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Veröffentlicht am 30.09.2017

Eine sehr ruhige Geschichte, dessen Erzählstil nicht immer meins war

Lieber Daddy-Long-Legs
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Inhalt:
Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, ...

Inhalt:
Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann. Briefe voller Witz, über Hüte und Literatur, über neue Freundschaften und immer öfter auch über den sympathischen Jervis Pendleton.

Meinung:
Fast ihr ganzes Leben hat die junge Judy Abbott in einem Waisenhaus verbracht. Eines Tages jedoch ermöglicht ihr einer der Treuhänder des Waisenhauses an ein Collage zu gehen. Die einzigen Forderungen die der Mann für all seine Unkosten stellt sind, dass er zum einen anonym bleiben möchte und das Judy ihm jeden Monat einen Brief über ihr Leben am Collage schreibt. Judy fängt an „Daddy Long Legs“, wie sie ihren mysteriösen Gönner mittlerweile nennt, immer öfter Briefe zu schreiben, da sie keine Familie mehr hat und doch jemanden braucht, dem sie von ihren Erlebnissen erzählen kann.

Bereits zu Beginn der Geschichte wurde ich überrascht, als ich erfuhr, dass die Geschichte bereits 1912 geschrieben wurde. Dies hat für mich die Sicht auf die Dinge durchaus verändert. Da der Roman ebenfalls zu dieser Zeit spielt, habe ich manche Situationen natürlich anders bewertet. Gut gefallen hat mir, dass die Übersetzerin den Sprachstil von 1912 dem heutigen Sprachstil größtenteils angepasst hat. Dadurch entstand ein guter Lesefluss. Aufgrund der Tagebucheinträge als gewählter Erzählstil, liest man sich zudem schnell durch das Buch, da die einzelnen Tagebucheinträge oftmals kurz gehalten sind.
Mir war zwar durchaus bewusst, dass das Buch Tagebucheinträge enthält, dennoch hätte ich nicht unbedingt damit gerechnet, dass das komplette Buch ausschließlich auf Tagebucheinträgen basiert. Ich hätte mir gewünscht, dass wir auch außerhalb der Tagebücher mehr über die Charaktere erfahren. So kam es streckenweise vor, dass ich mich durch den Alltag von Judy ein wenig gelangweilt fühlte. Zwar hat Judy eine äußerst angenehme und teilweise lustige Art über Dinge zu berichten, dennoch hätte ich mir ab und an ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Zudem wirkt die Geschichte durch die gewählte Erzählform etwas einseitig.

Judy hat harte Zeiten im Waisenhaus hinter sich und versucht daher immer mit einem Lächeln an neue Dinge heranzugehen. Natürlich durchlebt Judy nicht nur schöne Momente auf dem Collage. So ist es nicht verwunderlich, dass sie neben vielen Hochs auch so einige Tiefs durchlebt. Trotz diesem Hintergrund war mir Judy teilweise zu zickig. Ich konnte nicht immer nachvollziehen, warum sie nun wieder eine ihrer „Phasen“ hat. Daher konnte ich manchmal nur den Kopf über sie schütteln. Denn Judy ist nun mal kein Teenager mehr, sondern entwickelt sich während der Geschichte zu einer jungen Frau weiter.
Interessant fand ich es hierbei, dass die zu Anfang so naive und weltfremde Judy zu einer mutigen und starken Frau heranwächst. Man merkt der Autorin an, wie viel Herzblut sie hierbei auf die Entwicklung ihrer Protagonistin gelegt hat.
Die restlichen Charaktere kommen leider nicht wirklich zum Zug. Zwar erzählt Judy über ihre Freundinnen und Mister Jervis Pendleton, dennoch konnte ich mir bis kurz vor Schluss kein Bild zu Mister Pendleton vorstellen.

Natürlich ist dem Leser sehr schnell klar, wer sich hinter Daddy Long Legs verbirgt. Dies trübt den Lesespaß jedoch in keinster Weise, da der Fokus von Judy nicht darauf liegt auf Teufel komm raus zu erfahren, wer sich hinter dem mysteriösen Mann verbirgt.
Untermalt werden die Tagebucheinträge ab und an von kleinen (und vor allen Dingen lustigen) Zeichnungen von Judy.

Fazit:
Wer die Königskinder Bücher kennt weiß, dass sie immer etwas ganz besonderes sind. So ist auch „Lieber Daddy Long Legs“ keine Ausnahme. Gerade durch die Tagebucheinträge bekommt dieses Buch einen ganz besonderen Touch. Auch der Hintergrund, dass das Buch 1912 geschrieben wurde, ist ein wichtiger Faktor. Dennoch hat dieses Buch nicht so wirklich meinen Geschmack getroffen. Es ist auf keinen Fall schlecht, dennoch war es mir größtenteils zu ruhig und die Tagebucheinträge von Judy konnten mich nur teilweise packen.
Sehr gute 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 28.09.2017

Noch bezaubernder als Band 1 - ich liebe Pip und Thomas!

Pip Bartlett und die magischen Tiere 2
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Inhalt:
Pip Bartlett liebt alle magischen Tiere - aber ganz besonders Einhörner. Daher ist ihre Freude groß, als sie mit ihrem besten Freund Thomas den "Dreifachen Dreizack" besuchen darf, den großen Wettbewerb ...

Inhalt:
Pip Bartlett liebt alle magischen Tiere - aber ganz besonders Einhörner. Daher ist ihre Freude groß, als sie mit ihrem besten Freund Thomas den "Dreifachen Dreizack" besuchen darf, den großen Wettbewerb für Einhörner. Und die beiden haben sogar eine Aufgabe: Sie sollen ihren tierischen Freund Regent Maximus sanft auf seine Teilnahme vorbereiten. Regent Maximus ist allerdings ein wenig ... speziell. Er hat Angst vor dem Luftzug in seiner Box, vor der Farbe Blau, vor anderen Einhörnern, vor Menschen - und besonders vor dem Wettbewerb! Obwohl Pip zu Einhörnern wirklich einen guten Draht hat, ist seine Betreuung eine echte Herausforderung. Und als ob das noch nicht genug wäre, geht nachts auch noch ein gemeiner Dieb um, der die eh schon nervösen Tiere in Angst und Schrecken versetzt. Können Pip und Thomas die Einhörner und den Wettbewerb retten?

Meinung:
Als großer Fan von Einhörnern freut Pip Bartlett sich ganz besonders auf den „Dreifachen Dreizack“, ein Wettbewerb an dem die schönsten und talentiertesten Einhörner teilnehmen. Auch das Einhorn Regent Maximus wird an diesem Wettbewerb teilnehmen. Daher wartet jede Menge Arbeit auf Pip und ihren besten Freund Thomas, denn Regent Maximus ist weit davon entfernt ein perfektes Einhorn zu sein. Er ist von Natur aus äußerst ängstlich und hat vor jeder Kleinigkeit fürchterliche Angst. Als plötzlich auch noch ein gemeiner Schweif Dieb sein Unwesen treibt, haben Pip und Thomas alle Hände voll zu tun um das Schlimmste abzuwenden.

Bereits Band 1 der Reihe um Pip Bartlett konnte mich gut unterhalten und der Klappentext von Band 2 klang genau nach meinem Geschmack. Ein Einhornwettbewerb, viele magische Tiere auf einem Fleck und ein Regent Maximus in Bestform versprachen eine hochexplosive Mischung aus Spaß und Abenteuer zu werden.
So war ich schon nach kurzer Zeit total in der Geschichte drin und auch hin und weg von ihr. Der Humor des Autorenduos ist toll. Mitten im Fokus steht natürlich der überängstliche Regent Maximus. Er bot die perfekte Vorlage für jede Menge witzige Szenen. Ich habe mich königlich über ihn amüsiert und hatte großen Spaß.
Die beiden Autorinnen haben zudem einen sehr bildlichen Erzählstil, der einem das Lesen noch mehr versüßt.

Neben all dem Humor kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz. Pip und Thomas Suche nach dem Dieb bietet packende Momente für Groß und Klein. Zudem springt einem die Auflösung nicht sofort ins Gesicht und es werden ein paar Fährten gestreut.
Wie bereits im ersten Band, haben die Autorinnen auch in diesem zweiten Band wieder viel Fantasie bei der Gestaltung von neuen magischen Tieren bewiesen. Die Passagen aus Gottfried Higgelsteins Handbuch der magischen Tiere waren wieder wunderschön detailreich, voller Ideenreichtum und einfach nur schön anzusehen.

Pip ist auch in diesem Band immer noch total fasziniert von magischen Tieren. Am liebsten würde sie den ganzen Tag auf dem Gelände des Wettbewerbs herumlaufen, um möglichst viel über die vielen magischen Wesen zu erfahren. Dies wird jedoch nichts, da sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, Maximus von seinen Ängsten zu befreien. Dabei beweist sie viel Einfallsreichtum. Pip sprüht auch in diesem Buch wieder voller Lebensenergie und Ideen. Ich mag ihre Einstellung und Wissbegierde wahnsinnig gerne.
Ein weiterer absoluter Lieblingscharakter ist Thomas. Thomas ist aufgrund seiner vielen Allergien stark gehandicapt. Dies hält ihn jedoch nicht davon ab, gemeinsam mit Pip die magischen Wesen zu erforschen. In seinem großen blauen Rucksack befinden sich zudem jede Menge Medikamente gegen die verschiedensten Allergien. Thomas ist so ein süßer Charakter, dass man ihn einfach in sein Herz schließen muss. Er steckt voller genialer Ideen und hat auf viele Fragen eine Lösung.

Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist, das es viel zu kurz ist. Schnell ist man durch die knapp 250 Seiten durch und wartet nun sehnsüchtig auf das nächste Abenteuer von Pip und Thomas.

Fazit:
Dieses kunterbunte Einhornabenteuer hat mir sogar noch besser gefallen als Band 1 der Reihe. Gemeinsam mit Pip und Thomas habe ich wieder wunderbare Stunden zwischen Einhörnern, Schimmertieren, Blankovögeln und Co. verbracht. Auch ein wenig Kriminalarbeit haben die beiden Freunde dieses Mal zu erledigen.
Ich bin begeistert und vergebe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 24.09.2017

Hinkt hinter Band 1 deutlich her - gefühlt ein typischer Mittelband.

Im leuchtenden Sturm
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Inhalt:
Die Schlacht gegen die Titanen ist geschlagen! Josie hat ihren Erzfeind Hyperion besiegt, aber der Krieg der Götter ist noch nicht vorbei. Um auf den nächsten Angriff vorbereitet zu sein, braucht ...

Inhalt:
Die Schlacht gegen die Titanen ist geschlagen! Josie hat ihren Erzfeind Hyperion besiegt, aber der Krieg der Götter ist noch nicht vorbei. Um auf den nächsten Angriff vorbereitet zu sein, braucht Josie dringend Verbündete. Doch bevor sie sich auf die Suche nach den anderen Halbgöttern machen kann, muss sie ihre Kräfte unter Kontrolle bringen – so wie ihre komplizierten Gefühle für Seth. Immer heftiger fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Das Problem: Ihre Nähe scheint auch die dunkle Seite des attraktiven Kriegers zu verstärken ...

Meinung:
Nach dem Sieg gegen Hyperion bleibt Josie und Seth wenig Zeit um sich auszuruhen. Das finden der restlichen Halbgötter hat nun oberste Priorität im Kampf gegen die Titanen. Doch durch Josies Nähe tritt die dunkle Seite von Seth wieder zum Vorschein und sorgt für Ärger. Damit nicht genug, werden die Auseinandersetzungen zwischen Rein- und Halbblütern immer brutaler und enden sogar mit ersten Toten.

Nachdem mir Band 1 gut gefallen hat, ich aber noch Luft nach oben gesehen habe, war ich furchtbar gespannt auf diesen zweiten Band. Leider musste ich feststellen, dass es sich hier um einen typischen Mittelband handelt. Der Verlauf der Geschichte stagniert über gut 2/3 des Buches. Erst gegen Ende hin bewegt sich die Geschichte gefühlt von der Stelle. Dann jedoch wird es mega packend und unterhaltsam. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin deutlich eher aufs Gas gedrückt hätte, da die vorherigen Passagen doch recht zäh waren.
Dies liegt vor allen Dingen an der Liebesgeschichte. Nun wo Josie und Seth ein Paar sind, dreht sich über die Hälfte des Buches nur um die Beiden und ihre Beziehung zueinander. Auch die erotischen Passagen kommen nicht zu kurz. Und es wird mehr als deutlich, dass das körperliche Verlangen und die daraus resultierende Anziehungskraft sehr im Fokus steht. Besonders gestört hat mich jedoch, dass Seth anfängt mit seinem „ich habe dich nicht verdient“ und „ich bin ein schlechter Mensch“ Gerede. Mehr als einmal brachte er mich damit zur Weißglut. Das dadurch entstandene Hin und Her hat meine Nerven doch arg strapaziert.

Leider fehlte mir auch etwas die Charaktertiefe. In meinen Augen bleiben die Charaktere leider recht blass und unscheinbar. Richtig gut gefallen hat es mir aber, dass nun auch die Protagonisten aus der Vorgängerreihe ihren großen Auftritt haben. Beide mochte ich sehr gerne. Interessant hierbei war, dass sie Seths dunkle Seite bereits kennengelernt haben und ihn daher anders einschätzen als Josie dies tut.
Im letzten Drittel tauchte dann mein neuer Lieblingscharakter auf. Zwar ist er recht eingenommen von sich und treibt die anderen damit in den Wahnsinn, aber gerade diese sehr humorvollen Dialoge konnten mich dafür sehr gut unterhalten und begeistern.

Etwas irritiert darüber war ich, dass manche Charaktere sich untereinander gesiezt haben, obwohl sie ungefähr gleichalt (gleichjung) waren. Immer wieder riss mich dies aus dem Lesefluss heraus. Dies ist natürlich weniger ein Problem was die Autorin betrifft, sondern was an der Übersetzung liegt.

Das Ende ist wie oben erwähnt sehr packend und endlich kam ein wenig Action auf. Zudem macht es furchtbar neugierig darauf, wie sich die Dinge im letzten Band der Trilogie entwickeln werden.

Fazit:
Für mich kommt „Im leuchtenden Sturm“ nicht über den typischen Mittelband Status hinaus. Die Liebesgeschichte nimmt einen großen Part in dieser Fantasygeschichte ein, die Story stagniert ein wenig und die Charaktere blieben farblos. Zugute halten möchte ich jedoch, dass neue interessante Charaktere eingebaut werden und das Ende absolut zu unterhalten weiß.
Knappe 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 21.09.2017

Etwas weniger Teenie-Herzschmerz hätte dem Buch gut getan, ansonsten gewohnt zauberhaft!

Zimt und ewig
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Inhalt:
Vicky ist im siebten Himmel: Endlich wird sie fünfzehn, sie hat Sommerferien und ist schwer verliebt in Konstantin. Allerdings bleibt ihr kaum Zeit, ihr Glück zu genießen, denn pünktlich an ihrem ...

Inhalt:
Vicky ist im siebten Himmel: Endlich wird sie fünfzehn, sie hat Sommerferien und ist schwer verliebt in Konstantin. Allerdings bleibt ihr kaum Zeit, ihr Glück zu genießen, denn pünktlich an ihrem Geburtstag taumelt sie wieder völlig unerwartet in eine neue Variante ihres Parallel-Lebens. Und diesmal scheint ihr Parallel-Ich einen ganz bestimmten Plan zu verfolgen – dessen Gelingen Vicky um jeden Preis verhindern muss! Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt, allerdings nicht nur in der Parallelwelt: Denn plötzlich taucht da auch noch Konstantins Ex-Freundin Lara auf. Und die scheint definitiv etwas im Schilde zu führen …

Meinung:
Endlich stehen die Sommerferien vor der Tür und Vicky hat auch einen festen Plan für diese. Möglichst wenig in der Bäckerei aushelfen und so viel Zeit wie möglich mit Konstantin verbringen. Doch ihr Plan wird durcheinander gewirbelt, als Konstantin und Vicky in eine neue Parallelwelt springen. Die beiden Parallel-Ichs sorgen in Vickys Welt für ordentlich Ärger und stellen nicht nur ihr Zimmer total auf den Kopf. Und dann taucht auch noch Konstantins Ex-Freundin Lara auf. Diese hat sich noch nicht so wirklich damit abgefunden, dass Konstantin frisch verliebt ist und versucht Unruhe zu stiften wo sie nur kann. Ein turbulenter Sommer steht Vicky bevor.

In diesem Abschluss der Reihe steht vor allen Dingen Vickys Familienleben und ihre Beziehung zu Konstantin im Vordergrund. Den Leser erwarten ein paar überraschende und ein paar weniger überraschende Enthüllungen, jede Menge Teenager-Herzschmerz und natürlich das gewohnte Kingsche Familiendrama. Ich für meinen Teil bin hier durchaus auf meine Kosten gekommen, dennoch hätte ich mir ein klein wenig mehr von diesem Finale gewünscht.
Dies fängt damit an, dass die Springerei in die Parallel-Welt zwar durchaus auch in diesem Buch passiert, es jedoch einen ganz anderen Fokus einnimmt, als noch in den Vorgängerbänden. Auch über das neue Parallel-Ich erfährt der Leser in meinen Augen zu wenig.
Wie bereits erwähnt, tritt in diesem Buch Konstantins Ex-Freundin Lara auf den Plan, da ist der Ärger natürlich vorprogrammiert und Konstantin und Vicky erleben die ersten Höhen und Tiefen ihrer jungen Beziehung. Mir war es stellenweise etwas zu viel Teeniedrama. Ich denke jedoch, dass der Zielgruppe genau dies gefallen wird.

Vicky wird in diesem Band das ein oder andere Mal an ihre Grenzen getrieben. Sie erlebt tolle und berauschende Momente, aber auch traurige und berührende Dinge. Zum Glück steht ihr ihre beste Freundin Pauline zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite. Die beiden waren auch im Finale der Trilogie wieder ein eingespieltes Team und konnten mich gut unterhalten.
Die Beziehung zu Konstantin nimmt ebenfalls andere Formen an. Ich fand es durchaus angebracht, dass sich nun auch einmal gestritten wurde. Wie oben aber bereits erwähnt, war es mir teilweise doch ein wenig zu viel des Guten.
Beste Unterhaltung hat, wie auch bereits in den Vorgängerbänden, Vickys herzallerliebste Familie geboten. Gerade die Großeltern sind einfach nur zum Davonlaufen und ich bewundere Vicky und ihre Mutter dafür, dass sie es schon so lange mit ihnen unter einem Dach aushalten.
Auch das Liebesleben von Vickys Mutter nimmt in diesem Buch einen größeren Platz ein.
Ausgesprochen gut gefallen hat mir, dass wir Claire von einer anderen Seite kennen (und lieben) lernen.

Das Ende beantwortet alle Fragen, die man sich im Laufe der Reihe gestellt hat. Somit konnte ich das Buch vollkommen zufrieden zuklappen, auch wenn ich mir ein wenig mehr Action und Spannung in diesem Finale gewünscht hätte. Gerade in der ersten Hälfte des Buches dümpelt die Geschichte ein wenig vor sich hin.

Fazit:
Eine turbulente und witzige Trilogie findet mit „Zimt & Ewig“ ihren Abschluss. Zwar konnten mich die Charaktere und das chaotische Leben der Familie King wieder absolut überzeugen, dennoch hätte ich mir ein packenderes Finale und weniger Teenie-Herzschmerz gewünscht. Trotz meiner Kritikpunkte kann ich die Reihe jedem empfehlen, der gerne Jugendbücher mit Herzschmerz, Witz und sehr unterhaltsamen Charakteren liest.
Sehr, sehr knappe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 21.09.2017

Ein Buch voller Wendungen und Überraschungen

Scythe – Die Hüter des Todes
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Inhalt:
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen ...

Inhalt:
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Meinung:
In einer fernen Zukunft gibt es keine Armut, keinen Krieg und keinen natürlichen Tod mehr. Die Welt wird von dem Thunderhead, einer künstlichen Intelligenz, gelenkt und geleitet. Und dann gibt es noch die Scythe. Diese sind dazu auserwählt die natürliche Auslese an den Menschen vorzunehmen und sie zu töten. Die Scythe entscheiden wer leben darf und wer stirbt. Doch dieser Job ist knallhart und nimmt die Scythes psychisch mit.
Eines Tages werden Citra und Rowan zu Lehrlingen des Scythe Faraday berufen. Die beiden werden Freunde, doch am Ende kann nur einer der beiden vom Lehrling zum Scythe aufsteigen.

Dieses Buch hat wirklich eine sehr außergewöhnliche Idee und hat mich daher ziemlich gereizt. Schon der Start war verheißungsvoll. Nach den ersten spannenden Kapiteln kam dann jedoch eine kleine Hängepartie, da wir nun nach und nach alles Wichtige über die Scythes erfahren. Dies war durchaus interessant, jedoch wünschte ich mir ein wenig mehr Action. Die bekam ich dann auch geboten, aber ganz anders als ich dies vielleicht erwartet hätte.
Ein großer Teil des Buches dreht sich um die Gefühle der Scythes, wenn sie die Auslese durchführen. Ich fand es furchtbar spannend mitzuerleben, auf welche unterschiedliche Art und Weise die Scythes die Auslese vollziehen.
Da sich intensiv mit den Gefühlen der Protagonisten auseinander gesetzt wird, gab es einige sehr emotionale Momente, die mich nicht kalt ließen. Der Autor spielt hier gekonnt mit den Ängsten der Menschen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Unvorhersehbarkeit der Geschichte. Schnell hatte ich mir eine Meinung darüber gebildet, wie das Buch endet. Genauso schnell musste ich jedoch feststellen, dass sich innerhalb weniger Seiten alles verändern kann. Genau dies mochte ich wahnsinnig gerne. Bis kurz vor Schluss ändert die Geschichte immer wieder ihre Richtung.

Citra ist eine sehr gewissenhafte Person, die versucht ihren Mentor zufrieden zu stellen. Auf der anderen Seite merkt sie deutlich, dass sie Rowan gerne mag und es ihr daher schwer fallen wird, sich gegen ihn durchzusetzen. Außerdem ist Citra recht direkt und sagt was sie denkt.
Rowan hat eine nicht so liebevolle Vergangenheit hinter sich wie Citra. Dies merkt man ihm durchaus an. Dennoch hat er einen sehr gewieften Geist und auch er erkennt schnell, dass er Citra mag. Im Verlaufe des Buches nimmt seine Geschichte eine erstaunliche Entwicklung. Rowan hat meinen größten Respekt davor, wie er mit dieser Entwicklung umgeht.

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Citra als auch aus der Sicht von Rowan erzählt. Am Ende eines Kapitels gibt es zudem Tagebucheinträge der alteingesessenen Scythes. Die Gedankengänge der Scythes sind für den Verlauf der Geschichte sehr interessant, rissen mich jedoch ab und an auch aus dem eigentlichen Lesefluss ein wenig heraus.

Da sich in diesem Buch fiel um das Thema Töten dreht, sollte jedem klar sein, dass nicht nur viel Blut fließt, sondern auch die einzelnen Todesarten beschrieben werden. Zudem geht es teilweise recht brutal zur Sache. Wer davor abschreckt, der sollte die Finger von dem Buch lassen.

Wie oben bereist erwähnt, war es durchaus interessant das Leben der Scythes so gut erklärt zu bekommen. Stellenweise empfand ich es jedoch als zu intensiv und auch ein wenig langweilig.

Fazit:
Alles in allem konnte mich "Scythe - Die Hüter des Todes" gut unterhalten. Eine sehr interessante Idee, die mich wirklich sehr berührt hat, punktet auf voller Linie. Teilweise hat sich der Autor, aber in meinen Augen in kleinen Details verrannt. Dies macht er jedoch durch viele unvorhergesehene Wendungen wieder wett.
4 von 5 Hörnchen.