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Veröffentlicht am 05.03.2020

Ein Mädchen, ein Rudel Wölfe und jede Menge Natur sorgen für gute Unterhaltung

Wild Rescuers
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Inhalt:
Stacy, ein zwölfjähriges Mädchen, lebt als Mitglied eines Rudels von sechs Wölfen im Wald. Als »Familie« haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Tiere und den Wald zu beschützen. Immer wieder ...

Inhalt:
Stacy, ein zwölfjähriges Mädchen, lebt als Mitglied eines Rudels von sechs Wölfen im Wald. Als »Familie« haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Tiere und den Wald zu beschützen. Immer wieder gelingt es ihnen, in spannenden und dramatischen Aktionen Tiere in Not zu retten. Aber plötzlich ist das ungewöhnliche Rudel selbst in Gefahr: fremde Wölfe haben Schafe aus dem naheliegenden Dorf gerissen, und alle Wölfe werden zum Abschuss freigegeben. Die Lage spitzt sich zu, als Stacy herausfindet, dass der Wald, in dem sie leben, für den Bau eines großen Freizeitparks gerodet werden soll. Von nun an kämpfen Stacy und ihre Wölfe nicht mehr nur für die Rettung der hier ansässigen Tierwelt, sondern auch um ihr eigenes Leben und ihr Zuhause.

Meinung:
Die 12-jährige Stacy lebt zusammen mit sechs Wölfen in einem Wald. Ihre eigentliche Familie kennt Stacy nicht und so sind die Mitglieder des Rudels zu ihrem Familienersatz geworden. Auch wenn die Tiere und Stacy sich sprachlich nicht verständigen können, sind sie mittlerweile auf einer Ebene angekommen, in der sie sich quasi blind verstehen. Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tiere des Waldes zu beschützen. Und so rücken Stacy und ihre Wölfe immer wieder aus, um Tieren in Not zu helfen. Doch plötzlich schwebt das Rudel selbst in Gefahr. Denn es wird eine Wolfsprämie im naheliegenden Dorf ausgerufen und so muss Stacy um das Leben ihrer Freunde bangen.

Die Geschichte ist mir aufgrund ihres wunderschönen Covers und des interessant klingenden Klappentextes ins Auge gefallen. Wölfe zählen zu meinen Lieblingstieren, von daher freue ich mich immer sehr über jede neue Wolfsgeschichte.

Der Start in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Denn die verschiedenen Charaktere werden gleich zu Beginn mit einem Foto dem Leser nähergebracht. Allgemein ist die Aufmachung des Buches wirklich wunderschön. Eine tolle Karte des Waldes, in dem Stacy und ihre Wölfe leben, lädt dazu ein diese ganz genau zu betrachten. Zudem wurde die Geschichte von Illustratorin Vivienne To wunderschön bebildert. Die Zeichnungen verteilen sich ganzseitig über das gesamte Buch und sind wirklich mehr als gelungen.

Gleich zu Beginn geht es spannend zur Sache. Denn Stacy und ihre Wölfe retten ein armes Kaninchen aus einer lebensbedrohlichen Lage. Danach erfahren wir mehr über das Leben von Stacy und den Tagesablauf mit den Wölfen. Im ersten Moment war ich etwas enttäuscht darüber, dass die Wölfe nicht sprechen können. Doch ich muss sagen, im Nachhinein hat mich dies nicht mehr ganz so stark gestört, da die Geschichte dadurch natürlich ein wenig realistischer wirkt.

Die Beschreibung der Natur und ganz besonders die Beschreibung der Taiga sind Autorin Stacy Plays sehr gut gelungen. Man verliert sich in den schönen Beschreibungen. Auch der Schreibstil ist toll. Die kurzen Kapitel und die recht große Schrift sorgen dafür, dass man nur so durch das Buch fliegt.
Empfohlen wird die Geschichte für Kinder ab 11 Jahren. Ich denke, diese Angabe ist durchaus gerechtfertigt. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass auch schon 10-jährige Kinder ihre Freude mit Stacys Geschichte haben werden.

Leider erfährt man als Leser wenig über Stacys Vergangenheit. Da es sich hierbei aber um den Beginn einer Reihe handelt, könnte ich mir vorstellen, dass wir nähere Informationen dazu in den Folgebänden erhalten werden.

Fazit:
Stacy und ihre Wölfe entführen den Leser in „ihre“ Taiga. Ein spannendes und toll illustriertes Abenteuer wartet auf lesebegeisterte Kinder ab 11 Jahren, die gerne Abenteuergeschichten lesen. Die Aufmachung des Buches kann sich wirklich sehen lassen und so vergebe ich 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 05.03.2020

Gewohnt informativ und interessant

Wieso? Weshalb? Warum? Wir entdecken Insekten
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Inhalt:
Was ist ein Insekt? Wie sieht, hört und schmeckt es? Was frisst es und woher kommt der Nachwuchs? Und warum sind Insekten überhaupt so wichtig? Diesen Fragen geht das Hörspiel mit Sonja Szylowicki ...

Inhalt:
Was ist ein Insekt? Wie sieht, hört und schmeckt es? Was frisst es und woher kommt der Nachwuchs? Und warum sind Insekten überhaupt so wichtig? Diesen Fragen geht das Hörspiel mit Sonja Szylowicki auf den Grund.

Meinung:
Ein neuer Titel der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe muss quasi bei mir einziehen. Und gerade wenn es sich um Lebewesen dreht, bin ich immer ganz besonders neugierig auf die Hörbuchtitel. Daher freute ich mich sehr auf das Thema „Insekten“, welches aufgrund der Umweltschutzthematik in der heutigen Zeit nicht gerade unwichtig ist.

Wie auch in den anderen Titeln der Reihe entführt uns Sprecherin Sonja Szylowicki zusammen mit zwei Kindern in die Welt der Insekten. Gemeinsam werden wichtige Fragen aufgegriffen und kindgerecht erklärt.
Aufgelockert wird die Geschichte durch passende Hintergrundgeräusche und eingespielte Melodien.

Und auch in diesem Hörspieltitel habe ich wieder so einiges dazugelernt. So weiß ich nun, dass es z. B. über 4.000 verschiedene Marienkäferarten gibt oder die Bienenkönigin bis zu 1.500 Eier am Tag legt, was meine Achtung für dieses kleine Insekt nur noch mehr steigert.
Aber auch Dinge, die eigentlich logisch sind (Blumen die Nachts blühen werden z B. nur vom Nachtfalter bestäubt) werden hier thematisiert.
Daher lernen nicht nur die Kinder, sondern auch mal wieder die Erwachsenen einiges dazu.

In diesem Hörbuch werden unter anderem folgende Themen erläutert:
Was ist ein Insekt? Wie sehen, hören und schmecken Insekten? Wie bewegen sich Insekten? Was fressen sie und woher kommt der Nachwuchs? Wie schützen sich Pflanzen gegen Insekten? Wozu brauchen Blüten Insekten? Was sind Schädlinge? Und warum sind Insekten überhaupt so wichtig?

Natürlich darf auch das ohrwurmverdächtige Wieso? Weshalb? Warum?-Lied nicht fehlen.

Fazit:
In gewohnter Manier wird auch in diesem Titel der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe Wissen über das Thema „Insekten“ spielerisch und verständlich für Kinder ab 4 Jahren vermittelt. Ich greife immer wieder gerne zum Hörbuchformat, da man auch als Erwachsener noch das ein oder andere Wissenswerte dazulernen kann.
Natürlich gibt es 5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 27.02.2020

Toll für ältere Kinder und Erwachsene

Wer hat hier gepupst?
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Inhalt:
Dieses witzige Sachbilderbuch vermittelt humorvoll-kurioses Wissen um Pupse im Tierreich: Wer hätte gedacht, dass Ziegen an Bord den Feueralarm auslösen können? Oder dass Heringe einen geheimen ...

Inhalt:
Dieses witzige Sachbilderbuch vermittelt humorvoll-kurioses Wissen um Pupse im Tierreich: Wer hätte gedacht, dass Ziegen an Bord den Feueralarm auslösen können? Oder dass Heringe einen geheimen Pupscode besitzen? Oder dass Wissenschaftler eine Stinkskala für Hundepupse entwickelt haben? Ein Riesenspaß für Kinder und Erwachsene. Kann schließlich jedem mal passieren …

Meinung:
In diesem Sachbilderbuch wird die Frage gestellt, welche Lebewesen pupsen und welche nicht. Pupsen Pferde, Spinnen, Heringe oder Einhörner? All diese wichtigen Fragen werden in „Wer hat hier gepupst?“ beantwortet.

Auf dieses Buch bin ich aufgrund des witzigen Titels und den humorvollen Bildern aufmerksam geworden. Ich war mir sofort sicher, dass dies ein Buch ist, was meinem Sohn großen Spaß bereiten würde.

Zu Beginn erfahren die Leser, warum eigentlich Menschen und Tieren pupsen müssen. Und welche Ursachen dahinter stecken. Die Einleitung erstreckt sich zwar nur über zwei Seiten, allerdings musste ich feststellen, dass mein Sohn schon nach einer Seite das Interesse an den wissenschaftlichen Fakten verlor. Er wollte eigentlich nur wissen, ob die verschiedenen Lebewesen pupsen oder nicht.

Und dann ging es endlich los. Zuerst wird auf einer Seite das Lebewesen gezeigt, um das es sich handelt und die Frage gestellt, ob das Tier pupst oder nicht. Nun begann das Rätselraten und ich war erstaunt, wie gut mein Sohn schon im Gefühl hatte, ob ein Lebewesen nun pupst oder nicht.
Auf der Folgeseite wird dann erläutert, warum dieses Tier pupst oder eben nicht. Zudem gab es einige Funfacts. So z. B. das Wissenschaftler eine Stinkskala für Hundepupse entwickelt haben oder ein Flugzeug notlanden musste, da die Passagiere (gaaaanz viele Ziegen) aufgrund ihrer Pupserei den Feueralarm ausgelöst haben. Auch hier merkte ich, dass ich meinen Sohn bei den Erläuterungen und Erklärungen verlor. Er konnte mit den Informationen nicht ganz so viel anfangen bzw. langweilten sich schnell. Dafür fanden mein Mann und ich die Informationen wahnsinnig interessant und spannend.

Daher komme ich auch zu meinem Kritikpunkt. Ich finde, dass die Geschichte nicht unbedingt für Kinder ab 3 Jahren geeignet ist. Mein Sohn ist mittlerweile vier und konnte mit den vielen Erklärungen nicht so viel anfangen. Dennoch lohnt es sich in das Buch hineinzublättern, da schon alleine der Ratespaß ein großes Vergnügen für Jung und Alt ist.

Fazit:
Interessante Fakten vermischt mit lustigen Bildern stecken in „Wer hat hier gepupst?“. Ich empfinde jedoch die Altersangabe ab 3 Jahren als etwas zu niedrig. Zumindest mein Sohn konnte mit seinen vier Jahren noch nicht viel mit den ganzen Informationen anfangen. Ansonsten ist das Buch jedoch ein gelungener Ratespaß für Groß und Klein.
Ich vergebe 4 von 5 Junior-Hörnchen.

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Veröffentlicht am 27.02.2020

Ein weißes Schaf zwischen ganz vielen schwarzen

Familie von Stibitz - Der Riesenlolli-Raub
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Inhalt:
Die von Stibitz lieben es, Sachen zu stibitzen. Es ist beinahe so, als könnten sie gar nicht anders. Zumindest Mama Fia, Papa Ede, Oma Klaudia und die kleine Ella. Aber sie sind etwas besorgt wegen ...

Inhalt:
Die von Stibitz lieben es, Sachen zu stibitzen. Es ist beinahe so, als könnten sie gar nicht anders. Zumindest Mama Fia, Papa Ede, Oma Klaudia und die kleine Ella. Aber sie sind etwas besorgt wegen Ture, Ellas großem Bruder. Ture ist nämlich das weiße Schaf der Familie, stibitzt höchst ungern und macht nur, was erlaubt ist. Zum Glück ahnt er nichts davon, dass seine Sippe ihm zum Geburtstag den Riesenlolli aus Jettes nette Zuckerecke, dem Süßigkeitenladen von Jette Menge-Plomben, stehlen möchte. Na, wenn das mal gut geht, denn schließlich gibt es da noch den neugierigen Nachbarn der Familie: Paul Eisig, den dienstbeflissenen Polizisten des Ortes ...

Meinung:
Familie von Stibitz ist bei weitem keine normale Familie, denn sie lieben es Sachen zu stibitzen. Sei es Papa Ede, Mama Fia, Oma Klaudia oder die kleine Ella, alle können einfach nicht die Finger von fremden Dingen lassen. Nur Ellas großer Bruder Ture ist so gar nicht wie der Rest der Familie. Ihm ist es total unangenehm, dass seine komplette Familie so viel klaut. Er selbst kann dem Ganzen nichts abgewinnen. Als er sich jedoch zu seinem Geburtstag den Riesenlolli aus dem Süßigkeitenladen „Jettes nette Zuckerecke“ wünscht, ahnt er nicht, dass seine Familienmitglieder einen wahnwitzigen Raubzug starten, um den Riesenlolli zu klauen. Doch Vorsicht! Nachbar Paul Eisig, seines Zeichens Polizist, hat seine Augen und Ohren überall.

Auf diese lustig klingende Geschichte hatte ich große Lust verspürt. Ich fand die Vorstellung eines weißen Schafs in einer Familie voller Diebe und Gauner sehr amüsant. Und so habe ich mich bereits in den ersten Hörminuten köstlich unterhalten gefühlt. Denn Familie von Stibitz, hier ist der Name wirklich Programm, hat es faustdick hinter den Ohren. Selbst die kleine Ella kann einfach nicht anders als heimlich Sachen zu entwenden.

Das Hörbuch ist mit 46 Minuten relativ kurz. Dennoch bleibt genug Zeit für die Geschichte, um sich zu entfalten und nicht zu gehetzt zu wirken. Kinder ab 7 Jahren werden hier großen Spaß mit Familie von Stibitz und ihren lustigen Ideen und Einfällen haben. Als Erwachsener kommt man zwar schnell auf die Auflösung des Ganzen, jedoch trübt dies den Hörspaß in keinem Fall.

Vertont wird die Geschichte von Dietmar Bär, den ich bisher noch nicht als Hörbuchsprecher erlebt habe. Ich mochte seine Stimme wirklich sehr gern, hätte mir aber an der ein oder anderen Stelle noch ein wenig mehr Ausdrucksstärke in seiner Stimme gewünscht. Dennoch hat er die verschiedenen Familienmitglieder gut vertont. Also ist das hier wirklich meckern auf sehr hohem Niveau.

Besonders hervorheben möchte ich, dass zu Anfang des Hörbuches darauf hingewiesen wird, dass stehlen nicht in Ordnung ist und das man dafür sogar ins Gefängnis kommen kann. Kleinen Hörern wird hier eindringlich verdeutlicht, dass man nicht Familie von Stibitz nacheifern sollte.

Fazit:
Verbrecherwelt aufgepasst, hier kommt Familie von Stibitz! Mit viel Witz und Charme erobern sie die Herzen der Hörer im Sturm. Ich fand diese Gauner-Familie, mit ihrem weißen Schaf namens Ture in der Mitte, herrlich amüsant. Diese Geschichte bietet kurzweilige und tolle Unterhaltung.
Daher gibt es für das erste Abenteuer der Familie von Stibitz 4,5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 27.02.2020

Eine Dystopie die sich vor den Größen des Genres nicht zu verstecken braucht!

Falling Skye (Bd. 1)
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Inhalt:
Nach einer großen Katastrophe sind die USA zu den Gläsernen Nationen geworden. Endlich ist Schluss mit Diskriminierung, Populismus und impulsiven Entscheidungen! Die Menschen werden in Ratio oder ...

Inhalt:
Nach einer großen Katastrophe sind die USA zu den Gläsernen Nationen geworden. Endlich ist Schluss mit Diskriminierung, Populismus und impulsiven Entscheidungen! Die Menschen werden in Ratio oder Senso eingeteilt – und zu ihrem eigenen Schutz unterliegen die Emotionalen strengen Auflagen.
Als die 16-jährige Skye zu ihrer Testung einberufen wird, ist sie überzeugt, als mustergültige Rationale erkannt zu werden, der eine glänzende Zukunft bevorsteht. Doch die Prüfungen sind verstörend, und Skye fragt sich immer häufiger, welchem Zweck sie in Wahrheit dienen. Wer ist der mysteriöse Testleiter, der ihr auf Schritt und Tritt folgt? Und wohin verschwinden die Mädchen, die im täglichen Ranking abfallen? Zu ihrem Entsetzen muss Skye erkennen, wer in den Gläsernen Nationen den Preis für die neue Ordnung zahlen soll: sie selbst …

Meinung:
Die 16-jährige Skye lebt in den USA, die allerdings aufgrund einer großen Katastrophe seit einigen Jahren nur noch die Gläsernen Nationen sind. In diesen Gläsernen Nationen wurden die Menschen in zwei Gruppen eingeteilt. Einmal die rational und überlegt denkenden Menschen (die Rationalen) und die Menschen, die sich von ihren Gefühlen beherrschen und leiten lassen (die Emotionalen). Für Skye steht fest, dass sie eine Rationale ist. Daher macht sie sich zu Beginn wenig Sorgen als sie zur Testung einberufen wird. Doch die Prüfungen sind anders als Skye dies erwartet hat und immer öfter stellt sie sich die Frage, ob sie wirklich das Zeug zu einer Rationalen hat und noch wichtiger, ob sie überhaupt eine Rationale werden möchte.

Vor einigen Jahren wurden wir Leser förmlich überschwemmt mit einer Flut an Dystopien. Da sich der Hype hierum mittlerweile gelegt hat und ich mal wieder richtig Lust auf eine Dystopie hatte, habe ich voller Vorfreude zu diesem Titel gegriffen. Schon das wunderschöne Cover fällt einem sofort ins Auge. Aber auch der Titel wurde fantastisch ausgewählt, passt er doch so perfekt zur eigentlichen Geschichte. Und spätestens nach dem Lesen des Klappentextes war für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte.

Zu Beginn wirkt die Geschichte auf den Leser möglicherweise ein wenig verwirrend. Denn man kann noch nicht viel mit den Rationalen und den Emotionalen anfangen. Autorin Lina Frisch nimmt sich jedoch die Zeit und führt den Leser nach und nach in ihre Welt ein. Dabei ist es jedoch zu keiner Zeit so, dass die Informationen einen als Leser überfordern oder es zu möglichen Längen innerhalb der Geschichte kommt. Viel mehr verknüpft Lina Frisch die Informationen und den eigentlichen Handlungsverlauf zu einem perfekten Ganzen.

Das Erzähltempo im Buch ist recht hoch. Ständig passieren neue spannende Dinge oder Protagonistin Skye erfährt Neuigkeiten, die sie teilweise in ihren Grundfesten erschüttern. Aufgrund all dieser Komponenten kommt es, dass man sich keine einzige Seite in diesem Buch langweilt, sondern stark mit Skye mitfiebert. Das Thema, das Lina Frisch hier aufgreift, ist in der heutigen Zeit recht aktuell und gerade ihr Nachwort macht hellhörig, denn ihre Gedanken und Ideen zu diesem Buch, werden bereits von einer Organisation verkörpert.

Besonders gut gefallen hat mir Skyes Entwicklung. Von der gesetzestreuen Bürgerin, die um jeden Preis eine Rationale werden möchte, ist am Ende des Buches nicht mehr viel übrig. Je mehr Dinge Skye erfährt, desto mehr muss sie das gesamte System hinterfragen.
Aber auch die angerissene Liebesgeschichte war genau nach meinem Geschmack. Nicht zu schnulzig, was auch gar nicht zur Geschichte gepasst hätte, sondern ein langsames herantasten. Die Liebesgeschichte nimmt zudem eine eher nebengeordnete Rolle ein.

Das Ende weckt die Lust auf einen zweiten Band ins Unermessliche. Ich bin gespannt, wo Skyes Reise noch hingehen wird.

Fazit:
„Falling Skye“ ist eine Dystopie, die sich ganz sicher nicht hinter den großen Namen des Genres zu verstecken braucht. Eine individuelle und interessante Idee wird hier zu einem Konzept aufgebaut, was mir ein ums andere Mal einen Schauer über den Rücken hat laufen lassen. Jede Menge Spannung und packende Szenen und eine enorme Charakterentwicklung haben bei mir für großen Lesespaß gesorgt.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

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