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Veröffentlicht am 02.02.2026

wichtiges The,ma das manchmal den Fokus verliert

Hazel sagt Nein
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„Hazel sagt nein“ von Jessica Berger Groß, behandelt ein Thema, was lange für Debatten gerade in Amerika, aber auch hier sorgte, das Thema „me too“.

In diesem Buch wird die Geschichte von Hazel und ihrer ...

„Hazel sagt nein“ von Jessica Berger Groß, behandelt ein Thema, was lange für Debatten gerade in Amerika, aber auch hier sorgte, das Thema „me too“.

In diesem Buch wird die Geschichte von Hazel und ihrer Familie erzählt, die aus beruflichen Gründen von New Yorker in das beschauliche Riverburg in Maine ziehen.
Die ganze Familie hat Probleme in diesem kleinen Örtchen Fuß zu fassen.
Als Hazel, die achtzehnjährige Tochter der Familie, am ersten Tag ins Büro des Direktors gerufen wird, denkt sie sich nichts dabei. Doch diese Begegnung verändert das Leben ihrer Familie und speziell ihr eigenes maßgeblich.
Der Direktor ihrer Schule sagt ihr unumwunden, dass er sich jedes Jahr eine Schülerin aussucht, mit der er Sex hat und in diesem Jahr hätte er sie ausgesucht und da sie ja vorhat einen guten Abschluss zu machen,um einen Platz an ihrer Wunschuni zu bekommen, wäre das doch sicher auch in ihrem Interesse, denn er hätte darauf großen Einfluss.
Hazel beweist Courage und sagt nein. Was das nach sich zieht wird in diesem Buch sehr anschaulich beschrieben.

Ich muss sagen, dass ich es sehr gut finde, dass solch ein Thema in einem Buch verarbeitet wird, weil es sehr wichtig ist. Machtmissbrauch gegenüber Abhängigen ist etwas, was alltäglich ist, egal in welchen Bereichen, wie wir durch die „me too“Debatte erfahren haben.
Ich fand es auch gelungen, wie die Autorin aufgezeigt hat, was es mit einem jungen Mädchen macht.Selbstzweifel, die aufkommen, ob man sich vielleicht falsch verhalten hat, trotzdem man ja Opfer ist.Die Reaktion der Umwelt , wenn man ihr nicht glaubt und auch die Familie in Geiselhaft nimmt und dann später, als sich die Medien dieses Themas annehmen , um möglichst viel Profit aus dem Ganzen zu ziehen.Das fand ich gelungen und auch gut dargestellt.

Doch leider verliert sich die Autorin immer wieder in Nebenschauplätzen und Nichtigkeiten, die für das Thema an sich nicht relevant waren und das hat das Lesen teilweise mühsam gemacht und die Autorin hat mich auf diesen Strecken verloren.

Irgendwie blieb Hazel für mich auch seltsam distanziert und auch zu ihren Eltern habe ich irgendwie keinen Zugang gefunden. Einzig Wolf galt meine Sympathie, der sich so viele Sorgen um seine Familie machte.

Ein Buch das ein wichtiges Thema behandelt und sicherlich für junge Frauen interessant ist, aber mir zu leider zu viele Themen behandelt hat, die meinen Lesefluss gebremst haben. 3,5⭐️

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Veröffentlicht am 30.01.2026

ein toller Abschluss dieser Buchreihe

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin ...

„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin auf zwei Zeitsträngen, in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

Kurz nach dem Krieg entkommt die 15 jährigeMarlen dem Todesstrudel von Demmin. In einem alten Forsthaus bei Güstrow lernt sie Wilma kennen, die sie rettet und unter ihre Fittiche nimmt, denn Marlen’s Mutter hat sich aus Angst vor den Russen das Leben genommen und ihren Bruder und auch Marlen mit in den Tod reißen wollen, Marlen konnte sich retten, ihr Bruder starb.
Zusammen mit der Haushälterin Bergel leben die drei abgeschieden in einem Haus bei Güstrow. Wilmas Mann, ein bekannter Maler, ist verschollen, Wilma glaubt ihn tot, worüber sie nicht traurig ist, denn die Ehe war von Gewalt und Unterdrückung geprägt. Wilma ist selbst Malerin, hatte neben ihrem Mann nie eine Chance. Nun steigt sie zur bekannten Malerin des sozialistischen Realismus auf und Marlen wird ihre Assistentin, auf die sie im Laufe der Zeit immer mehr angewiesen ist, da sie nach und nach ihr Augenlicht verliert. Marlen malt die Bilder nach Wilmas Anleitung, doch auch Marlen ist künstlerisch ambitioniert, was sie aber verschweigt und im Geheimen auslebt an einem Gemälde, dass sie bei ihrer Flucht gefunden hat und auf das sie Schicht für Schicht ihr Leben und ihre Fantasie überträgt.

In der Gegenwart lernen wir Hanna kennen, die wir schon aus dem ersten Buch der Autorin kennen.
Nach Jahrzehnten der Abwesenheit meldet sich Hannahs Vater bei ihr und Hannah fragt sich, was er von ihr will und warum er sich die ganze Zeit nicht um sie gekümmert hat.

Beide Geschichten habe ich gerne gelesen. Hannah, in der Gegenwart war mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihr Handeln sehr gut nachvollziehen.

Sehr berührt hat mich aber auch die Vergangenheitsgeschichte, in der Marlens Leben beschrieben wird, was mich sehr angerührt hat. Ich konnte beide Frauen irgendwie verstehen, fand das Verhalten von Wilma aber schon übergriffig und grenzwertig, da sie das Leben von Marlen nachhaltig beeinflusst hat.

Die Autorin versteht es sehr gut ihre Figuren so zu gestalten, dass man als Leser einen emotionalen Bezug zu ihnen bekommt, was das Lesen für den Leser sehr intensiv und nachhaltig macht. Ihr Schreibstil ist eingängig, ruhig und doch sehr einprägsam.

Wie die einzelnen Geschichten der Bücher der Autorin, die man aber alle unabhängig voneinander lesen kann, zusammenhängen, erfährt man im Epilog dieses Buches. Ich fand es gekonnt.

Ein sehr empfehlenswertes Buch!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

schont den Leser nicht

Adama
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„Adama“ von Lavie Tidhar ist ein Buch das seine Leser nicht schont. Gewalt ist in diesem Buch oft vorhanden.
Erzählt wird eine Familiengeschichte von der Gründung des Staates Israel bis in das Jahr 2009.
Ruth, ...

„Adama“ von Lavie Tidhar ist ein Buch das seine Leser nicht schont. Gewalt ist in diesem Buch oft vorhanden.
Erzählt wird eine Familiengeschichte von der Gründung des Staates Israel bis in das Jahr 2009.
Ruth, eine junge Jüdin, kann vor dem Holocaust aus Budapest nach Palästina fliehen. Dort begründet sie einen Kibbuz mit.
Die Gründung Israels mit all seinen Gräueltaten wird genauso beschrieben,wie die politischen und gesellschaftlichen Spannungen, die die Staatsgründung und auch die weitere Zeit des Landes begleiten.
Ruth‘s Leben, das von Verlust, Hass und Überlebenskampf geprägt war und lässt die Figur sehr hart und unnahbar erscheinen, was mir eine Beziehung zu ihr schwer machte.
Der ganze Tenor des Buches ist kalt, brutal, manchmal über meine Schmerzgrenze hinaus.

Deklariert als Thriller, empfand ich dieses Buch eher als politischen Familienroman, der mich von den Geschichtlichen Aspekten her sehr gut gefallen hat, weil er auch eine gute Recherche zeigt.Die Brutalität war mir aber an manchen Stellen zu viel.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

sehr berührend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Dass das älter werden an fast niemandem vorbeigeht und es ein Lebensabschnitt ist über den niemand gerne nachdenkt, den man gern verdrängt, ist sicherlich vielen bekannt.
In dem Buch“Wenn die Kraniche ...

Dass das älter werden an fast niemandem vorbeigeht und es ein Lebensabschnitt ist über den niemand gerne nachdenkt, den man gern verdrängt, ist sicherlich vielen bekannt.
In dem Buch“Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ wird aber genau dieses Thema sehr emphatisch beschrieben, sodass man sich ihm gut stellen kann. Die letzten Monaten eines alten Mannes, Bo, der in Mittelschweden lebt und gerade seines Demenz Verstorbene ins Heim gebracht hat.Was bedeutetes, wenn man so lange mit einem Menschen zusammen gelebt hat und dieser nun ich mehr bei einem lebt. Bo erzählt seiner abwesenden Frau weiterhin seine Alltagserlebnisse, er lebt mit seinem Hund, Vertraute, die sein Leben noch aufrecht erhalten. Der Sohn kommt mehrmals die Woche vorbei, genauso wie der Pflegedienst jeden Tag.
Schön , dass er wenigstens noch in seinem Haus bleiben kann, doch es ist ein einsames Leben,reduziert auf die wenigenBedürfnisse, die man noch hat.

Ich fand dieses Buch sehr berührend, das Thema wurde sehr sensibel behandelt und der eigene Kopf fängt an zu arbeiten. Wie bereitet man sich auf solch einen Lebensabschnitt vor, der ja unweigerlich irgendwann auf einen zukommt.
Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

eintauchen in das Montmatre des 19. Jahrhunderts

Montmartre - Licht und Schatten
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„Montmartre - Licht und Schatten „ ist der erste Teil dieser Dilogie, den ich sehr gern gelesen habe. Ich habe mich in das Paris des 19. Jahrhunderts entführen lassen in dessen Mittelpunkt zwei starke ...

„Montmartre - Licht und Schatten „ ist der erste Teil dieser Dilogie, den ich sehr gern gelesen habe. Ich habe mich in das Paris des 19. Jahrhunderts entführen lassen in dessen Mittelpunkt zwei starke Frauen stehen. Elise Lambert und Valerie Dumas. Beiden am selben Tag geboren, doch aus sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Elise ist die Tochter einer Wäscherin, die in sehr ärmlichen Verhältnissen groß wird, später selbst als Wäscherin arbeitet und dann mit viel Ehrgeiz zur Cancantänzerin aufsteigt und zuletzt sogar im berühmten Moulin Rouge auftritt.
Valerie wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Ihr Vater ist erfolgreicher Kunsthändler und gibt Valeries Wunsch nach einem Kunststudium nach. Dort lernt sie Künstler wie Vincent van Gogh., Paul Gauguin, Edgar Degas,Camille Pissarro und Henri de Toulouse - Lautrec, die aber noch auf ihre Berühmtheit warten.Es ist eine Zeit des Umbruchs,der Impressionismus in all seinen Formen noch verpönt. Es war interessant diese Persönlichkeiten etwas näher kennen zu lernen.Auch Gustav Eiffel begegnen wir, der zur Weltausstellung seinen Eiffelturm gebaut hat.

Beide Frauen gehen nicht unbeschadet durch diese Zeit. Sie haben Schicksalsschläge zu verarbeiten und ihr Weg in die Zukunft ist nicht gradlinig.
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und in diese Zeit einzutauchen. Ich hatte Bilder vor Augen und bin den beiden Protagonistinnen, die ich beide sehr sympathisch fand, sehr gern gefolgt und so bin ich natürlich darauf gespannt, wie es mit den beiden weitergeht.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ für ein flüssig und spannend zu lesendes Buch das ich sehr gerne weiterempfehle.

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