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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2017

Drohnen

Drohnenland
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Die Niederlande sind untergegangen, es regnet ständig, die EU existiert noch, aber die Strukturen und Mitgliedsländer sind andere, in der arabischen Welt hat sich auch so einiges verändert - die Welt am ...

Die Niederlande sind untergegangen, es regnet ständig, die EU existiert noch, aber die Strukturen und Mitgliedsländer sind andere, in der arabischen Welt hat sich auch so einiges verändert - die Welt am Ende des 21. Jahrhunderts. Die Überwachung ist fast allgegenwärtig. Verbrechen werden deswegen fast immer vollständig aufgeklärt, aber bei diesem Fall nicht. Der Fahndungscomputer TERRY hilft auch nicht weiter. Was ist anders an diesem Mord an einem italienischen EU-Parlamentarier? Wieso ist die Überwachung nicht so, wie sie sein sollte?

Kommissar Westerhuizen, ein Liebhaber von Salzlakritz, versucht darum, auf traditionelle Weise zu ermitteln, wenn er digital nicht weiterkommt. Er verzichtet zum Beispiel auf eine Tatortspiegelung und fährt persönlich zum Tatort. Aber mit seinen Ermittlungen macht er sich schnell Feinde.

Ein spannender Science-Fiction Krimi oder auch Thriller, der die Gefahren der totalen Überwachung aufzeigt. Bisher kannte ich nur die kulinarischen Luxemburg-Krimis von Tom Hillenbrand, aber auch dieser Science-Fiction Roman ist sehr spannend und stimmt nachdenklich.

Veröffentlicht am 25.04.2017

Selbstjustiz?

Der Fünf-Minuten-Killer
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Mein erstes Buch von Paul Cleave; ich habe im Lauf der Lektüre festgestellt, dass es Teil einer Reihe ist. Die Reihe sollte auf jeden Fall in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, da viel aufeinander ...

Mein erstes Buch von Paul Cleave; ich habe im Lauf der Lektüre festgestellt, dass es Teil einer Reihe ist. Die Reihe sollte auf jeden Fall in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, da viel aufeinander aufbaut.

Christchurch, Neuseeland - dort lebt Paul Cleave und hier spielen auch seine Bücher. Auch wenn es in Wirklichkeit wohl - laut Autor - friedlicher dort zugeht.

Der 5-Minuten-Killer geht um, der Opfern von Vergewaltigern und Angehörigen von Mordopfern eine Chance der Selbstjustiz geben möchte; 5 Minuten mit dem Täter, um sich an ihm zu rächen. So stellt es sich der Mörder dieser Täter vor. Als Leser weiß man recht bald, wer der 5-Minuten-Killer ist, aber die Beweggründe erschließen sich erst nach und nach. Das Buch entwickelt sich anders als erwartet und als der Klappentext andeutet. Es geht neben dieser Geschichte auch viel um die persönliche Geschichte von Kommissar Theodore Tate; dabei erfährt man so Einiges über seine Vergangenheit (Inhalt der vorherigen Bände).

Veröffentlicht am 25.04.2017

Grenzen verwischen

Die Nacht gehört dem Drachen (4 CDs)
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"Aber manchmal ist die Kluft zwischen Phantasie und Wirklichkeit gar nicht so groß." (Seite 315) Dieser Satz vom Ende des Buches drückt es sehr gut aus: denn bei der Lektüre weiß man nicht immer (sofort), ...

"Aber manchmal ist die Kluft zwischen Phantasie und Wirklichkeit gar nicht so groß." (Seite 315) Dieser Satz vom Ende des Buches drückt es sehr gut aus: denn bei der Lektüre weiß man nicht immer (sofort), wo die Grenze zwischen Phantasie und Realität verläuft, was real ist, oder doch ein wenig phantastisch. Es wird nicht alles aufgeklärt, aber man kann sich denken, was zwischen den Zeilen gemeint ist.

Evie lebt bei ihren liebevollen Adoptiveltern Amy und Paul und hat einen tollen Onkel, der manchmal etwas verrückte Ideen hat, aber auch nicht so ist, wie er auf den ersten Blick zu sein scheint. Nach einer Operation wurde Evie ein Stück einer Rippe entfernt; daraus schnitzt sie einen Drachen, der nachts zum Leben erweckt und ihr hilft, die Alpträume zu überwinden.

Die Geschichte wird aus Evies Perspektive erzählt, die zu dem Zeitpunkt 14 Jahre alt ist. Die Autorin geht wunderbar mit dem Thema um und vieles erschließt sich erst nach und nach. Ich möchte jedoch nicht zu viel über den Inhalt verraten.

Veröffentlicht am 25.04.2017

wunderbar

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki
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Die Geschichte wird aus der Sicht von Tsukuru Tazaki erzählt, der während seiner Schulzeit Teil einer Clique von drei Jungen und zwei Mädchen war. Als er zum Studium nach Tokyo geht, freut er sich auf ...

Die Geschichte wird aus der Sicht von Tsukuru Tazaki erzählt, der während seiner Schulzeit Teil einer Clique von drei Jungen und zwei Mädchen war. Als er zum Studium nach Tokyo geht, freut er sich auf die Freunde, die er in den Ferien besucht. Doch als er im Sommer zurück kehrt, meiden ihn die Freunde und möchten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Tazaki ist völlig fertig und weiß nicht, was er getan haben soll - ob es vielleicht daran liegt, dass er als einziger aus der Clique keine Farbe in seinem Nachnamen hat? Seine Freundin Sara überredet den mittlerweile 36jährigen zu klären, was damals passiert ist, damit er sich wieder dem Leben zuwenden kann.

Mir hat der Stil von Murakami sehr gefallen und auch die Art, wie die Geschichte erzählt wurde. Auch die Stellen, an denen der Protagonist beschreibt, wie er sich beim Schwimmen fühlt oder warum er seine Arbeit liebt. Es war bestimmt nicht das letzte Buch dieses Autoren, da er mich neugierig gemacht hat mit seinem wunderbaren Umgang mit der Sprache.

Veröffentlicht am 25.04.2017

Psychothriller

Nummer Zwei
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Ein Mörder stellt seine Opfer auch nach ihrer Ermordung noch bloß, aber er hat nie damit gerechnet, dass jemand seine Leiche "stehlen" würde. Doch genau das geschieht mit dem dritten Opfer. Der Mörder ...

Ein Mörder stellt seine Opfer auch nach ihrer Ermordung noch bloß, aber er hat nie damit gerechnet, dass jemand seine Leiche "stehlen" würde. Doch genau das geschieht mit dem dritten Opfer. Der Mörder ist fuchsteufelswild und denkt, die Polizei spielt ein Spiel mit ihm.

Mal eine andere Idee. Als Leser kennt man sofort die Identität der sogenannten "Nummer zwei", die Beweggründe offenbaren sich jedoch erst im Laufe der Lektüre. Abwechselnd wird das Buch aus dieser Perspektive und aus der Perspektive der Fallananalytikerin Lena Boll erzählt, die zu dem Fall hinzugezogen wurde.

Ein sehr spannendes Buch mit einer ganz anderen Vorgehensweise.