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Veröffentlicht am 02.04.2026

ein Buch das mich langsam begeistern konnte

Moosland
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„Moosland“ von Katrin Zipse, erschienen im @dumontbuchverlag , hat mich genauso langsambegeistern und verstehen lassen wie Die Protagonistin Elsa den Rhythmus des Zusammenlebens mit ihrer neuen Familie ...



„Moosland“ von Katrin Zipse, erschienen im @dumontbuchverlag , hat mich genauso langsambegeistern und verstehen lassen wie Die Protagonistin Elsa den Rhythmus des Zusammenlebens mit ihrer neuen Familie begreift und dann überzeugt ihre Entscheidung trifft.

Island war vor dem 2. Weltkrieg das ärmste westliche Land Europas. Erst mit der Stationierung der englischen und später der amerikanischen Soldaten kam etwas Wohlstand auf die Insel, an der aber meistens nur die Stadtbevölkerung partizipieren konnte. Die Bauern in den ländlichen Gegenden verloren Arbeitskräfte, weil viele Frauen mit den Soldaten die Insel und das damit verbundene ärmliche, karge und arbeitsreiche Leben verließen. Daraufhin rief die isländische. Bauernpartei auf, deutsche Frauen als Arbeitskräfte ins Land zu holen, die wohlmöglich bereit waren zu bleiben und isländische Bauern zu heiraten.Auch Elsa, die alles verloren hat, folgt diesem Aufruf und von ihrer Geschichte handelt dieses Buch.
Sie war eine der ca. 300 Esja Frauen , die 1949 von Hamburg aus mit dem Passagierdampfer „Esja“ Kurs auf Reykjavik nahmen.

Sie kommt in eine Familie, die weit weg wohnt von den bescheidenen Annehmlichkeiten des Stadtlebens. Ohne irgendwelche Sprachkenntnisse oder der Vorstellung davon, welche Art von Arbeit sie auf diesem Hof erwartet, oder welchen Widrigkeiten der Natur sie in diesem Teil Europas ausgesetzt ist,erreicht sie den Hof und verzweifelt zu Anfang an ihrer Entscheidung.
In einem ruhigen, manchmal malerischen Schreibstil beschreibt die Autorin Elsas Annäherung an diese Lebensweise und das für sie so fremde Land.

Ich habe beim Lesen oft an die vielen Menschen gedacht, die geflüchtet sind und auch hier auf eine Sprache treffen, die sie nicht verstehen und eine Kultur, die ihnen fremd ist.Wie einsam und unverstanden müssen sich viele fühlen, wie auch Elsa, denn auch auf Island waren die deutschen Frauen nicht überall willkommen.

Wie schon zu Anfang beschrieben,hat sich meine Begeisterung für das Buch erst langsam entwickelt. Die ruhige Einführung, die auch zum großen Teil durch die Sprachlosigkeit der Protagonistin gekennzeichnet war, brauchte etwas, um auf mich zu wirken.
Was mich sehr begeistern konnte, waren die Beschreibungen der Autorin zwischen der faszinierenden Schönheit der Natur und den Menschen herausfordernden Naturgewalten dieser Insel.

Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch durch seinen Inhalt und seine Schreibweise für sich einnehmen konnte und ich es Menschen empfehle, die Romane lieben, die sich Zeit geben bei der Beobachtung seiner Figuren und Handlungen und sich durch einen schönen Schreibstil auszeichnen.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

eine ganz normale Familie?

Alle glücklich
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Mir hat das Buch „Alle glücklich „im Großen und Ganzen gut gefallen. Es gibt Einblick in eine Familie mit ihren ganz normalen Sorgen und Nöten und den Veränderungen innerhalb der Beziehungen, die die Zeit ...

Mir hat das Buch „Alle glücklich „im Großen und Ganzen gut gefallen. Es gibt Einblick in eine Familie mit ihren ganz normalen Sorgen und Nöten und den Veränderungen innerhalb der Beziehungen, die die Zeit mit sich bringen.

Nina und Alexander sind ein Paar das in die Jahre gekommen ist. Beide haben Medizin studiert, er arbeitet heute als Chefarzt mit den dementsprechenden Überstunden, Nina hat ihr Studium der Kinder wegen aufgegeben, ein Schicksal, das wohl nicht wenige Frauen teilen. Sie arbeitet heute deutlich unterqualifiziert in er Arztpraxis als Sprechstundenhilfe. Nebenher hat sie noch einen Job im Supermarkt, um sich ein wenig finanzielle Unabhängigkeit zu schaffen,nachdem ihr Mann ihr den zweiten Friseurbesuch innerhalb kurzer Zeit vorgeworfen hat. Alexander weiß nichts von dieser Stelle.Die beiden Kinder Emilia und Ben sind typische Teenager. Ben ,ein sensibler junger Mann, studiert und verbringt viel Zeit vor dem Computer, weil ihm soziale Kontakte aufgrund seiner Schüchternheit schwer fallen. Emilia macht ihre ersten sexuellen Erfahrungen, die nicht ganz unkompliziert sind.
Nina versucht den Spagat,das Familiengefüge aufrecht zu erhalten,mit gemeinsamen Abendessen den Kontakt zu den Kindern zu behalten, ihre immer mehr zur Routine verkommene Ehe nicht scheitern zu lassen und sich dabei selbst nicht zu verlieren. Das Ganze entgleitet ihr mehr und mehr und sie stellt sich und ihr Leben und ihre Rolle darin immer mehr infrage, nachdem sie sich mit ihrer Kollegin Ansstasia angefreundet hat.Die Kinder nabeln sich immer mehr ab, ihr Mann verbringt immer mehr Zeit auf der Arbeit,entpuppt sich mehr und mehr als Macho , der weder sie noch das was sie leistet anerkennt. Eigentlich das, was in vielen Familien sicher so oder ähnlich nicht selten vorkommt, doch hier endet das Ganze mit einem Knall. Es zeigt auf , wie fragil Beziehungen sein können , wie man sich auch in der Familie verlieren kann, wenn man verlernt miteinander zu reden und auf sich acht zu geben.

Das Buch ist in einem sehr ansprechenden Schreibstil geschrieben, ich konnte sofort eintauchen, konnte die hier geschilderte Familie gut verstehen und habe vollstes Verständnis für Nina gehabt.
Die Schilderungen der einzelnen Familienmitgliedern, die in den Kapiteln auch abwechselnd zu Wort kommen, haben mir als Leser die einzelnen Sichtweisen der Figuren nahe gebracht.Ich fand es auch sehr realistisch und wirklichkeitsgetreu geschildert,nur fand ich es zum Schluss etwas themenüberfrachtet. Da wäre vielleicht etwas weniger mehr gewesen 4.5 Sterne

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Veröffentlicht am 25.02.2026

sehr spannend

Das Signal
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Ursula Poznanski ist ein Garant für spannende Unterhaltung, was sie mit ihrem neuen Buch „Das Signal“wieder erneut unter Beweis stellt.Das Buch das bei @droemerknaur erschienen ist, hat mir wieder spannende ...

Ursula Poznanski ist ein Garant für spannende Unterhaltung, was sie mit ihrem neuen Buch „Das Signal“wieder erneut unter Beweis stellt.Das Buch das bei @droemerknaur erschienen ist, hat mir wieder spannende Lesestunden beschert.

Viola, Mitte dreißig und ihr Mann Adam sind eine Vorzeigepaar. Beide sind beruflich erfolgreich und haben sich gerade ein Anwesen außerhalb Wiens gekauft. Auf diesem Anwesen,zu dem auch ein externer Weinkeller gehört, verunfallt Viola, als sie in eben diesen Weinkeller geht, der in der Renovierungsphase und mit Stahlstützen versehen ist. Die Wände brechen ein und Viola wird verschüttet und verliert dabei ein Bein. Sie ist ans Haus gefesselt. Ihr Mann besorgt ihr eine Pflegerin, Otilia, die Viola immer mehr als „Wächterin“denn als Pflegerin sieht. Dies und bestimmte Äußerungen ihres Ehemannes, die er ohne dass er weiß, dass sie sie mitbekommt, von sich gibt, machen Viola misstrauisch. Da ihre Möglichkeiten beschränkt sind dies aufzuklären, beginnt Viola ihren Mann zu tracken und nicht nur ihn. Was sie dabei herausfindet, lässt sie einen Plan schmieden, um sich selbst zu retten.

Das Buch ist von Anfang an spannend und hält diese Spannung bis zum furiosen Finale spielend.
Das Buch ist aus Violas Sicht geschrieben und als Leser verbündet man sich sehr schnell mit ihr und ist gespannt, was sie herausbekommt, was dahintersteckt und wie sie aus dieser Situation herausfindet.
Die Atmosphäre ist von Anfang an sehr beklemmend und realistisch, der Schreibstil sehr flüssig und absolut fesselnd.
Die einzelnen Protagonisten, allen voran Otilie, aber auch Viola und Adam sind gut gezeichnet und man fragt sich die ganze Zeit, was hinter den Heimlichkeiten steckt. Die Auflösung war dann für mich schon überraschend und der Plotwist am Ende absolut gelungen.

Wer also auf spannende Unterhaltung mit nicht vorhersehbarem Ende steht.
Hier bekommt ihr beides. Große Leseempfehlung !

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Selbstfindung

Die Liebe, später
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Es gibt verschiedene Ereignisse im Leben eines Menschen, die einen das Leben neu orden und zurückschauen lassen, das sind schwere Erkrankungen und der Eintritt in den Ruhestand.
Solche Ereignisse können ...

Es gibt verschiedene Ereignisse im Leben eines Menschen, die einen das Leben neu orden und zurückschauen lassen, das sind schwere Erkrankungen und der Eintritt in den Ruhestand.
Solche Ereignisse können herausfordernd sein und sogar Krisen auslösen, bei den betreffenden Personen selbst, aber auch in der Partnerschaft.
Dieses Thema greift Gisa Klönne in ihrem Buch " Die Liebe später " auf.

Cora und Amseln sind seit über zwanzig Jahren ein Paar und ein eingespieltes Teal. Amseln ist Biologe, Cora erfolgreiche Journalistin mit eigener Sendung. Sie leben eine Ehe auf Augenhöhe, die in der Balance zwischen Nähe und berufsbedingter Distanz perfekt funktioniert. Amseln lebt unter der Woche in Berlin, Cora im gemeinsamen Haus in Köln.
Doch dann muss sich Cora einer schweren Herz OP unterziehen, die ihr ganzes Leben verändert. Ihr Arbeitgeben bietet ihr einen Aufhebungsvertrag an, weil er die Sendung verjüngen will und Cora merkt ihre körperlichen Einschränkungen aufgrund der OP. Sie tut sich schwer das anzunehmen.
Amseln freut sich auf den gemeinsamen Ruhestand mit ihr, will sich endlich seinen Traum vom Libellenteich erfüllen und endlich viel Zeit mit Cora verbringen. Doch Cora gerät in eine Lebenskrise. Was will sie, will sie mit 61 Jahren schon die Hände in den Schoss legen?Wie ist es den ganzen Tag mit Amselm zu verbringen. Hält ihre Beziehung das aus? Cora fühlt sich überfordert und eine wachsende Entfremdung zu Amseln, ist das der Mann. mit dem sie im Ruhestand leben möchte und den Libellen beim Fliegen zushen will?Cora bricht aus , fährt nach Berlin in " ihre Wohnung" und begibt sich auf die Spuren in ihre Vergangenheit und auf die Suche nach sich selbst.

Der Autorin ist es in diesem Buch meisterhaft gelungen die Gefühle eines Menschen aufzuzeigen, der ungewollt in die letzte Lebensphase katapultiert wird, hier durch eine Krankheit.
Sich einzugestehen, dass der Körper einem Grenzen setzt, man kürzer treten muss und einem berufliche Grenzen aufgezeigt werden, obwohl man sich selbst das nicht eingestehen mag,man es nicht fühlt, ist hart und macht Angst. Man fragt sich,war es das, wie wird es mit dem Partner, der dann tagtäglich 24 Stunden um einen ist, wie geht man selbst mit der vielen Zeit um, gibt ihr einen Sinn und sich selbst eine Aufgabe?
Ich glaube jeder, der diesen Schritt schon gegangen ist, kann das nachvollziehen. Man muss einen neuen Lebensentwurf finden, der einen ausfüllt und einem weiterhin Autonomie zusichert.

Gisa Klönne findet eine wundervolle Sprache in diesem Buch, um Coras Findungsphase zu beschreiben, aber auch die Veränderung, die es für die Partnerschaft bedeutet.
Mir waren sowohl Cora, aber auch Amselm nahe und ich konnte beide verstehen und ihr Denken und Handeln nachvollziehen.
Eine Liebe, die auf die Probe gestellt wird durch einen neuen Lebensabschnitt ist eine Herausforderung.

Ein Buch das für mich von Seite zu Seite besser wurde und das ich sicherlich nicht vergessen werde.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

wieder super spannend

Wem du traust
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Da ich jetzt schon einige Krimis von Petra Johann gelesen habe, kann ich mich als ihren Fan ihrer Krimis bezeichnen. Auch mit ihrem neuen Buch „Wem du traust“,konnte sie mich begeistern.

Eva und Susanne ...

Da ich jetzt schon einige Krimis von Petra Johann gelesen habe, kann ich mich als ihren Fan ihrer Krimis bezeichnen. Auch mit ihrem neuen Buch „Wem du traust“,konnte sie mich begeistern.

Eva und Susanne sind langjährige, enge Freundinnen, die einen großen Teil ihres Lebens zusammen verbracht haben und Susannes Tochter Sophia zusammen groß gezogen haben. Mittlerweile sind beide in Beziehungen, Eva sogar verheiratet mit Daniela und sie haben einen gemeinsamen Sohn, Linus.Sofia übernimmt ab und zu das Babysitting im eigenen Reihenhaus der beiden und so auch als Daniel und Eva zu einer Party eines Freundes eingeladen sind. Im Normalfall übernachtet Sofie dann bei ihnen, doch heute möchte sie nach Hause und Daniel bringt sie mit seinem Auto bis in die Wohnanlagen in der sie mit ihrer Mutter und ihrem Freund lebt.
Doch am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass Sofie nicht zuhause angekommen ist. Was ist passiert. Schnell gerät Daniel in den Fokus der Ermittlungen und Eva‘s Welt bricht zusammen. Ihr Mann verstrickt sich in Widersprüche und verweigert einen DNA Test, nachdem man Sofies Blutigen Pullover gefunden hat. Hat Daniel Sofie getötet und wenn warum?

Der Krimi startet spannend und hält diese Spannung auch über das ganze Buch. Die Stärke ist neben der Spannung die Psychologie im Geschehen. Es geschehen Dinge, die man nie erwartet hätte und der Fokus liegt auf dem Misstrauen, was gesät wird, weil Dinge anders sind, als sie im ersten Moment erscheinen und Dinge verschwiegen werden, die dieses Misstrauen schüren.
Wem kann man noch trauen, was ist Wahrheit und was Fake ?

Die Autorin schreibt gewohnt flüssig und präsentiert Protagonisten, die einem sofort nahe sind.Man fragt sich ständig, was passiert ist und wer der Täter ist. Die Geschichte wirkte auf mich gut konstruiert und mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet.

Leseempfehlung für einen spannenden Krimi!

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