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Veröffentlicht am 19.11.2020

Eine zauberhafte Story

Der Dieb ohne Herz
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Malina wächst bei ihrer Ziehmutter Irena auf, die in der kleinen Hafenstadt Rondama Masken herstellt.
Doch die Geschäfte laufen nur spärlich. Als Malina sich wünscht, eine Einladung der Königin nach ...



Malina wächst bei ihrer Ziehmutter Irena auf, die in der kleinen Hafenstadt Rondama Masken herstellt.
Doch die Geschäfte laufen nur spärlich. Als Malina sich wünscht, eine Einladung der Königin nach Malufra zu bekommen, um Aufträge für Irena zu sammeln, flattert diese auch schon auf ihren Küchentisch. Vielleicht findest Malina dort ja auch einen Hinweis auf ihre Herkunft und ihre Vergangenheit? Doch um nach Malufra zu gelangen, muss sie durch einen dunklen Wald, vorbei an dem Dieb ohne Herz.
Still und heimlich macht sie sich auf den Weg in die Stadt der Masken, nichts ahnend, welche Abenteuer unterwegs auf sie warten.

Für mich war es das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe. Das wunderschöne Cover mit dem Sternenhimmel hat mich direkt angesprochen und nachdem ich mir den Klappentext und die Leseprobe angesehen hatte, war klar, dass ich unbedingt in die Märchenwelt von Ney Sceatcher eintauchen wollte.
Die Idee zum Plot hat mir sofort gefallen. Es ist kein Abklatsch von bereits dagewesenen Geschichten und war für mich etwas völlig neues.
Ihr sehr schöner, leichter und flüssiger Schreibstil machte es mir dann auch leicht und ich war innerhalb von wenigen Seiten gefesselt von der Handlung. Es war schwierig, dass Buch zwischenzeitlich zur Seite zu legen.

Ich habe die Geschichte aus der Sicht von Malina verfolgt und so gelang es mir gut, Einblick in ihre Gefühle und Gedanken zu bekommen. Sie ist eine bezaubernde Propagonistin, hat ein großes Herz für alle, ist sympathisch, liebenswürdig und sehr hilfsbereit. Ich habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen.
Auch alle anderen Propagonisten sind gut beschrieben.
Im Gegensatz zu Malina, fehlte es mir bei ihnen aber etwas an Tiefe und es fiel mir schwer, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Der Dieb ohne Herz, ist zum Beispiel eine sehr facettenreiche Figur, aber durch seine mysteriöse, meist distanzierte Art, wurde ich lange nicht schlau aus ihm und es fiel mir schwer bei ihm hinter die Kulissen zu schauen.
Nach und nach erfuhr ich, dass sich hinter jedem der Charaktere auch ein Märchen verbirgt.
Die Autorin hat das Geschehen mit ihrem bildhaften und sehr ausdrucksstarken Schreibstil sehr gut in Szene gesetzt und die Märchenelemente gekonnt darin eingepflochten.
Es fiel mir nicht schwer, mir das Fischerdorf Rondama, den verwunschennen Wald und die Maskenstadt Malfura vorzustellen.
Die Geschichte liest sich wie ein schönes Märchen und nimmt einen relativ ruhigen Verlauf. Groß Spannung kommt nicht auf. Es gibt jedoch keine langweiligen Längen und so habe ich die Handlung während der gesamten Zeit neugierig verfolgt.
Fazit
Die Autorin hat mich mit ihrer märchenhaften Geschichte verzaubert und sehr beeindruckt.
Sie besitzt ein gutes Gespür für die richtige Wortwahl und hat die märchenhafte Stimmung sehr gut eingefangen.
Aber.....nicht alle Märchen gehen so aus, wie man es sich wünscht....aber lasst euch überraschen und lest die Geschichte selbst.
Ein tolles Buch für alle Liebhaber von Märchenadaptionen. Von mir gibt es 4 ⭐⭐⭐⭐ von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.
Ich bedanke mich beim Drachenmondverlag für die Bereitstellung des Rezessionsexemplars.

bookstagram

leseempfehlung

märchenadaption

NeySceatcher

derdiebohneherz

drachenmondverlag

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2020

Eine zauberhafte Romantasy-Story

Sternenfeuer. Kaiserin der Drachen
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»Für mich bedeutet, ein Stern zu sein, zu strahlen und die Herzen der Menschen mit Licht zu füllen.«

Das Leben von Xin ist seit ihrer Geburt vorbestimmt. Als mächtigste Sternentochter ihrer Generationen ...


»Für mich bedeutet, ein Stern zu sein, zu strahlen und die Herzen der Menschen mit Licht zu füllen.«

Das Leben von Xin ist seit ihrer Geburt vorbestimmt. Als mächtigste Sternentochter ihrer Generationen wird sie die Nachfolge der Kaiserin von Midland antreten, ihren Sohn Long zum Ehemann nehmen und den Menschen als Sonne dienen. Doch die Übergabe der Macht kann nur bei Neumond stattfinden und dieser lässt schon seit Jahren auf sich warten. Die jetzige Kaiserin wird von Tag zu Tag schwächer und es besteht die Gefahr, dass die Erde irgendwann in einer Dunkelheit versinkt, wenn Xin ihr die Bürde nicht bald abnehmen kann. Zu allem Unglück, ist dann auch noch der mit ihr verbundene Stern von einem Moment auf den anderen nicht mehr am Sternenhimmel zu sehen und spurlos verschwunden. Xins Schicksal liegt nun in der Hand es ominösen Orakels, denn nur mit Hilfe der Magie, die sie von ihren Stern erhält, ist sie in der Lage, den Menschen als Sonne zu dienen. Als sie sich, völlig verzweifeln, alleine auf den Weg dorthin macht, trifft sie bereits nach kurzer Zeit auf Taron, der ihr vom ersten Moment an merkwürdig vertraut ist. Und je länger Xin unterwegs ist, desto mehr merkt sie, das ihr Herz sich eigentlich nach etwas ganz anderem sehnt. Es in

Amy Erin Thyndal hat sich von den alten Mythen und Legenden Chinas zu dieser Geschichte inspirieren lassen und nachdem ich den Klappentext und die Leseprobe gelesen hatte, wurde ich neugierig auf die Story.
Für mich war es das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe und sie konnte mich mit ihrem leichten und sehr lebendigen Schreibstil schnell begeistern.

Zu Beginn des Buches wird die Aussprache der chinesische Namen erklärt. Das fand ich sehr gut, denn sonst hätte ich sie wahrscheinlich alle falsch ausgesprochen.
Wir verfolgen die Geschichte aus der Sicht von Xin und Hua. So können wir Xin und Taron auf ihre Reise begleiten und verfolgen parallel die Geschehnisse in der Nordstadt.

Die Autorin hat die Charaktere sehr authentisch und lebendig beschrieben und auch die Nebenfiguren fügen sich wunderbar in den Plot ein.
Xin ist eine sympathische Propagonistin. Sie hat als stärkste Sternentochter eine große Bürde zu tragen, akzeptiert ihr Schicksal jedoch ohne zu murren und stellt das Wohl der Menschen in Midland über ihr eigenes.
Erst als ihr Stern und damit auch ihre Magie plötzlich verschwunden sind, merkt Xin, das beides grundlegende Pfeiler ihres Seins sind und sie den Verlust wie ein Loch in ihrem Herzen spürt.
Auf ihrer Reise zum Orakel entwickelt sie sich langsam weiter und stellt sich nicht nur einmal die Frage, was wäre , wenn …
Hua und Tian sind ihre besten Freundinnen. Sie sind ebenfalls Sternentöchter und auch ihre Rollen sind vorherbestimmt. Hua soll sich als Hüterin der Ausbildung der Kinder widmen. Eine eigene Familie wird es für sie nicht geben.Tian hingegen wird sich ihren Mann nicht selbst aussuchen können, denn sie muss für den politischen Vorteil Midlands heiraten. Die Autorin hat die drei Freundinnen, aber auch Taron, Long und Tuca wunderbar lebendig und authentisch beschrieben.
Tian und Tuca sind im Laufe der Geschichte leider etwas zu kurz gekommen. Von ihnen hätte ich gerne mehr erfahren.
Taron begleitet Xin auf ihrer Reise und sorgt dafür, dass sie beginnt, mit ihrem Schicksal zu hadern. Er war bis zum Schluss ein geheimnissvoller Propagonist für mich, den ich nicht durchschauen konnte. Und das war auch gut so, denn so blieb die Spannung bis zum Schluss auf einem konstanten Level.
Der Fokus der Geschichte liegt zum großen Teil auf Xin und auf ihre Empfindungen, deshalb dauerte es etwas, bis die Storyline richtig Fahrt aufnahm. Doch dann wurde ich wie von einem Sog durch die Geschichte gezogen.
Am Ende klärte sich die Situation zwischen allen Beteiligten allerdings etwas zu schnell auf. Da fehlten mir ein paar Nachfragen und klärende Gespräche.

Fazit
Amy Erin Thyndal hat mit "Sternenfeuer - Kaiserin der Drachen" eine zauberhafte, romantische, aber auch tragische Geschichte voller Geheimnisse und Magie geschrieben, die nicht für alle Beteiligten mit einem Happy End endet.
Perfekt für alle Romantasy Fans!
Von mir gibt es 4 Sterne ⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung!

Ich durfte das Buch innerhalb einer Leserunde auf Lovlybooks lesen. Vielen lieben Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar.

bookstagram

leseempfehlung

amyerinthyndal

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2020

Eines meiner Jahreshighlights!

Morgaines Erbe
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"Morgaines Erbe - Ewiger Schlaf" von Tanja Neise

„Verbunden durch die Liebe, getrennt durch die Zeit“

Als Laura die Möglichkeit für einen Ortswechsel bekommt und ihr praktisches Jahr als Ärztin auf der ...

"Morgaines Erbe - Ewiger Schlaf" von Tanja Neise

„Verbunden durch die Liebe, getrennt durch die Zeit“

Als Laura die Möglichkeit für einen Ortswechsel bekommt und ihr praktisches Jahr als Ärztin auf der Isle of Wight vor der Südküste Großbritanniens, absolvieren kann, greift sie sofort zu. Doch dann fangen die Albträume wieder an, die sie seit einem mysteriösen Zwischenfall mit dreizehn Jahren lange Zeit gequält haben.
Erneut hat sie wieder dieses merkwürdige Gefühl, dass sich fast wie ein sehnsüchtiges Ziehen anfühlt und das Bedürfnis in ihr auslöst, hinter eine bestimmte Holzwand auf Carisbrooke Castle zu gelangen.
Als Laura gemeinsam mit ihrer Schwester Teresa, die auf der Burg eine Realityshow plant, eine Besichtigung dort macht, verspürt sie wieder diesen Drang. In einem unbeobachteten Moment macht sie sich auf die Suche und findet hinter einer verschlossenen Tür einen schlafenden Mann. Dieser übt eine magische Anziehungskraft auf Laura aus. Als er nach einem Kuss von ihr wach wird, behauptet er, Conner zu heißen und aus dem Jahr 1455 gekommen zu sein um sie zu suchen.
Sie soll seine Schwester retten, die im Sterben liegt. Laura kann das alles so schnell gar nicht verarbeiten und kurzerhand packt Conner sie und entführt sie auf einer Zeitreise ins 15. Jahrhundert.

Das Cover hat mir sofort gut gefallen. Es passt hervorragend zu der mittelalterlichen Zeit, in der die Geschichte spielt. Die Farben sind sehr harmonisch abgestimmt und der Baum in der Mitte spielt eine besondere Rolle im Buch.

Ich liebe Zeitreiseromane und konnte es kaum abwarten, "Morgaines Erbe" zu lesen. Was soll ich sagen?! Ich wurde nicht enttäuscht. Tania Neise hat mich mit ihrem wundervollen leichten und sehr lebendig Schreibstil sofort in den Bann gezogen. Ich war innerhalb von wenigen Seiten so von der Story gefesselt, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen habe.
Die junge Ärztin Laura hat keine Zeit, sich groß Gedanken zu machen über das was auf sie zukommen wird. Ehe sie sich versieht, landet sie nach einer Reise durch Zeit und Raum im Jahr 1455. Doch so schlimm, wie sie sich das Mittelalter vorgestellt hat, ist es gar nicht. Im Gegenteil. Laura gewöhnt sich sehr schnell an die Umstände und die Menschen in ihrer Umgebung. Besonders mit Conners Mutter, Lady Williams und seiner Schwester Caitlyn versteht sie sich sehr gut.
Nur mit der Anziehungskraft, die sie zu Conner verspürt, kommt Laura erstmal gar nicht zurecht.
Warum fühlt sie sich so zu ihm hingezogen? Doch bringt es überhaupt etwas, sich weiter darüber Gedanken zu machen? Conner will Laura zurück in ihre Zeit bringen, sobald es seiner Schwester Caitlyn besser geht.
Ich habe die Geschichte aus der Sicht von Laura verfolgt und bekam so einen schönen Einblick in ihrer Gedanken und Gefühle. Sie ist eine sehr sympathische und couragierte Propagonistin und obwohl ihr Leben völlig aus den Fugen geraten ist, ist sie sehr offen und passt sich schnell den Gegebenheiten des 15. Jahrhunderts an. Laura ist eine Ärztin, die für ihren Beruf lebt und erstmal nur den Wunsch zu helfen hat.
Conner ist ein Mann, wie er im Buche steht. Groß, muskulös und attraktiv. Doch er ist auch ziemlich wortkarg. Man merkte ihm deutlich an, dass er Probleme hat, seine Emotionen zu zeigen und zu verarbeiten.
Tanja Neise hat tolle Propagonisten gestaltet und es geschafft, ihnen Leben einzuhauchen. Sie haben Ecken und Kanten und egal ob Gut oder Böse, jede Figur fügt sich harmonisch in die Geschichte ein.
Sehr gut gefallen hat mir auch das Setting. Ich hatte wundervolle Bilder im Kopf und habe die Burg inmitten der Landschaft regelrecht vor Augen gesehen.
Die latente Spannung, die während der gesamten Geschichte da ist, steigt zwischendurch immer wieder an und es gibt einige Hürden, die Laura und Conner überwinden müssen.

Die Autorin hat auf wunderbare Weise aus geschichtlichen Ereignissen einen tollen und mitreißenden Zeitreiseroman geschrieben, der definitiv zu meinen Jahreshighlights gehören wird.
Für alle Fans von Zeitreise-Storys ein "Must Read"!
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung!

Das Buch ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von der Fortsetzung gelesen werden.
Vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar liebe Tanja. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

tanjaneise

zeitreiseroman

MorgainesErbe

NetGalleyDE

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leseempfehlung

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Veröffentlicht am 11.11.2020

Dystopische Fantasyromance vom Feinsten!

Zwillingsherzen
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Zwillingsherzen – Wenn wir träumen“ von Ela Maus

Obwohl die zweiundzwanzig jährige Cleo dem reichen und privilegierten Teil ihrer Gesellschaft angehört, fühlt sie sich nach dem Tod ihres Bruders Cley ...

Zwillingsherzen – Wenn wir träumen“ von Ela Maus

Obwohl die zweiundzwanzig jährige Cleo dem reichen und privilegierten Teil ihrer Gesellschaft angehört, fühlt sie sich nach dem Tod ihres Bruders Cley im strikten Zweiklassensystem verloren. Cley war ihr Zwilling; der Träger ihres seelenverwandten Herzens und damit durch nichts zu ersetzen. Das dachte sie zumindest…..

Im fernen Kapstadt, wo die Grenzen zwischen Arm und Reich noch greifbar sind, sucht Cleo Abstand um den Verlust zu verarbeiten.
Doch dann wird ihrer Wohngemeinschaft von einer Diebesbande ausgeraubt und Cleo ins abgeschottete Armen-Gebiet verschleppt. Ausgerechnet Eric, der geheimnissvolle Anführer der Räuber, übt vom ersten Augenblick an eine magische Anziehungskraft auf sie aus, die dem ihres verstorbenen Zwillings ähnelt. Hat Cleo in ihm einen zweiten Seelenverwandten gefunden? Und was hat es mit den Träumen auf sich, die sie Nacht für Nacht in eine andere Welt entführen?

Ich durfte „Zwillingsherzen“ bereits vorab als Testleser lesen und bedanke mich bei der Autorin für das Vertrauen.

Das Cover zum Buch habe ich erst im Anschluss gesehen und ich war sofort begeistert davon. Normalerweise mag ich Menschen nicht so gerne auf dem Titelbild, doch hier passt es hervorragend. Auch die Farben harmonieren sehr schön miteinander.

Die Autorin versteht es, ihre Leser von der ersten Seite an zu packen. Sobald man die ersten Sätze gelesen hat, ist man auch schon mitten drin und wird förmlich in die Geschichte hineingezogen.
Es war mir kaum noch möglich, meiner Aufgabe als Testleser gerecht zu werden, denn ich konnte mich gar nicht richtig auf irgendwelche Fehler konzentrieren, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Cleo und Eric weitergeht.
Ihr Schreibstil ist wunderbar lebendig und leicht zu lesen.
Erzählt wird die Geschichte jeweils aus der Sicht von Cleo und Eric.
Das gefiel mir sehr gut, denn so erhielt ich von beiden Hauptprotagonisten einen guten Einblick in ihre Gefühle und Emotionen. Das war vor allem bei Eric wichtig, denn er ist sehr Wortkarg und in sich gekehrt.
Cleo war mir sehr schnell sympathisch. Ihr fehlt nach dem Tod ihres Bruders jeglicher Antrieb. Ich konnte ihre innere Zerrissenheit zwischen der Sehnsucht nach dem Bruder und ihren Zwillingsherzen und ihren Gefühlen Eric gegenüber sehr gut spüren und nachvollziehen.
Nachdem sie Eric begegnet und das Leben im abgeschotteten Armen-Gebiet kennenlernt, verändert sie sich sehr. Sie erfährt, dass die Menschen in den reichen Bezirke angelogen werden, indem ihnen erzählt wird, dass die arme Bevölkerung völlig eigenständig und unabhängig lebt.
Doch in Wirklichkeit müssen die Bewohner in diesen Bereichen Hunger und Not leiden.
Man spürt, wie Cleo sich langsam weiterentwickelt und auch Eric öffnet sich nach und nach und gibt uns Einblicke in seine Gefühle und Emotionen.
Doch auch die Nebenfiguren, wie zum Beispiel June, die zu einer guten Freundin für Cloe wird, Jack, Cooper und alle anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen und sich gut in die Geschichte eingefügt.
Ela Maus hat ein tolles Setting gestaltet. Ob es sich um das Armenviertel, die Halle mit ihren Räumlichkeiten oder Eric’s Baumhaus handelte, ich hatte in allen Situationen Kopfkino.
Unzählige Wendungen und Geschehnisse halten die die Spannung auf einem konstant hohen Level.
Der Cliffhanger am Ende der Geschichte macht total neugierig die Fortsetzung der Diologie.
Ich bin schon sehr gespannt wie es mit Cloe und Eric weitergeht und freue mich auf den zweiten und finalen Teil der Reihe.
„Zwillingsherzen- Wenn wir träumen“ erhält von mir hochverdiente 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung, die von ganzem Herzen kommt!

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Veröffentlicht am 04.11.2020

Eine unfassbar gute Geschichte!

Keine Sternschnuppen für Sara?
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Zitat: "Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben" Cicely Saunders

Sara ist 43 als plötzlich ihr Mann und ihr Vater und damit zwei wichtige Menschen in ihrem Leben, ...

Zitat: "Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben" Cicely Saunders

Sara ist 43 als plötzlich ihr Mann und ihr Vater und damit zwei wichtige Menschen in ihrem Leben, sterben. Trost und Halt findet sie in dieser Situation bei ihrem besten Freund Kai und obwohl er verheiratet ist, lässt Sara sich auf eine Affäre mit ihm ein. Sie empfindet viel für ihn und glaubt eine neue Liebe gefunden zu haben, doch Kai will seine Familie nicht aufgeben. Zwischen den Beiden läuft es deshalb immer wieder auf rein erotische Treffen hinaus, nach denen Sara allein zurückbleibt. Als sie merkt, dass die Situation sich nicht ändert, trifft sie eine Entscheidung. Im Internet entdeckt sie ein kleines Holzhaus in Avon und greift kurzentschlossen zu. Auf den Outer Banks will sie einen Neuanfang wagen, Abstand zu Kai finden und den Verlust den sie erlitten hat, verarbeiten.
Nachdem sie sich etwas eingelebt hat, lernt Sara nicht nur den sympathischen, gutaussehenden Jack kennen, sondern auch den 24 jährigen Tom, der an ALS erkrankt ist. Sie beschließt, Tom auf seinem letzten Weg zu begleiten und merkt dabei, dass nicht nur Tom, sondern auch sie selbst lernen muss, loszulassen. Denn bevor sie ihre Vergangenheit nicht verarbeitet hat, kann sie sich nicht für einen Neuanfang und für eine neue Liebe öffnen.

Als mir die Autorin ihr Buch zum lesen und rezensieren angeboten hat, habe ich eine Liebesgeschichte erwartet, wie man sie zuhauft liest. Ein Buch, dass man an einem verregneten Sonntag Nachmittag auf der Couch liest und schnell wieder vergisst. Doch ich sollte mich täuschen.
Cassandra Negra hat mit "Keine Sternschnuppen für Sara" ein Buch geschrieben, dass mir noch lange im Gedächtnis bleiben und mich beschäftigen wird.
Ich habe die Geschichte von Sara förmlich inhaliert und den ersten Abschnitt ihre Reise verfolgt. Die Kapitel flogen nur so dahin und innerhalb weniger Seiten wurde ich tief in die Geschichte hineingezogen.
Die Sprache und der Ausdruck der Autorin hat mich von Anfang an begeistert.
Sie schreibt sehr flüssig und lebendig und versteht es einfach mit Wörtern zu spielen.

Da ich selbst über eine lange Zeit Sterbende begleitet habe, waren mir die Gespräche, die Sara mit Tom geführt hat, sehr vertraut.
Sara habe ich als eine empathische und starke Frau kennengelernt, die, obwohl sie selbst einige Verluste zu verarbeiten hat, die Hoffnung nicht verliert und noch die Kraft findet, Tom an seinen letzten Tagen zur Seite zu stehen und für ihn da zu sein.
Die Autorin hat die Propagonisten mit sehr viel Liebe gestaltet und nicht nur Sara ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Die Charaktere verfügen alle über sehr viel Tiefgang und ich hatte oft das Gefühl, das "glucksende Lachen" von Tom zu hören.
Eine ordentliche Prise Erotik gibt der Geschichte die richtige Würze.
Aber auch das Setting ist so bildreich beschrieben, dass ich die Schönheit der Outer Banks sehr lebendig vor Augen hatte.
Fazit:
Es fällt mir schwer, die richtigen Worte für dieses unfassbar gute Buch zu finden.
Die Autorin hat mich mit dem ersten Teil der Reihe: "Keine Sternschnuppen für Sara? Alles auf Anfang" emotional erreicht und tief berührt.
Sie hat die Geschichte mit so viel Tiefe gefüllt, dass es für mich ein Wechselbad der Gefühle war - traurig, gefühlvoll und doch voller Lebensfreude.
Aber lest die Geschichte am Besten selbst! Von mir gibt es hochverdiente 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung!
Ich bedanke mich nochmals bei Cassandra Negra für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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