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Veröffentlicht am 12.12.2017

Eine schöne Geschichte, mit einem etwas zu langen Mittelteil

Der Weihnachtswald
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Ein Wintermärchen
 
Ein Waisenhaus in München. Dort lebt die achtjährige Antonie. Ihr Handicap – sie stottert.

Jedes  Jahr vor Heilig Abend, kommen Paare dort hin, um ein paar Jungen und Mädchen, über ...

Ein Wintermärchen
 
Ein Waisenhaus in München. Dort lebt die achtjährige Antonie. Ihr Handicap – sie stottert.

Jedes  Jahr vor Heilig Abend, kommen Paare dort hin, um ein paar Jungen und Mädchen, über die Feiertage, mit nach Hause zu nehmen. Manchmal ergibt sich daraus auch eine längere Pflegschaft, was wirklich toll wäre.

Auch Antonie träumt davon eines Tages in eine liebevolle Familie zu kommen, doch immer dann, wenn sie gefragt wird, wie sie heißt, bekommt sie kein Wort über die Lippen oder sie fängt an zu stottern. Wie nun auch. Nachdem sie sich holprig vorgestellt hatte, entschied sich das Pärchen, wie immer, für jemand anderes.

Antonie beschließt,  dass sie ab jetzt lieber im Heim bleiben möchte.

Als Anna, die alte Dame in ihrem Rollstuhl herein kommt, um wie jedes Jahr Geschenke zu verteilen, erblickt diese Antonie und fragt sie, ob sie mit zu ihr nach Hause möchte.

Antonie verneint, doch Anna ließ nicht locker und so kam es, dass die kleine Antonie, einen Tag vor Heilig Abend, direkt in ein Märchen schlitterte.

****

Zeitgleich macht Annas Enkelin Eva sich gerade auf den Weg zu ihrer Großmutter, um, wie jedes Jahr Weihnachten mit ihr zu verbringen.

Als Eva Antonie entdeckt, ist sie wütend, dass Anna wieder ein Kind aus dem Waisenhaus geholt hat.
Antonie spürt diese Ablehnung und läuft davon.
Philipp, der Sohn von Annas Haushälterin und besten Freundin und Eva machen sich direkt auf, um Antonie zu finden.

Ein Unwetter naht und es ist eisig kalt…

...was wird mit Antonie geschehen?

Ob sie sie finden und was in diesem Wintermärchen alles passiert, müsst ihr schon selbst herausfinden.


Ich fand die Geschichte richtig schön, auch wenn ich es im Mittelteil manchmal etwas langatmig fand. Dennoch kann ich sagen, dass sich diese Geschichte lohnt zu lesen, denn sie vermittelt Weihnachten, Vorfreude, Liebe und ein Hauch von „Magie“.

Veröffentlicht am 07.12.2017

So ein grandioser Anfang, aber leider enttäuschendes Ende

Das Glück an Regentagen
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Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
 
Als Mae auf rätselhafte Weise von ihrem Verlobten verlassen wird, kehrt sie an den Ort zurück, wo sie aufgewachsen ist. Alexandria ...

Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
 
Als Mae auf rätselhafte Weise von ihrem Verlobten verlassen wird, kehrt sie an den Ort zurück, wo sie aufgewachsen ist. Alexandria Bay, ein kleines Örtchen am St. –Lorenz- Strom, im Bundesstaat New York.

Ihre Großeltern Lilly und George betreiben dort schon immer ein kleines Hotel. Sie waren es, die Mae aufgezogen haben, weil Maes Eltern auf rätselhafte Weise an dem Fluss ums Leben kamen.

Ebenso rätselhaft ist es, warum Maes bester Freund Gabe und Jugendliebe, damals diesen Ort so plötzlich verlassen hat.
Auch Gabe kehrt zeitgleich an diesen Ort zurück, da sein Vater im Sterben liegt.

Dies ist eine Geschichte über mehrere Zeitebenen und  Geheimnisse, die es beim Lesen, aufzudecken gilt.
Ich fand den Schreibstil, die Idee und vor allem den Anfang der Geschichte sehr gut. Richtig süchtig machend. Da konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen. Ich wollte wissen, wie alles zusammenhängt.

Doch leider,  ab ca. der Mitte, hat mich die Geschichte verloren. Ich fand den Perspektivwechsel, innerhalb der Kapitel, etwas verwirrend und deswegen konnte ich wohl nicht mehr so den Bezug zu den einzelnen Charakteren aufbauen. Zudem fand ich die Geschichte, obwohl sie eigentlich recht kurz ist, irgendwann langatmig. Ich habe sie trotzdem zu  Ende gelesen, weil ich eigentlich nur noch wissen wollte, ob am Ende jetzt noch irgendwas ganz Überwältigendes passiert.

Ich fand es so Schade, dass die Geschichte so nachgelassen hat, weil ich finde, dass sie sehr viel Potenzial hatte.

Ich mag eigentlich Familiengeschichten, über mehrere Zeitebenen  und auch diese Geschichte schrie danach geliebt zu werden, da der Anfang auch so vielversprechend war und so viele Fragen aufdeckte, die man ergründen  wollte. Leider ist genau das wohl der Grund, warum ich am Ende umso enttäuschter bin. Einige Fragen blieben und die Geschichte wurde verworren und etwas langweilig und da hatte sie mich verloren.

Veröffentlicht am 27.11.2017

Eine schöne Geschichte, vor allem für jüngere Leser!

Berühre mich. Nicht.
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Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte.
Doch dann traf sie ihn.

Dies ist die Geschichte der 18jährigen Sage aus Main. Sie hat Main verlassen, weil sie dort etwas erlebte, womit sie nicht mehr leben ...

Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte.
Doch dann traf sie ihn.

Dies ist die Geschichte der 18jährigen Sage aus Main. Sie hat Main verlassen, weil sie dort etwas erlebte, womit sie nicht mehr leben konnte. Also flüchtet sie eher, ganz weit weg, nach Nevada, in das kleine Örtchen Melview, um dort zu studieren.

Da sie nicht viel Geld hat, übernachtet sie in ihrem VW Bus und lernt dort April kennen, die ihr sofort sympathisch ist.

April wohnt mit ihrem Bruder zusammen, den Sage wenig später auch kennenlernt, da er mit ihr zusammen den Psychologiekurs besucht.

Da Sage ein großes Problem , mit dem männlichen Geschlecht hat, fällt ihr die Anwesenheit des Bruders nicht so leicht, aber leichter noch als die des Jungen, der ihr bei den Duschen über den Weg gelaufen ist. Luca, der mit seinen Tattoos bedrohlich auf sie wirkt und ihr sogar Angst macht.

Da ist es auch doof, dass ausgerechnet er sich mit ihr den Job in der Bibliothek teilen muss.

Als April eines Tages sie einlädt, das Wochenende bei ihr zu übernachten, da ihr Bruder nicht da sei, stimmt sie zu.

Was aber dort ans Tageslicht kommt, fand ich überraschend und großartig von der Autorin inszeniert.

Trotz des guten Schreibstils, der modern, und jugendlich ist, fand ich die Geschichte zwar gut, aber nicht herausragend. Für mich ein netter New Adult Roman, wo wir mit „Berühre mich. Nicht.“ erst den ersten Teil der Geschichte erfahren.
Im Januar erscheint die Fortsetzung „Verliere mich. Nicht.“

Ich kann aber sagen, dass auch ich natürlich jetzt wissen möchte, wie die Geschichte weiter geht, da sie an einer Stelle endete, wo es gerade sehr spannend war.

Eine schöne Geschichte, vor allem für etwas jüngere Leser!

Veröffentlicht am 23.11.2017

Eine tolle Geschichte zum Nachdenken - Klare Leseempfehlung!

Kleine große Schritte
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Eine Geschichte, die die Welt verändern könnte, würde sie jeder lesen…
 
Dies ist die Geschichte von Ruth Jefferson, eine ganz normale, glückliche Frau. Sie hat ein kleines Haus, ein eigenes Auto, einen ...

Eine Geschichte, die die Welt verändern könnte, würde sie jeder lesen…
 
Dies ist die Geschichte von Ruth Jefferson, eine ganz normale, glückliche Frau. Sie hat ein kleines Haus, ein eigenes Auto, einen Sohn mit Bestnoten in der Schule und einen Job als Hebamme und Säuglingsschwester, der sie rundum erfüllt. Und dennoch kommt es an einem Tag zu einem Vorfall, der ihr zeigt, dass sie scheinbar nicht in diese gesellschaftliche Norm zu passen scheint,
denn…  - Sie ist schwarz!

Als Ruth an einem Tag um 7 Uhr den Dienst antritt scheint die Welt noch in Ordnung. In den frühen Morgenstunden haben die jungen Eltern Brit und Turk ihr erstes Kind, einen Sohn, geboren. Ruth sollte zu Dienstbeginn die Nachsorgeübernehmen. Nach der Geburt zeigte der Kleine schon Auffälligkeiten im Blutzuckerspiegel, sodass Ruth gesagt wurde, der Junge müsse animiert werden zu trinken.
Als Ruth den Raum betrat, war sofort eine drückende Stimmung im Raum zu spüren. Ruth bezog es allerdings auf die Unsicherheit und Ängste um deren Sohn und ging sehr behutsam mit der Situation um. Als Ruth Brit helfen wollte das Kind anzulegen, sagte der Vater, sie solle seinen Sohn nicht mehr anfassen und verlangte die Vorgesetzte.
Erst als Ruth einen Notizzettel in der Krankenakte des Jungen vorfand, keine Behandlung von afroamerikanischem Personal, wusste sie was alles zu bedeuten hatte.
Zu tiefst verletzt arbeitet sie weiter und macht sogar eine Doppelschicht. Unwissentlich, dass dieser Tag, für sie der schwärzeste Tag im Leben werden wird, nur weil sie verantwortungsbewusst, menschlich und mit Herz und Blut ihrem Job nachging.

Mich hat diese Geschichte sehr berührt. Wie immer finde ich den Schreibstil der Autorin extrem gut. Sie hat eine ganz besondere Art, allein durch ihre intensiven Recherchen, Menschen auf eine leichte Art, Themen näher zu bringen, die einem zu Nachdenken anregen.  
Auch in diesem Fall regt die Geschichte zum Nachdenken, aber auch zum Umdenken an, was auch wirklich wichtig scheint.

Ich habe gelesen, dass diese Geschichte verfilmt wird und freue mich auch darauf schon riesig.

Veröffentlicht am 14.11.2017

Immer wieder herrlich komisch

Manche mögen's steil
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Wie steil ist das denn?

Achtung, wer hoch hinaus will, kann tief fallen!
Lachmuskelkater inklusive!

Im neuen Roman von Ellen Berg, die übrigens in der Kategorie Humor, zu meinen Lieblingsautorinnen ...

Wie steil ist das denn?

Achtung, wer hoch hinaus will, kann tief fallen!
Lachmuskelkater inklusive!

Im neuen Roman von Ellen Berg, die übrigens in der Kategorie Humor, zu meinen Lieblingsautorinnen gehört, befinden wir uns dieses Mal in den Alpen.

Vicky, 32 Jahre alt, Vegetarierin hat viele Freunde – Facebook Freunde! Wahnsinnig viele Follower auf Instagram und drei popelige Heinis, mit denen sie auf WhatsApp schreibt. Ihre Kleidung wählt sie per wetter App. Wie man schnell merkt, ist Vicky nicht dieser "face to face" Typ, sondern eher schüchtern und für sich. Einzig ihre Freundin Cat lässt sie an sich ran, die ebenfalls in der gleichen IT-Firma tätig ist. Sie selbst arbeitet dort relativ erfolgreich mit 5 weiteren Männern in einem Großraumbüro als Softwareentwicklerin. Gerne möchte sie aber noch höher hinaus.

Da kommt es gerade recht, dass die Firma eine leitende Position sucht, für einen Großauftrag. Doof nur, dass sie nicht die einzige Anwärterin auf diesen Posten ist.
Um sich zu behaupten, veranstaltet der Personalchef ein dafür abgestimmtes Training. An einem Wochenende geht es, zu einer Klettertour, in die Berge. Teamgeist, Selbstbewusstsein, Ausdauer und viele Charaktereigenschaften, die wichtig für diese Position sind, werden auf eine harte Probe gestellt.
In den Bergen angekommen, trifft die mieslaunige Truppe auf den smarten und gutaussehenden Bergführer Joe und mit ihm nimmt die Geschichte ihren Lauf, denn nicht nur er findet Vicky nett.

Ihr sagt, „Ach vorhersehbar!“
Ich sage, „Ja fast, aber ist doch Wurscht, denn Hauptsache ist, man wird unterhalten.“

Der Schreibstil ist wie immer herrlich komisch und schnell und einfach zu lesen. Natürlich sollte einem bei Ellen Berg klar sein, dass ihre Geschichten nicht anspruchsvoll sind, sondern eher für mich ein schöner Ausgleich zu genau diesen Büchern.
Eine amüsante und schöne Geschichte für zwischendurch. Immer wieder gerne.

 (Ellen)fantös,  (Berg)luftschnuppernistgesund – kurz, Ellen Berg!

Dies ist übrigens (k)ein Liebesroman

Mein Lieblingsroman von ihr ist immer noch "Ich will es doch auch", vielleicht liegt es daran, dass das mein erster "Berg" war.