Profilbild von Jazz

Jazz

Lesejury Star
offline

Jazz ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jazz über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2021

Knifflig

HOPPLA!
0

Inhaltlich gibt es 24 Bilder doppelt, wobei in jedem Bild rechts 7 Fehler eingebaut wurden. Nach dem 1. Durchgang ohne mir viel Mühe zu geben, hatte ich von insg. 168 Fehlern etwa 70. Nach und nach in ...

Inhaltlich gibt es 24 Bilder doppelt, wobei in jedem Bild rechts 7 Fehler eingebaut wurden. Nach dem 1. Durchgang ohne mir viel Mühe zu geben, hatte ich von insg. 168 Fehlern etwa 70. Nach und nach in den folgenden 4 Tagen neben dem Fernseher während der Werbepausen, habe ich weiterhin gesucht und habe weitere 60/70 Fehler gefunden. Daher würde ich sagen, wird man def. einiges an Zeit mit dem Buch verbringen, da die Fehler teilweise wirklich schwer zu finden sind. Es gibt hinten eine Auflösung, aber ich weigere mich da hinein zu sehen.

In einem Jahr habe ich die Lösungen sicher vergessen und kann wieder meine Augen gut trainieren. Doch 25€ finde ich etwas teuer, wenn man bedenkt, dass kein Teil davon dem Arosa Bärenland gespendet wird.

Zudem verstehe ich auch ein paar Fotos nicht: In einem sieht man im Hintergrund Skifahrer: Wo endet da der Park? Ich sehe keine Grenze. Wäre es da nicht viel zu gefährlich? Zudem ist in einem Foto noch eine Kuhweide - auch viel zu nah an den Bären und in einem weiteren sieht man 4 Giraffen - das verstehe ich nun wirklich gar nicht.

Ich schätze, ich muss mal in die Schweiz und mir den Park ansehen, um ihn zu verstehen. Zudem wurde Napa eingeschläfert. Tribut zollen und eine Erwähnung wäre ganz nice und respektvoll ihm gegenüber gewesen. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass Napa am meisten in den Bildern vorkommt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2021

Nicht schlecht, aber nicht meins

Blacktop Wasteland
0

Ich habe ewig gebraucht um in das Buch zu finden und dann auch noch eine weitere Ewigkeit um das Buch zu beenden.

Mein großes Problem war, dass die Einleitung so ausgeweitet wurde und die ganze Action ...

Ich habe ewig gebraucht um in das Buch zu finden und dann auch noch eine weitere Ewigkeit um das Buch zu beenden.

Mein großes Problem war, dass die Einleitung so ausgeweitet wurde und die ganze Action und rasante Verfolgungsjagd nicht sofort begann. Dazu kommt, dass mir die Familie von Bug auch viel zu viel Raum in dem Thriller einnahm. Ich hatte mich auf einen kaltblütigen Männerthriller eingestellt. Doch Liebe und Kinder wurden zu oft hierfür erwähnt. Das passte in meinen Augen nicht in die Thematik hinein.

Wenn du ein Gangster bist, schön, aber Kinder und Familie zu haben, wird immer eine große Schwachstelle bilden, daher liebe Gangster: Lasst das eine oder andere einfach sein. Und vor allem: Wenn du kein Geld hast und dir dein eigenes Leben kaum leisten kannst, dann verzichte auf Sex oder benutz Verhütungsmittel. Dass er trotz so gravierender Geldprobleme 3 Kinder auf die Welt setzt, ist einfach unverantwortlich. Es spielt immerhin im Jahr 2012!

Inhaltlich: Es tauchen viele Detailbeschreibungen auf. Für Autoliebhaber und Menschen, die sich mit Autos technisch gut auskennen empfehlenswert. Ich verstand manchmal wenig - auch, weil ich in der ganzen Südstaatenszene und der Rivalitäten zwischen Weißen und Schwarzen nicht belesen bin.

Die Thrillerszenen gefielen mir jedoch allesamt ganz gut. Diese Elemente beherrscht Cosby. Es war wirklich realitätsnah beschrieben.

Außerdem gibt es viele Charaktere. Ohne meinen Personenregister, den ich parallel zum Lesen führte, wäre ich aufgeschmissen, da ich viele Lesepausen durchzog, denn die Geschichte packte mich einfach nicht. nach über 100 Seiten war er noch immer nicht auf der versprochenen Autojagd unterwegs.

Mit dem Schreibstil konnte ich mich jedoch auch nur schwer anfreunden. Er schrieb mir zu redundant. Viele Sätze begannen auf mehreren Seiten hintereinander mit "Er... Er... Er..."

Fazit: Es ist solide, die meisten Leser haben das Buch auch wirklich gemocht. Es war einfach wegen all der genannten Kritikpunkte nicht mein Fall. Schade.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2021

Packend, innovativ, intrigant

Eine perfekte Ehe
0

Die ersten 200 Seiten haben mir große Probleme bereitet, da der Thriller nicht chronologisch aufgebaut ist. Daher fiel es mir etwas mühsam, das Buch zu lesen, weshalb ich für die ersten Seiten 4 Tage gebraucht ...

Die ersten 200 Seiten haben mir große Probleme bereitet, da der Thriller nicht chronologisch aufgebaut ist. Daher fiel es mir etwas mühsam, das Buch zu lesen, weshalb ich für die ersten Seiten 4 Tage gebraucht habe. Mit den ständigen Zeitwechseln bin ich nicht gut klargekommen.

Dann kam noch dazu, dass nies nicht nur um den Mord ging, sondern auch eine Cyberattacke auf eine Elite-Schule. Das hat mich eher gelangweilt. Ich bin nicht mehr auf der Schule und bin kinderfrei. Kein relevantes Thema somit für mich. Daher interessierte mich ein IT-Hacker Problem gar nicht. Seit dem Punkt hat mich das Buch nicht mehr richtig packen können und ich las eher frustriert weiter.

Bis eben zu dem Punkt an dem ich die 200 Seiten nach besagten 4 Tagen erreicht hatte. Danach ging in dem Thriller die Post ab! Es folgten Intrigen auf Lügen und Betrug. Es hat mich so schockiert. Ein wirklich interessanter Blick auf die High Society der New Yorker Szene. Ich liebte die spitzfindigen Kommentare und Aussagen von Anwalt zu Anwältin.

Das Spannende insgesamt an dem Buch war, dass es von vornherein absolut nicht klar ist, wer denn der Mörder war, gleichzeitig liefert McCreight direkt mehrere potentielle Mörder, und man ist sich immer sicher: Diesmal muss es stimmen, es kann keine andere Lösung geben, bis ein neues Indiz auftaucht und alles andere wieder über Bord wirft.

Das war bisher das einzige Buch bei dem ich während dem Lesen ständig im Wechsel dachte: Was ein gutes Buch! (Ein paar Seiten später, revidierte ich) Oh Gott, nein, so schlecht! Das Buch kann man vergessen und erneut nach wenigen Seiten eine 180 Grad Wendung. So confusing, aber so gut gemacht! McCreight hat Talent und das wird sicher nicht mein letzter Thriller von ihr gewesen sein.

An einem Punkt war ich sogar so perplex, dass ich laut: "Jetzt verstehe ich gar nichts mehr." ausgerufen habe - und das nicht mal auf meiner Muttersprache.

Wie kann man nur so ein gutes, verwirrendes Buch schreiben? Am Ende wüsste ich selbst wohl nicht mehr, worauf ich noch einmal hinauswollte. Wer also das Ende des Buchs exakt so, wie McCreight es beschrieben hat von vornherein gesehen und vermutet hatte, dem zolle ich gebührend Respekt. Ich war andauernd verwirrt und schockiert genau wie die Protagonistin Lizzie, die mir dadurch an einem Punkt etwas naiv vorkam. Schließlich bin ich keine Anwältin, aber sie. Und Sie sollte nicht so naiv sein wie ich.

Fazit: Ein fantastisches Puzzle, das sich am Ende zu einem Meisterwerk zusammenfügt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2021

Sei offen für Gefühle

Die Happiness-Lüge
0

Die Happiness Lüge behandelt ein hochaktuelles und brisantes Thema. Maas steigt direkt am Anfang der Pandemie ein zu berichten. Trotz des Themas schreibt sie flüssig und ihr Werk ist leicht zu lesen.

Ich ...

Die Happiness Lüge behandelt ein hochaktuelles und brisantes Thema. Maas steigt direkt am Anfang der Pandemie ein zu berichten. Trotz des Themas schreibt sie flüssig und ihr Werk ist leicht zu lesen.

Ich konnte Vieles nachvollziehen, nur ein Punkt hat mich voll in Rage gebracht, aber da hatte sie am Ende ihren Fehler eingesehen und sich quasi entschuldigt. Was mich jedoch etwas irritiert hat, war, dass sie mir zu viel Privates berichtet hat.

Jedoch gibt es für all die qualitativ hochwertigen Aussagen in dem Buch stets Angaben zum Verfasser, sodass man den Psychologen XY und co. weiter recherchieren kann, falls einem seine Meinung imponiert hat und man mehr über ihn und seine Ideen erfahren will.

Fazit: Zusammenfassend kritisiert sie nicht nur Instagram, sondern auch alle, die neben Instagram noch auf anderen Portalen Werbung für ein immer positives Mindset machen. Man sollte möglichst auf all die Influencer verzichten, da man durch sie meist nur auf all die eigenen Makel im Leben aufmerksam gemacht wird, was zu negativen Gefühlen und Depressionen führen kann und stattdessen einfach die Zeit für aktive me-time nutzen.

Wer damit Probleme hat und das bisher nicht wusste, der sollte zum Buch greifen.

Empfehlenswert für alle, die nicht gut mit schlechten Tagen umgehen können und zu sehr in der Scheinwelt von Instagram und co. versunken sind. Man lernt kritisch zu denken, zu hinterfragen, loszulassen und zu akzeptieren, dass das nicht alles ist und sich von starren "perfect-Instagram-Weltbildern" zu lösen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2021

Kurzweiliger Trip nach Paris

Und dann war es Liebe
3

"Und dann war es Liebe" von Lorraine Brown ist ein wundervoll romantischer Roman. Inhaltlich geht es um Hannah, die aus Versehen in den falschen Zug steigt und dort auf Léo trifft, der spontan entscheidet ...

"Und dann war es Liebe" von Lorraine Brown ist ein wundervoll romantischer Roman. Inhaltlich geht es um Hannah, die aus Versehen in den falschen Zug steigt und dort auf Léo trifft, der spontan entscheidet ihr seine Heimatstadt zu zeigen, während sie Stunden damit verbringen müssen ihren neuen Zug zu bekommen. Währenddessen bekommt Hannah Zeit ihre Beziehung zu Simon zu reflektieren und sich ihrer eigenen Wünsche und Ziele im Leben sicher zu werden.

Ich hatte während dem Lesen wirklich das Gefühl in Paris mit den beiden zu reisen. Brown kennt sich gut aus in Paris und hat all die Besichtigungsorte und Sehenswürdigkeiten sehr realitätsnah geschrieben. Es war ein wahrer Genuss für die Seele.

Der Roman liest sich so flüssig, dass man glatt den Raum und die Zeit vergisst - was sich bei mir auf mein übliches Serienpensum geschlagen hat, von dem ich extra für dieses Buch Abstand genommen habe.

Stilistisch ist der Roman in der Ich-Erzähler-Form aus der Sicht von Hannah geschrieben. Was mir hierbei am meisten imponierte war, dass Brown nicht Klischees bediente und auch nicht in die Kitschkiste griff, sondern wirklich süße, naive, etwas schüchterne, realistische Charaktere schuf.

Fazit: Ich wäre gern noch ein Weilchen länger in Paris geblieben. Es handelt sich definitiv um einen meiner Favoriten von 2021. Ich würde es jedem empfehlen, der gern mental einen günstigen Kurztrip nach Paris buchen will. Jedoch würde ich daneben noch ein paar Snacks dazulegen. Ich habe so auf einigen Seiten Hunger bekommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Gefühl
  • Charaktere
  • Erzählstil