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Veröffentlicht am 07.09.2022

Monstermäßige Ermittlungen in einem Urban Fantasy-Krimi

Berlin Monster - Ein Dieb kommt selten allein
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In Lucy Waynes Welt existiert ein Berlin, in dem es neben Menschen auch verschiedene Monster und besondere Kreaturen, wie Feen, Vampire und Kobolde gibt. Nicht alle Menschen sind diesen Kreaturen wohlgesonnen, ...

In Lucy Waynes Welt existiert ein Berlin, in dem es neben Menschen auch verschiedene Monster und besondere Kreaturen, wie Feen, Vampire und Kobolde gibt. Nicht alle Menschen sind diesen Kreaturen wohlgesonnen, andere jedoch sind mit ihnen befreundet und Lucy lebt sogar mit dem Vampir Aki und ihrer Freundin Cosima in einer WG.
Als Privatermittlerin für übernatürliche Fälle stolpert Lucy schneller in ihren nächsten Fall als sie schauen kann. Für eine Abendveranstaltung im Pergamon-Museum wird sie beauftragt dort vorgeführte übernatürliche Artefakte auf ihre Echtheit zu überprüfen. Aber es kommt alles anders als erwartet und nach einem Diebstahl während der Veranstaltung zählt sie zu den Verdächtigen.
Gemeinsam mit ihren Freunden nutzt sie all ihre Erfahrung als Ermittlerin und hängt sich an die Fersen der wahren Diebe.

Mit diesem Buch erleben wir einen spannenden Krimi in besonderer Kombination mit einer Urban Fantasywelt. Das geheimnisvolle Cover zeigt bereits, dass es in Berlin spielt und hat eine schöne Farbgestaltung. Es ist das zweite Buch der Berlin Monster Reihe rund um die Privatdetektivin Lucy. Die Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen, besser ist es dennoch sie alle chronologisch kennen zu lernen. Ein angenehm flüssiger Schreibstil mit vereinzelt berlinerischem Dialekt lädt zum verweilen im Buch und miträtseln ein und lässt den Leser schnell mit den Charakteren warm werden. Die Protagonistin Lucy ist sympathisch, mutig, smart, kämpft um sich finanziell über Wasser halten zu können und tritt immer wieder in ein neues Fettnäpfchen. Ihre Freunde unterstützen sie, Cosima steht ihr stets zur Seite und ihr Vampir-Mitbewohner Aki ist liebenswert, aber geheimnisvoll.
Die Urban Fantasywelt ist gut gestaltet und beinhaltet vielfältige Kreaturen. Die Ideen der Autorin Kim Rabe sind in der Handlung gut umgesetzt, der Inhalt bietet viele unerwartete Wendungen und der Kriminalfall ist sehr gut konstruiert.
Für mich war die Kombination aus Krimi und fantastischen Kreaturen der besondere Reiz an diesem Buch und es hat mir sehr gut gefallen, in diese magische Welt einzutauchen.

Daumen hoch für diesen Krimi in einem besonderen Berlin mit einer wundervollen Protagonistin.
Ich werde auch die weiteren Bücher der Reihe lesen und empfehle es allen Fans von Urban Fantasy-Geschichten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 19.08.2022

Ansprechende schnelle Rezepte für jeden Tag, mit Videoanleitung

Hensslers schnelle Nummer 2
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Steffen Henssler ist ein bekannter Vox TV Koch, der uns mit „Hensslers schnelle Nummer 2“ sein neues Kochbuch präsentiert und uns auf dem Cover schon entgegen blickt.
Das Cover selbst ist eher modern, ...

Steffen Henssler ist ein bekannter Vox TV Koch, der uns mit „Hensslers schnelle Nummer 2“ sein neues Kochbuch präsentiert und uns auf dem Cover schon entgegen blickt.
Das Cover selbst ist eher modern, schlicht, der Name Henssler sticht farbig hervor und Essen ist keines darauf abgebildet.
Das Grundprinzip des Buches ist, 5 Zutaten in 15 Minuten in ein Gericht zu verwandeln.
Die Einteilung in Salate/Suppen, Fisch, Gemüse, Fleisch, Pasta, Vegan, Desserts ist klassisch, die Fotos der Gerichte sind appetitanregend, die 5 Zutaten stechen prägnant bei jeder Anleitung hervor und zu Beginn des Buches sind die Dinge für die Vorratskammer aufgeführt, die noch als Basics für die Rezepte nötig sind (wie Salz, Olivenöl).
Die Kochanleitungen sind gut beschrieben und die Gerichte sollten auch Kochanfängern gelingen. Ein wenig mehr Zeit wie 15 Minuten habe ich für die Zubereitung mit vorbereiten, Gemüse schneiden und kochen benötigt, dennoch ließen sich die Gerichte zügig kochen. Einige Kombinationen finde ich eher ungewöhnlich, bin aber umso mehr darauf gespannt. Und ich freue mich noch auf so einige weitere Rezepte, wie z.B. Tagliatelle mit Roquefort und Birne, die verschiedenen selbstgemachten Eissorten und den überbackenen Maiskolben.

Mir persönlich sind es etwas zu viele Fotos von Steffen Henssler und auch in den Videos wird zu viel Werbung für seine Produkte und Gewürzmischungen gemacht.
Im Buch hätte ich es gut gefunden, wenn eine Alternative zu HSN Gewürzmix dabei gestanden hätte, wenn dieser nicht vorhanden ist.

Die Idee mit den QR-Codes auf jeder Seite zu den Rezepten finde ich sehr gut und ich habe mir einige angeschaut, bevor ich die jeweiligen Rezepte gekocht habe.

Ein tolles Kochbuch, das Rezepte mit wenigen Zutaten bietet und praktisch für das tägliche Kochen ist, wenn nicht zu viel Zeit vorhanden ist.
Es ist für alle, die ein Alltagskochbuch mit einigen besonderen Kreationen suchen zu empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2022

Schöner Einblick in das historische indische Leben

Die Hennakünstlerin
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Die indische Lehrerstochter Lakshmi wurde bereits als Mädchen nach traditionellem Gebrauch verheiratet. Doch ihre Ehe ist unglücklich, ihr Mann ist arm, trinkt zu viel Alkohol und schlägt sie. Mit 17 Jahren ...

Die indische Lehrerstochter Lakshmi wurde bereits als Mädchen nach traditionellem Gebrauch verheiratet. Doch ihre Ehe ist unglücklich, ihr Mann ist arm, trinkt zu viel Alkohol und schlägt sie. Mit 17 Jahren verlässt sie ihren Ehemann und ihr Dorf und geht nach Jaipur. Dort lernt sie die kunstvolle Hennamalerei, beginnt ihr eigenes Geld damit und mit ihrem Kräuterwissen zu verdienen und kommt zu mehr Ansehen und etwas Wohlstand. Durch ihre Hennakunst geht sie in der Welt der feinen Gesellschaft ein und aus und versucht sich in dieser zudem als Heiratsvermittlerin. Als plötzlich ein Mädchen vor ihrer Tür steht und behauptet ihre Schwester zu sein, wird ihre Welt auf den Kopf gestellt.

Das Cover mit dem indischen Palast, der Frau im Sari und den gelb-orangenen Farben passt sehr gut zu einem indischen Roman. Mit ihrem bildgewaltigen Schreibstil nimmt die Autorin Alka Joshi einen schnell mit in die indische Kultur der 50er Jahre, mit ihren verschiedenen Schichten. Man spürt, dass die Autorin selbst eine Zeit lang in Indien aufgewachsen ist und im Buch tauchen immer wieder indische Begriffe auf, die in einem Glossar erklärt werden. Der Schreibstil ist flüssig, fesselt und ist sehr angenehm zu lesen. Die Handlung wirkt wie eine realistische indische Familiengeschichte und ist spannend.
Lakshmi ist eine starke Protagonistin mit Ehrgeiz und Zielen und ist bewundernswert. Ihre Schwester Radha und ihr Helfer Malik sind ebenfalls starke Charaktere und alle unterstützen sich gegenseitig.

Insgesamt ein schöner historischer Roman, der einen Einblick in das postkoloniale indische Leben mit einer starker Protagonistin gibt und mir sehr gut gefallen hat.
Eine Leseempfehlung für alle Fans von historischen Büchern und für alle, die gerne etwas über andere Kulturen erfahren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 12.08.2022

Lecker schmeckende persönliche Rezeptsammlung

Wenn ich das kann, kannst du das auch!
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Linda Zervakis war mir als Nachrichtensprecherin bekannt und ich war sehr erstaunt, dass sie ein Kochbuch veröffentlicht. Da sie bisher das Kochen vermied, nutzte sie die Corona-Zeit, um sich mit dem Kochen ...

Linda Zervakis war mir als Nachrichtensprecherin bekannt und ich war sehr erstaunt, dass sie ein Kochbuch veröffentlicht. Da sie bisher das Kochen vermied, nutzte sie die Corona-Zeit, um sich mit dem Kochen auseinander zu setzen und es zu lernen und bat Freunde um Tipps und Rezepte. Diese hat Linda Zervakis nun gesammelt, nachgekocht und mit persönlicher Geschichte zu den Rezepten und ihren Freunden im Buch aufgelistet.
Es sind leider nur 31 Rezepte geworden, doch diese sind vielfältig, schnell und einfach nachzumachen und natürlich aufgrund Lindas griechischen Wurzeln teilweise auch von Griechenland inspiriert. Das Buch ist aufgeteilt in griechische, orientalische Rezepte, Basics wie Bolognese und Kartoffelpuffer und einige Backrezepte. Die Zutaten sind übersichtlich, zum Großteil in jedem Supermarkt zu erhalten und die Anleitung ist ausführlich und gut beschrieben, sodass ich die Rezepte gut nachmachen konnte und dies auch Kochanfängern gelingen müsste. Meistens handelt es sich um vegetarische Rezepte und auch um einige Dips und Aufstriche, die innerhalb weniger Minuten fertig sind. Nicht alle Rezepte ergeben eine vollständige Mahlzeit, sie lassen sich aber gut kombinieren. Auch die Kuchenrezepte gelingen gut und schmecken lecker. Und unbedingt kann ich allen empfehlen das Crunchy-Cashew-Pesto zu probieren, es schmeckt als Pesto oder Brotaufstrich super gut und lässt sich sehr gut im Kühlschrank aufbewahren. Und auch den griechischen Kartoffelsalat wird es in Zukunft öfter geben, mit den Kapern, der Zitronennote und den Oliven passt er optimal zur Sommerküche. Die Pita und weitere Rezepte werde ich nacheinander noch ausprobieren, die Fotos sind alle sehr ansprechend.
Über ein paar Rezepte mehr hätte ich mich gefreut, dafür sind die vorhandenen Gerichte lecker, schnell und einfach und werden meine Küche bereichern.
Zusätzlich zu den Rezepten erhält der Leser einige Anekdoten und Fotos von Linda, ihrer Mutter und ihren Freunden. Insgesamt kann ich allen empfehlen die Rezepte auszuprobieren und nachzumachen.

Eine klare Empfehlung für alle, die schnell nachzukochende, leckere Rezepte mögen und noch ein paar persönliche Notizen von Linda Zervakis lesen möchten.

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Veröffentlicht am 10.08.2022

Liebenswerte Lovestory in der Regency-Zeit

Wie man sich einen Lord angelt
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Die junge Kitty, eigentlich Katherine Talbot, lebt auf dem Lande in England im Jahr 1818 und kümmert sich nach dem Tod ihrer Eltern um ihre jüngeren vier Schwestern. Doch das Dach ihres Cottages ist undicht ...

Die junge Kitty, eigentlich Katherine Talbot, lebt auf dem Lande in England im Jahr 1818 und kümmert sich nach dem Tod ihrer Eltern um ihre jüngeren vier Schwestern. Doch das Dach ihres Cottages ist undicht und das Geld wird knapp. Als dann ihr Verlobter die Verlobung annulliert, steht die Katastrophe vor der Tür und Kitty muss dringend eine Lösung finden, wie sie die Schulden bezahlen kann.
Doch wie soll das in der damaligen Zeit als Frau gehen? Ein reicher Ehemann muss her.
Somit geht Kitty nach London zu ihrer Tante, schafft es in der adligen Gesellschaft einen Platz zu finden und auf rauschende Ballnächte eingeladen zu werden. Dort trifft sie auf einige heiratswillige Männer. Ist einer dabei, der sie aus ihrer Misere retten kann und ihre Schulden begleichen wird?

Die Autorin Sophie Irwin nimmt uns in sehr flüssigem, authentischen, der Zeit angepassten Sprachstil mit in die Regency-Zeit. Durch bildhafte Beschreibungen erlebt man Spaziergänge, Kutschen oder im Ballsaal.
Das Cover gibt einen Blick auf Personen der Regency-Zeit und ist für meinen Geschmack ein wenig zu rosafarben.
Durch die wundervolle Ausgestaltung der Protagonisten und Charaktere ist das Buch sehr unterhaltsam. Kitty ist schlagfertig, einfallsreich, frech und liebenswert. Lord Radcliffe zunächst unnahbar und dennoch ein wahrer Gentleman.
Ebenso sind Kittys Schwester Cecily, ihre Tante Dorothy und verschiedene Adlige äußerst vielschichtig und sorgen für Amüsement.
Auch wenn die Geschichte ein wenig vorhersehbar ist, so hat sie mich mit ihrer schönen Romanze und liebenswerten Charakteren wunderbar unterhalten und bis zum Ende gefesselt.
Ich bin schon auf die weiteren Bände der Reihe gespannt.

Eine Leseempfehlung für alle, die gerne eine Wohlfühl-Liebesgeschichte in der Regency-Zeit lesen möchten.

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