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Gisel

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Veröffentlicht am 09.07.2021

Die Bildhauerin Camille Claudel

Die Bildhauerin
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Schon in ihrer frühen Kindheit hat Camille Claudel mit Ton gearbeitet. Mit 17 Jahren weiß sie, was sie unbedingt werden will: Bildhauerin. Unterstützt von ihrem Vater, doch gegen den Willen der Mutter ...

Schon in ihrer frühen Kindheit hat Camille Claudel mit Ton gearbeitet. Mit 17 Jahren weiß sie, was sie unbedingt werden will: Bildhauerin. Unterstützt von ihrem Vater, doch gegen den Willen der Mutter zieht die Familie wegen Camille nach Paris, wo sie ein Studium an einer privaten Künstlerschule beginnt. In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts ist die Bildhauerei eine reine Männerdomäne, in die Camille mit ihrem Ausnahmetalent unbedingt hineindrängen will. Sie erregt mit ihren Plastiken die Aufmerksamkeit des viel älteren Auguste Rodin. Er erkennt ihr Talent, protegiert und unterrichtet sie, macht sie zu seiner unentbehrlichen Mitarbeiterin und zu seiner Geliebten.

Camille Claudel wird als starke Frau geschildert, die bereits in jungen Jahren gelernt hat, selbständig zu sein, muss sie sich doch in vielem gegen die Mutter stemmen. Das Künstlermilieu, in dem sie lebte, wird sehr realistisch geschildert, als Leser kann man sich gut in ihre Geschichte hineinfühlen. Die Bildhauerei ist für sie Berufung, sie kämpft dafür an vielen Fronten. Dieses Buch gibt auch der Beziehung zu Auguste Rodin den nötigen Raum, um die Künstlerin in all ihren Lebensbereichen zu verstehen. Schade nur, dass nicht wirklich klar wird, was in diesem Buch der Realität entspricht und was der dichterischen Freiheit, das hätte ich mir sehr gewünscht.

Insgesamt ist der Autorin ein spannender Roman gelungen über das Leben der Camille Claudel, so dass ich das Buch gerne weiter empfehle und 4 von 5 Sternen vergebe.

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Veröffentlicht am 09.07.2021

Von Pferden und Abenteuern

Monsoon – Herzen im Galopp (Monsoon 2)
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Lisann freut sich auf die Ferien auf dem Reiterhof mit ihrer Freundin Mira und dem Pferd Monsoon. Doch sie hat Alpträume, dass jemand ihr Monsoon wegnehmen will. Mira, Lisann und Elias vom Reiterhof wollen ...

Lisann freut sich auf die Ferien auf dem Reiterhof mit ihrer Freundin Mira und dem Pferd Monsoon. Doch sie hat Alpträume, dass jemand ihr Monsoon wegnehmen will. Mira, Lisann und Elias vom Reiterhof wollen aufklären, ob was dahintersteckt…

Dies ist bereits der zweite Band um Mira und ihr Traumpferd Monsoon. Auch wenn es nicht zwingend nötig ist, wäre es sicher besser, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Man spürt zwischen den Zeilen die Pferdeliebe der Autorin Joël Tan, die sie auch auf ihre Protagonisten überträgt. Lisann muss sich ernsthaft Gedanken machen um ihr Pferd, und sie wächst an dieser Aufgabe. Die Kids Lisann, Mira und Elias sind sehr realistisch geraten, sicher wäre jedes Mädchen gerne mit ihnen befreundet. Die Themen Pferde, Freundschaft und die erste Liebe sprechen Mädchen ab 10 Jahren an, man merkt, dass das Buch für diese Zielgruppe geschrieben ist: Während ich die Auflösung etwas zu konstruiert empfinde, ist sie in den Augen der Mädchen und Jugendlichen vermutlich genau richtig.

Dieses Buch ist etwas für pferdeverliebte Mädchen, die gerne von Pferden und Abenteuern träumen. Gerne empfehle ich das Buch und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.07.2021

Eine etwas andere Geschichte vom Erben

Der Nachlass
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Hedda Laurent ist todkrank. Sie lässt die gesamte Familie um sich herum versammeln, einschließlich dem Sohn Theo, den sie seit 30 Jahren nicht gesehen hat. Bei der Testamentseröffnung erleben die Erben ...

Hedda Laurent ist todkrank. Sie lässt die gesamte Familie um sich herum versammeln, einschließlich dem Sohn Theo, den sie seit 30 Jahren nicht gesehen hat. Bei der Testamentseröffnung erleben die Erben eine Überraschung: Das beträchtliche Vermögen soll nur einer der Erben bekommen, die Entscheidung dafür soll in einem Wettkampf fallen. Harmlos beginnt dieser Wettkampf, doch das ändert sich. Währenddessen brechen alte Konflikte und Verletzungen wieder auf. Es ist ein gefährliches Spiel, auf das sich die Familie eingelassen haben...

Zunächst scheint hier eine ganz normale Familiengeschichte zu beginnen. Na ja, obwohl, so normal ist es auch nicht, wenn eines der Kinder sich 30 Jahre lang vom Rest der Familie abschottet. Doch was sich hinter dieser Familiengeschichte verbirgt, das ist ganz starker Tobak. Der Firnis der Freundlichkeit untereinander verblasst schnell, es wird bitterböse und teilweise äußerst blutrünstig. Wem kann man hier trauen, wem sollte man misstrauen? Die Grenzen verwischen, nichts ist sicher, und überhaupt wird am Ende alles nochmal ganz anders.Je mehr die Erzählung voranschreitet, umso unglaublicher wird sie. Und doch schafft es der Autor Jonas Winner, einen äußerst glaubwürdigen Abschluss zu finden, so dass die Geschichte nochmal neu durchdacht werden muss. Etwas gewöhnungsbedürftig war allerdings, dass die Erzählung nicht chronologisch geordnet war bzw. auch nicht sofort ersichtlich wurde, wann die jeweilige Sequenz spielte. Die Spannung hat es zusätzlich angeheizt, wobei dieses Buch ohnehin schon einen straffen Spannungsbogen hat.

Mich hat dieses Buch sehr schnell fesseln können, so dass ich es unbedingt weiter empfehle und sehr gerne alle 5 möglichen Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 08.07.2021

Mitreißende Detektivgeschichte

Joscha & Marie und die Frage, wie man seine Eltern rettet, ohne einen Urknall auszulösen
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Joschas Eltern wurden entführt, und er soll auf keinen Fall die Polizei einschalten. Also muss ein Privatdetektiv her. Und schon stecken Marie und Joscha in den Ermittlungen gegen die Entführer. Marie ...

Joschas Eltern wurden entführt, und er soll auf keinen Fall die Polizei einschalten. Also muss ein Privatdetektiv her. Und schon stecken Marie und Joscha in den Ermittlungen gegen die Entführer. Marie ist zwar genauso alt wie Joscha, aber sie ist eine gewiefte Forscherin, die Suche nach Joschas Eltern ist ihr erster Fall. Dafür hat sie jede Menge Special Effects auf Lager. So machen sich die beiden auf die Suche nach Joschas Eltern und wollen den Entführern das Handwerk legen.

Sympathisch und ein bisschen eigenbrötlerisch sind beide Kinder, Joscha und vor allem Marie. Dass sie bei ihren Experimenten auch mal gern ihr Labor mit Asche beregnet, das kann schon mal vorkommen. Sie kann aber auch einige sehr ausgebuffte Ergebnisse vorweisen, die sich gut in die Ermittlungen einbauen lassen. So werden die beiden Kinder sehr schnell sympathisch, auch wenn vor allem Marie manchmal ein bisschen nervig ist. Der Leser wird dabei des öfteren angesprochen und durch Schaukästen belehrt, unterschiedliche Schriftarten und -größen lockern den Text auf, zusammen mit Illustrationen, die jede Menge Pep in die Erzählung bringen. Spannend ist es allemal, wie die beiden gemeinsam den Entführungsfall meistern, da fiebert man gerne mit.

Diese mitreißende Detektivgeschichte empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 07.07.2021

Kindgerecht aufbereitetes Sachbuch

Geheimzeichen Jakobsmuschel
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Jans und Milas Mutter plant für die ganze Familie eine Reise nach Spanien, um dort auf dem Jakobsweg zu pilgern. Sie treffen dabei nicht nur auf andere Pilger, sondern immer wieder auf einen alten Mann ...

Jans und Milas Mutter plant für die ganze Familie eine Reise nach Spanien, um dort auf dem Jakobsweg zu pilgern. Sie treffen dabei nicht nur auf andere Pilger, sondern immer wieder auf einen alten Mann mit Pilgerhut. Einen Teil der Reise begleitet sie ein Esel.

Dieses Sachbuch ist für Kinder ab 7 Jahren gedacht, und es beschreibt alles, was für Kinder wichtig zu wissen ist über den Jakobsweg. Die Geschichte wird nach jedem (kurzen) Kapitel mit einem Bild ergänzt, das die vorherigen Informationen auf den Punkt bringt. So entsteht sowohl ein Bezug zu den historischen Gegebenheiten zum Jakobsweg wie auch zum christlichen Glauben. Die Erzählung selbst ist eher einfach gehalten, enthält aber einen geheimnisvollen Aspekt durch den alten Mann, den Jan und Mila während der Reise immer wieder treffen. Die Geschichte ist kindgerecht aufbereitet, die kurzen Kapitel leiten gut durch die Informationen und die Erzählung über die Pilgerreise der kleinen Familie. Das Buch bietet sich dafür an, es immer wieder zur Hand zu nehmen und darin zu blättern. Zum Vorlesen oder Selberlesen ist es bestens geeignet.

Dieses schöne und durchdachte Buch zu den Themen Pilgern und Jakobsweg empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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