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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2026

Sports Romance mit guter Balance

The Knock Out Contract
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Die Autorin verbindet in diesem Auftakt der Terms of Attraction Reihe echt viele gute Aspekte. Denn auch wenn die Grundstruktur der Handlung natürlich eher weniger überraschend ist, sie folgt dem, was ...

Die Autorin verbindet in diesem Auftakt der Terms of Attraction Reihe echt viele gute Aspekte. Denn auch wenn die Grundstruktur der Handlung natürlich eher weniger überraschend ist, sie folgt dem, was von einem Buch dieser Art erwartet wird, handelt es sich dennoch um ein sehr hübsch geschriebenes und amüsantes Buch.

Gerade die Mischung aus unterschiedlichen Elementen aus den Leben beider Hauptprotagonisten, macht nochmal eine ganz besondere Dynamik aus. Denn die Charakterzeichnungen sind nicht nur bei Parker und Lainey sehr gelungen, sondern auch die Nebenfiguren, wie Jemma ( von der der nächste Band ja auch noch mehr bringen wird) und Arthur habe ich gleich ins Herz geschlossen. Und auch wenn ich mir an manchen Punkten gedacht habe, dass ich persönlich wahrscheinlich anders gehandelt hätte, waren die Geschehnisse stets super authentisch.

Man gerät einfach super schnell in einen schönen Lesefluss, weil man wissen möchte, wann was jetzt wie rauskommen wird, welche Entwicklungen sich noch so ergeben und vor allem wie es nach diesem ( ich weiß nicht konkret, ob es diesen Trope tatsächlich gibt...) "Forced Proximity-Fake Dating" Trope weitergeht.

Insgesamt ein gelungener Auftakt, ich bin super gespannt auf Jemmas Geschichte und kann einfach nur hoffen, dass es genauso gefühlvoll weitergehen wird. ( Auch wenn ich gestehen muss, dass es mir an manchen Stellen doch schon fast etwas zu langsam voranging, ich hätte sie zwischendrin echt mal gern etwas in die richtige Richtung geschubst 😅) Und was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass das Boxen als Sport eher Rahmenbedingung und weniger stark Fokuselement war. Eher ungewöhnlicher für eine Sports Romance, meiner Meinung nach aber super angenehm.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Spannende, aber teils auch etwas zähe Themen

Die Liebeshungrigen
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Themen wie die Auswirkungen von Medien, von Machtgeflechten, der Einfluss von Beziehungen ( sowohl amourös als auch familiär, freundschaftlich oder beruflich) und damit häufig auch verbundene (emotionale) ...

Themen wie die Auswirkungen von Medien, von Machtgeflechten, der Einfluss von Beziehungen ( sowohl amourös als auch familiär, freundschaftlich oder beruflich) und damit häufig auch verbundene (emotionale) Abhängigkeiten empfinde ich als super interessant, weswegen mich dieses Buch sehr gereizt hat.
Die Autorin schafft es insgesamt diese Themen ist ein durchaus lesenswertes Buch zu verpacken, gerade die Verbindung von Privatem und Politischem ist gelungen. Ich muss aber tatsächlich sagen, dass ich trotz der wirklich guten Beobachtungen der Autorin, nicht völlig in die Geschehnisse eintauchen konnte. Es lag vermutlich an einer Mischung verschiedener Faktoren. Da wäre zum einen Mal der Schreibstil, der zwar in seiner Abgeklärtheit an einigen Stellen wirklich passend ist, so aber durchgehend auch eine Distanz erzeugt, die leider auch nicht durch die Charakterzeichnungen wieder etwas aufgehoben werden kann. Zu oft saß ich da und habe versucht die Entscheidungen der Figuren rational und auch emotional nachzuvollziehen und bin leider gescheitert, zu gestelzt wirkt es zeitweise. Zusätzlich blickte ich auch nicht immer ganz durch, wer jetzt wann in welcher Schriftart erzählte und wann zwischendrin auch von "Außen" erzählt wurde.

Alles in Allem ein durchaus interessantes Buch über sehr spannende Dynamiken, die für mich aber leider zu sehr in der Analyse, der Abgeklärtheit verschwunden sind und so etwas von ihrer erzählerischen Spannung verloren haben.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Macht Nähe glücklich ?

Weißer Sommer
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Eine Frage, die für mich einen zentralen Aspekt dieses Buches abdeckt. Denn neben dem großen Thema der ersten große Liebe und wie schnell sie kaputt gehen kann, schwingt über all die Seiten auch immer ...

Eine Frage, die für mich einen zentralen Aspekt dieses Buches abdeckt. Denn neben dem großen Thema der ersten große Liebe und wie schnell sie kaputt gehen kann, schwingt über all die Seiten auch immer der Aspekt der Nähe mit. Kann die alleinige Nähe zu einem bestimmten Menschen uns glücklich(er) machen ? Oder ist manchmal auch gerade die Distanz, das was zu einem späteren Zeitpunkt zu umso mehr Glück führen kann ?
Im Zentrum dieses Debütromans stehen Theo und Alma und ihre Beziehung, die zwischen unterschiedlichen Lebenswegen, Zweifel und der doch immer irgendwie mitschwingenden Zuneigung zueinander, zeitweise immer mehr an Halt verliert.
Eva Pramschüfer entfaltet all die inneren Spannungen und die Gefühle, die bei Beiden mal mehr und mal weniger auch verbal zum Vorschein kommen, sprachlich sehr schön. Gerade diese kleinen Veränderungen im Verhältnis zueinander, die unausgesprochenen Erwartungen und Hoffnungen und stets auch der Versuch sich bei all den Dingen trotzdem noch selbst treu zu bleiben, wurden für mich sehr eindrücklich.
Ein Buch, das mich wirklich sehr mitreißen konnte, gerade in seiner Konzentration auf die Wahrnehmungen der Beiden und die Fragen, die mal konkret ausgesprochen werden, mal nur mitschwingen. Denn es sind genau dieses Fragen, die ( so zumindest mein Gefühl) eigentlich jeder sich irgendwann mal stellt; hält man an einer Beziehung/ einer Person fest oder lässt man sie los ? Versucht man eher gemeinsam an Herausforderungen zu wachsen oder entscheidet man sich doch irgendwann dazu einen eigenen Weg ein zuschlagen ? Die Geschichte hallt für mich eindeutig nach...

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Originelle Idee, leider zu klischeehaft umgesetzt

A Killer Crush
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Was hier versucht wurde klingt zunächst wie eine wirklich spannende und durchaus auch humorvolle Idee. Die Verbindung von Elementen aus den Bereichen RomCom, Horror und Slasher hat vom Klappentext und ...

Was hier versucht wurde klingt zunächst wie eine wirklich spannende und durchaus auch humorvolle Idee. Die Verbindung von Elementen aus den Bereichen RomCom, Horror und Slasher hat vom Klappentext und der Leseprobe her durchaus Potential.
Auch die Hauptperson Jamie, die mit beeindruckend viel Filmwissen aufwarten kann und die die Geschehnisse stets auch durch die Linse von klassischen RomCom bzw. Horror Erzähllinien betrachtet, ist durchaus gelungen. Ebenso auch die Atmosphäre, die durch das Speed-Dating, das sich plötzlich in eine ganz andere Richtung entwickelt zunächst auch eher noch humorvoll angehaucht ist, bis es dann eben kippt, ist schön beschrieben.
Mein großes Problem mit dieser eigentlich so originellen Idee, die echt Potential hat, ist die Umsetzung. Der Genre-Mix ist einfach meiner Meinung nach nicht wirklich ausgegoren. Es wird für mich zu oft auf wirklich klischeehafte Elemente zurückgegriffen, die Jamie zwar ab und an auch (selbst-) ironisch kommentiert, aber dennoch einfach die Innovation der Geschichte aus meiner Sicht etwas untergräbt.

Es ist insgesamt ein Buch, das durchaus einen Blick wert sein kann, wenn man Genre-Mixe mag und bereit ist eine gewissen Klischeebehaftung dabei in Kauf zu nehmen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Gute Ansätze, Charakterentwicklung eher naja

Zugvögel wie wir
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Der Roman erzählt von einer Frau namens Eva, die sich im Schwedenurlaub spontan dazu entschließt mit dem Fahrrad entlang des Zugweges der Kraniche nach Frankreich zu fahren und dabei viele neue Erfahrungen, ...

Der Roman erzählt von einer Frau namens Eva, die sich im Schwedenurlaub spontan dazu entschließt mit dem Fahrrad entlang des Zugweges der Kraniche nach Frankreich zu fahren und dabei viele neue Erfahrungen, auch durch außergewöhnliche Begegnungen sammelt. Außerdem soll sie sich auf dieser Reise wieder selbst neu entdecken.

Für mich persönlich war der Einstieg in dieses Buch etwas holprig, die unterschiedlichen ( scheinbar wahllos aneinandergereihten) Texte haben mich zunächst etwas verwirrt, aber im weiteren Verlauf wurde das dann noch besser. Der Schreibstil passt auch sehr gut zur Atmosphäre, die aufgebaut wird, gerade auch mit den leisen Andeutungen, die immer wieder zwischen den Zeilen gemacht werden.

Es werden viele wichtige Themen angeschnitten und was für mich u.A. auffällig war, ist die Tatsache, dass weniger die negativen Dinge wie Verlust und Versäumnisse, sondern eher die Hoffnung, die Möglichkeit auf zweite Chancen, etc. im Vordergrund stand. Und ganz zentral natürlich auch die Frage, wie man nochmal neu beginnen kann ohne Vergangenes zu verleugnen.

Was für mich aber leider ein Punkt war, der das ganze Schöne an diesem Buch etwas trübt, ist die Tatsache wie wenig charakterliche Tiefe Eva als Hauptperson hat. Gerade bei einem Roman dieser Art mit diesen Themen hätte ich mir eine deutlich stärkere Entwicklung über die Reise hinweg gewunschen. Denn so schön offene Enden auch sind, um sich selbst zu überlegen, wie es weitergehen könnte, gewissen Dingen sollten dann doch nicht im Vagen gelassen werden.

Insgesamt ein Roman, der viele wichtige Themen anspricht und auch eine schöne Atmosphäre hat, mich aber mit der Figurenzeichnung ( die hier ja eigentlich sehr wichtig ist ) nicht überzeugen konnte.

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