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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2025

Sehr informatives, ansprechendes Buch rund um das Internet

Das Internet
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Dieses Buch hat mich schon alleine durch das Cover angeprochen, denn es sehr farbenfroh und scheinbar willkürliche Ausschnitte kleiner Bilder zeigen auf den zweiten Blick viele Facetten von dem, was alles ...

Dieses Buch hat mich schon alleine durch das Cover angeprochen, denn es sehr farbenfroh und scheinbar willkürliche Ausschnitte kleiner Bilder zeigen auf den zweiten Blick viele Facetten von dem, was alles mit dem Internet zu tun hat. Es wird u.a.die Entwicklung des Internets aufgezeigt und die Kommunikationsformen von heute deren von früher gegenübergestellt. Auch wird tiefer in die Materie der Entwicklung der Tonübertragung, der Computer und auch der Entstehung des World Wide Web eingetaucht, sowie ganz viele Begrifflichkeiten rund um das Netz erklärt werden, so dass ich, obwohl ich glaubte fit zu sein, da noch einiges gelernt habe bzw. mir nun besser vorstellen kann. Es ist nicht einfach etwas sehr abstraktes in Bilder und passende Vergleich zu packen, was hier sehr gut gelungen ist. Alles wird anschaulich und auch interessant dargestellt, so dass Kinder nicht sofort abschalten. Definitiv ist dies nicht nur ein Buch für interessierte Kinder ab ca. 10 Jahre - empfohlen vom Verlag ab 8 Jahren - sondern auch für ältere Kinder bzw. auch Erwachsene können hier etwas lernen, was insbesondere für jene wichtig ist, die Umgang mit Kindern haben, damit sie selber ein besseres Verständnis für den Umgang rund um das Netz entwickeln, sowie auch ihren eigenen Umgang kritischer sehen. Nur so können sie selber Kindern helfen sich dort zurechtzufinden bzw. sie auch zu schützen.
Klasse Buch, was sehr informativ ist und durch die Aufmachung Lust und Spaß macht darin herumzustöbern!

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Hinter den Kulissen bei den Nürnberger Prozessen

Die Dolmetscherin
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In dem Roman "Die Dolmetscherin" von Titus Müller geht es um die Nürnberger Prozesse und was sich dort auch hinter den Kulissen und drum herum abspielte. Ich lerne als Leserin die junge Asta kennen, die ...

In dem Roman "Die Dolmetscherin" von Titus Müller geht es um die Nürnberger Prozesse und was sich dort auch hinter den Kulissen und drum herum abspielte. Ich lerne als Leserin die junge Asta kennen, die beim Prozess als Dolmetscherin tätig sein wird. Die Frage, wer ist Asta beschäftigt mich den gesamten Roman, denn ich erhalte immer kleine Informationen wie es zu ihrer Position ,und auch dem Wunsch dort tätig zu sein, kam. Richtig menschlich nah kommt mir Asta leider nicht, aber ich kann mir ein sehr gutes Bild über den Prozess machen ebenso wie über das Leben im damaligen Deutschland. Das , was im Prozess über die Verbrechen der Angeklagten erzählt wird, schnürt mir teilweise ebenso wie Asta die Luft ab, denn die Skrupellosigkeit und das Verneinen der Schuld lässt mich mit Tränen in den Augen zurück. Eine Person, die mir sehr nahe kommt, das ist Robert, ein klener Junge, der gerade eingeschult wird und dessen Vater Leo mit Hilfe von Asta wieder nach Hause kommt. Fest steht, dass Leben ist nicht nur für Robert weiterhin sehr gefährlich sondern auch für Leo, der viel riskiert um Astas Gefälligkeit abzuarbeiten.

Der Roman war sehr informativ und teilweise fühlte ich mich jedoch von den vielen Details sowie den Namen regelrecht erschlagen, was aber an meiner "Aufnahmekapazität" liegt und nicht dem Autoren anzulasten ist. Vielleicht hätte mir hier ein Personenverzeichnis mit den historischen sowie den fiktiven Personen geholfen.

Vier Sterne

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Interessanter dritter Teil rund um die Familie Casparius im Zeitraum 1968-1989

Blankenese - Zwei Familien
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Der dritte Teil, rund um die Hamburger Familie Casparius und ihrer Mitglieder, spielt im Zeitrahmen von 1968- 1989. Ein besondere Fokus liegt dieses Mal auf den Töchter bzw. Enkeltöchtern von John und ...

Der dritte Teil, rund um die Hamburger Familie Casparius und ihrer Mitglieder, spielt im Zeitrahmen von 1968- 1989. Ein besondere Fokus liegt dieses Mal auf den Töchter bzw. Enkeltöchtern von John und Leni, Ulrike geb. 1945 und Sabine geb. 1953. Erstere möchte Journalistin werden und sympathisiert mit den Studentenbewegungen, letztere fühlt sich nach dem Tod der Großeltern quasi unsichtbar, ungeliebt und alleingelassen.
Am Anfang des Romans befindet sich ein Personenregister, wobei nicht alle Personen für den dritten Teil von Bedeutung sind, jedoch man einen besseren Überblick über die familiären Verstrickungen bekommt und eine Erinnerungshilfe an die vorangegangenen ersten beiden Teile.
Desweiteren spielt die Familie von Kurt, einem weiteren Verwandten der Familie eine große Rolle, da dieser für die Bundesanwaltschaft tätig ist.
Die Autorin Michaela Grünig hat es wieder mal geschafft ein Stück Zeitgeschichte, wobei ein Schwerpunkt die RAF bildet, sehr lebendig werden zu lassen anhand der Familie Casparius und ihrem Umfeld. Sie flechtet sehr viele Themen, die in der Gesellschaft der damaligen Zeit und teilweise auch heute eine Rolle spielen , in ihrem Roman zusammen. Es geht viel um Politik, um sehr unterschiedliche Erziehungsmethoden, um die Rolle der Frau, um Traumata aus dem Krieg, um unterschiedliche Lebensformen und die Liebe, um Krankheit, Tod, Suizid, Mord,Abschied, Neubeginn....
Der Roman hat mich oft ganz heftig schlucken lassen, denn er hat mich sehr oft sehr bewegt und berührt. Es ist definitiv keine leichte Kost. Die Geschichte ,und auch die Figuren, entwickeln sich oft ganz anders als ich zu Beginn glaubte zu erahnen.
Fünf Sterne und ich empfehle alle drei Teile zu lesen.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Eindrucksvolle Geschichte aus einem Geflecht von Familienkonstellationen

Das Flüstern der Marsch
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Mona reist zum 80. Geburtstag ihres Großvaters Karl in das Dorf im Marschland, wo ihre Mutter mit ihren Zwillingsbrüdern aufgewachsen ist und wo auch sie häufiger ihre Ferien verbracht hat. Als sie dort ...

Mona reist zum 80. Geburtstag ihres Großvaters Karl in das Dorf im Marschland, wo ihre Mutter mit ihren Zwillingsbrüdern aufgewachsen ist und wo auch sie häufiger ihre Ferien verbracht hat. Als sie dort ankommt, ist ihre Oma Annemie verschwunden und ihren Opa scheint dies nicht besonders zu irritieren. Nachdem sie die Oma länger als einen Tag verschwunden ist, wird von Stefan, dem erwachsenen Sohn, der mit seiner vierköpfigen Familie in der Nähe wohnt, die Polizei informiert, Gefunden wird sie nicht und Befragungen ergeben ebenfalls nicht. Dies geschieht im Mai 2024 und der Roman wird wechselweise aus der Sicht von Mona 2024 sowie von einer Frau namens Freya in den 90zigern und der Gegenwart, Janne, der Schwiegertochter 2024 und Annemie in den 60zigern und Gegenwart erzählt. Genau dies macht die Faszination des Romans aus, wo ich stückchenweise etwas aus dem Leben der Frauen erfahre, wobei das Verschwinden der Großmutter in der Gegenwart scheinbar nur Mona wirklich zu interessieren zu scheint. Was hat es mit dem Babyfoto im Portemonnaie der Großmutter auf sich? Je mehr ich aus dem Leben der einzelnen Frauen erfahre, desto mehr reime ich mir das große Ganze zusammen und trotzdem bin ich am Ende schockiert. Es kommen viele Geheimnisse ans Licht - oft leider viel zu spät- und ich sehe, wie sehr die Vergangenheit, Erziehung, Liebe oder auch nicht, traumatische Erlebnisse, Geheimnisse .... direkt und indirekt einen Einfluss auf die nächste Generation haben.
Mich hat diese Geschichte sehr berührt und trotz aller traurigen Ereignisse an einigen Stellen auch zum Schmunzeln gebracht, wenn Mona mit ihrem Kinder- und Jugendfreund sich an gemeinsame Erlebnisse erinnert. Interessant an dieser Stelle auch, wie sehr man sich in seiner Erinnerung täuschen kann.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Köstliches Bilderbuch für jung und alt

Die Sekundenochs
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"Die Sekundenochs" ist ein Bilderbuch der besonderen Art, denn es spricht jung und alt an und obwohl ich mit dem Titel erst mal nichts anfangen konnte, so sprach mich die äußere Gestaltung des Buches so ...

"Die Sekundenochs" ist ein Bilderbuch der besonderen Art, denn es spricht jung und alt an und obwohl ich mit dem Titel erst mal nichts anfangen konnte, so sprach mich die äußere Gestaltung des Buches so sehr an, dass ich es in die Hand nehmen musste und ich kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus, als ich die Seiten durchblättere und las worum es geht. Es geht um ein kleines Völkchen "Die Sekundenochs", was, unterhalb und unentdeckt von uns Menschen, unter der Erde lebt. Sie müssen gar nichts tun bzw. sie müssen nur trödeln, was ganz im Gegensatz dazu steht, was oberhalb der Erde stattfindet ,nämlich viele Dinge erledigen und immer schnell. So geht es dem Menschenkind Smilla, die gerade zur Schule gekommen ist und nun gar keine Zeit mehr hat irgenwie herumzutrödeln, überall hört sie nur, dass sie etwas machen muss und sich beeilen muss.
Dann treffen unverhofft Tjörge - ein Kind der Sekundenochs - und Smilla aufeinander und nehmen Einblick in die Welt der anderen.
Die gesamte Story ist mit wundervollem Text versehen, den Kinder und Erwachsene sicherlich oft ganz anders lesen bzw unterschiedlich aufnehmen werden und das macht einen großen Pluspunkt der Story aus. Außerdem besticht das Buch durch supertolle Bilder.
Empfohlen wird das Buch ab drei Jahren, aber dann muss das Kind in meinen Augen schon sehr fit sein, denn ich würde es eher ab fünf Jahren empfehlen. Das Kind, dem ich es vorgelesen habe, ist gerade wie Smilla in die Schule gekommen und merkt gerade wie die Zeit für manche Dinge wie das Trödeln weniger geworden ist. Super toll, dürfte das Buch sich aber auch für gemeinsames (Kind und Erwachsener) Lesen eignen oder für fitte Kinder zum Selberlesen. Es ist ein Lesespaß für die ganze Familie und Erwachsene dürften sich fragen, ob es nicht auch mal ganz sinnvoll ist zu trödeln oder mal nichts zu tun.
" Trödeln ist das Gegenteil von Langeweile! Mit Trödeln kann ich schöne Momente verlängern und Blödes weiter wegschieben." (Zitat von Tjörge, dem Sekundenochskind)

In diesem Sinne, auf jeden Fall fünf Sterne für ein geniales Lesevergnügen!

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