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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2025

Heftig

Blutlilie
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Die Autorin setzt ihrem Werk eine Warnung voraus, wonach es für einige Leser besser sein könnte, nicht weiter zu lesen, da Dinge thematisiert werden, die nichts für schwache Nerven sind. Eine berechtigte ...

Die Autorin setzt ihrem Werk eine Warnung voraus, wonach es für einige Leser besser sein könnte, nicht weiter zu lesen, da Dinge thematisiert werden, die nichts für schwache Nerven sind. Eine berechtigte Warnung. Denn es geht nicht nur rein um diese Themen, sondern auch darum, wie sie dargestellt sind. Sehr ausführlich und äußerst heftig. Zwei zerstückelte männliche Leichen und eine verstümmelte tote Frau stellen Greg und Taylor vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Zumal die tote Frau Greg bekannt war. Er hatte sie auf einer Sexparty kennengelernt auf der es heftig zur Sache ging. Im Verlaufe der Ermittlungen, wozu auch das FBI hinzugezogen wird, geht es nicht nur um einen Serientäter, sondern auch um Dinge, die weit in der Vergangenheit liegen und weit grausamer sind. Greg gerät schließlich selbst in Verdacht, zumal eben die Dinge aus der Vergangenheit auch mit ihm zu tun zu haben scheinen. Sehr geschickt wird hier Vergangenheit mit der Gegenwart verwoben und die Handlungsstränge immer weiter zusammengeführt bis zum Showdown. Die Geschichte ist äußert spannend und wendungsreich erzählt. Die Darstellung von Gewalt, abartigen Sexphantasien und traumatischen Abhängigkeitsverhältnisse ist drastisch und wirklich nichts für schwache Nerven.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Bissig

Kälter
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Wie Andreas Pflüger schreibt, ist einmalig. Man braucht hier gar nicht anzufangen, Beispiele anzufügen, weil man dann nicht mehr aufhören könnte. Voller Sprachwitz, voller Sprachbilder. Mit teils bösen ...

Wie Andreas Pflüger schreibt, ist einmalig. Man braucht hier gar nicht anzufangen, Beispiele anzufügen, weil man dann nicht mehr aufhören könnte. Voller Sprachwitz, voller Sprachbilder. Mit teils bösen Alliterationen. Voll von beißender Ironie. Eine heftige Geschichte zur Zeit kurz vor und nach der Wende. Angefüllt mit aberwitzigen Geheimdienst Aktionen, in der alle, ob Führungskraft oder Feldarbeiter, mehrfach falsch spielen. Demzufolge dreht sich die Geschichte ständig, bis keiner mehr durchblickt. Im Mittelpunkt Luzy, die nach einem traumatischen Ereignis auf Amrum gestrandet ist und seit acht Jahren ein Schattendasein führt, bis die Hölle dort selbst losbricht und sie in ein früheres Dasein zurück katapultiert. Ab da werden die Leser hineinkatapultiert in eine Entwicklung, die geprägt ist von unglaublicher Gewalt, in der zwei Protagonisten zu Tötungsmaschinen mutieren, die jeden noch so übermächtigen Angriffen gewachsen sind und diese überleben und gleichzeitig unvorstellbar viele Tötungsdelikte selbst begehen. Sehr trickreich dargestellt, die möglichen Strategien, Vorgehensweisen und Vernebelungen der Geheimdienste um diese Zeit. Wobei man den Winkelzügen kaum folgen kann. Aber absolut unglaubwürdig diese übermenschliche Kraft, Intuition und Überlegenheit der Protagonisten. Wer solche James Bond angelegten Aktion mag, der ist hier richtig. Wer literarische Anmutung, die oben erwähnte sprachliche Umsetzung mag, auch. Beides geht möglicherweisw aber nicht zusammen. Die fragliche moralische Dimension mal dahingestellt.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Heftig

Der Schmerzflüsterer (Ein Lukas-Sontheim-Thriller 3)
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Die Leser werden vorab gewarnt, dass diese Reihe hart, brutal und definitiv nichts für schwache Nerven sei. Wie wahr. Aber sehr flott und wendungsreich geschrieben. Spannungsgeladen und heftig. Die Taten ...

Die Leser werden vorab gewarnt, dass diese Reihe hart, brutal und definitiv nichts für schwache Nerven sei. Wie wahr. Aber sehr flott und wendungsreich geschrieben. Spannungsgeladen und heftig. Die Taten nur schwer erträglich. Sowas muss man sich erst einmal ausdenken. Lukas Sontheim, der sein Leben gerade erst wieder in den Griff bekommen hat, scheint im Mittelpunkt dieser bestialischen Morde zu stehen, denn die erste Tote, die mit schweren Verstümmelungen aufgefunden wird, war kurz zuvor fast vor Sontheims Wagen gelaufen. Als er ihr helfen will, wird er niedergeschlagen und das Opfer ist zunächst verschwunden. Und daher glaubt ihm keiner die Geschichte. Als weitere Leichen auftauchen, gerät Lukas selbst unter Verdacht. Zwar als Ex-Kommissar nicht mehr zuständig, mischt er sich fleißig ein. Sehr zum Verdruss seines Ex-Kollegen und dessen Partner. Schließlich gerät er selbst in höchste Gefahr und versteht in dem Moment, warum diese Serie ihm „gewidmet“ war.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Finster

Dunkler Sog
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Intensiv, wie alle Leo Born-Thriller mit seiner Protagonisten Mara Billinsky - und heftig. Der Neue an ihrer Seite fühlt sich ausgegrenzt, denn Mara lässt ihn im neuen Fall um schrecklich zugerichtete ...

Intensiv, wie alle Leo Born-Thriller mit seiner Protagonisten Mara Billinsky - und heftig. Der Neue an ihrer Seite fühlt sich ausgegrenzt, denn Mara lässt ihn im neuen Fall um schrecklich zugerichtete Leichen, nicht nur im Fall selbst außen vor, sie spricht schlicht nicht mit ihm und lässt ihn nicht an sich heran. Beschwerden beim Vorgesetzten stoßen auf taube Ohren. Also versucht er, sich frei zu schwimmen. Ein Alleingang mit fatalen Folgen. Was Maras Psyche noch mehr anknackst und sie noch unberechenbarer macht, in einem Fall, der immer und immer wieder in einer Sackgasse endet. Sie verzweifelt an sich selbst und die Vorgesetzten an ihr. Was wiederum Folgen hat, Mara aber nicht bremsen kann. Sie will den Fall lösen, koste es was es wolle. Ihr zur Seite Rosen, ihr Ex-Partner, der eigentlich für die Abteilung Cyper Kriminalität arbeiten soll. Eine dunkle Geschichte um üble Machenschaften zwischen der ehemaligen DDR und BRD vor der Wende, die ihren Racheabschluss im Hier und Jetzt finden soll mit traumatisierten Ermittlern und einem heftigen Showdown.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Eindringlich

Narbenkünstler #Thriller
6

Eine kompakte und komplexe Geschichte, die an Grausamkeit schwerlich zu überbieten ist. Inmitten der Vorbereitung einer Ausstellung, die aus unzähligen ineinander verschlungener Körperteile aus Gips und ...

Eine kompakte und komplexe Geschichte, die an Grausamkeit schwerlich zu überbieten ist. Inmitten der Vorbereitung einer Ausstellung, die aus unzähligen ineinander verschlungener Körperteile aus Gips und sonstigen Materialien zu bestehen scheint, wird eine echte kopflose Leiche gefunden. Nicht nur die Auffindesituation ist grauenhaft, auch die Art, wie der unbekannte Tote zu Tode kam ist furchtbar. Die Forensik fand heraus, dass der Tote mehrfach einer Situation des Erfrierens ausgesetzt war, immer wieder vor dem endgültigen Erfrieren Wärmezufuhr erfuhr, so dass er das Er- und Einfrieren mehrfach erlebte, wobei immer mehr Körperfunktionen versagten. Der Tote wurde dann im tiefgefrorenen Zustand enthauptet. Wer kann solch einen Hass haben? Wenig später findet Zoe erst ein ausgebranntes Fahrzeug, später einen weiteren kopflosen Toten, dem das Gleiche widerfuhr, wie dem ersten Toten. Die Spur führt zu einem Privatgymnasium, an dem Zoe ehemals selbst Schülerin war. Chris Dominik weiß eindringlich zu schreiben, Spuren zu legen, die oft ins Nichts führen, die Gedanken von Seiten der Täterschaft einfließen zu lassen, Spannung zu erzeugen und ein überraschendes Ende zu präsentieren. Das private Umfeld der Ermittler und deren innere Dämonen werden intensiv beleuchtet. Nach Narbenwald und Narbensommer ein weiteres Highlight um die Ermittler Marc und Zoe und ihre Kollegen.

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