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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2021

So könnte es gewesen sein

Der schwarze Winter
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Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Alles was mir an einem tollen Buch gefällt, ist hier vorhanden. Abendteuer, Spannung, Liebe, Freundschaft, Intrigen und Krimi. Und das Alles vor einem historischem ...

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Alles was mir an einem tollen Buch gefällt, ist hier vorhanden. Abendteuer, Spannung, Liebe, Freundschaft, Intrigen und Krimi. Und das Alles vor einem historischem Hintergrund, im Hungerwinter 1946/47.
Das Cover passt für mich sehr gut zur Geschichte. Schuhe, Wolldecke und die zerbombte Stadt. Lebhaft kann man sich vorstellen, wie es damals in Hamburg ausgesehen hat.
Die beiden Schwestern Silke und Rosemarie sind aus Danzig geflohen. Aus einer wohlhabenden Familie sind nur noch sie übrig geblieben. Im völlig zerstörten Hamburg versuchen sie sich ein neues Leben aufzubauen. Essen und Heizmaterial gibt es kaum, der Schwarzmarkt blüht. Es gibt Männer die ihre schützende Hand über die beiden halten, aber auch einige Neider.
Der Schreibstiel ist fesselnd und gut zu lesen. Er vermittelt Geschichte in einem unterhaltsamen Roman. Freundschaft und Vertrauen spielen eine große Rolle. Die Charaktere werden sehr detailliert dargestellt.
So könnte es gewesen sein. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.08.2021

Dora geht ihren Weg

Die Heimkehr der Störche (Die Gutsherrin-Saga 2)
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In der Fortsetzung erfahren wir, wie es der jungen Dora nach ihrer Flucht aus Ostpreußen ergeht. Das Cover des Buches ist ähnlich wie Band 1 und sprach mich gleich an. Schon nach den ersten Seiten kam ...

In der Fortsetzung erfahren wir, wie es der jungen Dora nach ihrer Flucht aus Ostpreußen ergeht. Das Cover des Buches ist ähnlich wie Band 1 und sprach mich gleich an. Schon nach den ersten Seiten kam die Erinnerung zurück und ich kam gleich gut in die Geschichte rein. Sie spielt Anfand der 50er Jahre.

Die ehemalige Gutstochter Dora Twardy ist nach ihrer Vertreibung mit ihrer Familie auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide untergekommen. Nach sieben Jahren erfährt sie immer noch Anfeindungen. Sie beginnt ein Studium zur Tierärztin in Ost Berlin. Hier sucht sie auch nach ihrer großen Liebe Curt, deren Tochter Clara sie in ihrer Obhut hat. Nach dem Aufstand zum 17. Juni gerät sie zwischen die Fronten und muss erneut flüchten. Es geht nach München, wo sie ihr Studium fortsetzt und endlich ihre große Liebe wieder findet.
Die Geschichte mit dem flüssigen Schreibstiel hat mir gut gefallen. Der Autorin gelang es bestens, das damalige Zeitgeschehen in der DDR lebendig und realistisch zu erzählen. Nur die letzten 100 Seiten fand ich dann doch sehr schmalzig.
Trotzdem fühlte ich mich von diesem 645 Seiten Roman sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Die Suche nach der Vergangenheit

Der Ruf der Schwalbe
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Schwalbe 1 war ein Geheimprojekt der Nazis. Im Steinbruch Emil 1 im Hönnetal sollte ein unterirdisches Werk entstehen, um Flugbenzin zu produzieren. Der Einmarsch der Amerikaner 45 verhinderte den Weiterbau.

Vor ...

Schwalbe 1 war ein Geheimprojekt der Nazis. Im Steinbruch Emil 1 im Hönnetal sollte ein unterirdisches Werk entstehen, um Flugbenzin zu produzieren. Der Einmarsch der Amerikaner 45 verhinderte den Weiterbau.

Vor dieser Kulisse spielt der Roman auf zwei Zeitebenen. Die 86jährige Roosje und ihr Sohn Jo (Niederländer) machen sich auf die Reise ins Hönnetal. Hierhin wurde Klaas (Ehemann und Vater) nach Gefangennahme geschickt. Sie suchen nach Spuren aus der damaligen Zeit. Parallel erfahren wir über die Ankunft von Klaas im Lager und seine Flucht. Er lernt Trudi kennen und verliebt sich in sie. Das Buch hat mir gut gefallen. Auch ohne den ersten Teil zu kennen ließ es sich gut lesen. Ich mag Geschichten vor einem historischem Hintergrund und nach wahren Begebenheiten. Von diesem Projekt hatte ich noch nie gehört. Großen Respekt vor Bille und ihren Mitstreitern. Diesen ist es zu verdanken, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Am Schluss blieben noch einige Fragen offen, aber vielleicht folgt ja noch ein dritter Band. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.06.2021

Lauf um dein Leben

Die Karte
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Dieser mittlerweile 4. Band mit den beiden Ermittlern Kerner und Oswald hat mich ein Wochenende super unterhalten.
Das schlichte Cover erinnert an die anderen Titel des Autoren, der Titel klingt sehr harmlos. ...

Dieser mittlerweile 4. Band mit den beiden Ermittlern Kerner und Oswald hat mich ein Wochenende super unterhalten.
Das schlichte Cover erinnert an die anderen Titel des Autoren, der Titel klingt sehr harmlos. Der Schreibstiel hat mir gefallen und das Buch ließ sich durch die kurzen Kapitel sehr gut lesen. Durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge wurden viele verschiedene Themen aufgenommen. Mal folgte man den Opfern, mal dem Täter dann wieder den Ermittlern, die lange im Dunkeln tappen. Nur die traumatische Kindheit eines kleinen Mädchens will so gar nicht dazu passen.
Der Täter hat es auf Joggerinnen abgesehen, die ihre Laufstrecken tracken und Online stellen. Er erdrosselt sie mit einem Hundehalsband und filmt den Todeskampf mit dem Handy.
Jens Kerner verfolgt viele Spuren, ohne der Lösung nahe zu kommen. Auch ich habe den Ausgang so nicht vorausgesehen. Dem Autoren gelang es gut, den Leser ständig auf eine falsche Fährte zu führen.
Trotz kleiner Schwächen von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Der Seelenleser

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Der Titel, das Cover und die roten Seitenschnitte fallen sofort ins Auge. Sie deuten auf einen blutigen Thriller hin. Und das fließt schon auf den ersten Seiten.
In immer kürzeren Abständen schlägt der ...

Der Titel, das Cover und die roten Seitenschnitte fallen sofort ins Auge. Sie deuten auf einen blutigen Thriller hin. Und das fließt schon auf den ersten Seiten.
In immer kürzeren Abständen schlägt der Blutkünstler zu. Bestialisch quält und verstümmelt er junge Frauen. Er benutzt ihre Körper um daraus Kunstwerke herzustellen. Tom Bachmann soll dem BKA helfen, diesen Wahnsinnigen zu stoppen.
Ich habe ja schon viele Thriller gelesen, aber bei diesen Grausamkeiten musste auch ich eins ums andere Mal schlucken. Zu Tom, aufgewachsen mit einem sadistischen Vater finde ich nicht so recht Zugang. Er kam als ziemlich einsamer Wolf rüber. Keiner der Protonisten war mir sehr sympathisch. Interessant fand ich das psychologische Hintergrund Wissen. Nicht so gut fand ich das bei der zweiten Mordserie der Täter ziemlich schnell feststand. Der Schluss hätte noch spannender sein können.
Trotz kleiner Makel ein gut zu lesender und spannender Thriller, der mich bestens unterhalten hat. Durch die grausamen Szenen nichts für empfindsame Leser.

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