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Veröffentlicht am 01.04.2021

Bruno Bratwurst überzeugt mit seinem ersten Abenteuer

Bruno Bratwurst und die tierisch wilde Meute (Bruno Bratwurst 1)
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Inhalt:
Bruno Bratwurst hat sein Leben als süßer Familienhund satt. Den ganzen Tag im Körbchen liegen und auf Fressi warten: Das kann doch nicht alles sein! Klar wie Katzenmatsch, es muss etwas passieren. ...

Inhalt:
Bruno Bratwurst hat sein Leben als süßer Familienhund satt. Den ganzen Tag im Körbchen liegen und auf Fressi warten: Das kann doch nicht alles sein! Klar wie Katzenmatsch, es muss etwas passieren. Bruno braucht Abenteuer! Dafür will er als Erstes eine gefährliche Bande gründen. Denn wenn man gefährlich ist, sind Abenteuer garantiert. Gesagt, getan. Und schneller, als er „Katzenalarm!“ heulen könnte, rutscht Bruno auch schon zusammen mit Schnarchnase Bubi und Dackel Balduin in größere Aufregungen, als die drei sich je hätten erträumen können…

Meinung:
Bruno Bratwurst fühlt sich ein wenig gelangweilt von seinem eintönigen Leben als Familienhund. Das Highlight für ihn und seinen Hundekumpel Bubi ist der tägliche Besuch des Briefträgers Carl Raputtke. Da wacht Bruno tatsächlich aus seiner Lethargie auf und jagt dem Briefträger mit seinem wilden Gekläffe gehörig Angst ein.
Doch Bruno sehnt sich nach mehr in seinem Leben, als die tägliche Attacke auf den Postboten. Und so beschließt er kurzerhand, dass es Zeit wird eine Band zu gründen. Doch nicht irgendeine Bande, nein, diese Bande soll gemeingefährlich und fies sein. Blöd nur, dass dies eigentlich gar nicht dem Naturell von Brunos Freunden und ihm selbst entspricht. Und noch blöder, wenn auch noch eine Katze bei dieser Bande mitmischen möchte. Denn eine Katze in einer Hunde-Bande geht doch einfach mal gar nicht!

Als ich zum ersten Mal den Titel dieses Buch gelesen habe, stahl sich mir sofort ein Lächeln ins Gesicht. Eine Geschichte in der der Hund "Bruno Bratwurst" heißt, kann doch einfach nur amüsant werden, dachte ich mir.

Und so griff ich voller Vorfreude zu Brunos erstem Abenteuer. Und dies hat es gleich in sich. Denn nicht nur das Bruno eine gemeingefährliche Bande gründen möchte, auch ein Haufen Streunerkatzen, die seit kurzem in der Stadt leben, macht Bruno und seinen Hundefreunden das Leben zur Hölle.

Doch Bruno wäre nicht Bruno, wenn er nicht für jedes Problem eine Lösung parat hätte. Jedoch verstricken sich Bruno und sein bester Kumpel Bubi im Laufe der Handlung immer mehr in ihren Taten. Der Groll auf die Streunerkatzen nimmt immer mehr zu und mündet am Ende in einer tollen Botschaft, die die Autorin an ihre Leser richtet.

Die Geschichte ist an Kinder ab 8 Jahren gerichtet und bietet sich perfekt zum Selberlesen an. Die Schrift ist groß und der Schreibstil locker, flüssig und leicht verständlich. Besonders gut gefallen hat mir, dass beispielsweise Knurrgeräusche in einer anderen Schriftart dargestellt wurden. So wird die Geschichte noch ein Stück lebendiger.

Die Darstellung der Hunde, Katzen und Zweibeiner hat mir wirklich viel Spaß bereitet. Das Verhalten der Tiere ist zudem stellenweise wirklich mit dem richtigen Verhalten von Hund und Katz zu vergleichen. So gibt es den ein oder anderen Moment in dem man sich an seinen geliebten Vierbeiner zu Hause erinnert fühlt.

Bruno ist dabei ein sehr lustiger Zeitgenosse, was er natürlich niemals selbst so sehen würde. Denn Bruno hält sich für ziemlich cool und taff. Nur seine Schwäche für Katzendame Sissi ist ihm selbst des Öfteren ein Dorn im Auge.

Natürlich dürfen in dieser Geschichte die niedlichen und lustigen Illustrationen von Sandra Reckers nicht unerwähnt bleiben. Hier werden Hund und Katze doch gerne mal mit einem leichten Augenzwinkern dargestellt, was für einen noch größeren Lesespaß sorgt.

Die Geschichte endet in sich abgeschlossen, weckt jedoch gleichzeitig die Lust direkt nach dem zweiten Band zu greifen, der sogar bereits erschienen ist.

Fazit:
Bruno Bratwursts erstes Abenteuer bietet neben einer unterhaltsamen Geschichte jede Menge herrlich witzige Charaktere. Die liebevolle Darstellung unserer geliebten Zweibeiner entlockte mir des Öfteren ein Schmunzeln. Hunde- und Katzenfans kommen daher um diese Geschichte fast nicht drumherum.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 01.04.2021

Ein Buch das in der heutigen Gesellschaft ein ganz wichtiges Beispiel für Akzeptanz und Vielfalt ist

Das alles ist Familie
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Inhalt:
Als Lars mit seiner Mama vom Einkaufen zurückkommt, entdeckt er ein Päckchen auf dem Bürgersteig vor ihrem Haus. „An Familie" steht darauf – den Rest kann man nicht mehr lesen, denn der Regen hat ...

Inhalt:
Als Lars mit seiner Mama vom Einkaufen zurückkommt, entdeckt er ein Päckchen auf dem Bürgersteig vor ihrem Haus. „An Familie" steht darauf – den Rest kann man nicht mehr lesen, denn der Regen hat die Schrift verschmiert. Gemeinsam mit Lina, die nebenan wohnt, macht sich Lars auf eine Entdeckungsreise durch die Nachbarschaft und lernt dabei die unterschiedlichsten Familien kennen. Wem das Päckchen wohl gehört?

Meinung:
Als Lars mit seiner Mutter vom Einkaufen zurückkommt, liegt vor ihrer Haustür ein Päckchen. Leider hat der Regen die Adresszeile verschmiert, sodass man nur "An Familie" und die Straße, in der Lars mit seiner Mutter lebt, entziffern kann. Lars möchte das Päckchen zu seinem rechtmäßigen Besitzer bringen und macht sich daher daran von Haus zu Haus zu gehen. Dadurch lernt Lars viel über die Bedeutung einer Familie und begegnet auf seiner Reise den unterschiedlichsten Familienkonstellationen.

Als ich diesen Titel in der Verlagsvorschau entdeckt habe, war mir sofort klar, dass mein Sohn und ich dieses Buch unbedingt lesen müssen. Denn das Thema der Vielfältigkeit unter uns Menschen gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung.
Umso schöner finde ich es, dass Autor Michael Engler ein solches Buch geschrieben hat und im arsEdition Verlag veröffentlichen durfte.

Gemeinsam geht der Leser mit dem Jungen Lars auf eine einmalige Reise quer durch die Vielfalt der verschiedenen Familienkonstellationen. Hier ist wirklich alles vertreten, von der Patchworkfamilie, über eine Familie die nur aus zwei Müttern besteht bis hin zu einer Familie, die ein Kind adoptiert hat, ist alles dabei.

Mein Sohn und ich fanden es super spannend gemeinsam mit Lars an den verschiedenen Haustüren zu klingeln und die jeweiligen Geschichten der Familien zu erfahren.
Und so kommt es, dass Lars das Wort Familie am Ende der Geschichte mit ganz anderen Augen betrachtet.

Mich als Erwachsene hat vor allen Dingen die Aussage "Vielleicht ist Familie sein einfach nur, wenn man sich liebt." tief berührt. Ich finde, es spiegelt perfekt wider, dass jede Familie auf ihre ganz eigene Art einzigartig und besonders ist. Denn leider werden Familien, die nicht den alten Vorstellungen einer traditionellen Familie entsprechen, auch heute noch anders behandelt, als man sich dies wünscht.
Umso wichtiger finde ich dieses Buch und kann es daher nur jedem ans Herz legen. Ich hoffe, dass dieser Titel in vielen Kindergärten und Büchereien einen Platz finden und von ganz vielen Menschen gelesen wird!

Am Ende des Buches werden dann noch einmal alle Familien aufgelistet, die in dieser Geschichte aufgetaucht sind. Es bleibt sogar noch ein kleiner Platz für ein Foto frei, in dem man ein Bild seiner eigenen Familie einkleben kann.

Fazit:
Ein Buch das in der heutigen Gesellschaft ein ganz wichtiges Beispiel für Akzeptanz und Vielfalt ist. Ich kann nur hoffen, dass diese Geschichte den Weg in viele Kinderzimmer, Büchereien oder Kindergärten finden wird!
Meinem Sohn und mir hat diese besondere Geschichte wirklich viel Freude bereitet!
Daher vergeben wir 5 von 5 Junior-Hörnchen.

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Veröffentlicht am 01.04.2021

Ein Buch das sowohl Mädchen als auch Jungen begeistern wird

Finnja Feentochter und die sieben Gefährten
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Inhalt:
Die 13-jährige Finnja ist fassungslos: Der Drachenfürst Dragon und die grausame Sumpfhexe haben ihre Mutter entführt – die Königin des Feenlands. Mutig wählt Finnja sieben Gefährten für die beschwerliche ...

Inhalt:
Die 13-jährige Finnja ist fassungslos: Der Drachenfürst Dragon und die grausame Sumpfhexe haben ihre Mutter entführt – die Königin des Feenlands. Mutig wählt Finnja sieben Gefährten für die beschwerliche Reise ins Land der Sumpfhexe. Dazu gehören ihre beste Freundin Maja, der Troll Wuhuu, ein wehleidiger Drache – und Leon, ein Menschenjunge.
Leon, der auf der Suche nach seinem verlorenen Smartphone im Feenreich gelandet ist und nicht glauben kann, dass Finnja seine „Smatfo-Magie“ für ihren größten Trumpf hält. Doch auf das, was die sieben Gefährten auf ihrer Reise erwartet, ist keiner von ihnen vorbereitet …

Meinung:
Leon verbringt die Ferien bei seinen Großeltern auf dem Land. Während seine Großmutter den ganzen Tag am liebsten in ihrem Garten arbeitet, gibt sein Großvater Leon Nachhilfeunterricht in Latein. So hat sich Leon die Ferien eigentlich nicht vorgestellt. Doch alles ändert sich an dem Tag, an dem er sein Smartphone verliert. Auf der Suche nach seinem Handy landet Leon plötzlich in einer anderen Welt. In dieser Welt leben jede Menge magische Kreaturen und Feenprinzessin Finnja benötigt dringend seine Hilfe. Denn ihre Mutter, die Königin des Feenlandes, wurde von Sumpfhexe Swampilla und Drachenfürst Dragon entführt.

Schon beim Lesen des Klappentextes war ich hin und weg von der Geschichte. Denn eine Handlung in der Feen, Sumpfhexen und Drachenfürsten drin vorkommen, kann für mich als Liebhaber von fantastischen Kinder- und Jugendbüchern einfach nur gut werden.

Der Start in die Geschichte ist mir auch gut geglückt. Autorin Elke Satzger stellt uns neben dem Menschenjungen Leon auch noch die Feenprinzessin Finnja vor. Der Leser kommt daher in den Genuss von zwei Perspektiven. Ich fand es toll, dass hier sowohl ein männlicher als auch ein weiblicher Protagonist gewählt wurde. Schon alleine dadurch bietet sich die Geschichte für beide Geschlechter an.

Jungs sollten nämlich in keiner Weise davon abgeschreckt werden, dass es hier um Feen geht. Ja, diese tauchen zwar im Buch auf, dennoch gibt es so viele andere interessante Figuren, sodass die Feen eine nicht ganz so zentrale Rolle spielen. Zudem wurden die Feen in diesem Buch in meinen Augen auch nicht verniedlicht, was den Charme der Geschichte nur noch mehr unterstreicht.

Mir persönlich hat Menschenjunge Leon ab der ersten Seite sehr gut gefallen. Ich mochte seine leicht zynische Art unglaublich gerne. Auch wie er damit umgeht plötzlich im Feenland gelandet zu sein, fand ich beeindruckend.
Finnja ist jedoch auch nicht zu unterschätzen. Von Beginn an wird klar, dass sie eine willensstarke und mutige Protagonistin ist. Die Befreiung ihrer Mutter spornt sie enorm an.

Elke Satzger nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise quer durch das Feenland. Gemeinsam mit Leon staunt der Leser über die vielen verschiedenen Kreaturen und lässt sich gerne immer tiefer in die Feenwelt entführen.
Für mich persönlich fehlte am Ende jedoch der letzte Funke, der einfach nicht überspringen wollte. Ich las die Geschichte gerne, mochte auch die Protagonisten, aber fieberte nicht ganz so enthusiastisch mit, wie ich dies sonst tue.

Illustratorin Lena Winkel war mir aufgrund ihrer grandiosen Zeichnungen im Buch "Luftpiraten" noch mehr als gut im Gedächtnis. Daher freute ich mich riesig darüber, dass sie nun auch in "Finnja Feentochter" den Zeichenstift geschwungen hat. Ihr Zeichenstil ist wirklich unverwechselbar und sehr besonders.

Fazit:
Ein Buch das sowohl Mädchen als auch Jungs in seinen Bann ziehen wird. Das männliche Geschlecht sollte sich auf gar keinen Fall von dem Wort "Fee" abschrecken lassen. Denn die Feen in diesem Buch sind anders als die pinkfarbenen Flügelwesen, die einem so manches Mal über den "Bücherweg" laufen.
Viel mehr steht die abenteuerliche Reise der so ungleichen Gefährten im Vordergrund. Auch der unterschwellige Humor blitzt immer wieder auf und lässt den Leser noch größeren Spaß an der Geschichte haben.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 01.04.2021

Ich liebe, liebe, liebe diese Reihe!

Ritter werden leicht gemacht - Kampf um die Burg
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Inhalt:
Sam J. Butterkappe hat einen Traum: Er möchte ein Ritter werden, edel und verwegen. Doch dazu muss er gemeinsam mit seiner Cousine Brunella sechs Aufgaben erfüllen. Diese werden dem Ritter-Azubi ...

Inhalt:
Sam J. Butterkappe hat einen Traum: Er möchte ein Ritter werden, edel und verwegen. Doch dazu muss er gemeinsam mit seiner Cousine Brunella sechs Aufgaben erfüllen. Diese werden dem Ritter-Azubi und seiner treuen Gefährtin Tag für Tag von einer alten Schriftrolle vorgegeben. Die fünfte Lektion soll darin bestehen, einen furchterregenden Feind zu besiegen und die Kunst des fairen Kampfes zu erlernen. Da es ganz fürchterlich schneit, sitzen Sam und Brunella allerdings auf Burg Falterstaub fest. Im Keller treffen sie auf eine schreckliche Riesenschlange. Wird es Sam und Brunella gelingen, die Burg von diesem Ungetüm zu befreien?

Meinung:
Sam kann es nicht glauben, aber ihm steht bereits die fünfte von sechs Aufgaben (um ein wahrhaft echter Ritter zu werden) bevor. Doch ein Schneesturm verhindert, dass seine Cousine Brunella und er Burg Falterstaub verlassen können. Wie soll er hier nur die fünfte Aufgabe erledigen? Diese beinhaltet nämlich die Kunst des fairen Kampfes zu erlernen und einen furchterregenden Feind zu besiegen.
Nun, Sam findet seine Tante Eiltrud schon ziemlich furchterregend, aber sie kann ja wohl kaum der gefürchtete Feind sein. Im Keller der Burg werden Sam und Brunella dann tatsächlich fündig.

Hierbei handelt es sich um den fünften Band der Ritter werden leicht gemacht-Reihe von Vivian French. Wer meinen Blog ein wenig genauer verfolgt, der weiß, dass ich ein riesiger Fan von Sam J. Butterkappe (ich liebe diesen Namen!) und seiner Cousine Brunella bin. Von daher musste ich das Buch sofort verschlingen, nachdem es bei mir eingezogen ist.

Dieses Mal spielt die Handlung tatsächlich die ganze Zeit auf Burg Falterstaub. Ich persönlich war von dieser Tatsache sehr begeistert. Denn so eine alte Burg bietet doch reichlich geheime Verstecke, verschlossene Türen und dunkle Geheimnisse.

Und so erfährt der Leser in diesem fünften Band einiges über die Vergangenheit von Onkel Archibald und Tante Eiltrud. Dies fand ich richtig klasse, denn beide Charaktere haben mich die gesamte Reihe über schon sehr gereizt. Und ich bin froh, dass diese Beiden in Band 5 mehr in den Fokus gerückt sind.
Denn gerade Onkel Archibalds Vergangenheit zeugt davon, dass er früher einmal selbst ein Ritter gewesen sein muss. Doch Tante Eiltrud möchte nichts von Rittern, Schwertkämpfen und Ritterrüstungen wissen.
Tatsächlich bekommen wir in diesem fünften Band nicht nur die herrische und aufbrausende Tante zu Gesicht. Nein, zum ersten Mal dürfen wir auch einen kleinen Blick hinter Tante Eiltruds Fassade werfen.

Ansonsten ist die Geschichte wieder absolut niedlich geschrieben. Es ist zwar kein Buch, bei dem man Nägel kauend daneben sitzt und sich fragt wie alles weitergehen wird, aber die Reihe kann mit so vielen anderen Dingen punkten, dass ich hier einfach keinen hohen Spannungsfaktor benötige. Gerade wenn man bedenkt, dass sich die Reihe an Leser ab 8 Jahren richtet, ist der Spannungsfaktor genau richtig gewählt.

Natürlich sind auch die Zeichnungen von David Melling mittlerweile ein fester Bestandteil dieser Reihe geworden. Der Zeichenstil ist teilweise leicht verwischt und unscharf, macht ihn aufgrund dessen aber gerade so unverwechselbar und einmalig.

Viel zu schnell ist man dann auch schon wieder durch dieses tolle Büchlein durch. Dies ist tatsächlich auch der einzige Kritikpunkt, den ich an der ganzen Reihe habe: Die Bücher könnten mindestens 100 Seiten dicker sein.
Und so blicke ich dem sechsten und leider letzten Band der Reihe mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Denn natürlich freue ich mich wahnsinnig auf das Finale, bin jedoch auch ziemlich traurig darüber dann Abschied von den liebgewonnenen Charakteren nehmen zu müssen!

Fazit:
Ritter werden leicht gemacht ist eine dieser Reihen, die in meinen Augen so viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte und die ein wenig in der Masse an guten Kinderbüchern untergeht.
Die Charaktere sind wirklich super süß und die Aufgaben die Sam und Brunella in jedem Band lösen müssen sind toll aufgebaut.
Auch der interessante Zeichenstil trägt seinen Teil dazu bei, dass diese Reihe zu meinen liebsten Kinderbuchreihen zählt.
Am Ende gibt es nichts anderes als hellauf begeisterte 5 von 5 Hörnchen!

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Veröffentlicht am 01.04.2021

Tolle Dystopie die die brutale und grausame Seite der Menschheit aufzählt

The Loop
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Inhalt:
Die Welt wird von einer künstlichen Intelligenz regiert – Gefühle wie Mitleid, Liebe oder Freude spielen im System keine Rolle mehr.
Eine allmächtige K.I. beherrscht mit ihrer unbarmherzigen Logik ...

Inhalt:
Die Welt wird von einer künstlichen Intelligenz regiert – Gefühle wie Mitleid, Liebe oder Freude spielen im System keine Rolle mehr.
Eine allmächtige K.I. beherrscht mit ihrer unbarmherzigen Logik einfach alles – auch das Rechtsystem. Und so trifft es Luka … nach einem Todesurteil landet er im Jugendgefängnis: Im LOOP!
Dort erlebt Luka Tag für Tag die Hölle auf Erden. Neben schmerzhaften Energie-Ernten, dunklen Zellen und null Kontakt zur Außenwelt bleibt Luka nur ein einziger Grund, noch am Leben festzuhalten … denn alle paar Monate müssen sich die Insassen entscheiden: Wird das Urteil vollstreckt oder bleiben sie noch einen Zyklus länger am Leben? Entscheiden sie sich für ihr Leben, wird an ihnen herumexperimentiert – der Ausgang der Experimente ist ungewiss.
Doch eines Tages kehren Wachen nicht zurück, die Künstliche Intelligenz hat einen Totalausfall und Gerüchten zu Folge ist gerade ein Virus in der Außenwelt dabei die Menschheit auszurotten. Luka sieht seine Chance aus dem Loop auszubrechen, doch ist es wirklich sicherer da draußen … als drinnen?

Meinung:
Der 16-jährige Luka sitzt seit zwei Jahren im Jugendgefängnis "Loop" ein. Und dieses Gefängnis hat es wirklich in sich. Jeden Tag muss Luka sich einer schmerzhaften Enerige-Ernte unterziehen. Durch diese wird nämlich die Stromversorgung des Gefängnisses gesichert. Jeder Tag in der dunklen Zelle ist voller Einsamkeit und Luke versucht gegen das Verrücktwerden anzukämpfen. Doch auch die alle sechs Monate stattfindenden Aufschübe, die seine Hinrichtung nach hinten verschieben, sind eine wahre Qual. Denn bei diesen werden medizinische Experimente an den Insassen durchgeführt.
Doch dann wird der Alltag von Luka durcheinandergewirbelt. Denn ein neuer Aufschub steht den Häftlingen bevor und dabei liegt der letzte Aufschub gerade mal ein paar Wochen zurück. Luka ist klar, dass hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Und plötzlich öffnet sich vor Luka eine ganze neue Welt außerhalb des Loops.

Nachdem ich schon so viele begeisterte Meinungen zu diesem Trilogie-Auftakt gehört und gelesen hatte, freute ich mich riesig darüber, dass die Geschichte nun auch als Hörbuch erschienen ist.
Für mich stand daher sofort fest, dass ich "The Loop" unbedingt Hören musste.

Zu Beginn lässt sich Autor Ben Oliver Zeit und bringt dem Hörer das Gefängnis "Loop" näher. Wir begleiten Luka bei seinem immer gleichen Tagesablauf im Gefängnis. Schon hier hat sich mir beim Hören das ein oder andere Mal eine Gänsehaut aufgestellt. Denn das Leben im Gefängnis ist äußerst brutal und hart. Absolut nichts für schwache Nerven und das die Insassen nicht allesamt komplett verrückt sind grenzt an ein Wunder.

Ich mochte die Welt, die mit diesem dystopischen Band erschaffen wurde. Das Gefängnis war für mich höchst interessant. Und voller Spannung verfolgte ich in welche Richtung sich die Geschichte weiterentwickelte.

Man kann Ben Oliver dabei wirklich nicht vorwerfen, dass er spannungsarm schreiben würde. Viel mehr rast der Leser gemeinsam mit Luka und dessen Freunden durch diese Geschichte. Sobald die Handlung außerhalb des Gefängnisses spielt, wird die Story noch brutaler, grausamer und actionreicher als ohnehin schon.
So kommt es, dass man die Geschichte am liebsten in einem Rutsch hören möchte.

Nach dem Hören verstehe ich die Vergleiche zu bekannten Reihen wie "Die Tribute von Panem" oder "Maze Runner". Für mich selbst hatte die Geschichte aber auch durchaus Ähnlichkeit mit der Serie "The Walking Dead". Dennoch hat Ben Oliver bei weitem keinen billigen Abklatsch bekannter Blockbuster geschrieben. Viel mehr hat er seinen eigenen Stil in die Geschichte einfließen lassen.

Über die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, war ich nicht ganz zufrieden. Ich hätte mir gewünscht, dass die Handlung in eine etwas andere Richtung verläuft. Aus Spoilergründen möchte ich auf die näheren Hintergründe jedoch nicht weiter eingehen.
Auch gab es für mich ein, zwei Szenen in denen ich die Aktionen von Protagonist Luka nicht wirklich nachvollziehen konnte. Die Szenen wirkten auf mich eher so, als hätte der Autor sie nur aufgrund des weiteren Handlungsverlaufes so geschrieben.

Gesprochen wird die Geschichte von Markus J. Bachmann, den ich bisher noch nicht kannte. Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr angetan von seiner Vertonung bin. Gerade die actiongeladenen Szenen, wilden Verfolgungsjagden und überraschenden Wendungen hat er für mich sehr atmosphärisch gesprochen. So knöpft man ihm bedingungslos ab, dass die Charaktere beispielsweise gerade eine wilde Verfolgungsjagd hinter sich haben. Denn dann hat Markus J. Bachmanns Stimme einen gehetzt und außer Atem klingenden Ton. Dies wurde wirklich fantastisch umgesetzt.

Fazit:
Wer gerne Dystopien liest oder hört und nicht vor einer gehörigen Portion Brutalität und Grausamkeit zurückschreckt, der sollte unbedingt zu "The Loop" greifen. Autor Ben Oliver entführt uns in ein grauenvoll anzumutendes Zukunftsszenario, bei dem sich jeder Hörer nur wünschen kann, das es niemals zur Realität wird.
Ich hätte sehr gerne die volle Punktzahl vergeben, muss jedoch aufgrund der von mir erwähnten Kritikpunkte ein wenig tiefer in die Punktetasche greifen und vergebe dennoch sehr gute 4,5 von 5 Hörnchen.

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