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Veröffentlicht am 20.04.2018

Zähe Geschichte und leider war der männliche Prota nicht mein Fall

Vertrauen und Verrat (Kampf um Demora 1)
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Inhalt:
Mit einem Mann verheiratet zu werden, den sie noch nie getroffen hat: für Sage der absolute Albtraum, doch Tradition im Reich Demora. Um dem zu entgehen, beginnt Sage eine Lehre bei einer Kupplerin ...

Inhalt:
Mit einem Mann verheiratet zu werden, den sie noch nie getroffen hat: für Sage der absolute Albtraum, doch Tradition im Reich Demora. Um dem zu entgehen, beginnt Sage eine Lehre bei einer Kupplerin und begleitet zehn junge Damen aus adeligen Familien zum großen Verkupplungsball. Ihre Aufgabe ist es, die Bräute – und die Soldaten, die auf der Reise für ihre Sicherheit sorgen – zu bespitzeln. Denn im Reich braut sich ein Krieg zusammen. Schon bald findet Sage sich zwischen den Fronten wieder. Und sie, die nie heiraten wollte, stolpert geradewegs auf eine große Liebe zu. Doch wem kann sie wirklich trauen?

Meinung:
Sage lebt im Königreich Demora, wo es an der Tagesordnung ist, dass Frauen von einer Kupplerin an adelige Männer verkuppelt werden. Für Sage ist jedoch klar, so etwas wird ihr nicht passieren. Sie möchte, genau wie ihre Eltern, aus Liebe heiraten und nicht einen Mann zugeteilt bekommen. So kommt es, dass das Gespräch zwischen Sage und der Kupplerin in einem Desaster endet. Es bietet sich für Sage jedoch eine neue Chance, denn die Kupplerin bietet ihr eine Lehre an. Sages Aufgabe ist es, zehn Mädchen zum Verkupplungsball zu begleiten. Auf der Reise werden sie von einer Gruppe Soldaten begleitet, die für die Sicherheit der Damen sorgen sollen, denn ein Krieg zieht zwischen den verschiedenen Reichen auf. So gerät Sage in ein Verwirrspiel der besonderen Art.

Auf dieses Buch habe ich mich ganz besonders gefreut, da der Klappentext äußerst spannend und interessant klang. Auch der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, war mir Sage doch von Anfang an sehr sympathisch. Sehr gut gefallen hat mir, dass wir die Geschichte nicht nur aus der Sicht von Sage erleben, sondern auch Hauptmann Quinn, der Soldat Ash oder der Adelige D´Amiran ihre Gedanken mit dem Leser teilen. Dies sorgt für eine gehörige Portion Abwechslung und gute Unterhaltung.
War ich vom Anfang der Geschichte noch begeistert, schlichen sich für mich mit dem Beginn der Reise einige Längen in die Geschichte ein. Ab diesem Punkt stehen die Beziehungen der Charaktere untereinander sehr im Fokus. Hiermit kam ich nicht so gut klar, da ich gerade mit den männlichen Protagonisten nicht so wirklich warm wurde. So kam es, dass ich mich gelangweilt fühlte und eigentlich schneller in der Geschichte vorankommen wollte.

Störend habe ich zudem empfunden, dass die Autorin oftmals speziell bei einem Charakter zwischen Vor- und Nachnamen hin- und herwechselt. Hiermit meine ich den Hauptmann Alex Quinn, der einmal Alex und dann wieder Quinn genannt wird. Dies empfand ich doch als störend und nervig. Zudem wird auch zwischen der Sie- und Du-Anrede oft gewechselt.
Da im Klappentext stark auf das Thema „Verkupplung“ eingegangen wird, erhoffte ich mir einen größeren Bezug zu diesem Thema. Hier hat die Autorin für mich aber viel im Dunkeln gelassen. Ich hätte mir deutlich mehr Informationen über die Aufgabe einer Kupplerin und dessen Tagesablauf gewünscht. Die mitgereisten Damen treten in der Geschichte total in den Hintergrund.

Wie bereits oben erwähnt, hatte ich, gerade mit den männlichen Charakteren, so meine Probleme.
Sage als Protagonistin mochte ich aufgrund ihrer sehr taffen Art wirklich gern. Sie ist nicht die von so vielen gewollte perfekte Ehefrau. Sage liest gerne und verbringt viel Zeit in der freien Natur. Etwas störend habe ich es empfunden, dass sie Hauptmann Quinn von Beginn an in eine Schublade steckt und ihm noch nicht mal die Chance gibt sich zu beweisen. Dies ist aber auch mein einziger Kritikpunkt in Bezug auf ihren Charakter.
Ash ist ein Soldat unter Quinns Befehl und freundet sich während der Reise mit Sage an. Er ist offen, nett und hilfsbereit. Doch irgendwie stimmte die Chemie zwischen mir und Ash nicht. Er war mir ein wenig zu glatt und ohne große Ecken und Kanten.

Spannend an der Geschichte ist das Spiel aus Intrigen, Geheimnissen, Vertrauen und Verrat. Der Leser ahnt zwar in welche Richtung alles gehen könnte, Erin Beaty überrascht jedoch auch das ein oder andere Mal. Da ich den Twist ein wenig habe kommen sehen (auch wenn nicht ganz so wie erwartet), war er für mich kein ganz großer Wow-Effekt, aber immerhin noch eine Überraschung. Ich denke, andere Leser werden hier wahrscheinlich die ein oder andere große Überraschung erleben und daher mehr Spaß mit der Geschichte haben.

Fazit:
Ich habe mir so sehr gewünscht, dass mir „Vertrauen und Verrat“ genauso gut gefallen würde wie allen anderen. Leider kam ich mit den männlichen Charakteren in der Geschichte nicht so wirklich klar. Zudem hätte ich mir mehr Informationen über das Thema Verkupplung gewünscht und gerade der erste Teil der Geschichte zog sich doch sehr. Nichtsdestotrotz ist die Idee genial und es gibt auch einige Überraschungsmomente die den Leser in Atem halten.
Von mir gibt es sehr gute 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Wieder eine tolle Prota, eine spannende Geschichte und viele Superhelden.

Jinx
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Inhalt:
Bella Bulluci hat die wohl nervigsten Superkräfte der Welt: Sie zieht sowohl Glück als auch Pech magisch an. Das hat zwar den Vorteil, dass der Fashiondesignerin oft ziemlich coole Sachen passieren, ...

Inhalt:
Bella Bulluci hat die wohl nervigsten Superkräfte der Welt: Sie zieht sowohl Glück als auch Pech magisch an. Das hat zwar den Vorteil, dass der Fashiondesignerin oft ziemlich coole Sachen passieren, nur leider haben die meist einen riesigen Haken, und so stolpert Bella von einer blöden Situation in die nächste. Wie zum Beispiel, als eine von ihr ausgerichtete Wohltätigkeitsveranstaltung von dem fiesen Superschurken Hangman heimgesucht wird, der nach einem der ausgestellten Saphire giert. Bellas Glück hilft ihr zwar, mit dem Juwel zu entkommen – doch zu ihrem großen Pech steht ihr ausgerechnet der charmante Debonair zur Seite, der Bella in die wohl blödeste Situation von allen bringt: sich in den zwielichtigen Superhelden zu verlieben ...

Meinung:
Bella Bulluci hätte gerne ein Leben ohne Superhelden und Erzschurken. Das gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig, da ihre Familie eine lange Superheldentradition aufrecht erhält. Daher passt es Bella eigentlich so gar nicht in den Kram, dass sie plötzlich eng mit Debonair, dem größten Schwerenöter unter den Superhelden und Schurken, zu tun hat. Dennoch lässt sich auch nicht leugnen, dass sie sich fast magisch zu Debonair hingezogen fühlt.

Auf den mittlerweile dritten Band der fünfteiligen Bigtime Reihe von Jennifer Estep habe ich mich sehr gefreut. Denn diese Geschichte dreht sich um Bella Bulluci, Modedesignerin und Schwester von Johnny Bulluci, der in Band 2 eine wichtige Rolle gespielt hat. Da mir Bella bereits in diesem zweiten Teil äußerst sympathisch war, war ich auf ihre eigene Geschichte mehr als nur gespannt.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den dritten Band einer Reihe. Daher sind viele Charaktere aus den vorherigen Bänden dem Leser bereits bekannt. Mir sind die Fearless Five und ihre diversen Superhelden Kollegen sowie die Schurken von Bigtime mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. So kommt es, dass ich die Nebenhandlungen rund um Carmen, Fiona, Lulu und Co. wahnsinnig gerne verfolge.

Auch in diesem Band werden wieder neue Superhelden und Schurken eingeführt. Gerade die Superheldenaspekte der Geschichte finde ich klasse umgesetzt. So gibt es auch in diesem Teil wieder einen spannenden und actionreichen Fall zu lösen. Natürlich ist schnell klar, wer sich hinter den verschiedenen Helden und Schurken versteckt, dies tut dem Lesespaß jedoch keinen Abbruch. Viel mehr fand ich es erfrischend, dass die Protagonistin selbst und vor allen Dingen relativ schnell darauf gekommen ist, wer Debonair denn nun eigentlich ist.

Gegen Ende hin wurde für mich ein ganz klein wenig zu viel künstliches Drama erzeugt, darüber kann ich aber getrost hinwegsehen, da der Rest einfach absolut stimmig ist. Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf den vierten Band der Reihe. Neugierig bin ich vor allen Dingen, welcher Superheld in diesem Band die Hauptrolle spielen wird.

Fazit:
Für mich steigert sich Jennifer Estep mit jedem neuen Bigtime Band. Hatte ich bei Band 1 noch ein paar Kritikpunkte, die bei Band 2 schon fast wegfielen, bin ich nun wirklich begeistert von der erdachten Welt. Liebgewonnene Charaktere aus den vorherigen Bänden spielen auch in „Jinx“ eine große Rolle. Die Geschichte rund um Bella ist packend und absolut überzeugend. Auch das Thema Superhelden wird wieder klasse umgesetzt. Von mir gibt es daher knappe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 10.04.2018

Mit dieser Entwicklung der Geschichte hätte ich niemals gerechnet!

Diabolic (2). Durch Wut entflammt
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Inhalt:
Mit Nemesis an seiner Seite hat Tyrus den Kaiserthron bestiegen. Endlich können sie nach vorne blicken. Endlich kann Frieden in der Galaxie herrschen. Doch Macht zu haben ist nicht dasselbe, wie ...

Inhalt:
Mit Nemesis an seiner Seite hat Tyrus den Kaiserthron bestiegen. Endlich können sie nach vorne blicken. Endlich kann Frieden in der Galaxie herrschen. Doch Macht zu haben ist nicht dasselbe, wie sie zu erlangen. Und wahre Veränderung stößt oft auf Widerstand. Als sich in den Riegen ihrer Untertanen eine Rebellion abzeichnet, die den jungen Kaiser stürzen will, weiß Nemesis, dass sie Tyrus um jeden Preis beschützen wird. Doch kann sie, um sich und ihre große Liebe zu retten, wirklich wieder zum seelenlosen Diabolic werden, der sie einst war?

Meinung:
Tyrus hat es endlich geschafft - er ist der neue Kaiser des Imperiums. Gemeinsam mit Nemesis an seiner Seite, möchte Tyrus eine neue Ära beginnen. Die Wissenschaft soll wieder aufleben und die Überschüssigen sollen nicht mehr die Rolle einnehmen, die sie jahrelang als Menschen der unteren Klasse gelebt haben. Zudem möchte er Nemesis endlich zur Frau nehmen. Große Ambitionen die Tyrus sich gesteckt hat und die nicht nur auf Begeisterung stoßen. Gerade die obere Schicht ist von diesen Veränderungen alles andere als begeistert und so kommt es, dass sich eine Rebellion und jede Menge Intrigen gegen Tyrus und Nemesis entwickeln.

Auf diesen zweiten Band habe ich mich wahnsinnig gefreut. Zwar war der erste Teil in sich recht abgeschlossen, dennoch wollte ich unbedingt erfahren, was Nemesis und Tyrus in diesem neuen Abenteuer erleben. Der Einstieg ist mir hierbei einfach gefallen. Dank geschickt eingebauter Rückblenden war ich schnell wieder im Geschehen drin. Und die Geschichte hat ab der ersten Seite bereits ein hohes Erzähltempo. Dieses zieht sich konstant bis zum Ende durch und steigert sich sogar noch mal enorm auf den letzten Seiten. Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt und fühlte mich mehr als nur gut unterhalten.

Besonders gut gefallen hat mir in diesem zweiten Band, dass Tyrus und Nemesis verschiedene Orte in der Galaxie bereisen, neue Menschen kennenlernen und auf altbekannte Freunde und Feinde treffen.
Dabei gab es einige Momente die mir den Atem stocken ließen. Es gibt jede Menge überraschende Wendungen und die ganze Geschichte entwickelt sich in eine Richtung, die ich nie für möglich gehalten habe, die mich aber absolut begeistert hat. Immer wieder setzt die Autorin gefühlt noch einen drauf. Am Ende gipfelt alles in einem Ende was man nur als ganz gemeinen Cliffhanger bezeichnen kann. Ich weiß gar nicht, wie ich die Zeit bis zum nächsten Band überbrücken soll.

Wahnsinnig gut gefallen hat mir in diesem Buch Nemesis. Ihre Entwicklung ist absolut bemerkenswert. Nemesis mausert sich immer mehr zu einem „echten“ Menschen. Man merkt ihr ihre Diabolic Abstammung zwar immer noch an, dennoch durchlebt sie so einige menschliche Gefühlsregungen, die ihr zu Anfang von Band 1 noch völlig fremd gewesen sind. Dabei bleibt sie sich immer treu und versucht alles für Tyrus zu tun, damit er glücklich ist.
Tyrus hingegen entwickelt sich in eine Richtung die ich absolut nicht erwartet habe, die ich aber mega genial fand. Endlich mal eine etwas andere Entwicklung des Loveinterest! Ich fand die Idee erfrischend und abwechslungsreich. Zudem konnte ich die Beweggründe hinter seinem Verhalten absolut verstehen. Dies hat die Autorin wahnsinnig gut umgesetzt.
In diesem Band entwickelt sich auch Neveni zu einem interessanten Nebencharakter, den ich auch am Ende dieses Buch nicht so recht einschätzen kann.

Fazit:
Dieser zweite Band lässt Leserherzen höher schlagen. Jede Menge Action und ein sehr hoher Spannungsbogen, sowie zwei Charaktere, die enorme Entwicklungen durchlaufen, machen das Buch zu einem wahren Leseerlebnis. Der fiese Cliffhanger und die tollen Twists in der Handlung sorgen auch nach dem Lesen dafür, dass man diesen zweiten Band der Diabolic Reihe nicht so schnell vergisst!
5 von 5 galaktische Hörnchen.

Veröffentlicht am 06.04.2018

Nicht ganz so genial wie Band 1, dennoch ein gelungener Lesespaß

Das Herz der Quelle (2). Sternenfinsternis
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Inhalt:
Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren Seth. Dabei ist er ihr einziger Verbündeter im Kampf gegen die ...

Inhalt:
Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren Seth. Dabei ist er ihr einziger Verbündeter im Kampf gegen die Machenschaften des Rates. Immer wieder zwingt sie der Rat, grausame Aufträge auszuführen. Aber Adara und Seth haben keine Wahl, denn niemand darf auch nur vermuten, dass sie eigentlich nur eines wollen: die Schreckensherrschaft des Rates beenden. Doch je mehr sie füreinander empfinden und je näher Adara Seth kommt, desto mehr erfährt sie über ihn und seine Vergangenheit. Und plötzlich muss sie sich fragen, ob ihre Ziele wirklich auch seine sind.

Meinung:
Adara ist die mächtigste Magierin der Gemeinschaft und könnte isolierter nicht sein. Wem kann sie trauen und wer spielt nur ein Spiel mit ihr und versucht sie zu manipulieren? Gerade ihre Quelle Seth ist nicht der erhoffte Rückhalt den Adara sich so sehr wünscht. Viel mehr entwickelt sich Seth zu jemandem dem man nicht unbedingt trauen kann. Dennoch ist es von beiden das erklärte Ziel den Rat und seine Machenschaften zu stürzen. Doch wer ist bereit welchen Preis dafür zu zahlen?

„Sternensturm“ war für mich eines meiner absoluten Jahreshighlights 2017. Auf kaum ein anderes Buch habe ich mich daher so sehr gefreut, wie auf diesen zweiten Band der Dilogie. Meine Begeisterung hat aber gleich zu Beginn einen gehörigen Dämpfer erlitten, da bei mir nicht mehr ganz so viel aus Band 1 präsent war und es leider zu Beginn nur spärliche Rückblenden zur Geschichte des ersten Bandes gibt. Dies erschwerte mir den Einstieg in das Buch ungemein. Als ich dann jedoch endlich wieder in die Geschichte gefunden hatte, nahm sie mich sofort gefangen.

Alana Falk versteht es den Leser leiden zu lassen. Auch dieses Buch hat wieder so einige Auf und Ab’s, was die Gefühlswelt angeht, zu bieten. Man freut und leidet gleichermaßen mit Adara mit. Dabei werden in diesem Band sehr viele Intrigen gesponnen, so dass man sich zu keiner Zeit sicher sein kann, wem man nun vertrauen kann und wer der Feind ist. Dies erzeugt einen Lesesog aus dem man nur schwer wieder auftauchen kann und will.
Diese Intrigen und Machtkämpfe innerhalb der Gemeinschaft haben mir auf der einen Seite wahnsinnig gut gefallen. Auf der anderen Seite hätte ich mir jedoch gewünscht, dass Adara und Seth Abenteuer erleben, die Welt bereisen und die Menschheit retten. Kurzum mir fehlte ein wenig das Leben außerhalb der Gemeinschaft. In Band 1 gab es hier deutlich mehr Abwechslung. Der Schauplatz wurde öfter einmal gewechselt und man reiste mit den Protagonisten durch die Welt bzw. Neuseeland. Dies gibt es in Band 2 leider nur in abgeschwächter Form. Im Zentrum dieses Buches steht eindeutig der Rat und seine Schreckensherrschaft.

Die Beziehung zwischen Adara und Seth ist in diesem Buch angespannt. Zwar hat man das Gefühl, dass beide durchaus mehr für den anderen empfinden könnten, es aber aus verschiedenen Gründen nicht zulassen. Mir hat hier so ein wenig die Gemeinsamkeit zwischen Adara und Seth gefehlt. Lange Zeit weiß der Leser nicht woran er bei Seth ist, dies sorgt dafür, dass Fans von romantischen Gefühlen von diesem Buch ein wenig enttäuscht werden könnten.

Die erdachte Welt rund um die Gemeinschaft mit all ihren Zauberkräften ist auch wieder in „Sternenfinsternis“ ein großer Pluspunkt. Immer noch konnte mich die Beziehung zwischen Magier und Quelle ungemein faszinieren. Auch der Rat nimmt in diesem Buch eine noch größere Rolle ein. Und oftmals zieht man Vergleiche zwischen diesem machthungrigen Rat und der heutigen Gesellschaft. Auch das Thema Naturkatastrophen, welches die Menschheit immer mehr beschäftigt, spielt in diesem Buch eine Rolle.

Fazit:
Dieser Abschluss der Dilogie konnte mich zwar nicht restlos überzeugen, dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und bin schon ein wenig traurig darüber, dass die Geschichte nun vorbei ist. Der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwer. Auch die Beziehung zwischen Adara und Seth hätte ich mir etwas anders gewünscht, dennoch ist sie zu jeder Zeit schlüssig. Durch die vielen Intrigen entwickelt sich ein ungemeiner Lesesog, dem man sich nur schwer entziehen kann.
4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 26.03.2018

Absolut geniale Fortsetzung, die wieder für einige Überraschungsmomente sorgt

Scythe – Der Zorn der Gerechten
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Inhalt:
Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.
Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose ...

Inhalt:
Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.
Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt.
So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit.
Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.

Meinung:
Citra ist mittlerweile zu Scythe Anastasia geworden und hat sich im Scythetum schnell einen Namen gemacht, da sie auf unkonventionelle Art und Weise ihre Auslese vornimmt. Dies stößt sowohl auf Begeisterung als auch auf Hass und Neid. Rowan hingegen ist nun Scythe Luzifer und versucht auf eigene Faust das Scythetum von den grausamen und kalten Scythe zu befreien. Die Lage innerhalb der Gemeinschaft der Scythe spitzt sich immer mehr zu. Ist doch die Gemeinschaft mittlerweile in zwei Lager geteilt, das der „alten“ und das der „neuen“ Ordnung.

In die Geschichte bin ich gut wieder hineingekommen, auch dank kleiner Rückblenden und Anspielungen auf das Geschehene wird einem dieser Punkt vereinfacht. Etwas Probleme hatte ich nur damit die vielen verschiedenen Scythe auseinander zu halten. Hier wäre ein Namensglossar ganz nett gewesen. Es ist für mich jetzt aber auch kein großer Störfaktor gewesen.
Ich muss sagen, dass mir zu Beginn der Geschichte noch so ein wenig das gewisse Etwas fehlte. Zwar geht es ab der ersten Seite spannend weiter, dennoch fehlte mir irgendetwas, was ich leider gar nicht so genau beschreiben kann. Spätestens ab der Hälfte des Buches hatte ich dann aber nichts mehr zu meckern. Neal Shusterman überzeugt mit genialen Wendungen, Überraschungsmomenten, die einen den Atem stocken lassen, genialen Charakteren und einer großen Portion Spannung. Gerade ein Augenblick hat mich doch sehr mitgenommen und durchgerüttelt.

Wie bereits in Band 1 tauchen wir auch in Band 2 in die Gedankengänge des Thunderhead ein. Fand ich diese Passagen in Band 1 noch nicht ganz so interessant, hat sich dies in Band 2 total gewendet. Seine Gedanken und Beurteilungen sind wahnsinnig faszinierend. Und je weiter es dem Ende zugeht, werden die Beschreibungen des Thunderheads immer spannender.
Aber auch die Perspektiven von Scythe Anastasia und Scythe Luzifer sind äußerst interessant mitzuverfolgen.
Zudem wurde ein neuer Charakter in die Geschichte eingebaut. Zu Beginn kann man wenig mit Greyson Tolliver anfangen, seine Geschichte entwickelt sich jedoch so rasant, dass man manche Dinge gar nicht schnell genug realisieren kann. Ich bin wahnsinnig gespannt, was Neal Shusterman in Band 2 für Greyson bereit hält, ist er doch aufgrund seiner Art und Weise zu einem meiner Lieblinge des Buches geworden.

Dieser zweite Band braucht sich vor seinem Vorgänger definitiv nicht zu verstecken. Die Machtspiele innerhalb des Scythetums gehen in eine neue Runde. Auch philosophiert der Autor viel über die Themen wie Überbevölkerung, das Universum, die Ewigkeit sowie das Leben und Sterben. Dies passt jedoch alles perfekt in die erschaffene Welt und wirkt zu keiner Zeit überflüssig.
Das Ende ist dann absolut höchstes Niveau. Nicht genug damit, dass sich die Dinge wieder überschlagen, nein auch wird alles auf den Kopf gestellt. Dabei dachte man eigentlich zu wissen, wohin die Geschichte nun laufen wird.

Fazit:
Liebe Leser schnallt euch an und lasst euch auf ein Abenteuer ein das Seinesgleichen sucht. Neal Shusterman hat einen wahnsinnig tollen Zwischenband abgeliefert. Das ganze Buch ist gespickt voller Spannung, Dramatik und unvorhergesehenen Wendungen. Eine Szene hat mir sogar eine Gänsehaut über den Rücken gejagt. Damit nicht genug, ist der Grundgedanke rund um die Scythe, deren Werte und Aufgaben auch in diesem Band genial beschrieben. Nach diesem fiesen Ende warte ich nun sehnsüchtig auf den Abschlussband.
5 von 5 Hörnchen.