Profilbild von Hoernchen

Hoernchen

Lesejury Star
offline

Hoernchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hoernchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2020

Wahnsinnig gelungene Fortsetzung der eigentlichen Reihe!

Serafin. Das Kalte Feuer
0

Inhalt:
Jenseits der Spiegelwelt, stellen sich der gewitzte Serafin und seine geflügelte Katze verzweifelt Herausforderungen, um Serafins todkranke Mutter zu retten. Eines nachts stößt er auf zwei Mädchen ...

Inhalt:
Jenseits der Spiegelwelt, stellen sich der gewitzte Serafin und seine geflügelte Katze verzweifelt Herausforderungen, um Serafins todkranke Mutter zu retten. Eines nachts stößt er auf zwei Mädchen aus einer anderen Welt. Merle und Junipa sind auf der Suche nach Merles verschollenem Vater – und in einem Venedig gelandet, das dem ihren ähnelt und doch ganz anders ist. Niemand hier kennt die Fließende Königin, und Merles große Liebe hat sich nicht für sie geopfert. Doch die finsteren Mächte, die den beiden auf der Spur sind, bedrohen nun auch diese Welt. Die drei Gefährten stellen sich dem Kampf.

Meinung:
Serafin und seine geflügelte Katze Cagliostra stoßen eines Nachts in ihrem Venedig auf zwei Mädchen namens Merle und Junipa, die von finsteren Mächten gejagt werden. Schnell findet Serafin heraus, dass Merle und Junipa gar nicht aus seiner Welt stammen, sondern durch die verschiedenen Spiegelwelten springen, um Merles verschollenen Vater zu finden. Serafin beschließt den beiden Mädchen zu helfen, ahnt aber nicht, dass er somit in einem riesigen Abenteuer voller dunkler Gefahren und böser Mächte landet.

Als ich erfahren habe, dass es einen Nachfolgeband zur eigentlichen Merle-Trilogie geben wird, waren meine Gefühle ein wenig zwiegespalten. Zu oft habe ich es schon erlebt, dass Nachfolgebände einfach nicht mehr mit der eigentlichen Reihe mithalten können. Zum Glück hat Kai Meyer bewiesen, dass es auch anders geht und man auch nach so vielen Jahren nahtlos an die eigentliche Reihe anknüpfen kann.

Lesern, die die Merle-Trilogie noch nicht kennen, würde ich empfehlen mit der eigentlichen Trilogie zu starten. Zwar bietet sich „Serafin“ auch gut als Einzelband an. Jedoch denke ich, dass man sehr viele Anspielungen auf die eigentliche Reihe nicht verstehen wird. Vom eigentlichen Handlungsverlauf her, wird man jedoch keine Probleme haben, da diese Geschichte an einem ganz neuen Punkt aufsetzt.

Mir hat der Einstieg in Serafins Venedig unglaublich gut gefallen. Ich fand es toll, dass wir diese Geschichte sowohl aus seiner Perspektive, als auch aus Merles Perspektive erleben. Denn so lernt man den Serafin aus diesem Venedig viel intensiver und besser kennen. Und auch bei Merle erfahren wir, wie es ihr seit dem Ende der Trilogie ergangen ist.
Spannend ist es mitzuverfolgen, wo die Unterschiede zwischen den beiden verschiedenen Venedigs bestehen und wo sie sich gleichen. Viele Dinge sind ähnlich, wenn auch in einer etwas abgeänderten Form.

Die Geschichte, die Kai Meyer in diesem Buch erzählt, ist furchtbar magisch und lässt das alte Flair der Merle-Trilogie aufleben. Ich war sehr fasziniert von den Abenteuern die Serafin, Merle und Junipa erleben. Vor allen Dingen die Katze Cagliostra hatte es mir angetan. Denn Cagliostra ist herrlich zynisch, dickköpfig und hat oft einen frechen Spruch auf den Lippen. Es war aber auch schön wieder mehr über Merle und Junipa zu erfahren.

Auch eine zarte Liebesgeschichte stiehlt sich zwischen die Seiten und lässt Leserherzen höherschlagen. Zudem werden einige offene Fragen aus der eigentlichen Trilogie beantwortet und das Ganze zu einem runden und stimmigen Ende gebracht. Fans der Merle-Trilogie sollten daher unbedingt zu diesem Buch greifen. Sie werden nicht enttäuscht werden.

Ein Grund warum ich hier zum Hörbuch und nicht zum Buch gegriffen habe ist: Simon Jäger. Ich finde, er macht jedes Hörbuch zu etwas ganz Besonderem, wenn er ihm seine Stimme leiht. Denn seine Stimmvarietät und Ausdrucksstärke sorgen dafür, dass man vom Hörbuch nicht loskommt.
Immer wieder wird die Geschichte durch eingeschobene Musikpassagen aufgelockert oder die Spannung dadurch gesteigert.

Fazit:
Ich bin wirklich froh darüber, dass Kai Meyer mit „Serafin“ die Merle-Trilogie um einen weiteren Titel erweitert hat. Denn die Geschichte besticht durch eine spannende Handlung und sympathische Charaktere. Lose Fäden aus der eigentlichen Trilogie werden ineinander verwoben und offene Fragen geklärt. Als Fan der Merle-Trilogie kann ich „Serafin“ mit einem mehr als zufriedenen Gefühl beenden.
Daher gibt es von mir 5 von 5 Hörnchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2020

Ein Mädchen, ein Rudel Wölfe und jede Menge Natur sorgen für gute Unterhaltung

Wild Rescuers
0

Inhalt:
Stacy, ein zwölfjähriges Mädchen, lebt als Mitglied eines Rudels von sechs Wölfen im Wald. Als »Familie« haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Tiere und den Wald zu beschützen. Immer wieder ...

Inhalt:
Stacy, ein zwölfjähriges Mädchen, lebt als Mitglied eines Rudels von sechs Wölfen im Wald. Als »Familie« haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Tiere und den Wald zu beschützen. Immer wieder gelingt es ihnen, in spannenden und dramatischen Aktionen Tiere in Not zu retten. Aber plötzlich ist das ungewöhnliche Rudel selbst in Gefahr: fremde Wölfe haben Schafe aus dem naheliegenden Dorf gerissen, und alle Wölfe werden zum Abschuss freigegeben. Die Lage spitzt sich zu, als Stacy herausfindet, dass der Wald, in dem sie leben, für den Bau eines großen Freizeitparks gerodet werden soll. Von nun an kämpfen Stacy und ihre Wölfe nicht mehr nur für die Rettung der hier ansässigen Tierwelt, sondern auch um ihr eigenes Leben und ihr Zuhause.

Meinung:
Die 12-jährige Stacy lebt zusammen mit sechs Wölfen in einem Wald. Ihre eigentliche Familie kennt Stacy nicht und so sind die Mitglieder des Rudels zu ihrem Familienersatz geworden. Auch wenn die Tiere und Stacy sich sprachlich nicht verständigen können, sind sie mittlerweile auf einer Ebene angekommen, in der sie sich quasi blind verstehen. Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tiere des Waldes zu beschützen. Und so rücken Stacy und ihre Wölfe immer wieder aus, um Tieren in Not zu helfen. Doch plötzlich schwebt das Rudel selbst in Gefahr. Denn es wird eine Wolfsprämie im naheliegenden Dorf ausgerufen und so muss Stacy um das Leben ihrer Freunde bangen.

Die Geschichte ist mir aufgrund ihres wunderschönen Covers und des interessant klingenden Klappentextes ins Auge gefallen. Wölfe zählen zu meinen Lieblingstieren, von daher freue ich mich immer sehr über jede neue Wolfsgeschichte.

Der Start in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Denn die verschiedenen Charaktere werden gleich zu Beginn mit einem Foto dem Leser nähergebracht. Allgemein ist die Aufmachung des Buches wirklich wunderschön. Eine tolle Karte des Waldes, in dem Stacy und ihre Wölfe leben, lädt dazu ein diese ganz genau zu betrachten. Zudem wurde die Geschichte von Illustratorin Vivienne To wunderschön bebildert. Die Zeichnungen verteilen sich ganzseitig über das gesamte Buch und sind wirklich mehr als gelungen.

Gleich zu Beginn geht es spannend zur Sache. Denn Stacy und ihre Wölfe retten ein armes Kaninchen aus einer lebensbedrohlichen Lage. Danach erfahren wir mehr über das Leben von Stacy und den Tagesablauf mit den Wölfen. Im ersten Moment war ich etwas enttäuscht darüber, dass die Wölfe nicht sprechen können. Doch ich muss sagen, im Nachhinein hat mich dies nicht mehr ganz so stark gestört, da die Geschichte dadurch natürlich ein wenig realistischer wirkt.

Die Beschreibung der Natur und ganz besonders die Beschreibung der Taiga sind Autorin Stacy Plays sehr gut gelungen. Man verliert sich in den schönen Beschreibungen. Auch der Schreibstil ist toll. Die kurzen Kapitel und die recht große Schrift sorgen dafür, dass man nur so durch das Buch fliegt.
Empfohlen wird die Geschichte für Kinder ab 11 Jahren. Ich denke, diese Angabe ist durchaus gerechtfertigt. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass auch schon 10-jährige Kinder ihre Freude mit Stacys Geschichte haben werden.

Leider erfährt man als Leser wenig über Stacys Vergangenheit. Da es sich hierbei aber um den Beginn einer Reihe handelt, könnte ich mir vorstellen, dass wir nähere Informationen dazu in den Folgebänden erhalten werden.

Fazit:
Stacy und ihre Wölfe entführen den Leser in „ihre“ Taiga. Ein spannendes und toll illustriertes Abenteuer wartet auf lesebegeisterte Kinder ab 11 Jahren, die gerne Abenteuergeschichten lesen. Die Aufmachung des Buches kann sich wirklich sehen lassen und so vergebe ich 4 von 5 Hörnchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2020

Gewohnt informativ und interessant

Wieso? Weshalb? Warum? Wir entdecken Insekten
0

Inhalt:
Was ist ein Insekt? Wie sieht, hört und schmeckt es? Was frisst es und woher kommt der Nachwuchs? Und warum sind Insekten überhaupt so wichtig? Diesen Fragen geht das Hörspiel mit Sonja Szylowicki ...

Inhalt:
Was ist ein Insekt? Wie sieht, hört und schmeckt es? Was frisst es und woher kommt der Nachwuchs? Und warum sind Insekten überhaupt so wichtig? Diesen Fragen geht das Hörspiel mit Sonja Szylowicki auf den Grund.

Meinung:
Ein neuer Titel der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe muss quasi bei mir einziehen. Und gerade wenn es sich um Lebewesen dreht, bin ich immer ganz besonders neugierig auf die Hörbuchtitel. Daher freute ich mich sehr auf das Thema „Insekten“, welches aufgrund der Umweltschutzthematik in der heutigen Zeit nicht gerade unwichtig ist.

Wie auch in den anderen Titeln der Reihe entführt uns Sprecherin Sonja Szylowicki zusammen mit zwei Kindern in die Welt der Insekten. Gemeinsam werden wichtige Fragen aufgegriffen und kindgerecht erklärt.
Aufgelockert wird die Geschichte durch passende Hintergrundgeräusche und eingespielte Melodien.

Und auch in diesem Hörspieltitel habe ich wieder so einiges dazugelernt. So weiß ich nun, dass es z. B. über 4.000 verschiedene Marienkäferarten gibt oder die Bienenkönigin bis zu 1.500 Eier am Tag legt, was meine Achtung für dieses kleine Insekt nur noch mehr steigert.
Aber auch Dinge, die eigentlich logisch sind (Blumen die Nachts blühen werden z B. nur vom Nachtfalter bestäubt) werden hier thematisiert.
Daher lernen nicht nur die Kinder, sondern auch mal wieder die Erwachsenen einiges dazu.

In diesem Hörbuch werden unter anderem folgende Themen erläutert:
Was ist ein Insekt? Wie sehen, hören und schmecken Insekten? Wie bewegen sich Insekten? Was fressen sie und woher kommt der Nachwuchs? Wie schützen sich Pflanzen gegen Insekten? Wozu brauchen Blüten Insekten? Was sind Schädlinge? Und warum sind Insekten überhaupt so wichtig?

Natürlich darf auch das ohrwurmverdächtige Wieso? Weshalb? Warum?-Lied nicht fehlen.

Fazit:
In gewohnter Manier wird auch in diesem Titel der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe Wissen über das Thema „Insekten“ spielerisch und verständlich für Kinder ab 4 Jahren vermittelt. Ich greife immer wieder gerne zum Hörbuchformat, da man auch als Erwachsener noch das ein oder andere Wissenswerte dazulernen kann.
Natürlich gibt es 5 von 5 Hörnchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2020

Toll für ältere Kinder und Erwachsene

Wer hat hier gepupst?
0

Inhalt:
Dieses witzige Sachbilderbuch vermittelt humorvoll-kurioses Wissen um Pupse im Tierreich: Wer hätte gedacht, dass Ziegen an Bord den Feueralarm auslösen können? Oder dass Heringe einen geheimen ...

Inhalt:
Dieses witzige Sachbilderbuch vermittelt humorvoll-kurioses Wissen um Pupse im Tierreich: Wer hätte gedacht, dass Ziegen an Bord den Feueralarm auslösen können? Oder dass Heringe einen geheimen Pupscode besitzen? Oder dass Wissenschaftler eine Stinkskala für Hundepupse entwickelt haben? Ein Riesenspaß für Kinder und Erwachsene. Kann schließlich jedem mal passieren …

Meinung:
In diesem Sachbilderbuch wird die Frage gestellt, welche Lebewesen pupsen und welche nicht. Pupsen Pferde, Spinnen, Heringe oder Einhörner? All diese wichtigen Fragen werden in „Wer hat hier gepupst?“ beantwortet.

Auf dieses Buch bin ich aufgrund des witzigen Titels und den humorvollen Bildern aufmerksam geworden. Ich war mir sofort sicher, dass dies ein Buch ist, was meinem Sohn großen Spaß bereiten würde.

Zu Beginn erfahren die Leser, warum eigentlich Menschen und Tieren pupsen müssen. Und welche Ursachen dahinter stecken. Die Einleitung erstreckt sich zwar nur über zwei Seiten, allerdings musste ich feststellen, dass mein Sohn schon nach einer Seite das Interesse an den wissenschaftlichen Fakten verlor. Er wollte eigentlich nur wissen, ob die verschiedenen Lebewesen pupsen oder nicht.

Und dann ging es endlich los. Zuerst wird auf einer Seite das Lebewesen gezeigt, um das es sich handelt und die Frage gestellt, ob das Tier pupst oder nicht. Nun begann das Rätselraten und ich war erstaunt, wie gut mein Sohn schon im Gefühl hatte, ob ein Lebewesen nun pupst oder nicht.
Auf der Folgeseite wird dann erläutert, warum dieses Tier pupst oder eben nicht. Zudem gab es einige Funfacts. So z. B. das Wissenschaftler eine Stinkskala für Hundepupse entwickelt haben oder ein Flugzeug notlanden musste, da die Passagiere (gaaaanz viele Ziegen) aufgrund ihrer Pupserei den Feueralarm ausgelöst haben. Auch hier merkte ich, dass ich meinen Sohn bei den Erläuterungen und Erklärungen verlor. Er konnte mit den Informationen nicht ganz so viel anfangen bzw. langweilten sich schnell. Dafür fanden mein Mann und ich die Informationen wahnsinnig interessant und spannend.

Daher komme ich auch zu meinem Kritikpunkt. Ich finde, dass die Geschichte nicht unbedingt für Kinder ab 3 Jahren geeignet ist. Mein Sohn ist mittlerweile vier und konnte mit den vielen Erklärungen nicht so viel anfangen. Dennoch lohnt es sich in das Buch hineinzublättern, da schon alleine der Ratespaß ein großes Vergnügen für Jung und Alt ist.

Fazit:
Interessante Fakten vermischt mit lustigen Bildern stecken in „Wer hat hier gepupst?“. Ich empfinde jedoch die Altersangabe ab 3 Jahren als etwas zu niedrig. Zumindest mein Sohn konnte mit seinen vier Jahren noch nicht viel mit den ganzen Informationen anfangen. Ansonsten ist das Buch jedoch ein gelungener Ratespaß für Groß und Klein.
Ich vergebe 4 von 5 Junior-Hörnchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2020

Ein weißes Schaf zwischen ganz vielen schwarzen

Familie von Stibitz - Der Riesenlolli-Raub
0

Inhalt:
Die von Stibitz lieben es, Sachen zu stibitzen. Es ist beinahe so, als könnten sie gar nicht anders. Zumindest Mama Fia, Papa Ede, Oma Klaudia und die kleine Ella. Aber sie sind etwas besorgt wegen ...

Inhalt:
Die von Stibitz lieben es, Sachen zu stibitzen. Es ist beinahe so, als könnten sie gar nicht anders. Zumindest Mama Fia, Papa Ede, Oma Klaudia und die kleine Ella. Aber sie sind etwas besorgt wegen Ture, Ellas großem Bruder. Ture ist nämlich das weiße Schaf der Familie, stibitzt höchst ungern und macht nur, was erlaubt ist. Zum Glück ahnt er nichts davon, dass seine Sippe ihm zum Geburtstag den Riesenlolli aus Jettes nette Zuckerecke, dem Süßigkeitenladen von Jette Menge-Plomben, stehlen möchte. Na, wenn das mal gut geht, denn schließlich gibt es da noch den neugierigen Nachbarn der Familie: Paul Eisig, den dienstbeflissenen Polizisten des Ortes ...

Meinung:
Familie von Stibitz ist bei weitem keine normale Familie, denn sie lieben es Sachen zu stibitzen. Sei es Papa Ede, Mama Fia, Oma Klaudia oder die kleine Ella, alle können einfach nicht die Finger von fremden Dingen lassen. Nur Ellas großer Bruder Ture ist so gar nicht wie der Rest der Familie. Ihm ist es total unangenehm, dass seine komplette Familie so viel klaut. Er selbst kann dem Ganzen nichts abgewinnen. Als er sich jedoch zu seinem Geburtstag den Riesenlolli aus dem Süßigkeitenladen „Jettes nette Zuckerecke“ wünscht, ahnt er nicht, dass seine Familienmitglieder einen wahnwitzigen Raubzug starten, um den Riesenlolli zu klauen. Doch Vorsicht! Nachbar Paul Eisig, seines Zeichens Polizist, hat seine Augen und Ohren überall.

Auf diese lustig klingende Geschichte hatte ich große Lust verspürt. Ich fand die Vorstellung eines weißen Schafs in einer Familie voller Diebe und Gauner sehr amüsant. Und so habe ich mich bereits in den ersten Hörminuten köstlich unterhalten gefühlt. Denn Familie von Stibitz, hier ist der Name wirklich Programm, hat es faustdick hinter den Ohren. Selbst die kleine Ella kann einfach nicht anders als heimlich Sachen zu entwenden.

Das Hörbuch ist mit 46 Minuten relativ kurz. Dennoch bleibt genug Zeit für die Geschichte, um sich zu entfalten und nicht zu gehetzt zu wirken. Kinder ab 7 Jahren werden hier großen Spaß mit Familie von Stibitz und ihren lustigen Ideen und Einfällen haben. Als Erwachsener kommt man zwar schnell auf die Auflösung des Ganzen, jedoch trübt dies den Hörspaß in keinem Fall.

Vertont wird die Geschichte von Dietmar Bär, den ich bisher noch nicht als Hörbuchsprecher erlebt habe. Ich mochte seine Stimme wirklich sehr gern, hätte mir aber an der ein oder anderen Stelle noch ein wenig mehr Ausdrucksstärke in seiner Stimme gewünscht. Dennoch hat er die verschiedenen Familienmitglieder gut vertont. Also ist das hier wirklich meckern auf sehr hohem Niveau.

Besonders hervorheben möchte ich, dass zu Anfang des Hörbuches darauf hingewiesen wird, dass stehlen nicht in Ordnung ist und das man dafür sogar ins Gefängnis kommen kann. Kleinen Hörern wird hier eindringlich verdeutlicht, dass man nicht Familie von Stibitz nacheifern sollte.

Fazit:
Verbrecherwelt aufgepasst, hier kommt Familie von Stibitz! Mit viel Witz und Charme erobern sie die Herzen der Hörer im Sturm. Ich fand diese Gauner-Familie, mit ihrem weißen Schaf namens Ture in der Mitte, herrlich amüsant. Diese Geschichte bietet kurzweilige und tolle Unterhaltung.
Daher gibt es für das erste Abenteuer der Familie von Stibitz 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere