Profilbild von Jessica_BF95

Jessica_BF95

Lesejury Profi
offline

Jessica_BF95 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jessica_BF95 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Handlung hat wenig überzeugt

Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens
0

Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens von Daisy Garrison klang vom Klappentext her sehr vielversprechend und nach einem Buch, dass gerade den Übergang von Schulabschluss zu Collegeanfang wiederspiegelt. ...

Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens von Daisy Garrison klang vom Klappentext her sehr vielversprechend und nach einem Buch, dass gerade den Übergang von Schulabschluss zu Collegeanfang wiederspiegelt.

Vom Schreibstil und der wechselnden Perspektiven her fand ich es ganz angenehm. Die Kapitel waren nicht zu lang und es war flüssig zu lesen.

Allerdings hat mich die Handlung bzw. auch einzelne Charaktere nicht so richtig abgeholt.
Die Stellen, die aus der Vergangenheit erzählen, wo die beiden Protagonisten sich angefreundet haben und wo man mehr über Minas Vater erfahren hat, fand ich schön beschrieben.

Nicht überzeugt, hat mich die Entwicklung zwischen den Freundschaften zwischen Mina und den anderen Schülern. Gerade nachdem man aus ihrer Vergangenheit erfährt, ist es für mich vollkommen unschlüssig wie man mit diesen Menschen überhaupt Kontakt haben möchte. Dieser Unglaube zieht sich dann auch einfach durch die ganze Handlung, es ist nicht nachvollziehbar wie man dieses Verhalten vergessen und "verzeihen" kann und parallel gibt's ein hin und her zwischen Personen, die angeblich Gefühle entwickeln.

Eins der Trigger Themen fand ich beim ersten Auftauchen erstmal kaum bemerkbar, ich musste die Stelle nochmal lesen, um wirklich sicher zu sein. Das hätte anders aufgearbeitet werden müssen.

Die Handlung war insgesamt einfach nicht meins, es war ein riesen hin und her, Gefühle von anderen werden einfach die ganze Zeit verletzt, ohne darüber nachzudenken und das Mobbing Thema lese ich an sich auch nicht gerne. Dies war durch den Klappentext allerdings nicht ersichtlich.

Der Verlauf der Geschichte wurde dann zwar besser aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass die Protagonisten eigentlich 2-3 Jahre jünger sind als hier beschrieben, weil sich teilweise doch wirklich kopflos und kindisch verhalten wird.
Ich denke die Zielgruppe dieses Buches ist aber nochmal eine andere, einfach jüngere Zielgruppe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2026

Spannende und emotional packende Handlung

Liars all around me
0

Liars all around me von Clara Blais ist ein Buch ganz im Stil von "A Good Girl's Guide to Murder" und hatte mich daher direkt angesprochen. Die Leseprobe fand ich schon super, Ryle war mit direkt sympathisch ...

Liars all around me von Clara Blais ist ein Buch ganz im Stil von "A Good Girl's Guide to Murder" und hatte mich daher direkt angesprochen. Die Leseprobe fand ich schon super, Ryle war mit direkt sympathisch durch seinen Humor, daher konnte ich es kaum erwarten, weiter zu lesen.

Anfangs habe ich etwas gebraucht bis ich in die Handlung rein gekommen bin. Danach allerdings habe ich es in einem Rutsch durch gelesen und konnte das Buch auch gar nicht mehr weg legen.

Die Kapitel wechseln aus der Sicht von Avery und Ryle, was ich sehr angenehm fand. Avery ist die Tochter der Bürgermeisterin und hat daher mit sehr viel Druck zu Hause und auch in der Öffentlichkeit und der Schule zu kämpfen. Sie nimmt es zwar so hin, aber während der Handlung können wir Stück für Stück hinter die aufgebaute Mauer und Fassade blicken.
Bei Ryle ist es ähnlich. Er wird für kleinkriminell gehalten und hat das typische Bad Boy Image, tut aber auch nichts dafür, um das Gegenteil zu beweisen. Auch bei ihm blicken wir nach und nach hinter die Mauern.

Ryle war mir igendwie direkt sympathisch, ich fand ihn sehr humorvoll und die Beziehung zu seinem kleinen Bruder ist sehr liebevoll und verständnisvoll, er wird als sehr empathischer Mensch dargestellt.
Auch Avery war mir sehr sympathisch, man fühlt einfach mit ihr mit wenn die Szenen mit ihren Eltern passieren.

Die Handlung hat mir gut gefallen, das langsame Annähern von Ryle und Avery, das Blicken hinter die jeweilige Fassade ist sehr schön beschrieben und es wird langsam aufgebaut, sodass es mich an den richtigen Stellen auch emotional mitgenommen hat und die Tränen gekommen sind. Hier wurde nichts übereilt oder überhastet geschrieben.

Ich fand es auch gut, dass die ganze Zeit an der Auflösung des Mordes gedacht wurde und wie die Jugendlichen versuchen es zu lösen.

Das Ende bzw. den letzten Abschnitt fand ich wirklich unvorhersehbar, man hält im Laufe des Buches wirklich jeden für verdächtig.

Das einzige was mich gestört hat, waren ein paar Grammatik- und Rechtschreibfehler.

Insgesamt kann ich das Buch wirklich weiterempfehlen. Der Spannungsaufbau war genau richtig, es wurde nichts überhastet und emotional konnte es mich auch mitnehmen, daher 4,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2026

Lange im Dunkeln getappt

Beth is dead
0

Beth is Dead von Katie Bernet war für mich ein fesselnder Thriller, bei dem ich nach jedem Perspektivwechsel jemand anderen als Mörder verdächtig habe.

Der Anfang war schon keine leichte Kost. Darüber ...

Beth is Dead von Katie Bernet war für mich ein fesselnder Thriller, bei dem ich nach jedem Perspektivwechsel jemand anderen als Mörder verdächtig habe.

Der Anfang war schon keine leichte Kost. Darüber zu lesen wie Beth, eine der vier Schwestern, draußen ermordet aufgefunden wird und es nicht klar ist, wer es war und was passiert ist.

Die Kapitel haben zwischen den Schwestern hin und her gewechselt, auch in der Zeit. Teilweise haben wir sogar aus der Sicht von Beth lesen können. Spannend war dabei wie unterschiedlich die Schwestern sind und welche Geheimnisse und Konflikte unter der Oberfläche brodeln. Ich habe nach jedem Kapitel immer wieder überlegt wie die jeweilige Schwester einzuschätzen ist, ob sie einen sympathisch ist, ob sie vielleicht ein Motiv hätte, weil es so unklar war, wer es getan haben könnte.

Die Spannung hat sich meiner Meinung nach die ganze Zeit konstant gehalten, es war sehr packend geschrieben und die Handlung wirklich durchdacht.

Das einzige was mir gefehlt hat, war das Trauern um Beth und auch irgendwo das Vermissen des Vaters. Ich fand, dass die Gefühle leider etwas an der Oberfläche blieben. Man hat nicht so wirklich die Trauer um die ermordete Schwester und den verschwundenen Vater gespürt. Man hatte das Gefühl sie würden "einfach" mit ihrem Leben weitermachen wie bisher.

Die Aufmachung des Buches finde ich auch sehr hübsch, das Lesezeichen, das man heraus trennen kann, fand ich super praktisch.

Das Buch hat mich wirklich sehr gut unterhalten, ich habe sehr lange im Dunkeln getappt wer es sein könnte und hatte nur Vermutungen, die ich nicht für wahrscheinlich hielt. Mit dem Ende hatte ich so nicht gerechnet. Also ein wirklich gelungener Thriller! Für mich insgesamt 4,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2026

Süße second chances Romance

Wild Roses & Fireflies
0

Wild Roses & Fireflies von Anja Tatlisu ist eine süße second chances Romance, die mich gut unterhalten hat.

Wir haben Emma und Channing, zwei ehemals beste Freunde, die nach dem Schulabschluss den Kontakt ...

Wild Roses & Fireflies von Anja Tatlisu ist eine süße second chances Romance, die mich gut unterhalten hat.

Wir haben Emma und Channing, zwei ehemals beste Freunde, die nach dem Schulabschluss den Kontakt verloren haben und sich zufällig auf dem 5-jährigen Jahrgangstreffen wieder treffen. Dieses Treffen bringt Emma zum Nachdenken, sodass sie die Stadt kurzfristig hinter sich lässt und ihn in Boston überrascht.

Wir bekommen eine süße Freundschaft, die erst wieder anknüpfen muss an dem, was vor fünf Jahren zurück gelassen wurde. Emma versucht mehr aus ihrem Leben zu machen, was sehr inspirierend war.

Was ich süß fand, waren die Flirtversuche seinerseits, denn man wusste nie so richtig ob er es ernst meint oder einfach lockerer drauf ist und es mit einem Augenzwinkern meint. Sie versuchen einander eine Stütze zu sein, in Zeiten des Umbruchs, gehen dabei aus ihrer Komfortzone, respektieren aber auch die Grenzen des anderen.

Insgesamt hat mir aber die Tiefe gefehlt.
Die Wiederholungen der Situation aus Sicht von ihm haben gestört, die Kapitel aus seiner Sicht fand ich aber an sich gut. Ungünstig war nur, dass die Sätze nochmal komplett wiederholt wurden.

Vom Charakter und der Beschreibung her fand ich ihn etwas blass, an der Oberfläche, seine Gefühle wurden nicht so klar und überzeugend, da hätte ich mehr Kapitel aus seiner Sicht gut gefunden.

Zum Ende hin wurden die Missverständnisse bzw. die fehlende Kommunikation immer mehr, was gestört hat beim Lesen. Es wirkte einfach wenig erwachsen, wobei das irgendwo auch wieder zu den zwei Protagonisten gepasst hat und so wie sie ihr Leben bisher gelebt und wie wenig sie bis dahin reflektiert haben.

Insgesamt war es für mich nicht genug in der Tiefe, es blieb teilweise sehr oberflächlich und die fehlende Kommunikation zum Ende hin, fand ich wirklich nervig. Für mich insgesamt 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2026

Nervenkitzel ohne Ende

Missing Page - Tödliche Worte
0

Missing Page von Katie Kento war für mich wirklich reiner Nervenkitzel.
Die Schreibweise fand ich angenehm und packend und ich war direkt in der Handlung drin.

Die Protagonistin Toni war mir zunächst ...

Missing Page von Katie Kento war für mich wirklich reiner Nervenkitzel.
Die Schreibweise fand ich angenehm und packend und ich war direkt in der Handlung drin.

Die Protagonistin Toni war mir zunächst eigentlich sympathisch aber die Sachen, die sie mit zu dem Workshop des Bestsellerautors genommen hat, waren schon verdächtig und ich konnte ihr bis zu einem gewissen Kapitel nicht vollkommen trauen. Das Schlafwandeln hat zusätzlich dazu beigetragen, dass immer eine gewisse Skepsis erhalten blieb.

Die Charaktere fand ich gut ausgearbeitet, es blieb nicht so oberflächlich, sodass man zu jedem einen Bezug bekam und sich vorstellen bzw. auch eben nicht vorstellen konnte, dass diese Person verdächtig ist.

Irgendwann kam der Zeitpunkt wo man jeden verdächtigt und man hatte hier die klassischen Verdächtigen wie Gärtner, usw.
Es gab im Laufe der Handlung krasse Wendungen, mit denen ich so gar nicht gerechnet habe. Die Auflösung fand ich wahnsinnig gut, ich wäre nie im Leben darauf gekommen. Man hat sich zum Ende hin auch total gestresst und in die Ecke gedrängt gefühlt wie die Protagonistin und hatte über die gesamte Zeit ein beklemmendes Gefühl, weil man niemandem trauen konnte und auch an der Protagonistin selbst zweifelte.

Besonders gelungen fand ich die Rätsel, die sehr gut ausgearbeitet waren, genau wie der Fall an sich. Ich fand es auch sehr abwechslungsreich durch die Lagepläne und die Schreibaufgaben der einzelnen Personen zwischendurch.

Das Tempo war insgesamt stimmig. Im Mittelteil zog es sich für mich nur etwas.
Insgesamt hat es mir aber sehr gut gefallen, es war spannend, hatte viele unvorhersehbare Wendungen und gut ausgearbeitete Charaktere. Kann ich nur empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere