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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2025

Der Bösewicht

Dunkle Sühne
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Schon die ersten Seiten haben mich gefesselt, obwohl ich erst das Gefühl hatte, ich hätte es mit einem Jugendroman zu tun. Aber da würde das Cover nicht passen. Der Bär mit der blutigen Schnauze soll sicher ...

Schon die ersten Seiten haben mich gefesselt, obwohl ich erst das Gefühl hatte, ich hätte es mit einem Jugendroman zu tun. Aber da würde das Cover nicht passen. Der Bär mit der blutigen Schnauze soll sicher das Böse darstellen. Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt in Georgia "North Falls". Hier lebt auch die große Familie Clifton, die meisten hier geboren, jeder kennt jeden. Die Namen und die Handlung sind klar, man kommt zügig durch die Zeilen. Allerdings nimmt das Private der Protagonisten viel Raum ein, außerdem viele Wiederholungen, vor allem als der Fall ein zweites Mal wieder aufgerollt wird. Darunter litt mein Lesefluss, es fehlte mir an Tempo für den wirklichen Thriller.
Während die meisten Bewohner der Stadt auf das Feuerwerk am 4. Juli warten, werden zwei junge Mädchen entführt. Deputy Emmy Clifton fühlt sich schuldig, hat sie doch vorher die Tochter ihrer besten Freundin abgewimmelt, als diese mit ihr sprechen wollte. Gemeinsam mit ihrem Vater Sheriff Gerald Clifton und den restlichen Polizeikräften, sowie viele freiwillige Helfer versucht man die Mädchen zu finden. Zwölf Jahre später wird der Hauptverdächtige aus der Todeszelle entlassen und wieder verschwindet ein junges Mädchen. Der alte Fall wird wieder aufgerollt, diesmal bekommt Emmy Unterstützung von einer Sonderermittlerin des FBI und ihrem Sohn der auch als Polizist arbeitet. Nicht nur in der Kleinstadt lauern dunkle Abgründe, auch die Familie Clifton hat so ihre Geheimnisse.
Obwohl die Autorin viele falsche Spuren legte, war mir schnell klar, um welchen Bösewicht es sich handelt. Emmy funktionierte mir eher wie eine Maschine, ich vermisste bei ihr das Menschliche. Der Auftakt dieser neuen Reihe hat mir tolle Lesestunden beschert, und ich werde sie auf jeden Fall weiter verfolgen. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Gute Krimi Unterhaltung

Eisfeld – Dunkle Enthüllungen
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Cover und Titel und Klappentext machten mich neugierig auf das Buch. Ohne den ersten Teil zu kennen, bin ich gut in die Geschichte gestartet. Der Schreibstiel ist flüssig und sehr detailgetreu. Ich konnte ...

Cover und Titel und Klappentext machten mich neugierig auf das Buch. Ohne den ersten Teil zu kennen, bin ich gut in die Geschichte gestartet. Der Schreibstiel ist flüssig und sehr detailgetreu. Ich konnte mir alles lebhaft vorstellen. Durch die kurzen Kapitel kam man gut voran. Der Krimi ist sehr logisch und glaubwürdig aufgebaut. Die Ermittlungen sehr genau beschrieben. Die Story spielt in Berlin. Während die LKA Ermittlerin Mara Eisfeld versucht Familienleben und Beruf in Einklang zu bringen wird vor dem Verlagsgebäude, mitten in der Stadt, der Investigativ-Journalist Peter Hester erschossen. Der Täter kann unerkannt entkommen. Was hat Hester herausgefunden, wer will mit allen Mitteln verhindern, dass seine Recherchen an die Öffentlichkeit gelangen. Jede Spur wird zerstört und es gibt weitere Tote. Mara und ihr Team arbeiten mit Hochdruck um Licht in das Dunkel zu bringen. Und dann soll auch noch ihr Vater in die Geschichte verwickelt sein. Mara, die gerade mit privaten Problemen kämpft, war mir gleich sympathisch. Auch die Teammittglieder arbeiten alle kompetent und glaubwürdig. Die Geschichte ist logisch mit einem überraschendem Schluss. Ich kann das Buch gerne jedem Krimileser empfehlen, ich werde auf jeden Fall noch den ersten Band lesen.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Das Vergessen

Himmelerdenblau
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Das Warten auf den neusten Roman der Autorin hat sich gelohnt. Ein Alptraum für jede Familie, wenn das eigene Kind verschwindet. Wie sie die Gedanken, Gedankensprünge und Handlungen des Demenzkranken Theo ...

Das Warten auf den neusten Roman der Autorin hat sich gelohnt. Ein Alptraum für jede Familie, wenn das eigene Kind verschwindet. Wie sie die Gedanken, Gedankensprünge und Handlungen des Demenzkranken Theo Novak beschreibt, einfach super.
Die Geschichte wird in verschiedenen Handlungssträngen erzählt und der Leser oft auf die falsche Spur gelenkt. Durch die flüssige Erzählweise ist man hautnah dabei. Das Cover kommt mit zwei Farben aus und den Titel versteht man erst später.
vor 20 Jahren verschwand die erst 16jährige Julie Novak spurlos. Die Podcasterin Liv ist mit ihrem Partner Phil auf eine neue Spur gestoßen und nimmt Kontakt zum Vater auf. Auch der will wissen, was damals mit seiner Tochter geschah. Aber die fortschreitende Demenz trübt immer mehr seine Erinnerung. Julies Ex Freund Daniel, ein Sonderling, gerät immer mehr in seinen Fokus.
Der Thriller hat mich sofort gefesselt. Was macht es mit einer Familie, deren Kind verschwindet. Es war schlimm, mitzuerleben, wie der alte Professor langsam sämtliche Fähigkeiten verliert. Die Autorin hat den Verfall sehr ausführlich geschildert. Auch die Charaktere der anderen Protagonisten kamen sehr glaubwürdig rüber. Das Ende war überraschend und nicht vorhersehbar. Die Seiten mit dem Podcast fand ich allerdings überflüssig.
Alles in allem ein guter Psychothriller ohne Blutvergießen, den ich gerne empfehle, danke das ich ihn lesen durfte.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Täter oder Opfer

Ihr werdet sie nicht finden
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Durch die neongrünen Seitenschnitte fällt das Buch sofort ins Auge. Der flüssige Schreibstiel und die kurzen Kapitel mit endenden Cliffhanger fordern zum schnellen Weiterlesen auf. Die Geschichte wird ...

Durch die neongrünen Seitenschnitte fällt das Buch sofort ins Auge. Der flüssige Schreibstiel und die kurzen Kapitel mit endenden Cliffhanger fordern zum schnellen Weiterlesen auf. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, vor sieben Jahren und im heute, außerdem einige Seiten in kursiver Schrift, diese klingen düster und geheimnisvoll. Der Autor baut spannende Wendungen ein, so tappt man bis zum Schluss im Dunkeln.
Die 16jährige Isabell Waider kommt von einer Party nicht nach Hause. Trotz wochenlanger Suche bleibt sie verschwunden. Ihr Vater der Polizist Jonas zerbricht an dieser Tragödie und zieht einen Verdächtigen zur Rechenschaft, die Mutter begeht Selbstmord. Sieben Jahre später erhält die Privatdetektivin Franca Lichtenwalder von der Bankierswitwe Frieling den Auftrag ihre verschwundene Enkeltochter zu suchen. Franca bekommt immer mehr den Verdacht, die Fälle könnten miteinander zu tun haben, da sich die beiden Mädchen kannten. Sie nimmt Kontakt zu Jonas auf und gemeinsam versuchen sie Licht ins Dunkel zu bringen.
Die Geschichte zog mich von der ersten Seite in seinen Bann. Was für ein Alptraum, dass eigene Kind verschwunden. Die Ängste und das unüberlegte Handeln von Jonas kann sicher jedes Elternteil nachvollziehen. Franca ist sehr taff in ihrem Auftreten, aber doch sehr feinfühlig, bekommt sie Zugang zu Silvia. Die beiden Protagonisten erscheinen sehr glaubwürdig und ergänzen sich perfekt.

Viele falsche Fährten, und ein überraschendes Ende bescherten spannende Lesestunden. Dieser neuste Thriller von Herrn Winkelmann hat meine Erwartungen voll erfüllt.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Der Tote in der Wand

Eisenblume
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Dies ist der zweite Teil mit der Ermittlerin Fredrika Storm. Das Cover ist düster und geheimnisvoll, den Titel versteht man erst kurz vor Schluss. Kurze Kapitel und flüssiger und detailgetreuer Schreibstiel ...

Dies ist der zweite Teil mit der Ermittlerin Fredrika Storm. Das Cover ist düster und geheimnisvoll, den Titel versteht man erst kurz vor Schluss. Kurze Kapitel und flüssiger und detailgetreuer Schreibstiel lassen ein schnelles Lesen zu. Die Geschichte spielt in Lund (Schweden).
In den 80er Jahren sind zwei Patienten aus einer Psychatrischen Klinik verschwunden. Über 30 Jahre später entdecken Teenager bei einem gewaltsamen Eindringen in dem verfallenen Gebäude, eine in der Wand eingemauerte Leiche. Ist das einer der Verschwundenen? Fredrika Storm und ihr Partner Henry Calment nehmen den damals ungelösten Fall wieder auf. Sie entdecken ein Geheimnis, das nie an die Öffentlichkeit gelangen sollte. Es scheint, als hätten sich die Zeugen von damals, sich in ihren Aussagen abgesprochen. Und dann gibt es einen weiteren Toten.
Die Zusammenarbeit mit dem Team klappt super, die beiden Ermittler ergänzen sich perfekt. Fredrika die gerne mal über das Ziel hinausschießt und Henry der sie oft von unüberlegten Handlungen zurück hält. Hier wurde gute nachvollziehbare Ermittlerarbeit dargestellt. Mir fehlte es allerdings an spannenden Nervenkitzel. Was mich noch sehr gestört hat, Henry´s ewiger Wunsch nach Essen. Außerdem die vielen Bezüge und Hinweise zu dem ersten Fall. Eigentlich wollte ich das Buch noch lesen, aber da ich den Täter nun kenne, kann ich mir das Sparen.
Der Schluss lässt vermuten, dass es einen dritten Band aus der Reihe geben wird. Dieser war für mich ein guter solider Krimi, ohne viel Blutvergießen.

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