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Veröffentlicht am 11.02.2026

Urig

Alpenmord und Almgedudel
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Die Brunners, Vater, Mutter, Tochter und Sohn verschlägt es im Urlaub nach Tirol. Beim Wandern in der Tiefenbachklamm allerdings entdecken sie eine leblose Person, offenbar in die Tiefe gestürzt. Man klettert ...

Die Brunners, Vater, Mutter, Tochter und Sohn verschlägt es im Urlaub nach Tirol. Beim Wandern in der Tiefenbachklamm allerdings entdecken sie eine leblose Person, offenbar in die Tiefe gestürzt. Man klettert mühselig einen steilen Abstieg hinunter - Vater Brunner ist Arzt und will sehen, ob man die Person noch retten kann. Die ist jedoch schon seit längerem tot. Verunfallt u.a. wegen ungeeigneten Schuhwerks, wie die herbeigerufene Polizei konstatiert und daher wenig unternimmt. Brunners kommt das merkwürdig vor, zumal der vermeintlich Verunfallte als erfahrener Bergsteiger galt, der niemals mit derart ungeeigneter Fußbedeckung in der Klamm abseits gesicherter Wege gekraxelt wäre. Man begibt sich recht einfallsreich auf Beweissuche, um einen Tötungsdelikt nachweisen zu können, u.a. Mit einem selbstgebastelten Dummy für Wurfversuche. Das Ergebnis scheint eindeutig. Die Polizei nimmt jedoch die spinnerten Wiener nicht ernst. Und so müssen die Brunners den Fall selbst aufklären, was sie letztlich auch tun, nicht ohne zuvor in ernste Gefahr zu geraten. Locker-leicht und urig geschrieben, sehr einfallsreich und voller Humor.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Humorig

GNADENTOD
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Eine Leiche auf der Ladefläche eines Leichenwagens klingt soweit normal. Zum Transport von Leichen sind Leichenwagen nun mal da. Nur diese Leiche gehört da nicht hin, beteuert Jorge, Freund von Kommissaranwärter ...

Eine Leiche auf der Ladefläche eines Leichenwagens klingt soweit normal. Zum Transport von Leichen sind Leichenwagen nun mal da. Nur diese Leiche gehört da nicht hin, beteuert Jorge, Freund von Kommissaranwärter Amun Shahier. Sie wurde dahin drapiert mit Blume zwischen den Händen und Heiligenbildchen auf der Brust. Was wird hier gespielt fragen sich KHK Robert Haller und Amun. Zumal kurz darauf weitere Tote in Beerdigungsinstituten aufgefunden werden. Während sich für die Ermittler langsam eine Theorie herausschält (die durchauas nicht richtig sein muss) - die Toten waren sehr krank, in einer rundum privaten häuslichen Pflege, sehr wohlhabend und hatten ihren Pflegekräften sowohl ihr Hab und Gut vermacht, als auch Generalvollmacht erteilt - stellen die tierischen Familienmitglieder von Haller und der forensischen Antropologin Pia ihre ganz eigenen Überlegungen und Schnüffeleien an. Was sich witzig liest. Insgesamt locker-leicht geschrieben mit recht witzigen Dialogen und einer Auflösung, die dann doch noch anders ist, als man dachte. Der Titel verführt zu leicht verirrtem Denken.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Eindrücklich

Schatten von Potsdam
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Im Umfeld von Reichen und Superreichen ermittelt es sich schwer. Das müssen Paula Osterholz und Henry Wullitzer feststellen, als sie ans Ufer der Havel nahe der Glienicker Brücke gerufen werden, weil dort ...

Im Umfeld von Reichen und Superreichen ermittelt es sich schwer. Das müssen Paula Osterholz und Henry Wullitzer feststellen, als sie ans Ufer der Havel nahe der Glienicker Brücke gerufen werden, weil dort ein toter Schüler im Wasser treibend gefunden wird. Man geht davon aus, das er von der Glienicker Brücke in den Tod gestürzt ist. Ob freiwillig oder durch Gewalteinwirkung Dritter oder verunfallt nicht gleich klar, aber die Untersuchungen ergeben: Da hat einer nachgeholfen. Ist es ein Delikt im Drogenmilieu? Denn bald stellt sich heraus, dass der Neunzehnjährige Drogen vertickt hatte. Man stößt auf eine Mauer von Arroganz bei den Eltern des Schülers, man ist schließlich mit dem Polizeipräsidenten und dem Innenminister bestens bekannt. Wenig hilfreich ist in diesem Zusammenhang auch, dass bereits unmittelbar nach Auffinden des Toten dessen Name in den social media gepostet wurde, dass der Freundeskreis des Toten selbst ermittelt und dass eine Freundin aus diesem Kreis plötzlich auch verschwindet und kurz darauf tot aufgefunden wird. Ein vertrackter Fall. Ruhig, dennoch nicht spannungsarm, aus Sicht der Ermittler, aber auch aus Sicht der Täterseite erzählt, enthüllt sich eine tragische Geschichte rund um Machtmissbrauch, Mobbing und dem Unheil, das mit social media über Individuen ausgeschüttet werden kann. Die Gewissenskonflikte sind gut überbracht.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Aufwühlend

Schattenmädchen
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Aus dem Vermisstenfall einer Studentin entwickelt sich eine ungeheuerliche Geschichte, die zurückführt zu einer vor sieben Jahren ermordeten jungen Frau, die nach einer Party verschwand. Fredrika Storm ...

Aus dem Vermisstenfall einer Studentin entwickelt sich eine ungeheuerliche Geschichte, die zurückführt zu einer vor sieben Jahren ermordeten jungen Frau, die nach einer Party verschwand. Fredrika Storm verbeißt sich extrem in diese Geschichte und hat alsbald den Geschäftsführer eines Tech-Unternehmens, das eine Einkaufs-App entwickelt hat und gerade vor dem Verkaufsabschluss mit einem chinesischen Unternehmen steht, als Hauptverdächtigen im Visier. Auf der Party, mit der das bevorstehende Ereignis gefeiert wurde, soll auch die Vermisste gewesen sein. Aber niemand kann sich an sie erinnern. Nachdem einige andere Verdächtige ausgeschlossen wurden und einige Spuren auf den Hauptverdächtigen hinzuweisen scheinen, wird der mehrfach verhört und verhaftet, zumal es auch Parallelen zum Fall der Ermordeten vor sieben Jahren zu geben scheint. Die Beweise reichen aber nicht aus. Umso mehr schießt sich Fredrika auf ihren Verdächtigen ein und oft über das Ziel hinaus. Ihre Sturheit, die an Verbocktheit und Verblendung grenzt, wird so intensiv dargestellt, dass man als Lesende/r fast schon genervt ist. Zum Schluss nimmt die Geschichte in mehrfacher Hinsicht ein überraschendes Ende. Sehr eindrücklich und spannend vorgebrachte Geschichte, die auch intensiv die Gefühlswelt der Ermittler in ihrem privaten Umfeld darstellt.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Gelungene Mixtur

ERBSCHULD
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Die Geschichte wogt ziemlich hin und her, wechselt in kurzen Abschnitten von Südafrika nach Österreich und Ostwestfalen, macht kurz Halt im Sauerland und springt wieder zurück. Was mit einem verschwundenen ...

Die Geschichte wogt ziemlich hin und her, wechselt in kurzen Abschnitten von Südafrika nach Österreich und Ostwestfalen, macht kurz Halt im Sauerland und springt wieder zurück. Was mit einem verschwundenen österreichischen Ehepaar beginnt, das in Ostwestfalen lebte und von dort zu einem Aufenthalt in Südafrika aufgebrochen, aber nicht mehr zurückgekommen war, weitet sich schnell zu Mehrfachmorden aus, Allesamt getarnt: als Unfall, Selbstmord, unglücklicher Verlauf einer Schönheits-OP und andere Unwägbarkeiten. Man muss aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren ob der verschiedenen Örtlichkeiten, Ermittler, Opfer und deren Umfeld, das die Ermittelnden nach und nach durchleuchten und zusammenführen. Der österreichische Sonderermittler in Südafrika, später in Bielefeld, der österreichische Postenkommandant in Fuschl, später ebenfalls in Ostwestfalen unterwegs, der sauerländische Kommissar, den es ebenfalls dorthin verschlägt und schließlich noch der Bielefelder Kriminalkommissar recherchieren akribisch und genauso wird die Geschichte auch dargestellt. Nicht ohne die Personen gehörig auf die Schippe zu nehmen, allein durch deren gegenseitige Vorurteile. Und auch die durch ihre „Nichtexistenz“ bekannte Stadt Bielefeld bekommt ihr Fett weg. Eine gelungene Mixtur, die Spannung und Augenzwinkern bietet. Der Titel sehr treffend.

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