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Jenny_Colditz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2022

Achtung, könnte Spoiler enthalten

La Vita Seconda
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Spoilerwarnung!!!



Das Buch hat nur 250 Seiten, für die ersten 150 hab ich über 3 Monate benötigt für die letzten 100 Seiten dann nur eine Stunde.
Bis es soweit war, lief es aber doch recht zäh. Man ...

Spoilerwarnung!!!



Das Buch hat nur 250 Seiten, für die ersten 150 hab ich über 3 Monate benötigt für die letzten 100 Seiten dann nur eine Stunde.
Bis es soweit war, lief es aber doch recht zäh. Man verstand die Zusammenhänge nicht, warum wer wo eine Rolle spielt.

Die Geschichte selbst wird, wie bereits im Klappentext erwähnt, in zwei Zeitebenen erzählt. Viele unterschiedliche Figuren bekommen große und kleine Auftritte. Bis auf Mark und Leya konnte ich bis zum Schluss keiner weiteren Figur ansehen was für einen Zweck sie hier in diesem Buch hatte. Gerade die Lovestory von Mia und Oliver, hatte keinen Zweck oder irgendeinen Sinn, außer das es weitere Seiten füllte. Bis der Leser verstand was beide Geschichten verbindet, liefen beide nebeneinander daher, ohne das man Gemeinsamkeiten sah. Die Figuren bekamen keine Verbindung. Das war schon seltsam und regte zum miträtseln an. Auf die endgültige Lösung wäre ich allerdings nicht gekommen, diese war wirklich clever und hat der Geschichte einen Stern gerettet.

Der Schreibstil war einfach gehalten. Die Figuren blieben blass und bekamen keinerlei Tiefe. Hintergrundgeschichten wurden nicht näher erleuchtet. Wie bereits erwähnt könnte man Mia und Oliver auch durch Blumentöpfe austauschen, es würde an der Story nichts ändern. Allerdings bekamen sie sehr viel Platz eingeräumt, ohne das was erklärt wurde und das ärgerte mich doch arg. Es wurde dutzendfach erwähnt das "damals" etwas vorgefallen ist, was genau wird nie zur Sprache gebracht. Allerdings muss es fast katastrophal furchtbar und schlimm gewesen sein, denn Mia hasst Oliver regelrecht, hat Angst vor ihm und rennt ständig weg. Hier hätte mehr erklärt werden können, oder die Figuren komplett streichen und durch eine Palme austauschen.

Ich war gut unterhalten, hätte mir aber durch den KT mehr gewünscht. Ich wollte historische Hintergründe, Medici Drama, Rubens Kunst und viel mehr. Es plätscherte aber sehr einfach dahin. Hatte Rubens einen Sinn in dem Buch? Nein! Und Frau Medici? noch weniger? Weniger Figuren und mehr Inhalt wären sehr ratsam gewesen.

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Veröffentlicht am 11.03.2022

tolles Jugendbuch

Die Stadt der Seher
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Marco und Elena sind so süß gezeichnet, die Charaktere so unterschiedlich und doch gleich. Man spürt warum sie sich mögen und Zeit miteinander verbringen. Man merkt warum sie tuen was sie tuen.
Die Story ...

Marco und Elena sind so süß gezeichnet, die Charaktere so unterschiedlich und doch gleich. Man spürt warum sie sich mögen und Zeit miteinander verbringen. Man merkt warum sie tuen was sie tuen.
Die Story selber ist jetzt nichts überraschendes, aber trotzdem angenehm zu lesen. Die langsam wachsenden Gefühle nachvollziehbar, es muss nicht immer Liebe auf den ersten Blick sein, es kann sich auch gern einmal erst eine Freundschaft entwickeln.

Auch die Unterscheidung zwischen Gut und Böse, Schwarz und Weiß und das durcheinander würfeln von alledem. Das war richtig gut. Wer ist gut? Wer ist der Böse? und gibt es eigentlich viel mehr Grautöne als wir alle denken?

Ein wirklich angenehmes Jugendbuch, welches ich nur empfehlen kann. Spannende Lesestunden, welche durch den Sprecher wunderbar erzählt wurde.

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Veröffentlicht am 11.03.2022

Spannender erster Teil

Das Kreuz des Pilgers
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Wann erscheint Teil 2?
Also mal ehrlich, was war das für ein fieser Cliffhanger?

Aber mal zum Anfang zurück. Die Grundstory: das Geheimnis der Eheleute, die kommende Lovestory war jetzt nichts überraschendes. ...

Wann erscheint Teil 2?
Also mal ehrlich, was war das für ein fieser Cliffhanger?

Aber mal zum Anfang zurück. Die Grundstory: das Geheimnis der Eheleute, die kommende Lovestory war jetzt nichts überraschendes. Es gab hierzu genügend Hinweise und dies direkt zu Beginn des Buches. Somit blieb die Spannung hierzu recht schwach. Es gibt allerdings andere Personen und Handlungen welche durchaus interessant sind. Colins Bruder und dessen Wahnsinn, Palmiro und dessen Schatz aus dem Abendland und die Story hierzu. Ich kann mir auch gut vorstellen das es einmal ein Buch mit dessen Vorgeschichte gibt, das muss ein spannendes Abenteuer gewesen sein.

Ganz allgemein fühlte ich mich häufig, als wäre dies nicht Teil 1 einer Reihe. Einige Zusammenhänge wurden doppelt und dreifach erklärt, andere nur teilweise. Gerade sämtliche Familienzusammenhänge, wer ist mit wem verwandt / verheiratet, ich habe es leider bis zum Schluss nicht verstanden. Auch da ich keine besonderen Sympathien zu irgendeinem der Charaktere entwickeln konnte. Durch die wenigen Informationen, bekam ich keinen Zugang, somit konnte ich auch nicht mitfiebern, lieben, trauern oder Spannung empfinden. Die Charaktere waren mir schlicht egal. Allerdings war die Story trotzdem sooo spannend das ich gar nicht aufhören konnte zuzuhören, und ich auch unbedingt wissen mag wie es weitergeht. Es ist actionreich, spannungsgeladen, aber auch stellenweise recht ruhig und langatmig, aber es ist ein guter Mix zwischen beiden, so dass es wieder angenehm wird.

Die Sprecherin ist grandios, auch wenn ihre Stimmfarbe nicht unbedingt auf die vielen sehr jungen und naiven Damen passt. Die männlichen Parts wiederum spricht sie perfekt. Sehr angenehme Geschwindigkeit, Betonungen.

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Veröffentlicht am 06.03.2022

Informativ, aber emotionslos

Lady Churchill
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Jeder kennt den Namen Churchill, jeder denkt sofort an den älteren gebrechlichen Mann welcher England aus dem Krieg holte. Eine große Figur, eine beeindruckende Gestalt. Aber kennt jemand dessen Frau?
Ich ...

Jeder kennt den Namen Churchill, jeder denkt sofort an den älteren gebrechlichen Mann welcher England aus dem Krieg holte. Eine große Figur, eine beeindruckende Gestalt. Aber kennt jemand dessen Frau?
Ich nicht, muss ich ehrlich gestehen. DAs wollte ich ändern, und erhoffte mir private Einblicke.
Diese bekam ich auch. Eine Frau welche ich so nicht erwartet habe. Frau Churchill hatte mich mehrfach überrascht. Ihre psychischen Leiden, ihre Aufopferung für ihren Mann und dessen Politik, ihre Position im Krieg und dessen Auswirkungen, ihre vielen Projekte und vieles weiteres.
Man bekommt in einer Art Zeitsprung gewisse Phasen ihres Lebens mit, die Geburt ihrer 5 Kinder, der Tot von Bekannten und Verwandten, ihren Umgang damit. Den ersten sowie zweiten Weltkrieg, Winstons politischer Aufstieg, sein tiefer Fall und erneuerter Aufstieg. Und man bekommt den Eindruck, nur anhand des geschriebenen, das sie zwar sagt das sie sehr gefühlvoll ist, aber bei mir als Leser kam dies leider nicht an. Ich habe sie als sehr emotionslos wahrgenommen, vor allem ihren Kindern gegenüber. Die Figuren erhielten zwar viel Tiefe, blieben trotzdem blass und kalt zurück. Sie muss eine starke Frau gewesen sein, mit all dem was sie erlebt hat, an der Seite eines so wichtigen Mannes, in einer so schwierigen Zeit. Leider konnte die Autorin dies nur nicht ganz so gut aufs Papier übertragen. Auch die Hörbuchsprecherin konnte vieles davon nicht transportieren. Ihre Stimmlage war zu 90% völlig emotionslos. DAs passte zwar zum 'Inhalt, aber nicht zur Art des Buches.

Es war definitiv informativ, aber nicht aufwühlend. Es hat mich kurzweilig unterhalten, wird aber nicht in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 06.03.2022

Actionreich ohne wirkliche Tiefe

Das schwarze Herz des Winters – Unholy
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Puhhh, es ist schwer zu sagen ob ich die Story mochte oder nicht.

Zu aller erst hatte ich Schwierigkeiten mit den Namen der Figuren. Dadurch das diese für mich so schwer waren, konnte ich sie mir nicht ...

Puhhh, es ist schwer zu sagen ob ich die Story mochte oder nicht.

Zu aller erst hatte ich Schwierigkeiten mit den Namen der Figuren. Dadurch das diese für mich so schwer waren, konnte ich sie mir nicht merken und wusste in der Regel nicht wer wer ist und mit wem dieser anbandelt.
Auch erhielten die Figuren keine Tiefe, weswegen die Gefühle untereinander mehr Tell then show war. Man wusste sehr frühzeitig welches Pärchen sich findet, aber nicht da man die Gefühle nachvollziehen oder verstehen konnte, sondern da es hierzu sehr offensichtliche Hinweise gab. Ich habe diese Gefühle nicht nachvollziehen können, es bliebt mir bis zum Schluss schleierhaft worauf diese Zuneigung baute.

Die Magie war mal was neues. Die Gebete zu unterschiedlichen Göttern und die daraus resultierende Macht sehr interessant. Aber auch hier waren es mir zu viele Namen. Absolutes Infodumping, mehr oder minder, denn man erfuhr divers osteuropäisch klingende Namen in einer langen Reihenfolge, aber dann nicht mehr. Keine weiteren Erklärungen oder ähnliches. Sehr Schade, denn es war eine wirklich neue Idee.
Die zweite Art der Magie war für mich noch unverständlicher, da sie an Logik nur so mangelte. Blutmagie, ja klar braucht man dafür Blut ist ja logisch. Aber das der Magier dafür sich regelmäßig die Pulsadern aufschneidet, Literweise Blut verliert und daran nicht stirbt, sondern nur einen Schluck Wasser trinkt um zu gesunden... Joar... das entspricht keinerlei Logik. Es ist das unlogischste was ich seit langem gelesen habe und es verärgerte mich sehr. Da auf diesen Umstand immer wieder verwiesen wurde.

Das Setting erinnerte mich an Russland. Auch die Namen vieler Figuren ließen dies erahnen. Vielleicht ist es jetzt ganz einfach der falsche Zeitpunkt für das Buch, aber es hinterließ einen faden Beigeschmack, weswegen ich es nicht 100% genießen konnte. Gepaart mit vielen Logikfehlern und völlig frei jeglicher Tiefe der Charaktere war es zwar vergnüglich. Wer aber genaueres wissen möchte, mit Figuren mitfühlen will und Hintergründe entdecken will, ist hier leider falsch. Das Buch bietet Spannung, auch einen Plotttwist welcher mich überraschte und jede Menge Actionszenen welche wirklich gut waren, darüber hinaus aber leider nicht mehr.

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