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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Jahrzehnte umspannender Actionthriller

Kälter
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Der neue Thriller von Andreas Pflüger beginnt ruhig und gemächlich auf der kleinen Nordseeinsel Amrum. Die Inselpolizistin Lucy Morgenroth führt hier ein unscheinbares Leben. Doch schnell wird klar das ...

Der neue Thriller von Andreas Pflüger beginnt ruhig und gemächlich auf der kleinen Nordseeinsel Amrum. Die Inselpolizistin Lucy Morgenroth führt hier ein unscheinbares Leben. Doch schnell wird klar das dies nicht immer so war! Kapitel um Kapitel erfahren wir mehr von Ihrem Leben vor Amrum, ihrer Zeit als Personenschützerin, aber auch von den vielen Verlusten die Sie in ihrem Leben erfahren musste.

Beginnend auf dem beschaulichen Amrum führt dieser Thriller uns in die Zeit der kalten Krieges, den Nahostkonflikt, Berlin zur Zeit der Wende... Quasi umspannt Lucys Geschichte die halbe Welt. Zeitgeschichte in Thriller Form, der trotz allem auch immer wieder kurze Dialoge hat die einen Schmunzeln lassen.

Für mich ist Kälter ein sehr gut recherchierter Thriller der uns entführt in die Welt der Geheimdienste. An manchen stellen etwas verwirrend und sicherlich vielleicht auch nicht ganz so glaubwürdig, hat der Autor alles in allem ein sehr spannendes Buch geschrieben, welches man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen mag.
Ein weiterer Pluspunkt sind sicherlich Cover und Farbschnitt.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

nicht nur für Sprachbegeisterte

Verschwundene Wörter
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Mathias Heine nimmt uns in seinem neusten Werk mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Für manche Wörter müssen wir gar nicht soweit zurück, andere entführen uns in eine völlig andere Zeit.

Sicherlich ...

Mathias Heine nimmt uns in seinem neusten Werk mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Für manche Wörter müssen wir gar nicht soweit zurück, andere entführen uns in eine völlig andere Zeit.

Sicherlich ist dies kein Buch welches man in die Hand nimmt und von der ersten bis zur letzten Seite durchliest. Eher Blättern man darin und entdeckt immer wieder aufs neue ein Wort welches einem komplett neu ist oder auch nur in Vergessenheit geraten ist.

Was mit beim durchstöbern aufgefallen ist: Was für schöne Wörter hatten wir doch bereits! und es stellt sich einem die Frage: Warum sind sie aus dem Sprachgebrauch verschwunden? Bzw. warum wurden sie durch "neumodische" Wörter ersetzt? Klangen sie doch so viel schöner.

Der Autor gibt jedem Wort genügend Raum um es genau vorzustellen und zu erklären. Zudem werden einige unterlegt mit Zitaten aus bekannten Werken. Wie auch schon in seinem Buch "Verbannte Wörter", welches ich auch sehr empfehlen kann, sind die Wörter alphabetisch angeordnet. Zu erwähnen ist auch das wieder einmal sehr schön gestaltete und passende Cover.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Einblick in die Oberschicht Chinas

Schwanentage
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In erster Linie hat mich bei diesem Buch das Cover angesprochen. Aber auch das Klappentext klang vielversprechend und somit war klar das dies mein erstes Buch aus der chinesischen Literatur wird.
Vor allem ...

In erster Linie hat mich bei diesem Buch das Cover angesprochen. Aber auch das Klappentext klang vielversprechend und somit war klar das dies mein erstes Buch aus der chinesischen Literatur wird.
Vor allem der Schreibstil von Zhang Yueran hat mir sehr gefallen! Sehr leise, und doch so sprachgewaltig und klar, mit einer Prise Humor. Verständlich das Sie zu einer der einflussreichsten Autorinnen Chinas gehört, bleibt zu hoffen das auch weitere Werke von ihr ins deutsche Übersetzt werden.

Schwanentage gewährt uns einen Einblick in eine wohlhabende Familie Chinas und schnell wird einem als Leser klar was für Klassenunterschiede es in diesem Land gibt.
Hauptprotagonistin Yu Ling arbeitet als Kindermädchen bei einer dieser wohlhabenden Familien. Für ihren Schützling ist sie jedoch viel mehr, nimmt nach einer Reihe von Ereignissen gar eine Art Mutterrolle ein und kümmert sich auf eine sehr einfühlsame um Ihn.

Am Ende bleibt ein relativ kurzes Buch mit einem tiefgründigen Inhalt.. und sicherlich nicht mein letztes Buch aus der Chinesischen Literatur. Anders als das eher unruhige Cover ist es ein sehr ruhiges Buch welches einem viel Freude beim lesen bereitet.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Leben zwischen Insekten, Rache und Freundschaft

Hustle
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Nachdem das Cover und der Klappentext mich bereits sehr angesprochen haben, hat das Buch meine Erwartungen sogar übertroffen! Ich habe lange kein so unterhaltsames Buch gelesen welches zu gleich wichtige ...

Nachdem das Cover und der Klappentext mich bereits sehr angesprochen haben, hat das Buch meine Erwartungen sogar übertroffen! Ich habe lange kein so unterhaltsames Buch gelesen welches zu gleich wichtige gesellschaftliche Probleme aufgreift, sie kritisch beleuchtet und einen doch auch etwas nachdenklich zurück lässt. Man stellt sich selbst Fragen wie: Wie viel Geld brauchen wir wirklich zum glücklich sein? Was sind wir bereit für dieses Geld zu tun? und wieviel Rache ist angemessen?
Auch der Schreibstil trägt einen großen teil dazu bei das man dieses Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Autorin hat es ab dem ersten Kapitel geschafft mich zu fesseln.

Die Autorin hat sehr schön aufgezeigt das es auch in der Münchener Schikeria, zwischen Champagner und Glamour, Freundschaften geben kann! In diesem Fall sogar eine ganze Mädelstruppe die zusammenhält, sich gegenseitig hilft und stützt. Aber auch die Geschichte rund um die Freundschaft zwischen Hauptprotagonistin Leonie und ihrem langjährigen besten Freund Steffen hab ich gern gelesen. Bei Ihm hat Leonie immer wieder halt gefunden und auch wenn er ihre Racheaktionen nicht ganz unkritisch betrachtet hat, hat er sie für nichts verurteilt! So einen Freund wünscht sich doch jeder von uns.

Alles in allem ein wirklich grandioser Debütroman! Ich kann Alena Schröder nur zustimmen: lest dieses Buch!

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Die Reise zu sich selbst

Crushing
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Genevieve Novaks Schreibstil ist, wie auch bereits in no hard feelings, humorvoll, locker und trotzdem packt und fesselt er einen direkt.
Leider war mir persönlich die Story um Marnie allerdings etwas ...

Genevieve Novaks Schreibstil ist, wie auch bereits in no hard feelings, humorvoll, locker und trotzdem packt und fesselt er einen direkt.
Leider war mir persönlich die Story um Marnie allerdings etwas zu schwach. Nachdem ich das erste Buch der Autorin sehr mochte und auch der Klappentext dieses Romans vielversprechend klang, hatte ich vielleicht aber auch zu hohe Erwartungen.

Alles in allem ist Marnies Geschichte jedoch eine die uns allen so passieren kann. Vom Freund getrennt, ohne Wohnung und auf der Suche nach sich Selbst scheint die einzige Konstante ihr Job zu sein. Ungeschönt werden wir mitgenommen auf ihre Reise mit allen höhen und tiefen.

Was mir leider überhaupt nicht gefallen hat in diesem Roman ist der hohe Alkholkonsum der Protagonisten und die Verharmlosung des trinkens. Hier hätte ich mir gewünscht das es wenigstens zum Ende noch reflektiert und kritisch angesprochen wird. Gerade auch da wir in einer Gesellschaft leben die, dieses Thema auch sehr verharmlost und man wenn man sich gegen das Glas Wein entscheidet eher auf der Außenseiter Seite steht.

Auch wenn das Buch einige Schwachpunkte hat greift es viele wichtige gesellschaftliche Themen auf und lässt einen auch des Öfteren schmunzeln.
Vielleicht sollte man dieses zweite Buch vor dem ersten lesen um keine konkreten Erwartungen zu haben.

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