Profilbild von Hoernchen

Hoernchen

Lesejury Star
offline

Hoernchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hoernchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2017

Gutes Buch - hält aber nicht mit den vorherigen Büchern mit

Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Special Rehearsal Edition Script) (Harry Potter)
0

Inhalt:
Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden.
Während ...

Inhalt:
Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden.
Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will.
Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.

Meinung:
Neunzehn Jahre sind vergangen, seitdem Harry und seine Freunde Lord Voldemort besiegt haben. Und nun ist es an Harrys jüngstem Sohn Albus nach Hogwarts zu gehen. Doch Albus lastet das Erbe seines Vaters schwer auf den Schultern. Als der sprechende Hut ihn auch noch für Slytherin auswählt und er im Quidditch eine Null ist, wird er immer öfter gehänselt. An seiner Seite steht jedoch Scorpius Malfoy, der ebenfalls ein Außenseiter unter all den Hexen und Zauberern ist.

Viel hatte ich bereits im Voraus über dieses Buch gehört: Positives wie negatives. Nun wollte ich mir selbst eine Meinung darüber bilden. Ich kann sagen, dass das Buch nicht so schlecht ist wie einige behaupten, allerdings fand ich es auch nicht so hervorragend wie manch anderer.

Da es sich bei diesem Buch um das Skript eines Theaterstückes handelt, ist das Buch dementsprechend aufgebaut. Mich haben jedoch zu keiner Zeit die vielen Dialoge gestört. Ich konnte wunderbar in die Welt von Hogwarts eintauchen und war schon nach kurzer Zeit wieder mittendrin.

Ein wenig enttäuscht war ich jedoch davon, wie sich Harry, Ron und Hermine entwickelt haben. Auf der einen Seite fand ich es toll all ihre Probleme mitzuerleben (denn so sieht nun mal das richtige Leben aus). Auf der anderen Seite konnte ich es nicht so ganz nachvollziehen, warum Ron ein wenig vertrottelt dargestellt wird. Und Harry war mir streckenweise nicht gerade sympathisch. Zu Harrys Entwicklung lässt sich jedoch sagen, dass diese für mich gegen Ende des Buches relativ plausibel aufgeklärt wurde.
Sowieso lösen sich am Ende bei mir ein paar Kritikpunkte zur Geschichte in Luft auf, denn die Auflösung ist stimmig zur Geschichte.

Gelungen fand ich die Darstellung von Albus und Scorpius. Beide haben mit zwei großen Namen zu kämpfen und versuchen, jeder auf seine eigene Weise, diesen gerecht zu werden. Ich mochte die Freundschaft der Beiden und fühlte mich ein wenig in die Zeit der alten Harry Potter Bücher zurückversetzt.

Am Schluss möchte ich noch sagen, dass ich mir seeeehr gerne das Theaterstück anschauen würde.

Fazit:
Ein gutes Buch, was jedoch bei weitem nicht mit den vorherigen 7 Bänden mithalten kann. Einige Charakterentwicklungen sorgten bei mir für gehöriges Stirnrunzeln und auch manchen Teil der Story fand ich etwas an den Haaren herbeigezogen.
Dennoch bekommt das Buch 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 30.03.2017

Sehr interessante Charaktere

Holmes und ich – Die Morde von Sherringford
0

Inhalt:
Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:

1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, ...

Inhalt:
Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:

1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.
2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben - natürlich unglücklich.
3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.

Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.

Meinung:
Jamie Watsons Leben ändert sich grundlegend als er von London in das Internat Sherringford an der Ostküste der USA kommt. Denn dort erwartet ihn Charlotte Holmes, eine Nachfahrin des berühmten Sherlock Holmes. Jamies Wunsch war es schon immer Charlotte Holmes kennenzulernen. Jedoch hat er sich diese Zusammenkunft ganz anders vorgestellt. Schließlich wurde ein Mitschüler ermordet und im Verdacht diesen umgebracht zu haben stehen niemand anders als Charlotte und Jamie. Und so nehmen die beiden die Ermittlung nach dem echten Mörder auf.

Die alten Holmes-Fälle neu aufzuschreiben ist sicherlich keine neue Idee. Was dieses Buch jedoch für mich von manch anderem Sherlock Holmes-Buch unterscheidet ist, dass der Holmes in diesem Buch ein Mädchen ist. Und was für eins! Charlotte hat eine sehr skurrile und besondere Persönlichkeit. Nicht nur Jamie braucht eine gewisse Zeit um sich an sie zu gewöhnen, auch ich hatte öfters im Buch das Gefühl nicht aus ihr schlau zu werden. Aufgrund ihrer Art war mir Charlotte vielleicht nicht immer sympathisch, dennoch finde ich sie als Charakter einzigartig und sehr besonders. Sie gibt diesem Buch eine gewisse Eigendynamik.
Jamie hingegen ist ein liebenswürdiger Mensch der einen Narren an Charlotte gefressen hat. Da es sein großer Traum gewesen ist, einmal mit Charlotte Holmes zu ermitteln, kann er sein Glück nicht fassen, als dieser Traum Wirklichkeit wird. An einigen Stellen war mir Jamie jedoch ein wenig zu treudoof gegenüber Charlotte.
Die Beziehung der beiden zueinander macht jedoch einen gewissen Reiz dieses Buches aus. Ich verfolgte gerne die Wortwechsel von Jamie und Charlotte, da man nie weiß was Charlotte mal wieder ausheckt.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Jamie geschrieben. Nur der Epilog wird von Charlotte erzählt. Leider war der Schreibstil für mich doch ein etwas größeres Problem. Denn Jamies Erzählungen sind manchmal sehr ausschweifend und mitunter zäh. Zwar ist dieser Stil bestimmt aufgrund des Originals so gewählt worden, dennoch hätte ich mir an manchen Stellen einfach mehr wörtliche Rede gewünscht.

Der Kriminalfall in diesem Buch weiß sehr gut zu unterhalten und erst gegen Ende hin kann man sich als Leser die Auflösung teilweise erraten.
Auch werden in diesem Buch einige Fälle aus den klassischen Vorlagen aufgegriffen wie z.B. "Der blaue Karfunkel", "Das gefleckte Band" oder „Der Detektiv auf dem Sterbebett“. Dieses aufgreifen der alten Holmes-Fälle hat mir sehr gut gefallen.
Genauso überzeugt war ich vom Sarkasmus in diesem Buch, der eine gute Auflockerung zu dem etwas zähen Erzählstil bietet.
Am Ende kann ich sagen, dass ich mich trotz Kritikpunkte auf das nächste Abenteuer von Charlotte und Jamie freue.

Fazit:
Für Fans von Sherlock Holmes und Watson ist diese jugendliche Neuinterpretation ein Muss. Die weibliche Holmes bringt jede Menge Schwung und Skurrilität mit in die Geschichte und der Kriminalfall ist wirklich spannend. Einzig mit dem Erzählstil wurde ich nicht richtig warm.
Knappe 4 von 5 Hörnchen

Veröffentlicht am 30.03.2017

Enttäuschendes Finale

Erlöst
0

Inhalt:
Showdown im House of Night in Tulsa. Zoey befindet sich nach den verübten Morden an zwei Menschen im Gefängnis. Neferet wird indessen immer stärker und schafft es das Mayo-Hotel und dessen Angestellte ...

Inhalt:
Showdown im House of Night in Tulsa. Zoey befindet sich nach den verübten Morden an zwei Menschen im Gefängnis. Neferet wird indessen immer stärker und schafft es das Mayo-Hotel und dessen Angestellte in ihre Gewalt zu bekommen. Schnell wird den Vampiren klar, dass nur alte Magie Neferet aufhalten kann und die einzige Person die alte Magie beherrscht ist Zoey. Zum Glück kommt Zoey aus dem Gefängnis frei, jedoch hat sie keine Ahnung wie sie die alte Magie anwenden kann ohne das sie selbst zu einer zweiten Neferet wird.

Meine Meinung:
Ja, ich habe wirklich alle 12 Bücher der House of Night Reihe gelesen und noch mal ja, ich bin nun froh, dass die Reihe beendet ist. Mir war bewusst, dass die Reihe einige Schwächen hat. Über diese konnte ich allerdings meistens drüber hinwegsehen, da ich doch einige Dinge als sehr positiv empfunden habe. Leider gab es in meinen Augen bei diesem letzten Band nicht mehr allzu viel positives zu vermelden, so dass das Negative deutlich überwogen hat.

Selten ging mir eine Hauptperson während der gesamten Reihe so dermaßen auf den Keks wie Zoey. Bereits am Anfang dieses Buches hat es unsere liebe Zoey sofort wieder geschafft mich zur Weißglut zu treiben. Am liebsten hätte ich die Gute auf den Mond geschossen. Nur leider geht dies nicht, da Zoey schließlich die einzige Person ist die Neferet besiegen kann. So musste ich zähneknirschend ihre Selbstzweifel und ihr Gejammer über mich ertragen lassen.

Damit nicht genug mutiert die Streberclique auch wieder zu einem nichtssagenden Zoey-Fanclub ohne eigene Meinung. Mein einziger Lichtblick in der Gruppe ist Aphrodite. Sie ist und bleibt mein absoluter Lieblingscharakter. Ab und an ein wenig kratzbürstig, aber genau dies und eben ihre eigene Meinung machen sie so liebenswert.

Ein weiterer für mich außergewöhnlicher Charakter ist Kalona, der in diesem Finale seinen eigenen ganz besonderen Platz einnimmt. Dies hat mich ungemein für ihn gefreut. Auch Neferet konnte mich aufgrund ihrer Selbstverliebtheit und ihrem Göttinnen-Gehabe wieder überzeugen und war für mich ein toller Bösewicht. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht ihre Gedankengänge zu verfolgen.

Spoiler
Weiterhin negativ aufgefallen ist mir, dass die Geschehnisse sich mal wieder überschlagen. Die eigentliche Hauptaufgabe von Zoey, nämlich es zu schaffen die alte Magie zu beherrschen, spielt eigentlich überhaupt keine Rolle. Zoey kommt gar nicht dazu diese Aufgabe in Angriff zu nehmen, da die Geschichte wieder rasend schnell voranschreitet und am Ende alles ein wenig anders kommt.

Da wären wir auch schon bei meinem nächsten großen Kritikpunkt: der Kampf gegen Neferet. Da wird elf Bände lang das Image von der bösen und unbesiegbaren Neferet aufgebaut nur um sie dann einfach von einer Steinlawine verschütten zu lassen. Ich musste diese Stelle zweimal lesen, da ich einfach nicht glauben konnte, dass alles so einfach gehen soll. Ja, sie wird dann aufgrund alter Magie dort festgehalten, aber diese Lösung war mir doch zu einfach. Dieses Ende hätte Neferet sich so sicherlich selbst auch nie erträumt!
Spoiler Ende

In diesem Band rücken die Menschen und Vampire noch näher zusammen. Die Botschaft die damit vermittelt werden soll hat mir gut gefallen. Auch werden am Ende nicht alle Personen diesen Kampf gegen Neferet überstehen, dennoch machten diese Entwicklungen für mich den Reiz der Geschichte aus. Die Spannung baut sich langsam auf und wird auf den entscheidenden Kampf gegen Neferet gelegt. Leider war dieser dann kein Hurrikan sondern nur ein laues Lüftchen (für nähere Infos solltet ihr den Spoiler-Part lesen).
Der Ausblick in die Zukunft rundet alles sehr schön ab und hat für mich keine wesentlichen Fragen übrig gelassen.

Fazit:
Ich bin enttäuscht von diesem letzten Band. Der Verlauf ist durchaus vielversprechend, allerdings hält das eigentliche Finale nicht das was ich erwartet habe. Zudem hat Zoey es geschafft einen neuen Negativrekord aufzustellen. Sie ging mir nämlich bereits ab der ersten Seite gehörig auf die Nerven. Kalona, Neferet und Aphrodite schaffen es jedoch das Buch nicht ganz in Langeweile und Nervigkeit versinken zu lassen. Es tut mir zwar leid, aber für diesen letzten Band kann ich leider nur 3 Hörnchen geben.

Veröffentlicht am 30.03.2017

Chaotisch, liebenswürdige Walter Boys

Ich und die Walter Boys
0

Inhalt:
Jackie hasst unvorhersehbare Ereignisse. Als perfekte Tochter hat sie ihr Leben in New Yorks High Society fest im Griff und sonnt sich in der Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft. Doch dann schlägt ...

Inhalt:
Jackie hasst unvorhersehbare Ereignisse. Als perfekte Tochter hat sie ihr Leben in New Yorks High Society fest im Griff und sonnt sich in der Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Mit einer Lawine unvorhersehbarer Ereignisse: 1. Jackie steht plötzlich alleine da. 2. Sie muss zu ihrer Vormundfamilie, den Walters, nach Colorado ziehen. 3. Die Walters haben nicht nur Pferde, sondern auch zwölf Söhne! Mitten in der Pampa, allein unter Jungs von 6 bis 21, für die Privatsphäre ein Fremdwort ist, lautet Jackies erster Gedanke: Nichts wie weg. Und ihr zweiter: Moment ... ein paar der Kerle sehen unfassbar gut aus!

Meinung:
Jackies Leben wird durch den Autounfall ihrer Familie auf den Kopf gestellt. Als plötzliche Waise muss sie vom aufregenden New York in das verschlafene Colorado - mitten hinein in ein Haus voller Jungs. Denn die gute Freundin ihrer verstorbenen Mutter hat zwölf Söhne. Jackie hat daher nicht nur mit dem Verlust ihrer Familie zu kämpfen, sondern auch mit einem Haufen chaotischer, lärmender und anstrengender Jungs. Aber halt, Jackie muss auch feststellen, dass einige der Walter-Jungs wirklich gut aussehen!

Aufgrund des vielversprechenden Klappentextes musste ich einfach zu diesem Buch greifen. Schließlich versprach es humorvoll und unterhaltsam zu werden.
Bereits nach kurzer Zeit fühlte ich mich im Haus der Walter-Familie pudelwohl. Bei zwölf Kindern ist Chaos und Unordnung vorprogrammiert. Dies ist für die perfekt organisierte Jackie zu Beginn ein riesiges Problem.
Ich fand es spannend zu beobachten wie Jackie mit jedem Tag und jeder Woche immer lockerer, aufgeschlossener und mutiger wird. Es tut ihr mehr als nur gut in einen Haushalt voller Jungs geschmissen zu werden. Nach und nach freundet sie sich mit den verschiedenen Walter-Jungs an.

Kommen wir daher zu den verschiedenen Nebencharakteren. Ich mochte sie alle! Jedes der zwölf Kinder hat seine eigene ganz spezielle Art. Zum einen hätten wir da den gutaussehenden Macho und Frauenheld Cole, der Jackies Herz ordentlich zum Rasen bringt. Aber auch der hilfsbereite und sympathische Alex lässt Jackie nicht ganz kalt. Dann wären da noch Coles Zwillingsbruder Danny, der später gerne einmal Schauspieler werden möchte, und der musikalische Nathan. Aber auch die beiden Jüngsten, die Zwillinge Zack und Benny können mehr sein als nur kleine Monster.

Aufgrund dieser vielen Persönlichkeiten gibt es viele spannende und interessante Geschehnisse. Auch das Familienleben der Walters ist sehr unterhaltsam. Ich habe bereits nach kurzer Zeit die gesamte Familie Walter in mein Herz geschlossen.
Dann kam jedoch für mich der Knackpunkt in der Geschichte. Es entwickelt sich ein Liebesdreieck, das es für mich einfach nicht gebraucht hätte. Dadurch verlor ich leider etwas die Lust am lesen, da einfach ab der ersten Seite ersichtlich ist für wen sich Jackie entscheiden wird.

Sehr zufriedenstellend fand ich dann das Ende. Für mich wurde alles plausibel aufgelöst und (Achtung Spoiler) es gibt nur ein angedeutetes Happy End. Dies konnte mich überraschen und überzeugen.
Ich bin gespannt, ob es noch weitere Abenteuer der Walter-Jungs zu lesen geben wird. Denn abgeneigt wäre ich davon ganz gewiss nicht.

Fazit:
Die Walter-Boys sind ein chaotischer aber absolut liebenswürdiger Haufen Jungs. Ich las gerne über die Geschehnisse im Haus der Walters. Einzig das Liebesdreieck war nicht so meins. Dennoch würde ich mich über eine Fortsetzung sehr freuen.
4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 30.03.2017

Ein ganz besonderer Buchschatz

Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte
0

Klappentext:
Julie kann es nicht fassen: Statt die ersten Tage am College zu genießen, beaufsichtigt sie plötzlich eine 13-Jährige, die keinen Schritt ohne die lebensgroße Pappfigur ihres Bruders Finn ...

Klappentext:
Julie kann es nicht fassen: Statt die ersten Tage am College zu genießen, beaufsichtigt sie plötzlich eine 13-Jährige, die keinen Schritt ohne die lebensgroße Pappfigur ihres Bruders Finn unternimmt. Zugegeben, ihres sehr gut aussehenden Bruders Finn. Der befindet sich zwar gerade auf Weltreise, schreibt aber E-Mails, die Julies Knie butterweich werden lassen. Doch wieso zögert er seine Rückkehr immer weiter hinaus? Weshalb stört sich niemand an seinem platt gedrückten Doppelgänger? Und verliebt Julie sich tatsächlich gerade in eine Pappfigur?

Meine Meinung:
Es fällt mir immer noch furchtbar schwer eine Rezension zu schreiben, die diesem wirklich tollen Buch gerecht wird! Aufgrund des unscheinbaren und eher kindlichen Covers habe ich "Im freien Fall..." lange Zeit ignoriert, ein fataler Fehler!

Julie landet aufgrund eines Wohnungsbetruges bei der besten Collegefreundin ihrer Mutter und deren Familie. Zu dieser zählen der älteste Sohn Finn, welcher sich auf einer Weltreise befindet und irgendwann Kontakt zu Julie aufnimmt, der mittlere Sohn Matt, der sich selbst als Nerd darstellt und Celeste das jüngste Kind der Familie. Ziemlich erstaunt ist Julie darüber, als beim gemeinsamen Abendessen Finn mit am Tisch sitzt und zwar als überlebensgroße Pappfigur. Die ganze Familie nimmt dies als gegeben hin und Julie wird sehr schnell klar, dass Celeste kein normales Mädchen ist und ohne Papp-Finn im wahren Leben nicht zurecht kommt.

Auf den ersten Blick erwartet man eine typische Liebes-Teenie-Geschichte wie es sie schon tausendmal gegeben hat. Jedoch steckt in diesem Buch eine außergewöhnliche Story, die so viel mehr beinhaltet als einfach nur eine Liebesgeschichte!
Das Buch besteht sowohl aus lauten wie auch aus leisen Tönen und konnte mich auf ganzer Linie verzaubern. Gerade Julies Beziehung zu Celeste verändert sich im Laufe der Geschichte und wirkt dabei zu jeder Zeit authentisch. Dank Julie verändert sich aber nicht nur Celeste, der ganzen Familie tut Julies Art furchtbar gut. Denn nicht alles ist so toll wie es auf den ersten Blick scheint.

Das Buch handelt unter anderem vom Erwachsen werden und davon Verantwortung zu übernehmen. Zudem wird die Liebe "per Facebook" thematisiert. Und wie man sich in einen Menschen verlieben kann, den man noch nie "live" gesehen hat.

Ich habe einfach jede Person in dieser Geschichte geliebt. Seien es die Eltern Roger und Erin die beide in ihrer eigenen Welt zu leben scheinen, Matt der ein wenig in die Elternrolle schlüpft oder Celeste, dieses wunderbare Mädchen, welches einfach nicht wie alle anderen ist. Gemeinsam mit diesen wunderbaren Charakteren habe ich gelacht, geweint und über das Leben nachgedacht.

Die Darstellung des Papp-Finn und die daraus resultierenden Situationen haben mich so oft zum Lachen gebracht. Allgemein besteht das Buch aus so vielen schönen und lustigen Momenten, dass ich nicht eine einzige Stelle herausheben möchte.

Kurz vor dem Ende passiert dann jedoch etwas womit ich erst ganz kurz vorher gerechnet habe und ich war wirklich ein klein wenig geschockt. Nach diesem Geschehnis hat mich Julie doch ein wenig aufgrund ihres Verhaltens genervt und enttäuscht. Die Geschichte wurde dadurch ein wenig in die Länge gestreckt, was so nicht hätte sein müssen.

Fazit:
Jeder der "Im freien Fall..." noch nicht gelesen hat sollte dies SOFORT nachholen! Ich bin restlos begeistert und kann gar nicht glauben was für eine tolle Geschichte sich hinter diesem Buch verbirgt. Es ist so viel mehr als nur eine Liebesgeschichte. Ich habe mit Julie gelacht, geweint und über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachgedacht.
Ich kann mich nur wiederholen: IHR MÜSST DIESES BUCH EINFACH LESEN!!!!!!!!