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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Schwere Kost

Immergrün
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Der Roman der Autorin, in dem sie von ihrer Kindheit in Israel und Berlin erzählt, der Vergangenheit ihrer Mutter sowie der Gegenwart, in der sie die Urnen von Großmutter und Mutter nach Litauen fährt, ...

Der Roman der Autorin, in dem sie von ihrer Kindheit in Israel und Berlin erzählt, der Vergangenheit ihrer Mutter sowie der Gegenwart, in der sie die Urnen von Großmutter und Mutter nach Litauen fährt, hat mir schwere Lesestunden bereitet. Es wirkt auf mich wie eine Verarbeitung der Vergangenheit, die aber auf Ruth, dem Kind in der Vergangenheit und Ruth, der Frau in der Gegenwart, lastet. Ich spüre nichts als die schwere Last, ich sehe die zugemüllte Wohnung, die junge Ruth, die von beiden Eltern vernachlässigt wird. Obwohl das Buch mit dem Sterben der Mutter beginnt, so berührt es mich sehr, weil sie von Ruth und der Schwester im Hospiz gut begleitet wurde und zieht mich nicht runter. Der Rest des Buches beschäftigt sich in Vergangenheit und Gegenwart mit der Mutter, zu der ich keine positive Verbindung aufbauen kann und Ruth muss ihre gesamte Kindheit und Jugend sich um ihre Mutter kümmern, die unter Depressionen leidet. Ich bewundere Ruth für ihre Tatkraft und frage mich, woher sie die Energie nimmt. Es war leider so gar nicht mein Roman, sprachlich anstrengend, viele Wiederholungen und den Neubeginn, der hinten auf dem Buch erwähnt wird, habe ich vermisst. Zwei Sterne

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Spannend mit vielen Wendungen bis zum Schluss - ein absolutes Highlight!

Kalt wie die Luft
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In einer Kleinstadt in Norwegen verschwindet ein 19jähiges Mädchen auf ihrer Joggingrunde. Der erfahrerne Kriminalkommissar Jakob Weber nimmt gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Noora Yun Sande, die von ...

In einer Kleinstadt in Norwegen verschwindet ein 19jähiges Mädchen auf ihrer Joggingrunde. Der erfahrerne Kriminalkommissar Jakob Weber nimmt gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Noora Yun Sande, die von der Kriminalpolizei aus Oslo nach schrecklichen Erfahrungen "geflohen" ist, die Ermittlungen auf.Der Druck, der auf den Ermittlern lastet ist groß, denn der Sohn eines mächtigen Mannes ist mit dem verschwundenen Mädchen befreundet. Noch mitten am Beginn der Suche und Ermittlungen verschwindet auf einer abgelegenen Insel eine bekannte Influencerin ebensfalls auf einer Joggingrunde.. Die Kommissare teilen sich auf und überall tauchen neue Spuren auf und immer mehr Personen schesinen verdächtig.

Ich mag den Schreibstil des Autoren sehr, denn die Spannung ebbt auf keiner Seite ab und dies geschieht auf leise Art, manchmal nur indirekt, weil ich als Leserin spüre, dass was in der Luft liegt. Ich finde es klasse, wie nah ich die Ermittlungen bzw. die Befragungen, das Aufsuchen von Zeugen begleiten darf. Nebenbei werden noch Gedanken eines anderen Menschen, des Mörders?, in der Story parallel eingeflochten und sind durch ein anderes Schrifbild kenntlich gemacht. Besonders gut hat mir zudem gefallen, dass das Privatleben der Ermittler auch Erwähnung findet, so dass ich mich noch besser in sie einfühlen kann. Die Auflösung des Falls ist spektakulär und bei mir bleibt ebenso wie bei Jakob Weber das Gefühl zurück, dass noch nicht alles stimmig ist. Ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen, damit ich dies erfahre und zudem möchte ich unbedingt wissen, wie es privat bei Jakob, Fine und Noora weitergeht.

Fünf Sterne für dieses Krimihighlight!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Schade

Leuchtturmzauber
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Das Cover des Romans ist wunderschön und verspricht Inselfeeling pur. In diesem Roman geht es um Julia, Anfang dreißig, die Kutscherin ist und auf Juist den elterlichen Betrieb managt, nachdem ihre Mutter ...

Das Cover des Romans ist wunderschön und verspricht Inselfeeling pur. In diesem Roman geht es um Julia, Anfang dreißig, die Kutscherin ist und auf Juist den elterlichen Betrieb managt, nachdem ihre Mutter vor fünf Jahren die Insel fluchtartig mit unbekanntem Ziel verlassen hat. Vor vierzehn Jahren ist sie von dem Mann , in den sie heimlich verliebt war, versetzt worden. Im Moment wächst Julia alles über den Kopf, den dem Betrieb geht es nicht so gut, da Julias Vater sich seitdem seine Frau ihn verlassen hat, sich dem Alkohol zugewandt hat und für den Betrieb keine Unterstützung ist. Zudem ist taucht die damalige Liebe von Julia wieder auf der Insel auf und Julia wird zusätzlich mit einem Geheimnis aus der Vergangenheit konfrontiert.

Ich liebe Romane, die an der Küste spielen, sehr, doch bei diesem Roman, der sich zwar leicht und flockig lesen ließ, hatte ich meine Schwierigkeiten. Positiv hervorzuheben ist der Einblick in die Welt des Kutsche fahren sowie die Naturbeschreibungen. Aber ansonsten finde ich viele der Szenen. völlig überzogen und wenig authentisch, bzw. sind mir die Entwicklungen nach fünf Jahren, in denen scheinbar das Leben von Julia stillstand, zu rasant. An einigen Stellen, insbesondere, was den romantischen Teil betrifft, finde ich die Wortwahl, die wohl witzig daher kommen soll, eher ...na ja .... plumb.

Mich hat der Roman eher enttäuscht zurückgelassen und mir haben andere Bücher/Hörbücher von der Autorin besser gefallen.

2,5 Sterne aufgerundet 3 Sterne

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Deprimierende Geschichte

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Ich habe einen Roman über das Ordnen und Aufräumen eines Hauses erwartet, gepaart mit Trauerarbeit und dem Rückblick auf eine Ehe. Das Cover hat mir gut gefallen, da es für mich auch Optimismus wegen der ...

Ich habe einen Roman über das Ordnen und Aufräumen eines Hauses erwartet, gepaart mit Trauerarbeit und dem Rückblick auf eine Ehe. Das Cover hat mir gut gefallen, da es für mich auch Optimismus wegen der Farben und des Motives ausstrahlte. Doch der Roman war nicht meiner. Die Autorin hat damit ihr Leben verarbeitet, aber mich hat er fertig gemacht. Mir fehlte es Liebe und Zärtlichkeit, denn für mich war sie nicht vorhanden. Alleine, dass Christien ihren Mann immer nur mit A bezeichnet, fand ich sehr merkwürdig. Das Haus empfand ich auch eher als gruselig, denn ich roch es und da ich Nikotingeruch nicht ertragen kann, war es auf keiner Seite mit all dem Zeug von A mein Haus. Ansonsten konnte ich mir das Haus einrichtungsmäßig schlecht vorstellen. Überhaupt hatte ich Schwierigkeiten mir die Menschen vorzustellen, da sie alle keine Namen haben und auch so weder vom Äußeren noch von der Stimme oder ähnlichem beschrieben werden. Leider entspricht der Roman so gar nicht dem Cover, denn das Leben im Roman ist gefühlt nie schön und schon gar nicht farbig.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Ein Roman, der interessant, packend und zugleich ein wenig anstrengend zu lesen ist.

Eine vergessene Schuld
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Der pensionierte Verfassungsrichter Rudolf Heppner macht mit Äußerungen Stimmung und als er angegriffen wird, stellt sich indirekt die Frag,e ob er Täter oder Opfer ist. Die Frage wird am Ende des Buches ...

Der pensionierte Verfassungsrichter Rudolf Heppner macht mit Äußerungen Stimmung und als er angegriffen wird, stellt sich indirekt die Frag,e ob er Täter oder Opfer ist. Die Frage wird am Ende des Buches für mich beantwortet und ich will nicht spoilern.Die Kriminalpsychologien Jasina Behrens, die als Kind geflüchtet ist wird mit damit betraut die Psyche von Heppner zu untersuchen. Schnell wird sie tiefer in emotional von seiner Geschichte angesprochen als ihr lieb ist. Selber ist sie als Kind geflüchtet und hat ihren Bruder zurücklassen müssen, was für ihre Eltern und für sie ein Trauma ist. Während ich als Leserin erfahre, was Rudolf alles erlebt hat und woran er sich Schuld gibt bzw.. welche Schuld sein Vater getragen hat, werde ich überflutet mit vielen Details. An manchen Stellen verlieh die sorgfältige und intensive Recherche des Autoren dem Roman fast "Sachbuchartige Züge". Das Cover des Buches suggeriert etwas anderes , nämlich für mich eine historisches Liebesgeschichte. Meine "Beziehung" zu Rudolf Heppner ändert sich im Laufe der Geschichte, was ich äußerst geschickt vom Autor gemacht finde Die Geschichte beschäftigt sich mit der Zeit Ende des zweiten Weltkrieges, sowie Ende der 60ziger Jahre zur Zeit der Studentenunruhen und Hausbesetzern und die Gegenwart von 2023. Über alle dem steht die Frage nach der Schuld , und wer hatte Schuld woran. Es gibt Menschen, die sich keiner Schuld je bewusst waren und andere, die eine Schuld fühlen.. Mein Kritikpunkt am Roman ist die Überfrachtung des Buches mit Personen und Themen, die es für mich manchmal sehr anstrengend zu lesen machten, aber ich habe viel gelernt.

Vier Sterne

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