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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2023

Sehr lustig und atmosphärisch

Ninja Cat (Band 2) - Meisterdieb auf der Flucht!
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Inhalt:
Kat(z)astrophe! Der Käse ist verschwunden – nicht nur im Kühlschrank von Toto und Silver, sondern auf der ganzen Welt. In geheimer Mission machen sich die beiden Katzen auf die Suche nach dem Käse-Dieb. ...

Inhalt:
Kat(z)astrophe! Der Käse ist verschwunden – nicht nur im Kühlschrank von Toto und Silver, sondern auf der ganzen Welt. In geheimer Mission machen sich die beiden Katzen auf die Suche nach dem Käse-Dieb. Doch der hat einen fiesen Plan und Toto wird all ihre Ninja-Kräfte brauchen, um den Übeltäter zu schnappen …

Meinung:
Für Ninja Katze Toto winkt ein neuer Fall. Denn der Käse auf der ganzen Welt ist plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Daher macht sich Toto zusammen mit ihrem Bruder Silver auf, um den Käse-Dieb ausfindig zu machen. Und schneller als gedacht geraten die beiden Katzen in ein haarsträubendes Abenteuer.

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der Ninja Cat Reihe. Ich persönlich habe den ersten Band nicht gelesen. Dies hat für mich jedoch zu keiner Zeit zu Verständigungsproblemen geführt. Zum einen endet jede Geschichte in sich abgeschlossen, zum anderen baut Autor Dermot O'Leary immer wieder kleine Rückblenden in diesen zweiten Band ein.

Ich muss gestehen, dass ich schon lange neugierig auf die Geschichten von Ninja Katze Toto war. Nachdem ich nun dieses Buch gelesen habe, bin ich wahnsinnig froh, endlich zu dieser Reihe gegriffen zu haben. Denn Toto und Silver sind ein sehr ungleiches, aber auch sehr lustiges Ermittlerteam.

Dabei fällt natürlich Kater Silver sofort ins Auge. Möchte dieser doch am liebsten selbst, wie seine Schwester, ein echter Ninja sein. Doch leider fehlt es ihm an Fähigkeiten und Entschlossenheit. Gefühlt lässt er kaum ein Fettnäpfchen aus und hat daher die Lacher auf seiner Seite.

Aber auch die Geschichte hat mir wahnsinnig viel Spaß bereitet. Der Kriminalfall ist gut durchdacht und nicht sofort ab der ersten Seite ersichtlich. Toto und Silver müssen so einige Orte und Gegenden erkunden und der ein oder anderen Gefahr ins Auge blicken.

Nick East ist für die Illustrationen im Buch verantwortlich. Ich mochte seinen leicht überspitzten Zeichenstil unfassbar gerne. Und auch die kurze Charakterdarstellung zu Beginn des Buches traf genau meinen Geschmack.

Fazit:
Ab sofort haben Ninja Katze Toto und ihr Bruder Silver einen Fan mehr. Denn die Geschichte der beiden ungleichen Katzen ist spannend, atmosphärisch und sehr lustig. Die coolen Zeichnungen im Innenteil des Buches versüßen das Ganze noch einmal!
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 16.04.2023

Jim ist und bleibt der Knaller!

Sind wir endlich da, Jim?
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Inhalt:
Für kleine und große Miesepeter
„Sind wir endlich da?“, fragt Schildkröte. „Noch nicht!“, brüllt Jim. Aber wie lange dauert es denn nur?

Für alle, denen es nie schnell genug gehen kann.
Endlich ...

Inhalt:
Für kleine und große Miesepeter
„Sind wir endlich da?“, fragt Schildkröte. „Noch nicht!“, brüllt Jim. Aber wie lange dauert es denn nur?

Für alle, denen es nie schnell genug gehen kann.
Endlich – die Lösung für die ewige Frage!

Meinung:
Miesepeter Jim Panse möchte zusammen mit Schildkröte einen Ausflug zur Ananaspflanze am anderen Ende des Dschungels unternehmen. Da der Weg lang und beschwerlich ist, fragt Schildkröte Jim schließlich, ob er sie nicht tragen kann. Jim willigt brummig ein und nimmt Schildkröte auf den Arm. Doch kaum sind sie ein paar Schritte gegangen, fragt Schildkröte nach, wann sie denn endlich da sind. Dieses Spielchen setzt sich eine ganze Zeit lang fort, bis Jim irgendwann der Kragen platzt.

Hierbei handelt es sich um ein Pappbilderbuch, dass für Kinder ab 2 Jahren geeignet ist. Zwar ist mein Sohn schon längst diesem Alter entwachsen, doch da sowohl er als auch ich große Jim-Fans sind, kamen wir um diesen Titel einfach nicht drumherum.

Auf etwas über 20 Pappseiten wird eine typische Jim-Geschichte erzählt. Dieses Mal kann man sich auch als erwachsener Leser ganz vortrefflich in die Lage von Jim hineinversetzen. Denn wer kennt die Frage von den eigenen Kindern nicht "Wann sind wir endlich da?".
Aber auch mein Sohn merkte schnell, wie nervig diese Frage doch sein kann.

Die Bilder von Max Lang sind wieder wundervoll skizziert und zaubern uns jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht. Denn Jim wird wie immer einfach nur super lustig dargestellt.

Am Ende des Buches wartet dann noch eine Seite mit Jims verschiedenen Gesichtsausdrücken auf die jungen Leser. Es hat super viel Spaß gemacht, meinen Sohn erraten zu lassen, welchen Gesichtsausdruck Jim jeweils gerade zeigt.

Fazit:
Welcher Elternteil kennt die Frage "Wann sind wir endlich da?" nicht? Von daher ist dieses Pappbilderbuch nicht nur ein echter Schatz für die kleinen, auch die großen Leser werden dieses Buch absolut lieben.
Schön, dass es Jim nun auch als Pappbilderbuch für die ganz Kleinen gibt. Für alle Jim-Fans ist dieser Titel aber so oder so ein absolutes Muss!
Wir vergeben 5 von 5 Junior-Hörnchen.

Veröffentlicht am 03.04.2023

Schönes Sci-Fi Jugendbuch

Die letzte Erzählerin
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Ich muss gestehen, dass ich anhand des Covers eine etwas andere Geschichte erwartet habe. Aber dank des Klappentextes und der Leseprobe wusste ich, auf was ich mich hier einlasse.

Ich mag Sci-Fi Geschichten ...

Ich muss gestehen, dass ich anhand des Covers eine etwas andere Geschichte erwartet habe. Aber dank des Klappentextes und der Leseprobe wusste ich, auf was ich mich hier einlasse.

Ich mag Sci-Fi Geschichten für Jugendliche sehr gerne, habe ich davon doch schon einige gute gelesen. Daher musste sich "Die letzte Erzählerin" dem Vergleich natürlich stellen.

Mir hat der Einstieg in die Geschichte sehr gut gefallen. Wir lernen Protagonistin Petra und ihre Familie kennen. Dabei gibt es gleich einige traurige Momente, die man als Leser verarbeiten muss. Denn nur Petra und ein kleiner Teil der Menschheit darf mit dem Raumschiff ins Weltall und zu einem neuen Planeten aufbrechen. D.h. das die restliche Menschheit zurückbleibt.

Über das ganze Buch verteilt gibt es daher einige traurige und berührende Momente. Denn nicht nur diese Menschen sterben, auch im Laufe der Handlung gab es einige Verluste.
Dies hat mir persönlich richtig gut gefallen. Spiegelt es die Dramatik der Geschichte doch sehr gut wider.

Petra ist eine Geschichtenerzählerin und gibt daher einige ihr bekannte Geschichten an die Bewohner des Raumschiffes weiter. Mir persönlich haben diese Geschichten nicht so gut gefallen, zogen sie mich doch aus dem Lesefluss heraus. Und auch die Rückblenden in Petras alte Vergangenheit hätte ich nicht ganz so oft gebraucht.

Veröffentlicht am 02.04.2023

Der kleine Beuteldachs hat unsere Herzen im Sturm erobert

Der kleine Beuteldachs
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Inhalt:
Der kleine Beuteldachs und sein Papa wollen die Oma besuchen. Und dazu müssen sie durch den Wald. Unheimlich!, findet der kleine Beuteldachs. Es knackt und raschelt hinter jedem Baum. Wer ist das? ...

Inhalt:
Der kleine Beuteldachs und sein Papa wollen die Oma besuchen. Und dazu müssen sie durch den Wald. Unheimlich!, findet der kleine Beuteldachs. Es knackt und raschelt hinter jedem Baum. Wer ist das? Werden sie verfolgt? »Die Tiere mit Geweih sind grad auf Hawaii«, beruhigt ihn sein Papa, dem noch so manch flotter Spruch einfällt. Und als schließlich der kleine Beuteldachs ganz mutig sogar einen Wolf anspricht, gibt es eine große Überraschung. Es sind die Tiere im Wald, die Angst vor den Beuteldachsen hatten. Warum nur? Bei einem gemeinsamen Picknick erzählen sie sich von ihrer Angst und schließen Freundschaft. Ganz schön mutig!

Meinung:
Der kleine Beuteldachs möchte gemeinsam mit seinem Vater seine Oma besuchen. Für diesen Besuch haben sie allerlei Leckereien eingepackt. Denn der Weg durch den Wald ist lang und auch Oma freut sich auf ein Stück Kuchen. Bereits nach kurzer Zeit im Wald findet es der kleine Beuteldachs ziemlich unheimlich. Was ist, wenn nun ein Bär oder Wolf den beiden über den Weg laufen wird? Doch Papa Beuteldachs beruhigt den Sohn. Denn schließlich sind die Tiere des Waldes doch gerade auf der Kirmes oder im Urlaub. Und so überwindet der kleine Beuteldachs nach und nach seine Angst.

Ich muss gestehen, dass mich das niedliche Cover und auch der humorvoll klingende Klappentext bei diesem Buch sofort angesprochen haben.

Und schon nach den ersten Seiten waren mein Sohn und ich schockverliebt in diese Geschichte.
Nicht zuletzt liegt dies an den traumhaft schönen Illustrationen im Buch. Diese stammen vom Autor Sven Maria Schröder. Es gab so viel zu entdecken. Vor allen Dingen auch lustige Szenen, wie beispielsweise Federball spielende Mäuse. Daher hat uns schon der Zeichenstil sehr begeistert.

Mindestens genauso toll ist aber auch die Handlung des Buches. Es macht einfach so unfassbar viel Spaß zu erfahren, welche Geschichten sich Papa Beuteldachs zu dem Verschwinden der Waldbewohner ausgedacht hat. Sei es nun Hirsche, die Urlaub auf Hawaii machen oder Wölfe, die mittlerweile in der Stadt leben und jede Nacht Party machen.

So wird dem kleinen Beuteldachs nach und nach die Angst genommen. Im Laufe der Handlung wird jedoch klar, dass die Waldbewohner noch mehr Angst vor den Beuteldachsen haben als andersherum. Denn im Wald gibt es ein gemeines Sprichwort über die Beuteldachse, das für Angst und Schrecken bei den Waldbewohnern sorgt.
Und so gibt es viele wertvolle Botschaften für die jungen Leser.

Einen kleinen Kritikpunkt möchte ich, trotz all unserer Begeisterung, dennoch anführen. Etwas unglücklich ist, dass Papa Beuteldachs, um seinen Sohn die Angst zu nehmen, Lügengeschichten erzählt. Ich finde, dass dies durchaus in Ordnung ist, schließlich verfolgt er einen guten Zweck dabei, aber nicht jeder Elternteil dürfte mit dieser Fügung glücklich sein.

Fazit:
Der kleine Beuteldachs und sein Vater haben nicht nur die Herzen der Waldbewohner im Sturm erobert, auch mein Sohn und ich, lieben den kleinen Kerl und seine Geschichte.
Mein Sohn fand es besonders toll, dass am Ende alle Freunde geworden sind.
Wir vergeben 5 von 5 Junior-Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.04.2023

Wegweiser dafür, wie wir Menschen nicht mit unserer Erde umgehen sollten

Willodeen – Das Mädchen und der Wald der verschwundenen Tiere
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Inhalt:
Die elfjährige Willodeen liebt Tiere aller Art, vor allem die hässlichen. Ihre ganz besonderen Lieblinge sind die unansehnlichen Kreischer. Die Bewohner von Purchance haben sie fast ausgerottet. ...

Inhalt:
Die elfjährige Willodeen liebt Tiere aller Art, vor allem die hässlichen. Ihre ganz besonderen Lieblinge sind die unansehnlichen Kreischer. Die Bewohner von Purchance haben sie fast ausgerottet. Viel lieber haben sie nämlich die niedlichen Summbärchen, die jedes Jahr im Dorf überwintern und Touristen aus nah und fern anziehen. Doch dieses Jahr ist kein einziges zurückgekehrt, und niemand weiß, warum. Als ein selbst gebasteltes Geschenk ihres Freundes Connor für Willodeen unerwartet magisch wird, glaubt sie, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Leben der Kreischer und der Summbärchen geben könnte und dass alle Tiere eine wichtige Rolle im komplizierten Netz der Natur spielen. Willodeen setzt alles daran, die Kreischer zurückzubringen, denn nur so kann ihr Dorf überleben …

Meinung:
Willodeen hat vor einigen Jahren ihre Familie bei einem verheerenden Brand verloren. Nun lebt sie bei den beiden älteren Damen Birdie und Mae. Willodeen lebt seit dem Brand eher zurückgezogen und geht nicht zur Schule. Sie liebt es durch die Natur zu streifen und freut sich jedes Mal, wenn sie Tiere wie die Kreischer zu Gesicht bekommt. Gerade diese, nicht ganz so hübsch aussehende, Tierart hat es Willodeen ganz besonders angetan. Doch als Jahr für Jahr sowohl immer weniger Kreischer, als auch die niedlichen Summbärchen rund um ihr Dorf gesichtet werden, macht sich Willowdeen daran, dem Geheimnis des Tierverschwindens auf die Spur zu kommen.

Da ich die Bücher von Autorin Katherine Applegate sehr gerne lese, wollte ich auch unbedingt die Geschichte rund um das Mädchen Willodeen kennenlernen.

Schon nach wenigen Seiten wird einem als Leser/Hörer bewusst, dass man es hier mit einer durchaus traurigen, aber auch sehr berührenden Geschichte zu tun bekommt. Dies hat mich sofort an "Der unvergleichliche Ivan", ebenfalls aus der Feder der Autorin, erinnert.

Zu Beginn der Geschichte lernt man Willodeens Eltern und ihren Bruder kennen. Doch kurz darauf sterben diese bei einem Brand. Dies mag für den ein oder anderen Leser/Hörer bereits eine sehr einprägsame Erfahrung sein. Ich finde jedoch, dass die Autorin sehr behutsam mit dem Thema Tod umgeht. Man kann sich unfassbar gut in Willodeen hineinversetzen. Dennoch verschweigt Katherine Applegate nicht, wie extrem so ein Verlust von Familienmitgliedern ist.

Auch die von der Autorin erdachte Tierart namens Kreischer, hat mein Herz sehr berührt. Denn diese doch eher hässliche Tierart wurde jahrelang verfolgt und gejagt, bis nur noch ein einziges Tier übrig geblieben ist.

Und so hat Katherine Applegate es geschafft ein extrem berührendes und herzergreifendes Buch zu schreiben. Mehrmals musste ich mir ein Tränchen verdrücken, denn diese Geschichte hat mich einfach nicht kaltgelassen.

Am Ende der Geschichte war ich richtig ergriffen. Denn hier wurden einige wichtige Dinge aufgegriffen, die eins zu eins in unsere Welt passen. Die Handlung hat mich definitiv nachdenklich gestimmt!

Übrigens gibt es auch sehr schöne Illustrationen von Charles Santoso zu bewundern. Ich finde, mit seinem sanften Zeichenstil verpackt er die Emotionen des Buches perfekt in die Bilder.

Gesprochen wird die Geschichte größtenteils von Natalia Belitski. Aber auch Felix von Manteuffel hat mehrere Passagen, in denen er einem Kreischer seine Stimme verleiht.
Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang nicht so recht warm mit Natalia Belitski geworden bin. Mir fehlte manches Mal ein wenig die Emotion während des Sprechens. Ich bin mir im Nachhinein jedoch nicht sicher, ob genau dies nicht beabsichtigt war. Denn schließlich ist die Geschichte eher ruhig, emotional und berührend.

Fazit:
Die Geschichte über die Waise Willodeen, die niedlichen Summbärchen und die hässlichen Kreischer hat mein Herz aufs tiefste berührt und emotional mitgenommen. Ich liebe einfach den Erzählstil von Autorin Katherine Applegate. Zugleich ist die Geschichte ein Wegweiser dafür, wie wir Menschen nicht mit unserer Erde umgehen sollten.
Von mir gibt es nichts anderes als hochverdiente 5 von 5 Hörnchen.