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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2022

Magische Geschichte voller überraschender Fabelwesen

Detektei für magisches Unwesen – Drei Helden für ein Honigbrot
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Peggory Jones ist Agent für Magisches und Fabelwesen. In kürzester Zeit sind viele Fabelwesen verschwunden, Wiesenschrate, Gurkentrolle, Irrlichter, und so hat Peggory Jones viel Arbeit vor sich. Seine ...

Peggory Jones ist Agent für Magisches und Fabelwesen. In kürzester Zeit sind viele Fabelwesen verschwunden, Wiesenschrate, Gurkentrolle, Irrlichter, und so hat Peggory Jones viel Arbeit vor sich. Seine Ermittlungen führen ihn in das beschauliche Kiesbach. Dort ermittelt Jannik mit seinen Freundinnen Pola und Lulu, sie haben eine Detektivbande gegründet. Der massive Diebstahl von Honig führt alle auf die richtige Spur…

Es ist eine überraschende Welt voller Fabelwesen, über die in dieser magischen Geschichte erzählt wird. Denn eigentlich ist das Leben in Kiesbach völlig langweilig, mit einem Polizisten, der seinen Tag mit Essen verbringt und wo scheinbar nie etwas passiert. Doch als in Janniks Nachbarschaft ein seltsamer Mann einzieht, überschlagen sich bald die Ereignisse. Wie gut, dass die Detektivbande mit Peggory Jones zusammenarbeiten kann. Die Illustrationen sind wunderbar gelungen, so dass es eine besondere Freude ist, die vielen Fabelwesen zu entdecken. Dass hier trotzdem jede Menge Gefahren drohen, wird eindrücklich in diesem Buch erzählt.

Diese magische Geschichte voller überraschender Fabelwesen eignet sich gut zum Vorlesen oder zum Selberlesen für gewiefte Erstleser. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Turbulente und liebenswerte Weihnachtsgeschichte

Spekulatius, der Weihnachtsdrache rettet das Fest
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Wie jedes Jahr freuen sich Matilda und Mats auf die Weihnachtszeit mit allem, was so dazugehört: Backen, Weihnachtsmarkt, Kerzenschein, Geschenke… Doch diesmal läuft etwas schief: Alles riecht plötzlich ...

Wie jedes Jahr freuen sich Matilda und Mats auf die Weihnachtszeit mit allem, was so dazugehört: Backen, Weihnachtsmarkt, Kerzenschein, Geschenke… Doch diesmal läuft etwas schief: Alles riecht plötzlich nach Essig und Knoblauch, und alle haben schlechte Laune. Zum Glück eilt der Weihnachtsdrache zu Hilfe. Er ahnt, wer für all das unweihnachtliche Chaos verantwortlich ist…

Das Fest muss gerettet werden! Weihnachten ohne weihnachtliche Stimmung, ohne all das, was Weihnachten ausmacht – nein, das geht nicht, da sind sich Mats und Matilda einig. Der Zauberdrache weiß Rat, und so nimmt eine turbulente Geschichte ihren Lauf, die alles wiederherstellen kann, was Weihnachten bedeutet. Dazu gehört natürlich auch ein Abenteuer mit Spekulatius. Das Buch ist wie ein Adventskalender in 24 Tage eingeteilt, man kann also die Geschichte in kleinen Häppchen lesen – oder, wer es nicht erwarten kann, am Stück. Ich habe die Geschichte als Hörbuch genießen dürfen. Der Sprecher Felix von Manteuffel erzählt das Geschehen so, dass jede Figur ihren eigenen Charakter entwickelt und man von Anfang bis Ende mitfiebert. Da kommt auf jeden Fall Weihnachtsstimmung auf! Mich als Erwachsenen hat der Sprachfehler des Weihnachtsdrachen ein bisschen gestört; ich vermute mal, dass genau dies bei kleineren Kindern sehr gut ankommt.

Sehr gerne empfehle ich diese turbulente und liebenswerte Weihnachtsgeschichte als Hörbuch weiter, wobei ich auch neugierig geworden bin auf das Buch selbst. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Vergnügliche Geschichte aus einem chaotischen Familienleben

Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat
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Mama, Luisa und Oma gehen weg zum Wellness-Tag, Tiffany bleibt mit Papa, Max und dem Opa zu Hause. Das macht gar nichts, denn so ein Wellness-Tag ist gar nichts für Tiffany. Dafür geht sie in die Badewanne. ...

Mama, Luisa und Oma gehen weg zum Wellness-Tag, Tiffany bleibt mit Papa, Max und dem Opa zu Hause. Das macht gar nichts, denn so ein Wellness-Tag ist gar nichts für Tiffany. Dafür geht sie in die Badewanne. Und Papa, der eigentlich entspannen wollte, muss plötzlich damit kämpfen, dass das Badezimmer unter Wasser steht.

Ich kenne aus dieser Reihe bereits das Buch „Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte“ und habe mich bestens unterhalten gefühlt. So ging es mir auch mit diesem Buch. Was die Schwungkraft mit Angela Merkel zu tun hat und warum die Waschmaschine das Waschen einstellt, das ist wie überhaupt die gesamte Handlung im Buch so konsequent aus kindlicher Sicht zu Ende gedacht, dass ich immer wieder lachen musste. Die humorvolle Geschichte ist wunderbar illustriert von Astrid Henn, was den Spaß an der Geschichte nur noch erhöht.

Diese vergnügliche Geschichte hat mich bestens unterhalten, sehr gerne empfehle ich das kleine Büchlein weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Düster, gruselig, spannend

Bruch: Ein dunkler Ort
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In Dresden ist ein zwölfjähriges Mädchen verschwunden. Felix Bruch und seine neue Kollegin Nicole Schauer gehören eigentlich dem Morddezernat an, übernehmen den Fall jedoch wegen Personalmangel. Beide ...

In Dresden ist ein zwölfjähriges Mädchen verschwunden. Felix Bruch und seine neue Kollegin Nicole Schauer gehören eigentlich dem Morddezernat an, übernehmen den Fall jedoch wegen Personalmangel. Beide haben so ihre Geschichte, und Bruch ist dafür bekannt, Einzelgänger und überhaupt schwierig zu sein. Was den Fall betrifft, gibt es Parallelen dazu, dass vor zwei Jahren ein Mädchen aus der Nachbarschaft verschwand und nach zwei Wochen unversehrt zurückkam. Doch bis heute weiß niemand, was damals geschah, das Mädchen hat trotz aller Bemühungen nie was dazu erzählt.

So unterschiedlich die beiden Ermittler sind, meint man, dass eine Zusammenarbeit schlecht möglich wäre. Dennoch entwickeln die beiden so langsam ein Gefühl füreinander und ergänzen sich sogar. Sie sind gewöhnungsbedürftig, und doch fand ich sie beide genau richtig für diesen Fall voller Geheimnisse. Bruchs Ermittlungsmethoden sind teilweise etwas abenteuerlich, doch genau das bringt ungeahnte Erfolge. So entstehen überraschende Wendungen, die nach einem fulminanten Showdown zu einer unerwarteten Auflösung führen. Insgesamt ist der Fall eher düster bis gruselig, was aber genau zu den Konstellationen im Buch passt. Immer wieder fragt man sich, was denn nun Realität ist und was die beiden Ermittler vielleicht nur zusammenfantasieren, überhaupt bleibt die Geschichte spannend von Anfang bis zum Ende.

Mich haben diese Ermittlungen und die beiden eher gewöhnungsbedürftigen Ermittler neugierig gemacht auf weitere Fälle, das Buch habe ich in kürzester Zeit durchgelesen. Sehr gerne empfehle ich diesen Krimi weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Mehr historischer Roman als Krimi

Die Passage nach Maskat
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Der Ozeanliner Champollion sticht in See von Marseille aus Richtung Orient. Mit an Bord ist Theodor Jung, traumatisierter Kriegsveteran, Fotoreporter der Berliner Illustrirten und Ehegatte der Industriellentochter ...

Der Ozeanliner Champollion sticht in See von Marseille aus Richtung Orient. Mit an Bord ist Theodor Jung, traumatisierter Kriegsveteran, Fotoreporter der Berliner Illustrirten und Ehegatte der Industriellentochter Dora Rosterg. Auch seine Schwiegereltern und sein Schwager sind auf dieser Reise nach Maskat dabei. Aber auch viele weitere illustre Passagiere, wie z.B. eine skandalumwitterte Nachttänzerin aus Berlin, ein mysteriöser römischer Anwalt, eine adelige englische Lady mit ihrer Zofe, ein amerikanischer Ingenieur, ein Schläger aus der Berliner Unterwelt. Während Theodor die Risse in seiner Ehe gerne kitten möchte, kann er das von Dora nicht behaupten, und seine Schwiegerfamilie verachtet ihn. Brisant wird die Situation, als Dora kurz nach Beginn der Reise spurlos verschwindet und jeder, den Theodor nach seiner Frau fragt, beteuert, sie nie an Bord gesehen zu haben…

Es wird brenzlig für Theodor Jung, denn nicht nur seine Ehe ist nun in Gefahr geraten, sondern überhaupt sein Leben. Falls Dora wirklich nicht mehr auftaucht, gerät er nun selbst in Verdacht, seine Frau beseitigt zu haben. Da ihm aber niemand helfen möchte, macht er sich selbst auf die Suche nach ihr. Unvermutet Hilfe erhält er von einer Stewardess, die mit ihm zusammen versucht, das Rätsel um Dora zu knacken. Während dieser eine Erzählstrang das scheinbar unlösbare Verschwinden Doras versucht zu ergründen, nimmt sich der Autor Cay Rademacher viel Zeit für die Beschreibung des Lebens auf der Champollion, für die agierenden Personen und auch für die angefahrenen Stationen der Reise. Man erhält ein gutes Gefühl für die Zeit der „Golden Twenties“ kurz bevor der Börsencrash viele Träume zerschmettert. Dafür fehlte mir allerdings ein bisschen die Spannung beim Kriminalroman, während die Auflösung mir eher überstürzt und etwas zu kurz geraten vorkam.

Als Roman finde ich dieses Buch gut gelungen, als Krimi hätte ich mir mehr Spannung gewünscht. Deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch nur eingeschränkt weiter.

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