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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2025

Hochspannung zum Thema ewiges Leben

Die Abschaffung des Todes
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Der Journalist James Windover erhält den Auftrag, sich kundig zu machen über ein Projekt, das Leben über den Tod hinaus verspricht. Drei Unternehmer haben sich als Ziel das ewige Leben gesetzt. Was auf ...

Der Journalist James Windover erhält den Auftrag, sich kundig zu machen über ein Projekt, das Leben über den Tod hinaus verspricht. Drei Unternehmer haben sich als Ziel das ewige Leben gesetzt. Was auf den ersten Blick auf einen vielversprechenden Ansatz deutet, zeigt aber bei genauerem Hinsehen, dass doch nicht alles eitel Sonnenschein ist: Während die Investoren einerseits Milliarden einsammeln, versuchen sie insgeheim einen Schriftsteller zum Schweigen zu bringen. Was ist der Grund dafür? James macht sich auf die Suche nach dem Schriftsteller – und gerät dabei selbst in größte Gefahr...

Das Thema Künstliche Intelligenz verknüpft sich hier auf spannende Weise mit dem Wunsch des Menschen nach ewigem Leben. Sollte das machbar sein? Die Geschichte gerät zu einem spannenden Thriller, gespickt mit so mancherlei philosophischen Gedanken. Der Thriller ist spannend und gut verständlich geschrieben, so dass ich mich schnell von der Erzählung fesseln ließ. James ist ein sympathischer Charakter, mit ihm bin ich gerne durch die gesamte Welt gereist und habe in den Gefahrensituationen mitgebibbert. Die Idee hinter der Geschichte ist gut konstruiert und wirkt äußerst glaubhaft.

Mich hat dieser Thriller bestens unterhalten können, sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 26.09.2025

Mord im Wien der Jahrhundertwende

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Wien, 1896: Zwei Magier stehen in Konkurrenz miteinander. Ausgerechnet bei dem, der erfolgreicher ist, stirbt bei einem Zaubertrick die Assistentin. Inspektor Leopold von Herzfeldt ermittelt, und das ausgerechnet ...

Wien, 1896: Zwei Magier stehen in Konkurrenz miteinander. Ausgerechnet bei dem, der erfolgreicher ist, stirbt bei einem Zaubertrick die Assistentin. Inspektor Leopold von Herzfeldt ermittelt, und das ausgerechnet am Vorabend eines großen Ereignisses in Wien. Seine große Liebe Julia Wolf will als Journalistin eine Reportage darüber zu schreiben. Beide finden sich wieder in gemeinsamen Ermittlungen. Der Fall wird komplexer, als weitere tote Frauen gefunden werden.

Das Buch ist der vierte Band der Totengräber-Reihe. Ich kenne nicht alle Bände, habe aber trotzdem ganz gut in die Geschichte hineingefunden. Die Atmosphäre in Wien Ende des 19. Jahrhunderts ist gut getroffen, auch wenn ich immer wieder Bedenken hatte, dass die Frauen doch bereits so emanzipiert waren und relativ viele Freiheiten hatten. Das besondere Völkchen im Prater ist gut dargestellt, jeder der Charaktere zeigt seine ganz besonderen Eigenheiten. Die Krimi-Geschichte ist spannend aufgebaut, ich habe gerne mitgeraten. Gut gelungen finde ich auch die Geschichten rund um den Inspektor Leo und seine große Liebe Julia und all die Personen rund um die beiden herum.

Mich hat dieser historische Krimi schnell in seinen Bann ziehen können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Skurril und menschlich bis in letzter Konsequenz

Eine ganz dumme Idee
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Es ist kurz vor Silvester, in einer Kleinstadt in Schweden. Eine kleine Gruppe von Interessenten findet sich zu einer Wohnungsbesichtigung wieder. Doch ein wenig erfolgreicher Bankräuber platzt in die ...

Es ist kurz vor Silvester, in einer Kleinstadt in Schweden. Eine kleine Gruppe von Interessenten findet sich zu einer Wohnungsbesichtigung wieder. Doch ein wenig erfolgreicher Bankräuber platzt in die Besichtigung hinein, und plötzlich gerät die Veranstaltung zu einer Geiselnahme. Und hier summiert sich eines zum anderen: Da ist nicht nur der Bankräuber und Geiselnehmer völlig ungeeignet, auch die Geiseln sind es, und als Zeugen sind sie später gar nicht zu gebrauchen...

Ich lese sehr gerne die Bücher von Fredrik Backman, sie sind so herrlich skurril und bleiben doch menschlich bis in letzter Konsequenz. Zunächst möchte man einfach nur lachen, wie sehr hier alles schief geht, von Anfang an. Doch überraschend gibt es immer wieder neue Perspektiven, und am Ende verdrückt man sogar hie und da ein Tränchen... Das Buch verpackt hier eine Menge Sozialkritik, und doch wird alles in einer Leichtigkeit erzählt, dass sich die Geschichte fast schon von selbst liest. Die Charaktere des Buches werden schnell zu Personen, denen man auch im Alltag gerne begegnen würde. Obwohl man sie vermutlich auf den ersten Blick falsch einschätzen würde.

Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an bestens unterhalten können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe selbstverständlich alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Wie ein Albtraum

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Julia und Nicki sind beste Freundinnen. Für Julia hat sich Nicki zu ihrem Junggesellinnenabschied etwas ganz besonderes ausgedacht: Die beiden brechen zu einer Wanderung in das abgelegene Kungsleden auf. ...

Julia und Nicki sind beste Freundinnen. Für Julia hat sich Nicki zu ihrem Junggesellinnenabschied etwas ganz besonderes ausgedacht: Die beiden brechen zu einer Wanderung in das abgelegene Kungsleden auf. Doch sie werden vom schlechten Wetter überrascht, und plötzlich findet sich Julia allein in der Einsamkeit wieder, ohne Karten, ohne Handy, ohne Orientierung und ohne zu wissen, wo Nicki abgeblieben ist. Wird sie ihre Freundin wieder finden, wird sie den Weg zurück in die Zivilisation finden? Und vor allem: Was war es, was Nicki ihr unbedingt erzählen wollte?

Es ist schon eine ausgefallene Idee, eine gemeinsame Wanderung der beiden Freundinnen, die sich bereits eine Weile nicht gesehen hatten und sich nun einiges zu erzählen habe, kurz vor Julias Hochzeit. Doch die Wanderung gerät zum schlimmsten Albtraum, und die Hintergründe dazu werden nach und nach aufgerollt. Dabei vollzieht die Geschichte so manche mehr als überraschende Wendung, die ein völlig neues Licht auf das Geschehen wirft. Wobei das Ende mich nicht mehr ganz so überzeugt hat, das war dann vielleicht doch eine Wendung oder zwei zu viel...

Insgesamt hat mich die Geschichte von Anfang an fesseln können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Eindeutiger Lesespaß mit den Grauses

Willkommen bei den Grauses 2: Freunde finden für Anfänger
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Die Grauses haben in Ottilie eine gute Freundin gefunden. Doch nun soll jeder für sich einen Freund finden, gibt ihnen das Institut für andersartige Wesen den Auftrag. Denn die Grauses sind nicht wie alle ...

Die Grauses haben in Ottilie eine gute Freundin gefunden. Doch nun soll jeder für sich einen Freund finden, gibt ihnen das Institut für andersartige Wesen den Auftrag. Denn die Grauses sind nicht wie alle anderen Bewohner der Straße: Wer sonst hat schon Hörner auf dem Kopf, ist unsichtbar oder schläft in Flaschen? Ottilie will den Grauses helfen, Freunde zu finden, auch wenn das, nun ja, nicht wirklich ihre besondere Kompetenz ist...

Das Buch ist der zweite Band über die Familie Grause, eine Gruppe von nicht ganz alltäglichen Mitbewohnern, die zu einer Familie zusammengewürftelt wurde vom Institut für andersartige Wesen. Während also die Grauses nicht so genau wissen, wie man sich in unserer Welt benimmt und wozu wir was benutzen, sollen sie nicht nur nicht auffallen, sondern auch noch Freunde finden: ein unerschöpfliches Reservoir für so manche skurrile Situation! Wie bereits im ersten Buch wird das so herrlich schräg erzählt, dass man einfach nur weiterlesen möchte, was hier alles geschieht. Die Geschichte gerät dabei eindeutig zu einem Plädoyer für Toleranz und für die Freundschaft, und das auch noch ohne erhobenen Zeigefinger. Die Geschehnisse sind wieder wunderbar illustriert, dass dies den Spaß an der Geschichte eindeutig erhöht.

Wie auch der erste Band ist auch die zweite Geschichte um die Grauses ein herrliches Lesevergnügen für alle jungen Leser ab 8 Jahren, zum Selberlesen oder auch zum Vorlesen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.