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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2017

Nichts für schwache Nerven

Der Näher
1

Martin Abel langweilt sich. Er soll sich schonen und nur in Fortbildungen seine Arbeit als Fallanalytiker erläutern. Das ist nichts für ihn. Darum reist er nach Gummersbach; eigentlich geht es da nur um ...

Martin Abel langweilt sich. Er soll sich schonen und nur in Fortbildungen seine Arbeit als Fallanalytiker erläutern. Das ist nichts für ihn. Darum reist er nach Gummersbach; eigentlich geht es da nur um den Fall von zwei vermissten Frauen, aber dann steckt doch viel mehr dahinter und es geht um die perfiden Pläne eines Serienmörders. Doch welches Motiv steckt dahinter? Und hat er noch mehr Frauen entführt beziehungsweise sind noch mehr Frauen in Gefahr? Abel wird in Gummersbach nicht gerade mit offenen Armen empfangen; vor allem der Chef mag ihn nicht. Die Kollegin, die ihn „beaufsichtigen“ soll, zeigt einen trockenen Humor und geht offensiv mit dieser Chef-Aufgabe um.
Rainer Löffler gelingt es, die Spannung auf einem hohen Niveau zu halten. Das Buch ist jedoch nichts für Zartbesaitete, da die Straftaten sehr abscheulich sind, auch für diejenigen, die oft Thriller lesen. Zwischendurch erhält der Leser immer wieder kurze Einblicke in die Vergangenheit des Täters, um seine späteren Taten nachvollziehen zu können.
Das Ende birgt nochmal eine Überraschung.
Ein sehr spannenden Thriller, der unter die Haut geht. Ein guter Schreibstil machen das Buch zu einem wahren Pageturner.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.05.2017

Märchenhaft

Rache und Rosenblüte
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Der Teil schließt direkt an „Zorn und Morgenröte“ an, welches mir sehr gefallen hat. Sharzad ist mit ihrer Schwester und ihrem Vater in die Wüste geflohen, während Chalid im Palast bleibt und beim Wiederaufbau ...

Der Teil schließt direkt an „Zorn und Morgenröte“ an, welches mir sehr gefallen hat. Sharzad ist mit ihrer Schwester und ihrem Vater in die Wüste geflohen, während Chalid im Palast bleibt und beim Wiederaufbau der Stadt hilft. Shazi ist nun wieder mit den Menschen von früher zusammen, so auch mit dem Vater ihrer Freundin Shiva, die getötet wurde. Und auch Tarik, der noch immer in sie verliebt ist und den Kalifen weiterhin hasst. Wird es Chalid und Shazi gelingen, den Fluch zu brechen? Und wenn ja, wie? Und welche Rolle spielt der Feuermagier Musa? Wie entwickelt sich Tarik? Und Shazis Schwester Irsa?
Intrigen, Verrat, Machtspiele und falsches Spiel, wem ist zu trauen, wer bezweckt was? Aber auch ungeahnte Allianzen und Freundschaften entwickeln sich. Märchen spielen auch hier noch eine Rolle, wenn auch nicht mehr so stark wie im ersten Band. Zum Glück ist es keine klassische Dreiecksgeschichte, denn davon gibt es ja nun wirklich genug. Viele Charaktere, die im ersten Band nur eine Rolle am Rande spielten, werden hier bedeutsamer und die Intrigen nehmen mehr Raum ein. Auch ist dieser Band viel actionreicher. Alles drängt auf das Finale, das mich überzeugen konnte. Zum Glück gibt es nicht zu viele Rückblenden auf den ersten Teil, diese sind eher indirekt. Ein toller Schreibstil, wieder viele Schlagabtäusche, eine fesselnde Geschichte mit einem würdigen Ende. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

Veröffentlicht am 01.05.2017

Eine Geschichte über das Erwachsenwerden

All the strangest things are true.
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Ein Junge, Midnight, schüchtern, zwischen zwei Mädchen. Da ist zum einen Poppy, biestig, manipulativ, aber den einen, den sie möchte, bekommt sie nicht. Midnight ist lange in sie verliebt, bis er Wink ...

Ein Junge, Midnight, schüchtern, zwischen zwei Mädchen. Da ist zum einen Poppy, biestig, manipulativ, aber den einen, den sie möchte, bekommt sie nicht. Midnight ist lange in sie verliebt, bis er Wink kennen lernt. Sie ist phantasievoll, schüchtern und ein wenig verrückt. Dann eskaliert die Situation und einer lügt.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht der drei und aus der Sicht des Jungen, in den Poppy sich verliebt hat.
Eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Stimmt nachdenklich, zeigt auf, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern auch Nuancen.
Eine Geschichte, die ganz ruhig und unaufgeregt erzählt wird, ohne große Schocker, aber gerade deswegen überzeugt. Ein flüssiger Schreibstil rundet den positiven Eindruck ab.

Veröffentlicht am 28.04.2017

Zu sehr Erfahrungsbericht

Happy Healthy Food – Histaminfrei, glutenfrei, laktosefrei kochen
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Die Autorin Nathalie Gleitmann verarbeitet in diesem Buch ihre persönliche Geschichte und verwendet viele Seiten dieses eigentlich als Kochbuch gedachten Buches darauf, ihre Unverträglichkeiten zu schildern, ...

Die Autorin Nathalie Gleitmann verarbeitet in diesem Buch ihre persönliche Geschichte und verwendet viele Seiten dieses eigentlich als Kochbuch gedachten Buches darauf, ihre Unverträglichkeiten zu schildern, die ihr Leben einschränkten. Für einen Erfahrungsbericht sicherlich interessant, aber hier wurde zu viel zusammen gepackt. Für den Teil mit den Rezepten sind die Stichworte Histaminfrei, glutenfrei und laktosefrei quasi der rote Faden. Doch ob die Rezepte für jeden immer so gesund sind, bleibt dahin gestellt. Dennoch gibt es eine Anzahl an interessanten Rezepten, viele jedoch mit recht außergewöhnlichen Zutaten und nicht ganz einfach nachzukochen. Ich habe in dem Bereich schon bessere Bücher gesehen, die nicht versuchen, einen so großen Rundumschlag zu machen. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Veröffentlicht am 28.04.2017

Ein neuer Fall für Lotta Fiore

Die unbekannte Schwester
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Dies ist nun schon der dritte Fall für Lotta Fiore und er beginnt nicht lange nach dem Ende des zweiten Bandes. Gespannt war ich auch auf die persönliche Geschichte und da wird man in diesem Band nicht ...

Dies ist nun schon der dritte Fall für Lotta Fiore und er beginnt nicht lange nach dem Ende des zweiten Bandes. Gespannt war ich auch auf die persönliche Geschichte und da wird man in diesem Band nicht enttäuscht, denn es handelt sich hier um den bisher persönlichsten Fall.
Große Veränderungen, denn Lotta Fiore beginnt - wie schon angekündigt - nun bei der Polizei, aber da Krump die genauen Umstände und die Anrechnung als Praktikum bei den beiden Fällen, die Lotta schon gelöst hat, nicht öffentlich machen möchte, ist der Einstieg schwer. Schon am ersten Tag versteckt sich Lotta auf der Toilette und wird entweder geschnitten oder die Kollegen machen sich über sie lustig. Aber immerhin Hannes steht zu ihr und es ist auch der erste Tag von Konrad. Erschwerend kommt hinzu, dass es der 6. Todestag von Maria Fiore ist und Lotta möchte nicht interviewt werden.
Konrad und sie werden zu einem Selbstmord geschickt, doch da ist nichts, wie es scheint und außerdem gibt es eine persönliche Verbindung, denn Lotta findet einen Zettel in Steno mit ihrem Namen und einem Datum - lässt sich allerdings erwischen, als sie ihn verschwinden lassen möchte. Und dann verschwindet auch noch ihre "Schwester" Henriette.

Theresa Prammer ist wieder mal ein toller Wienkrimi gelungen. Spannende Unterhaltung, ein toller Schreibstil und eine interessante Hintergrundgeschichte.