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HexeLilli

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2023

Doppeltes Spiel

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Ich habe mich sehr über die neue Thriller Reihe des Autoren gefreut. Auffälliges Cover, kurzer Titel, schwarze Seitenschnitte. Die hätte man allerdings weglassen können, unangenehmer Geruch und über die ...

Ich habe mich sehr über die neue Thriller Reihe des Autoren gefreut. Auffälliges Cover, kurzer Titel, schwarze Seitenschnitte. Die hätte man allerdings weglassen können, unangenehmer Geruch und über die Hälfte der 600 Seiten musste ich mühsam voneinander lösen, bevor ich umblättern konnte. Das störte meinen Lesefluss doch sehr. Die Geschichte spielt in Berlin, der Schreibstiel lebendig und flüssig, die Spannung wird durchgängig hoch gehalten. Aktuelle Ereignisse flossen mit ein, bis zur Hälfte des Buches wird in zwei Zeitebenen erzählt.
Der 12jährige Boxer wird von einer Reihe Jugendlicher drangsaliert. Er verliebt sich in Elli. Um ihr zu gefallen, lässt er sich auf eine gefährliche Mutprobe ein. Jahre später kommt es bei der Siegessäule zu einem Unfall. Der Fahrer kann flüchten, auf der Ladefläche des LKW findet man die Frau des Gesundheitsministers, tot und nackt. Auf ihrem Bauch die Adresse des Bundeskanzlers. Es bleibt nicht bei der einen Toten. Der suspendierte BKA Beamte Artur Mayer soll auf Wunsch des Kanzlers den Fall übernehmen. Die junge unerfahrene Kommissar Anwärterin Nele Tschaikowski soll ihn unterstützen, alles unter strengster Geheimhaltung. Es kommt zu einem unverhofften Wiedersehen, die Vergangenheit holt Art ein.
Die beiden Ermittler müssen sich erst zusammenraufen. Art ist ein Type mit vielen Ecken und Kanten, er pfeift auf Vorschriften, eckt bei vielen an. Aber unter seiner rauen Schale steckt ein weicher Kern. Nele ist genau das Gegenteil, voller Ambitionen und Ideale, schüchtern aber mutig, mit guten Überlegungen. Die Beiden ergänzen sich perfekt.
Das Buch hat mich von der ersten Seite in seinen Bann gezogen, super spannend, nicht vorhersehbar, Ende mit einem aufregenden Showdown, einfach ein toller Thriller mit den sympathischen Ermittlern Art und Nele. Ich freue mich schon auf den nächsten Band aus der Reihe.

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Veröffentlicht am 04.03.2023

Der Racheengel

Ein letztes Opfer: Thriller
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Ein sehr spannendes Buch mit einem überraschendem Ende. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt. Durch die kurzen Kapitel kam man sehr schnell durch die Zeilen. Die Journalistin Vera ist für die Literarischen ...

Ein sehr spannendes Buch mit einem überraschendem Ende. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt. Durch die kurzen Kapitel kam man sehr schnell durch die Zeilen. Die Journalistin Vera ist für die Literarischen Seiten einer Grazer Tageszeitung zuständig. Dadurch wird sie auf einen Mann aufmerksam der in seinem Gedicht von großer Schuld spricht. Vera möchte mehr über ihn erfahren und macht sich auf den Weg, zu dem Einsiedler, der oberhalb eines kleinen Dorfes lebt. Hier erfährt die junge Frau, das jedes Jahr am gleichen Tag eine Frau stirbt, die im engen Kontakt zu ihrem Dichter standen. Dieses Buch hat mir spannende, unterhaltsame Stunden beschert. Durch das düstere, regnerische Wetter tauchte man ein, in eine düstere, gruselige Atmosphäre. Der Thriller war gut durchdacht, den Täter hatten sicher die wenigsten auf dem Schirm. Die Charaktere der Protagonisten konnte man gut nachvollziehen. Ich kann diesen unblutigen Thriller gerne empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Der Todesengel

Die Klinik
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Das Cover gefällt mir so gar nicht, das Klinikkreuz mit dem großen Blutfleck, vor allem weil die Story fast ohne Blutvergießen auskommt. Auch das Wort Thriller will bei mir nicht so recht passen. Die kurzen ...

Das Cover gefällt mir so gar nicht, das Klinikkreuz mit dem großen Blutfleck, vor allem weil die Story fast ohne Blutvergießen auskommt. Auch das Wort Thriller will bei mir nicht so recht passen. Die kurzen Kapitel sind mit Ort und Wochentag versehen. Die Geschichte spielt in Hamburg, zu Anfang in zwei Zeitebenen. verschiedene Blickwinkel wechseln sich ab.
Gleich zu Beginn lernen wir die Krankenschwester Mecki kennen. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht totkranke Patienten von ihrem Leiden zu erlösen. Eines Tages wird ein junger Familienvater nach einem Fahrradunfall mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Seine Frau glaubt nicht an einen natürlichen Tod. Der Rechtsmediziner bestätigt ihren Verdacht. Wurde er falsch behandelt, oder absichtlich getötet.
Franka Erdmann und Alpay Eloglu die wir schon aus dem ersten Buch des Autoren kennen, ermitteln. Diese Beiden mit ihrem unterschiedlichen Charakter ergänzen sich perfekt. Das Buch ließ sich schnell und flüssig lesen, in die Protagonisten konnte ich mich gut einfühlen, auch den Todesengel mochte ich nicht verurteilen, nur die Klinikleitung die am liebsten alles unter den Tisch gekehrt hätte.
Trotz kleiner Schwächen hat mir das Buch spannende Lesestunden beschert. Wer allerdings bald ins Krankenhaus muss, dem würde ich vom Lesen abraten.

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Veröffentlicht am 10.02.2023

Frau macht Mut

Stigma (Milosevic und Frey ermitteln 1)
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Ein neues weibliches Autorenduo hat mit diesem Thriller sein Debüt. Sie konnten sich sehr gut in die weibliche Gefühlswelt hineinversetzen, die vergewaltigt und sexuell missbraucht wurden. Ein Thema nach ...

Ein neues weibliches Autorenduo hat mit diesem Thriller sein Debüt. Sie konnten sich sehr gut in die weibliche Gefühlswelt hineinversetzen, die vergewaltigt und sexuell missbraucht wurden. Ein Thema nach wie vor aktuell. Allerdings ging es hier einmal nicht um ermordete Frauen, sondern Männer. Die Täter sind auf einmal die Opfer. Zwischen den kurzen Kapiteln und dem flüssigen Schreibstiel gibt es kurze Abschnitte in Kursivschrift von verschiedenen Frauen. Sie erzählen von sexuellen Übergriffen. Das diese Frauen ein Trauma zurück behalten ist nicht verwunderlich.
Die Geschichte spielt in Hamburg im Herbst 2022. Innerhalb von wenigen Tagen findet man drei Männerleichen, ermordet und verstümmelt. Die beiden Ermittler Jagoda (Milo) Milosevic und Vincent Frey stoßen auf Sexualdelikte.
Die Cover des Buches ist leider nicht mein Geschmack, auch als Thriller mag ich die Geschichte nicht bezeichnen, die Ermittlungen stehen im Vordergrund und blutige Details fehlen. Die Story hat mir allerdings gut gefallen. Spannende Passagen, abgerundete über die Geschichte der Frauen. Auch die Hintergrund Infos kamen nicht zu kurz. Das viele Frauen aus Scham schweigen oder aus Angst auf eine Anzeige verzichten. oder die Tätersuche meistens im Sande verläuft oder nach kurzer Strafe wieder auf freien Fuß kommen. Das Geplänkel zwischen den beiden Ermittlern lockerte die ganze Geschichte auf, Sympathie konnte ich allerdings bei Beiden nicht empfinden.
Alles in Allem ein spannender Krimi über Schuld, Rache und Selbstjustiz, den ich gerne empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 31.01.2023

Die Informantin

Northern Spy – Die Jagd
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Das Cover spricht mich so gar nicht an, nur auf Grund des Hinweises auf einen Thriller hätte ich das Buch in die Hand genommen. Und das ist leider eine Mogelpackung. Mit einem Thriller hat diese Geschichte ...

Das Cover spricht mich so gar nicht an, nur auf Grund des Hinweises auf einen Thriller hätte ich das Buch in die Hand genommen. Und das ist leider eine Mogelpackung. Mit einem Thriller hat diese Geschichte leider nichts zu tun. Der Titel bezieht sich auf eine Apfelsorte, aber statt über Äpfel wird hier über den Konflikt in Nordirland, über die IRA und M15 erzählt. Das hat mir allerdings viel an Informationen übermittelt. Gerne hätte ich gewusst, in welchen Jahr die Geschichte spielt, auch eine Karte über die dargestellten Orte wäre hilfreich gewesen. Das Buch wird in der Ich Form erzählt und besteht aus drei Teile. Es gibt Einblick in den Alltag der Menschen, die mit der Gefahr des Terrors leben. Durch die kurzen Kapitel und den flüssigen Schreibstiel kommt man schnell durch die Seiten.
Tessa alleinerziehend mit einem 6 Monate alten Sohn arbeitet im Büro der BBC in Belfast. Im Fernsehen sieht sie einen Bericht über einen Tankstellen Überfall. Sie erkennt ihre Schwester Marian. Das diese bei der IRA ist kann sie nicht glauben. Sie hat Angst um ihren Sohn und arbeitet fortan als Informantin.
Die Handlung der Protagonistin konnte ich selten nachvollziehen. Das Meiste drehte sich um ihre Gedanken, Sorgen, Emotionen und Beweggründe. Alltag und Mutter sein nahmen mir zu viel Raum ein und das ständige Zweifeln, Misstrauen und Gewissensbisse mochte ich irgendwann nicht mehr lesen. Zu Tessa fand ich leider keinen Zugang. Nervenkitzel war kaum vorhanden. Das letzte Drittel hat mich dann allerdings versöhnt mit dem restlichem Buch.

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