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Veröffentlicht am 18.05.2026

Ausbaufähiger Auftakt einer Reihe

Strandopfer
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Die Stimmung, die schon vom Cover her ausging, diese düstere, (be-)drückende Atmosphäre hat mich gleich gepackt. Auch der Klappentext mit seiner Aussicht auf eine grenzübergreifende Ermittlungsarbeit, ...

Die Stimmung, die schon vom Cover her ausging, diese düstere, (be-)drückende Atmosphäre hat mich gleich gepackt. Auch der Klappentext mit seiner Aussicht auf eine grenzübergreifende Ermittlungsarbeit, (mindestens) zwei mysteriöse Todesfälle und eine Entführung, hat meine Neugierde noch mehr geschürt.
Leider habe ich mich dann aber sehr schwer getan in das Hörbuch hineinzufinden. Das lag glaub ich zunächst am Sprecher, dessen Sprachstil mir einfach nicht ganz zusagte, was sich dann im weiteren Verlauf soweit legte. Der viel größere Faktor war dann aber leider die Tatsache, dass mir die beiden Ermittlercharaktere über die gesamte Geschichte hinweg leider immer unsympathisch und unnahbar erschienen. Lena hält mit ihren Vorurteilen gegenüber das Land Polen und seine Bewohner mal gar nicht hinter dem Berg ( ich dachte ich hätte herausgelesen, dass sie auch in der Grenzregion aufgewachsen ist,...) und gibt sich auch scheinbar nicht wirklich Mühe diese Vorurteile zu widerlegen. Und sie jammert ständig, was ich als nicht wirklich angenehm zu hören empfunden haben, irgendwann wird dann das x-ten Wehklagen über ihre Herkunft und ihre Kindheit echt anstrengend. Aber Adam ist auch nicht wirklich besser; er wirkt auf mich schon etwas sehr bemüht darauf immer die Nase vorne zu haben ( Zusammenarbeit kenn ich irgendwie anders) und teils auch echt etwas verkrampft in seinem Verhalten, etwas mehr Empathie hätte sicher nicht geschadet.
Die Geschichte, die grundsätzlich erstmal spannend gestartet ist, gewinnt dadurch leider durch die grenzübergreifende Zusammenarbeit eher nicht, auch weil ab einem gewissen Punkt, das Gefühl aufkommt, dass sich die Ermittlungen sehr im Kreis drehen, einfach nur um noch Zeit zu schinden. Ich hab mich dann auch immer einfach nur berieseln lassen ohne wirklich noch mitzurätseln.
Abschließend ist die Auflösung dann einigermaßen okay, das Motiv kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber naja.

Ein Reihenauftakt, der alles in allem nicht wirklich meine Neugierde auf weitere Bände gelockt hat. Ich kann nur hoffe, dass die beiden Ermittlercharaktere sich vielleicht noch etwas mehr aneinander annähern und so besser zusammenarbeiten, dann drehen sich die Ermittlungen vielleicht auch nicht mehr so viel im Kreis bis es endlich zur Auflösung kommt.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Spannung ist etwas anderes als Anspannung

Bachelorette Party
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Von der Aufmachung des Covers her und dem Klappentext war ich sehr gespannt auf dieses Buch, auch wenn mich diese "Untertitel" irgendwie immer mehr stören. Es ist so eine Mischung aus "Sie nehmen irgendwie ...

Von der Aufmachung des Covers her und dem Klappentext war ich sehr gespannt auf dieses Buch, auch wenn mich diese "Untertitel" irgendwie immer mehr stören. Es ist so eine Mischung aus "Sie nehmen irgendwie den Plot vorraus und sind dabei aber auch schrecklich nichtssagend".
Rückblickend muss ich leider auch sagen, dass sich mir der (Haupt-)Titel nicht wirklich erschließt, aber naja.
Die Geschichte entfaltet sich dann im Inneren in kleinen Schritten, die mal mehr, mal weniger nachvollziehbar sind und bei denen die Zeitleiste und ihre Geschehnisse immer im Hinterkopf behalten werden sollten. Richtige Spannung im Sinne von man ist wirklich gefesselt von den Geschichte kam bei mir leider eher nicht auf, lag vielleicht auch daran, dass ich bis zum Schluss nicht ganz mit den Charakteren warmgeworden bin. Eher würde ich es als eine gewisse Angespanntheit der Situation bezeichnen. Denn interessant sind die Geschehnisse und die Geheimnisse, die die einzelnen Personen mit sich bringen, schon.
Insgesamt ein Buch, das man schonmal lesen kann von dem man sich aber mMn. nicht zu viel bzgl. Spannung erhoffen darf und bei dem man sich aufs Ende hin ( ohne jetzt stark zu spoilern) auf Gewalt und meiner Meinung nach unnötige Brutalität erstellen muss.
Für mich ein eher durchwachsenes Buch mit okayer Idee, die aber bei der Umsetzung und Auflösung ihre Schwächen offenbart.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Zu schnell, zu viel Spice und zu wenig Sport

Crushed On Ice
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Vom Cover her war ich zunächst echt angetan, der Farbschnitt und die gesamte Farbgestaltung sind gerade für eine Sports Romance mit (vermeintlichem) Eishockey Bezug gut gelungen. Auch wenn im Buch dann ...

Vom Cover her war ich zunächst echt angetan, der Farbschnitt und die gesamte Farbgestaltung sind gerade für eine Sports Romance mit (vermeintlichem) Eishockey Bezug gut gelungen. Auch wenn im Buch dann leider nur sehr wenig wirklich von Sport Aspekten verarbeitet wird. Und ich muss sagen, ein bisschen befremdlich finde ich es schon auch, dass da jetzt extra so Sticker/Banner mit "Ohne KI" (zumindest online) hinzugefügt werden, sollte das nicht selbstverständlich sein ? Aber gut, das ist ein ganz anderes Thema...

Meine Erwartungen an dieses Buch waren ehrlich schon gut hochgesteckt, gerade in dem Hype rund um Romances aus diesem Bereich irgendwie ja auch nicht verwunderlich. Ich muss aber leider sagen, dass mich hier etwas ganz Anderes, es triffts fast perfekt, überrumpelt hat. Angesichts der Kürze des Buches war mir schon klar, dass nicht lange um den heißen Brei herum geredet werden wird, aber so rasand und in dieser Intensität hätte ich trotzdem nicht mit dem Spice gerechnet. Und dabei hat mich eigentlich gar nicht so sehr gestört, dass es schon so früh zur Sache ging, sondern eher, dass Cammie, die uns in den ersten Seiten als total introvertiert und schüchtern vorgestellt wird innerhalb so weniger Seiten eine nahezu 180 ° Drehung vollführt, was für mich leider sehr an der Authentizität und Nachvollziehbarkeit der Geschichte genagt hat. Chase hatte da schon eine etwas besser nachzuverfolgende Entwicklung, auch wenn ich ihn zwischendrin echt gerne geschüttelt und geschriehen hätte: "Denk nach! Kommunizier doch ordentlich" Da hat mir Brody ( ein Freund) von ihm von den Charakterzügen und vom allgemeinen Gehabe her schon viel eher zugesagt. Mehr Tiefgründigkeit, zwischendrin auch mal mehr mit dem Kopf als mit anderen Körperteilen denken, er hat einfach eine gute Balance mit sich gebracht. Ein wenig versöhnt hat das Ende mich dann schon auch noch, mit kleinen Schritten wird die Beziehung realistischer und nachvollziehbarer, man kann auch die Entwicklung von Cammie und Chase besser verstehen, aber leider wurde das am Anfang schon so mit einem überhöhten Tempo erschwert, dass ich insgesamt leider sagen muss, dass es kein Buch war, das ich unbedingt erneut lesen müsste.

Ich kann mir vorstellen, dass es Personen gefällt, die allgemein Bücher dieser Art, bei denen ein zügiges Tempo ohne zunächst eine klare Nachvollziehbarkeit erkennen zu lassen vorgelegt wird, mögen. Und man sollte sich bewusst sein, dass Sport Romance hier nur sehr am Rande passt, in den letzten Kapitel ein bisschen...

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Nicht nur etwas für den Frühling!

Picking Daisies on Sundays
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Es handelt sich hier um eine, meiner Meinung nach ganz besondere Art des Friends to Lovers Trope. Es ist eine ganz interessante Mischung aus diesem Trope und zusätzlich noch dem Faking Dating to lovers ...

Es handelt sich hier um eine, meiner Meinung nach ganz besondere Art des Friends to Lovers Trope. Es ist eine ganz interessante Mischung aus diesem Trope und zusätzlich noch dem Faking Dating to lovers trope. Aber durch diese enge Verbindung der Beiden, die zunächst komplett abgebrochen und dann später wieder neu aufgenommen wird, sind die Dynamiken meiner Meinung nach nochmal zusätzlich interessant.
Denn unsere Hauptcharaktere Levi und Daniella ( auch Daisy genannt und so hat auch der Titel nochmal eine zweite Ebene) kennen sich schon seit ihrer Kindheit und zumindest von ihrer Seite aus waren auch mal noch mehr als nur freundschaftliche Gefühle da. Ihre Freundschaft ist dann aber nach ihrem Abschluss eher unschön auseinandergegangen und nun treffen sie sich ( zufällig würde ich jetzt nicht ganz sagen,...) nach vier Jahren Funkstille wieder, denn Levi braucht ihre Unterstützung. Sie soll auf einer Hochzeit seine Fake Freundin spielen, auch um seinen (vermeintlichen) Traumjob zu bekommen.
Lange Rede kurzer Sinn, dieses Arragement bringt so einiges an Gefühlen, Gedanken, Zweifeln, etc. auf beiden Seiten wieder hoch und gemeinsam navigieren sie sich mal gelungerner, mal etwas tollpatschiger durch all die, an manchen Stellen wirklich sehr amüsanten Situationen, in die sie so geraten.
Die Charaktere sind wirklich sehr hübsch angelegt und auch die Entwicklungen, die sie gemeinsam durchlaufen sind authentisch und gut nachzufühlen angelegt.

Insgesamt ein sehr charmanter Roman, der zum Wohlfühlen einlädt und das nicht nur wenn im Frühling, die ersten Gänseblümchen ihre Köpfchen aus der Wiese strecken. Und der natürlich mit seinem Cover und dem super niedlichen Farbschnitt auch ein Hingucker im Bücherregal ist.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Berührende Gedanken, die aber leider teils schon mal so verarbeitet wurden

Die Mitternachtsreise
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Nachdem mich "Die Mitternachtsbibliothek" mit alle ihren Impulsen sehr berührt hatte, war ich nun natürlich voller Vorfreude und hatte aber natürlich auch gewisse Erwartungen an dieses Buch.
Die Geschichte, ...

Nachdem mich "Die Mitternachtsbibliothek" mit alle ihren Impulsen sehr berührt hatte, war ich nun natürlich voller Vorfreude und hatte aber natürlich auch gewisse Erwartungen an dieses Buch.
Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist wieder ein wunderbar geschriebener Text, der hier nun von Erinnerungen, verpasste Chancen und der Frage, wann ein Leben eigentlich gelungen ist.
Dazu begleitet der Leser Wilbur, der am Ende seines Lebens eine berührende Reise in die Vergangenheit antritt und dabei die prägendsten Momente seines Lebens noch einmal durchlebt.
Die Atmosphäre, die Haig hier erzeugt ist sehr gelungen und auch gerade die Betonung dessen, dass nicht nur die großen, bedeutenden Entscheidungen, sondern auch die kleinen, zunächst unbedeutend scheinenden Momente einen wichtigen Einfluss haben.
Aber ich schwanke tatsächlich, wie ich eine ganz bestimmte Tatsache noch einorden soll: denn die Gedankengänge und Impulse erinnern an manchen Stellen wirklich sehr an "Die Mitternachtsbibliothek". Das ist einerseits eine schöne Verbindung/eine Brücke, die zwischen den beiden Büchern geschlagen wird. Andererseits hatte ich an manchen Stellen auch schon ein wenig das Gefühl, das die Gedankengänge und Formulierungen aus dem "ersten" Buch einfach nochmal wiederholt ( drastisch formuliert; nochmal aufgewärmt) wurden.

Insgesamt für mich ein tolles Buch, das wirklich tolle Impulse gibt und zum Nachdenken anregt. Es muss aber im Kopf behalten werden, dass wenn man "Die Mitternachtsbibliothek" bereits gelesen hat, die Neuartigkeit der Gedankengänge teils leider nur noch eingeschränkt vorhanden ist.

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