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Veröffentlicht am 25.06.2020

Enttäuschung

Denn das Leben ist eine Reise
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"Denn das Leben ist eine Reise" von Hanna Miller verspricht eine abenteuerreiche Reise mit dem Bulli von Deutschland nach Cornwall. Dies geschieht auch - in einem Satz. Der Rest des Buchs handelt von zerrütteten ...

"Denn das Leben ist eine Reise" von Hanna Miller verspricht eine abenteuerreiche Reise mit dem Bulli von Deutschland nach Cornwall. Dies geschieht auch - in einem Satz. Der Rest des Buchs handelt von zerrütteten Vater-Sohn-Beziehungen, Mutter-Tochter-Beziehungen.

Mein größter Kritikpunkt ist: Es passiert schlichtweg nichts. Hier gibt es kaum spannende Handlung. Aimée träumt von einem idyllischen, perfekten Heim, worunter sie eben Vater, der schafft, sie, die nebenbei etwas dazuverdient und ihren gemeinsamen Sohn unter einem Haus versteht.

Jedoch versteht sie sich einfach nicht wirklich mit ihrem Mann und verlässt ihn mit ihrem Sohn zusammen nach einem weiteren Streit, der für sie das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Leider wird dieser Handlungsstrang kaum aufgelöst, wie sieht es am Ende mit ihm aus? Ist er glücklich, traurig etc.?

Gleichzeitig verspricht das Buch neben der Reise auch eine Beziehung mit ihrem Ex. Dieser ist jedoch in festen Händen... So kommt es kaum zu romantischen Dates, sodass ich mich fragte, was mir das Buch eigentlich sagen will. Ich bekam schließlich nur das Gefühl, dass Miller entweder sauer auf ihren Ehemann/Ex ist oder eine katastrophale Beziehung zu ihrer Mutter hat. Und beides sind jetzt nicht unbedingt Themen, die mich in meiner Freizeit gut unterhalten oder interessieren.

Fazit: Es war mir eine Qual das Buch zu lesen. Hätte ich im Augenblick kein anderes Werk zur Hand gehabt, hätte ich das Buch abgebrochen. Schade um das Geld. Absolut keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.06.2020

Eine berührende Geschichte über Abschied

Sir Davey Jones
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"Sir Davey Jones - Die Reise zur Regenbogenbrücke" von Sonju DiCarmen in Zusammenarbeit mit Jasmin N. Weidner und Illustrationen von Sabrina Kuhls ist ein wundervolles Kinderbuch über Abschied.

Inhaltlich ...

"Sir Davey Jones - Die Reise zur Regenbogenbrücke" von Sonju DiCarmen in Zusammenarbeit mit Jasmin N. Weidner und Illustrationen von Sabrina Kuhls ist ein wundervolles Kinderbuch über Abschied.

Inhaltlich geht es um Sir Davey Jones, der nach einem langen, erfüllenden, abenteuerreichen Leben bemerkt, dass sein Ende naht. Er berichtet über all seine Lieblingsmomente in seinem Leben, seinem kleinen Bruder, der Angst hat ihn zu verlieren. Durch die Erzählungen jedoch, nimmt er ihm die Angst und geht schließlich über die Regenbogenbrücke.

Sprachlich sehr einfach gehalten. Für Kinder, die ebenfalls mit Trauer und Abschied umzugehen lernen müssen ein wunderbares Buch - eignet sich insbesondere zum Vorlesen!

Mit vielen Illustrationen und Fotos.

Fazit: Empfehlenswert für jeden, der ein Hundefan ist und sich mit Abschied auseinandersetzt oder bald auseinandersetzen muss...

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Veröffentlicht am 14.06.2020

Aufklärende Geschichte rund um den High Heel

High Heel
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"High Heel" von Summer Brennan ist ein Sachbuch über die Entstehungsgeschichte des High Heels.

Inhaltlich ist das wissenschaftliche Werk in 5 Kapitel unterteilt, die je ein Thema rund um den Schuhtypen ...

"High Heel" von Summer Brennan ist ein Sachbuch über die Entstehungsgeschichte des High Heels.

Inhaltlich ist das wissenschaftliche Werk in 5 Kapitel unterteilt, die je ein Thema rund um den Schuhtypen behandeln.

Philosophisch und historisch geht es um berühmte Frauen und ihr Schuhwerk als Machtsymbol. Hierbei hat sie sich vor allem auf Sylvia Plath und Daphne fokussiert.

Brennan spricht u.a. davon, dass es wichtig und richtig ist, dass man akzeptieren muss weiblich zu sein und gleichzeitig die gleichen Rechte wie Männer erhält. Machtpositionen erhält trotz/mit Röcken, High Heels udn Make-Up genauso wie auch ohne all das zu 100% akzeptiert werden muss, sollte man sich als Frau dagegen entscheiden. Denn letztlich ist jede Frau bei dieser Wahl völlig frei ihre eigene Entscheidung zu treffen (leider hat sie nicht erwähnt, dass manche Branchen def. noch dazu lernen müssen wie bspw. Flugbegleiterinnen).

Märchenmetaphern in denen es um Schuhe geht, werden analysiert und aufgeschlüsselt. Sehr interessant und einleuchtendes Kapitel.

Kritik: Manchmal erklärt sie auch, dass es allgemein um das Schönheitsbild der Frau geht. Außerdem noch um die Biologie des Menschen. Um die Attraktivität, Reproduktion,... In den Punkten war sie mir ein wenig zu viel vom Hauptthema abgeschweift.

Teilweise wirkt das Werk für mich ein wenig chaotisch, unstrukturiert, unordentlich und ist leider ohne Fußnoten und nur mit einem Verzeichnis für weiterführende Literatur angegeben. Manchmal schweift Brennan auch für meinen Geschmack zu sehr in Metaphern und Bilder ab, sodass ich den Bezug zu Schuhen nicht mehr erkennen kann.

Fazit: Leseempfehlung an alle, die sich für High Heels, ihre Geschichte und Bedeutung interessieren.

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Veröffentlicht am 13.06.2020

Eine Reise, die neidisch macht

Einmal mit der Katze um die halbe Welt
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"Einmal mit der Katze um die halbe Welt" von Martin Klauka ist ein Reisebericht, der auf wahren Ereignissen beruht.

Inhaltlich bricht Klauka Mitte 2017 alle Zelte in Deutschland ab, um mit seinem Findeling ...

"Einmal mit der Katze um die halbe Welt" von Martin Klauka ist ein Reisebericht, der auf wahren Ereignissen beruht.

Inhaltlich bricht Klauka Mitte 2017 alle Zelte in Deutschland ab, um mit seinem Findeling aus einer Marokkoreise einen Freund in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Besuch abzustatten - auf dem Motorrad.

So reist er durch halb Europa, die Türkei, den Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Pakistan, Indien und Nepal - mit vielen Fotos, die direkt in die Kapitel eingebaut sind und einer Landkarte in der Buchklappe, auf der man den Weg direkt mitverfolgen kann.

Er berichtet über die Sehenswürdigkeiten, kulinarische Vielfalt, Kultur, Problemen auf der Reise, Traditionen, Bräuche, Feste, Missstände, Infrastruktur, Gastfreundschaft und das Klima.

Stilistisch: Der Text ist sprachlich auf einem einfachen Niveau gehalten. Jeder interessierte Leser sollte das Buch verstehen und innerhalb kurzer Zeit verschlungen haben.

Fazit: Absolute Leseempfehlung an alle, die interessiert sind ebenfalls solch eine Reise zu unternehmen. er gibt hilfreiche Tipps hin und wieder. Aber auch an alle, die einfach mal gern in der Quarantäne mental den eigenen, sattgesehenen 4-Wänden entfliehen wollen. Für einen kurzen Moment war ich so tief in der Materie, dass ich aufgrund eines Gebetsrufs des Erinnerungsweckers meines türkischen Nachbarn, tatsächlich dachte, ich sei gerade selbst in der Türkei. So gut ist das Buch!!!

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Emotionslos, klischeebelastet

Truly
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"Truly" ist der Auftakt der neuesten Trilogie von Ava Reed.

Inhaltlich geht es in dem Young Adult Roman um Andie, die nach einem schweren Schicksalsschlag endlich ihren Traum von einem Studium in Sattle ...

"Truly" ist der Auftakt der neuesten Trilogie von Ava Reed.

Inhaltlich geht es in dem Young Adult Roman um Andie, die nach einem schweren Schicksalsschlag endlich ihren Traum von einem Studium in Sattle mit ihrer besten Freundin erfüllt.
Jedoch klappt auch das nur mit großen Hürden, da sie kaum Geld und erst recht keine eigene Wohnung/Zimmer hat. Es folgt also weiterhin Schicksalsschlag auf Schicksalsschlag, bis bald eine Wendung kommt, sie eine Job ergattert, wenn da nur nicht dieser Cooper mitarbeiten würde, der sie anscheinend grundlos nicht ausstehen kann...

Charaktere: Cooper bleibt blass. Andie übertreibt bei jeder kleinen Krise.

Die Charaktere, die in dem 2. Band den Fokus bekommen tauchen auch schon im 1. Band auf und stehlen teilweise sogar das Rampenlicht zu sehr von Cooper und Andie. Sie lernen sich kenne, ihre eigenen Probleme werden angerissen, um Spannung zu zeugen. Die Bewältigung und das Zusammenkommen folgt aber natürlich dann doch in ihrem eigenen Band.

Mein größtes Problem war: Man kann sich wundervoll mit der Protagonistin am Anfang identifizieren/sich in sie hineinversetzten. Jedoch bleibt trotz der wechselnden Sichtweise (die Kapitel variieren jeweils immer zwischen den Blickwinkeln von Cooper und Andie als Ich-Erzähler) Cooper nicht ganz fassbar. Er wird wie ein Klischee mit seinem Motorrad, Lederjacke, Tattoo... Man hätte mehr daraus machen können. Daher verstand ich auch bis zum Schluss nicht, warum genau sie sich in ihn verliebt. Sie haben in dem ganzen Werk kaum ein süßes Date verbracht, kaum Worte miteinander gewechselt. Sie fanden sich einfach nur von Anfang an scharf.

Fazit: Insgesamt eine Geschichte, die man schon x-mal in dem Genre gelesen hat. Kaum Novum, innovatives. Enttäuschend.

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