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Veröffentlicht am 26.01.2026

Sehr dicht, intensiv und abgründig

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Eine Geschichte in einer Geschichte, neben einer Geschichte, die einer Geschichte zugrunde liegt. So kann man diese Lektüre wohl treffend beschreiben. Vordergründig mit der Koordination von Katastropheneinsätzen ...

Eine Geschichte in einer Geschichte, neben einer Geschichte, die einer Geschichte zugrunde liegt. So kann man diese Lektüre wohl treffend beschreiben. Vordergründig mit der Koordination von Katastropheneinsätzen mehr als ausgelastet, denn die Region Karwendel wird von verheerenden Unwettern heimgesucht, der Flutkatastrophe im Ahrtal nicht unähnlich, werden Alexa Jahn, Florian Huber und Bernhard Krammer neben zahlreichen Vermisstenfällen auch mit einem Toten, der ermordet wurde, und einer offenbar in falsche Gesellschaft geratenen, ohnehin traumatisierten Frau, die sich in Lebensgefahr zu befinden scheint, konfrontiert. Und dann auch noch die Geschehnisse um eine Gruppe junger Leute, die ebenfalls vom Unwetter überrascht wurde und in einer abgelegenen Hütte komplett von der Umwelt abgeschnitten ausharrt, wobei sich tiefe Abgründe auftun. Dazwischen immer wieder Briefe einer Mutter an ihre Tochter. Nach und nach wird dabei Schreckliches enthüllt. Sehr dicht gepackt, diese Geschichte, sehr intensiv die Situation der an ihre Belastungsgrenzen stoßenden Rettungskräfte und die unvorstellbare Gewalt der Natur beschreibend. Die Spannung hoch gehalten, dicht am Pageturner. Und immer wieder neue Aspekte und Abgründe. Am Schluss stößt man aus: Was für eine Geschichte.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Geschichtsträchtig

Spicy Files
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Eine veritable Geschichtsbewältigung Belgiens, eine ausführliche Stadtbegehung, eine Hommage an Jacques Brel ebenso wie an Hervé. Irgendwie ein bisschen versteckt darin die Geschichte eines geschassten ...

Eine veritable Geschichtsbewältigung Belgiens, eine ausführliche Stadtbegehung, eine Hommage an Jacques Brel ebenso wie an Hervé. Irgendwie ein bisschen versteckt darin die Geschichte eines geschassten Journalisten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die versteckten Leichen in den Kellern der Politprominenz und anderer „VIPs“ zu finden. Darin hat er es zur Meisterschaft gebracht, um anschließend seine Rechercheopfer zu erpressen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Jedenfalls enthalten die titelgebenden Spicey Files hunderte von Dossiers mit erheblicher Sprengkraft. Und mithin ebenso vielen Motiven, den Erpresser mundtot zu machen. Der fiel angeblich beim Vorhängeaufhängen in seiner Messie-Wohnung von der Leiter, was L‘inspecteur Marcel Vermeylen nie und nimmer glaubt. Eine ruhig erzählte Geschichte mit einem charmanten Ermittler, der aber etwas chaotisch daherkommt. Der eingangs erwähnten Geschichtsstunde, der Stadtführung und auch der Begeisterung für Brel wird vielleicht zu viel Raum gegeben. Die Ermittlungen laufen eher ein passant mit, der Spannung wird wenig Chance gegeben, bis auf einige Szenen ganz am Schluss. Trotzdem eine charmante Lektüre, die eben durch die Übermittlung von geschichtsträchtigen Details punktet.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Nahe am Pageturner

Lügennebel
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Was ein fröhlicher Skiausflug mehrerer Studienfreunde werden sollte, mündet in einem Horror. Sechs junge Menschen - Olivia und Fanny, Wille, Amir, Emil und Pontus - machen sich auf ins Skigebiet Are, um ...

Was ein fröhlicher Skiausflug mehrerer Studienfreunde werden sollte, mündet in einem Horror. Sechs junge Menschen - Olivia und Fanny, Wille, Amir, Emil und Pontus - machen sich auf ins Skigebiet Are, um dort eine Woche im luxuriösen Ferienhaus, das Willes Eltern gehört, zu verbringen, ausgelassen zu feiern und eben Ski zu fahren. Sehr zum Leidwesen der Nachbarn, denen das luxuriöse Anwesen ein Dorn im Auge ist, und das unmäßig laute Feiern ohnehin. Schon bei der Anreise geschehen merkwürdige Dinge. Ein Abend, bei dem Unmengen an Alkohol und Drogen im Spiel sind, läuft völlig aus dem Ruder und am nächsten Tag liegt eine von ihnen tot im Schnee. Ist sie im Vollrausch hinausgegangen und ist ahnungslos im Schnee erfroren? War es also ein Unfall? Aber wieso war sie dann fast völlig nackt? So benebelt kann man doch gar nicht sein. Oder doch? Oder hat da jemand nachgeholfen? Hanna Ahlander, die von ihrem neuen, geheim gehaltenen, Freund zu einem Kurzurlaub anlässlich ihres Geburtstags eingeladen wurde, unterbricht diesen sofort und nimmt mit Kollege Daniel die Ermittlungen vor Ort auf. Ein Fall, der wahrlich im Nebel stochern lässt. Wendungsreich erzählt, mit hoch gehaltenem Spannungsbogen und vielen menschelnden Zutaten, denn die Ermittler haben allesamt ihre eigenen Probleme zu meistern. Aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, wird die Leserschaft bei der Stange gehalten bis zum überraschenden Schluss.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Grausam

Bluthass
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Nicht die Lektüre, sondern die Geschehnisse in diesem Buch. In Doris Litz Thrillern geht es immer sehr heftig zu. Dass Grausamkeit sich steigern kann, beweist dieses Werk. Dieses Mal geht es um Hexenverfolgung, ...

Nicht die Lektüre, sondern die Geschehnisse in diesem Buch. In Doris Litz Thrillern geht es immer sehr heftig zu. Dass Grausamkeit sich steigern kann, beweist dieses Werk. Dieses Mal geht es um Hexenverfolgung, deren Folterungen und Verbrennung. Eben in einer Ausstellung zu eben jenem Thema wird Oberstaatsanwältin Lina Saint-George zu einem Todesfall gerufen. Nach einem Brand wurde eine verkohlte Leiche gefunden. Die Auffindesituation allerdings macht stutzig. Und schnell steht fest, die Frau wurde erst gefoltert, dann ans Bett gefesselt und angezündet. Ein Fall von Hexenverfolgung, -folterung und -verbrennung, wie die Ausstellung zeigt, und was es offiziell in Hachenburg nie gegeben hat? Bei der Verfolgung von Spuren stößt man schnell auf Hexenzirkel. Wobei man, wie die Leserschaft lernt, zwischen weißer und schwarzer Magie unterscheiden muss. Wieder sehr wendungsreich, spannend und zutiefst menschelnd erzählt. Hält die Leser*innen unter Strom und zeigt, dass auch das legendäre Bauchgefühl und Gespür eines grantelnden Neuer nicht unfehlbar ist. Oder stand er gar unter einem Bann?

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Schlechtes Kammerstück

Im Labyrinth der Furcht
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Vielleicht hätte man den ersten Band mit Ackerman und Nadja lesen sollen. Dann wäre ma vorgewarnt - und hätte sich nicht um diese Leserunde beworben. Es mag ganz sicher Mitmenschen geben, die es mögen, ...

Vielleicht hätte man den ersten Band mit Ackerman und Nadja lesen sollen. Dann wäre ma vorgewarnt - und hätte sich nicht um diese Leserunde beworben. Es mag ganz sicher Mitmenschen geben, die es mögen, wenn es übermächtige Wesen gibt, die über allem stehen, die jeden Winkelzug der Gegenseite voraussehen und jeden Kampf bestehen. Hier treffen gleich mehrere Personen aufeinander und/oder gegeneinander an. Auf der einen Seite der Hüter, der Ackerman gefangen hält, um diverse Experimente an ihm durchzuführen. Auf der anderen Ackerman selbst, der sich wiederum für unbesiegbar hält. Dann noch Nadja, die eine Fehlentscheidung nach der anderen trifft. Über allem die ständigen Diskussionen, wer wem überlegen ist. Zum Mix gehören noch zwei Durchgeknallte, die die Welt um plastifizierte Menschen, die sie zuvor zu Tode brachten, bereichern wollen. Es liest sich wie ein Kammerstück - ein schlechtes -, das an verschiedenen Orten dramatisiert wird. Wer das mag, und das Übermächtige der Protagonisten, der liegt hier richtig. Ansonsten ist man froh, dass man fertig hat.

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