Welt als auch in der Buchwelt alltäglicher werden sollten. ich finde es gut, dass Emma Scott mit ihrem Buch zur Akzeptanz und Toleranz von bliden Menschen beiträgt.

Leider wirkte das Buch auf mich, trotz der außergewöhnlichen Thematik, platt, manchmal klischeehaft und mitunter Auch zu kitschig. Von einige Handlungselemente hatte ich schon zu häufig in zahlreichen anderen Young-Ault Büchern gelesen. Ich hätte mir an manchen Stellen mehr Tiefgang gewünscht, denn ich hatte mir eine genauso außergewöhnliche Geschichte mit unvergesslichen Protagonisten erhofft, wie die Geschichte der All In Reihe.

Mein Eindruck vom Schreibstil:


Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich leicht hintereinander weglesen. Das Buch ist babei aus zwei Perspektiven geschrieben. Leider blieben die Personen trotz des Perspektivwechsels für mich irgendwie ungreifbar. Ich konnte mich schlecht mit ihnen identifizieren und manchmal waren mir die Personen durch ihre Handlungen auch etwas unsympatisch.

Mein Abschlussfazit:


Ich war leider etwas enttäuscht von "The light in us". Ich hatte ein Lesehighlight erwartet, würde das Buch aber eher als "nette Lektüre für Zwischendrin" einstufen.

Veröffentlicht am 22.09.2019

Fernab von allen Schwarz-Weiß-Klischees

Ashes and Souls (Band 1) - Schwingen aus Rauch und Gold
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Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:

Als großer Fan von Ava Reed habe ich natürlich alle ihre Neuerscheinungen im Blick. Bei Lovelybooks konnte man sich vor ein paar Wochen für eine Leserunde ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:

Als großer Fan von Ava Reed habe ich natürlich alle ihre Neuerscheinungen im Blick. Bei Lovelybooks konnte man sich vor ein paar Wochen für eine Leserunde zu ihrem neuen Buch bewerben. Da ich unbedingt dabei sein wollte, habe ich mich für einen der Plätze beworben und mich dann mega gefreut, als es geklappt hat!

Handlungsüberblick:

Mila macht sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Ein altes Polaroid führt sie nach Prag, aber anstatt dort Hinweise auf ihre Vergangenheit zu erhalten, kommt sie einem ganz anderen Geheimnis auf die Schliche. Wird dieses Geheimnis ihr auch verraten, warum sie Menschen ihre Farbe verlieren sieht und sie deren Tod vorhersehen kann?

Mein Bucheindruck:

Das Buch sieht noch viel schöner aus als auf all den Bookstagrambildern, wenn man es selbst in der Hand hält. Ich bin einfach hin und weg von diesem magischen Cover und den Farben, die so wunderbar zum Titel passen.

Mein Leseeindruck:

Besonders gelungen fand ich, dass in diesem Buch mit dem typischen Schwarz-Weiß/Gut-Böse Klischee aufgeräumt wurde. Es ist ein Buch, das Grautöne zum Leben erweckt.

Das Buch endet mit einem riesen Cliffhanger und einer fulminanten Schlussszene. Ich würde am liebsten direkt Band zwei hinterher lesen.

Am Anfang fand ich die Handlung etwas zu langsam und undurchsichtig, aber nach Beendigung der Lektüre finde ich, dass die Geschwindigkeit genau so super gewählt war. Vor allem da der Titel einfach perfekt zum Buch und dessen Erzählgeschwindigkeit passt. "Schwingen aus Rauch und Gold" lässt mich daran denken, wie sich die Flügel der Ewigen langsam aus Rauch formen, bis die goldenen Flügelspitzen sichtbar werden und die Flügel den Ewigen dann kraftvoll in die Lüfte heben... Mein Leseeindruck ist diesem Bild sehr ähnlich. Die Spannung hat sich über das ganze Buch hinweg ganz langsam aufgebaut. Ich hatte das Gefühl, dass am Anfang des Buches noch vieles unklar war und die Figuren noch etwas ungreifbar waren, als ob Rauch die Buchwelt umfangen würde, bis sich der Rauch langsam legte und dann alles in einem goldenen Knall endete! Mega, wie das Erzähltempo und der Titel harmonieren! Das hat mich an dem Buch wirklich am meisten begeistert!

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Der Schreibstil dieses Buches unterscheidet sich von den Schreibstilen der anderen Bücher, die ich bisher von Ava Reed gelesen habe. In ihrem neuen Buch findet man nicht den autodiegetischen Erzählstil (Ich-Erzähler), sondern einen Erzähler, der in der dritten Person aus drei verschiedenen Perspektiven berichtet. Die Erzählperspektiven wechseln nämlich zwischen Mila, Tariel und Asher. Der Wechsel der Erzählperspektiven wird auch optisch gut im Buch sichtbar, denn nicht nur die Namen der drei Protagonisten stehen über den jeweiligen Abschnitten, sondern es befinden sich zusätzlich ein weißer Flügel für Tariels Sicht, ein schwarzer Flügel für Ashers Sicht und Rauch für Milas Sicht auf den Seiten. Das hat mir die Orientierung leichter gemacht und sah außerdem klasse aus!

Die drei sich abwechselnden Sichten sorgen für Spannung, aber auch für ein besseres Einfühlen in die Charaktere. Trotzdem blieb Mila bis zum Ende des Buches meine Lieblingsfigur. In Tariel und Asher konnte ich mich nicht so gut hineinversetzen. Vielleicht wäre das für mich bei einem Ich-Erzähler einfacher gewesen.

Mein Abschlussfazit:

Ein Buch, fernab von allen Schwarz-Weiß-Klischees mit einer Geschichte, die Grautöne langsam zum Leben erweckt und in einem riesigen, goldenen Knall endet.

Veröffentlicht am 28.08.2019

Wunderbar authentisch, erschreckend alltäglich und zauberhaft poetisch.

Der Sprung
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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Auf das Buch wurde ich durch die LitBlogCon, eine Convention für Buchblogger und Buchbloggerinnen im Verlagsgebäude von Bastei Lübbe, aufmerksam. Simone Lappert ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Auf das Buch wurde ich durch die LitBlogCon, eine Convention für Buchblogger und Buchbloggerinnen im Verlagsgebäude von Bastei Lübbe, aufmerksam. Simone Lappert las dort für uns aus "Der Sprung", signierte unsere Bücher und machte mit uns eine kreative Schreibaufgabe.

Handlungsüberblick:

Eine junge Frau steht auf einem Dach und weigert sich herunter zu kommen. Keiner weiß, was sie vorhat. Wird sie springen? Der Leser erfährt aus verschiedensten Perspektiven von dieser Frau, die die Stadt einen Tag und eine Nacht in Atem hält. So erzählen unter anderem den festen Freund der Frau, ein Obdachloser, der Polizist, der die Frau vom Dach holen soll, Schaulustige und die Halbschwester der Frau, wie sie die Situation wahrnehmen.

Mein Bucheindruck:

Bei der Coverauswahl hatte Simone Lappert Mitspracherecht, was mich umso mehr freut, denn ich liebe die auf dem Cover abgebildete, starke, kurzhaarige und doch feminine Frau. Das Cover passt unheimlich gut zum Inhalt des Buches.

Mein Leseeindruck:

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es war unheimlich fesselnd, die Geschichte der Frau auf dem Dach aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu lesen. Das Buch stimmte mich nachdenklich. Manchmal fühlte ich mich ertappt, weil ich vielleicht in solch eine Situation ähnlich Gedanken hätte. Das Buch war unheimlich authentisch.
Zunächst dachte ich, dass die vielen verschiedenen Perspektiven vielleicht verwirren könnten und ich den Überblick über die Figuren verlieren würde, aber das war überhaupt nicht der Fall. Es kam mehr auf das Einfangen einer Situation an, was Simone Lappert durch ihren sinnlichen Schreibstil unheimlich gut gelang. Als Leser hatte man das Gefühl, von Szene zu Szene und von Person zu Person zu springen und sich so ein umfangreiches Bild von der Situation machen zu können. Das gefiel mir unheimlich gut. Vor allem durch den Schreibstil verlor ich nie den Faden.
Das Buch zeigt, dass jeder eine Situation anders wahrnehmen kann, und trotzdem jede Wahrnehmung gleichberechtigt und ebenso wahr sein kann, wie die andere.
Besonders gut gefiel mir auch, dass sich im Laufe der Geschichte die Schicksale der einzelnen Figuren miteinander verknüpften.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Der Schreibstil hat mich sehr begeistert. Er ist unheimlich poetisch und sinnlich, es ist schwer sich dem Zog dieses Buches zu entziehen. Schon die erste Seite hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist ein Schreibstil, der unbedingt auch laut vorgelesen werden sollte, er hat einen ganz wunderbaren Klang und ließ mich oftmals sprachlos zurück. Ich könnte mir ein Hörbuch mit verteilten Stimmen zu dem Buch unglaublich gut vorstellen.

Mein Abschlussfazit:

"Der Sprung" ist zugleich wunderbar authentisch, erschreckend alltäglich und zauberhaft poetisch.