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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2020

Tolle Fortsetzung

Stormsong
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Während der erste Band aus der Sicht von Miles geschrieben wurde, wird dieser nun aus der Perspektive seiner Schwester, Dame Grace Hensley geschrieben. Seit dem Ende des letzten Bandes ist noch nicht viel ...

Während der erste Band aus der Sicht von Miles geschrieben wurde, wird dieser nun aus der Perspektive seiner Schwester, Dame Grace Hensley geschrieben. Seit dem Ende des letzten Bandes ist noch nicht viel Zeit vergangen. Grace ist eine so genannte "Sturmsängerin", was jedoch nur die anderen Sturmsänger wissen. Aeland wird von schlimmen Winterstürmen heimgesucht. Außerdem ist die Ätherenergie nach der Aktion von ihr und Miles weggefallen und die Menschen leiden Not; warum der Äther nicht mehr da ist, ist jedoch nicht allgemein bekannt. Ich brauchte ein wenig, um mich wieder einzulesen und mich zu erinnern, vor allem wegen des Perspektivwechsels, aber dann hat mich die Geschichte wieder ganz in ihren Bann gezogen. Wir erfahren hier mehr über die Amarenthine und auch über den vergangenen Krieg und über die Regierung von Aeland. Es gibt auch einige neue Charaktere, allen voran Avia Jessup, die "rasende Reporterin". C.L. Polk hat mich wieder in ihre winterliche Welt versetzt, deren Funktionsweise ich nun auch besser verstehen konnte. Das Ende, ja, das Ende ist - wie bei Teil 1 - ein gewisser Abschluss oder eher "Öffner" für die Fortsetzung, denn es hört wieder an so einem spannenden Punkt auf. Tolle Welt, interessante Geschichte.

Veröffentlicht am 17.12.2020

Emotional

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)
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Ein sehr emotionaler Auftaktband, der sich mit einer Kinderklinik zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigt, eine aufregende und neue Zeit für Krankenhäuser. Der Beginn ist schon sehr traurig. Nachdem ...

Ein sehr emotionaler Auftaktband, der sich mit einer Kinderklinik zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigt, eine aufregende und neue Zeit für Krankenhäuser. Der Beginn ist schon sehr traurig. Nachdem erst so schön der sechte Geburtstag von Marlene gefeiert wird, stirbt die Mutter bereits ein paar Stunden später und Marlene und ihre kleine Schwester Emma sind Waisen. Sie fliehen in die Hauptstadt Berlin, um dem Waisenhaus zu entkommen, was jedoch nicht gelingt, wie wir aus der Rückschau erfahren. Dann gibt es einen großen Zeitsprung und die beiden Schwestern dürfen ihre Ausbildung zur Kinderkrankenschwestern in der Klinik Weißensee beginnen. Welch aufregende Zeiten! Nicht nur für Marlene und Emma, sondern auch für uns als Leser, die hier gute Einblicke in die Ausbildung und die Funktionsweise der Klinik erhalten. Aber auch über die Rolle der Frau und die allgemeine politische Situation erfährt man hier - gut eingebunden in das Romangeschehen - so einiges. Ich fand es gut, dass die beiden Schwestern so unterschiedlich sind und habe immer mitgefiebert, ein wenig mehr noch mit Marlene, die eindeutig im Mittelpunkt steht. Toller Schreibstil, tolle Geschichte - ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 15.12.2020

Rasant

Der Spiegelmann
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Dies ist nunmehr der 8. Teil der Joona Linna Reihe und es geht wieder rasant, actionreich und oftmals auch brutal ab. Und ja, Joona hat auch wieder quasi übermenschliche Kräfte und viel Glück, erholt sich ...

Dies ist nunmehr der 8. Teil der Joona Linna Reihe und es geht wieder rasant, actionreich und oftmals auch brutal ab. Und ja, Joona hat auch wieder quasi übermenschliche Kräfte und viel Glück, erholt sich von Verletzungen sehr schnell und schafft auch mit Verletzungen vieles, was andere unverletzt nicht schaffen würden. Aber das stört mich bei dieser Reihe nicht, denn die Bücher sollen mich unterhalten und nicht die Realität abbilden. Das Buch setzt kurz nach dem Ende des Vorgängers ein; dieses Mal gibt es kaum private Abschnitte, nur ganz am Anfang, aber auch nur kurz. Vielleicht beim nächsten Mal dann wieder mehr. Es geht hier um die Entführung von Mädchen, die unter unmenschlichen Bedingungen gehalten werden. Wichtigster Zeuge ist Martin, der allerdings schwer psychisch angeschlagen ist und sich nicht traut zu sprechen. Ein Thriller nach dem gewohnten Muster, der mich dennoch unterhalten hat.

Veröffentlicht am 10.12.2020

Nicht so spannend wie erwartet

Wenn ich dich hole
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Ein kleiner Ort in Nordfriesland, ein abgelegenes Haus. Insa geht mit ihrer Schwiegermutter Grete einkaufen; der neunjährige Lewe hatte keine Lust mitzukommen und ist mit seinem Hund allein im Haus der ...

Ein kleiner Ort in Nordfriesland, ein abgelegenes Haus. Insa geht mit ihrer Schwiegermutter Grete einkaufen; der neunjährige Lewe hatte keine Lust mitzukommen und ist mit seinem Hund allein im Haus der Oma geblieben. Währenddessen sitzt der Vater, Bendix Steensen, in Heathrow fest. Sein Weiterflug hat Verspätung, dann verschlechtert sich das Wetter, es gibt Schnee und immer mehr Flüge werden abgesagt. Auch in Deutschland beginnt es zu schneien. Und Lewe kann seine Mama am Telefon nicht erreichen, was noch nie zuvor passiert ist. Und Bendix versucht vom Flughafen aus, etwas zu erreichen. Doch die Zeit schreitet voran und Lewe ist immer noch alleine - bis er nicht mehr alleine im Haus ist.
Eine Geschichte, die in die Vergangenheit zurück reicht, bei deren Lektüre es mir kalt wurde. Da ich gerne und viele Thriller lese, fand ich die Spannung hier eher mäßig. Das Ende kam dann sehr schnell.

Veröffentlicht am 08.12.2020

Dengler ermittelt

Kreuzberg Blues
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Georg Dengler ermittelt nunmehr bereits in seinem zehnten Fall. Und nun muss er auch noch von Stuttgart nach Berlin. Und das alles auch noch in Zeiten der Corona-Pandemie - also ein topaktueller Fall. ...

Georg Dengler ermittelt nunmehr bereits in seinem zehnten Fall. Und nun muss er auch noch von Stuttgart nach Berlin. Und das alles auch noch in Zeiten der Corona-Pandemie - also ein topaktueller Fall. Dies zeigt sich nicht nur daran, dass die handelnde Zeit in das Jahr 2020 mit der alles beherrschenden Corona-Pandemie gelegt wird, sondern auch das Thema ist brisant und leider nur allzu bekannt: es geht um Gentrifizierung. Ein Immobilienhai, der mit seinen fiesen Methoden nicht nur Mietshäuser, sondern auch eine Kindertagesstätte schließen möchte, um an der Stelle ein schickes neues Haus für zahlungskräfitge Kunden bauen möchte. Dabei schreckt die Kröger AG nicht vor Ratten zurück. Und so ruft Silke, eine Freundin von Olga, diese zur Hilfe. Wie immer sehr gut recherchiert und die Problematik wird sehr deutlich, doch tritt der Unterhaltungsaspekt dabei auch nicht in den Hintergrund. Dengler hat es einfach drauf - bzw. Wolfgang Schorlau natürlich.