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Veröffentlicht am 11.04.2026

Sind Drei eine zuviel?

Spielverderberin
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"Drittes Rad am Wagen" oder "Drei sind einer zuviel"? 💭
In 'Spielverderberin' zeigt Marie Menke, wie fragil Dreierfreundschaften sein können.

Sophie und Lotte sind in derselben kleinen Ortschaft aufgewachsen ...

"Drittes Rad am Wagen" oder "Drei sind einer zuviel"? 💭
In 'Spielverderberin' zeigt Marie Menke, wie fragil Dreierfreundschaften sein können.

Sophie und Lotte sind in derselben kleinen Ortschaft aufgewachsen und seit Kindheitstagen eng befreundet. In der weiterführenden Schule kommt die aus München stammende Romy dazu - und aus dem vertrauten Zweiergespann wird ein Dreierbündnis, dessen Dynamik sich immer wieder verschiebt. Je nach Situation verändern sich Nähe, Rollen und Zugehörigkeit.

Als Lotte zeitweise schwer greifbar wird, nutzt Sophie die Gelegenheit, ihren Platz neu zu definieren, und setzt alles daran, von Romy als cool wahrgenommen zu werden. Durch die Zeitsprünge wird früh deutlich, dass etwas Einschneidendes passiert ist und Lotte Schaden davongetragen hat. Was genau geschehen ist und welche Rolle die Freundschaft dabei spielt, erschließt sich jedoch erst ganz am Ende. Das sorgt einerseits für Spannung, ließ mich andererseits aber auch gelegentlich ungeduldig werden.

Ich habe das Buch sowohl gelesen als auch gehört - beides funktioniert sehr gut. Die Sprache ist gelungen, auch wenn die Zeitsprünge nicht immer leicht einzuordnen sind. Besonders Lotte hätte mich als Figur noch mehr interessiert: Gerade bei ihr scheint so viel passiert zu sein, doch ihre Gedanken bleiben weitgehend im Verborgenen - das fand ich schade.

Mit Sophie und Romy hingegen bin ich nicht richtig warm geworden. Beide wirken auf mich eher unsympathisch, und echte freundschaftliche Verbundenheit konnte ich kaum spüren. Allerdings passt das durchaus zu den zentralen Themen des Romans: Entfremdung, Schuld, Eifersucht, die Suche nach der eigenen Rolle - und die Frage, ob Freundschaften vielleicht auch ein Ablaufdatum haben.

Insgesamt lässt sich das Buch gut lesen, auch wenn mir der Zugang durch die Figuren etwas erschwert wurde. Die Autorin werde ich dennoch im Auge behalten - ich bin gespannt was noch von ihr kommt. 😃

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Unter der Sonne Griechenlands

Träume aus Salz
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'Träume aus Salz' ist bereits das vierte Buch von Anika Landsteiner - und da mir ihre vorherigen Werke sehr gefallen haben, habe ich mich umso mehr auf diese Geschichte gefreut. 😀

Ein besonderes Highlight ...

'Träume aus Salz' ist bereits das vierte Buch von Anika Landsteiner - und da mir ihre vorherigen Werke sehr gefallen haben, habe ich mich umso mehr auf diese Geschichte gefreut. 😀

Ein besonderes Highlight war für mich der Schauplatz: Griechenland. Ich liebe dieses Land so sehr, und genau dorthin begleiten wir das noch recht frische Paar Flo und Matty. Die Autorin fängt die Atmosphäre erneut wunderbar ein - ihr Schreibstil gefällt mir nach wie vor ausgesprochen gut. Für mich ging das Ganze ein wenig in die Richtung von 'Nachts erzähle ich dir alles', allerdings mit einigen esoterischen Eindrücken.

Flo und Matty verbringen ihren ersten gemeinsamen Urlaub auf einer kleinen, nicht namentlich erwähnten griechischen Insel und lernen dort die Einheimische Sofia kennen. Zwischen den dreien entsteht schnell eine besondere Faszination: Sofia sehnt sich nach Freiheit und danach, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten - etwa durch Reisen. Flo und Matty hingegen fühlen sich von Sofias geheimnisvollen Ausstrahlung angezogen, nicht zuletzt weil sie hellseherische Fähigkeiten hat.
Vorallem Flo spürt eine starke Verbindung zu ihr, die sich mir jedoch bis zum Schluss nicht vollständig erschlossen hat.

Damit komme ich auch schon zu meinem Fazit:
Ich bin förmlich durch das Buch geflogen und habe die sommerlichen Urlaubs-Vibes in vollen Zügen genossen. Wie bereits erwähnt, mag ich Landsteiners Schreibstil sehr und habe den Roman insgesamt gerne gelesen. Allerdings wurde meine Lesefreude etwas dadurch getrübt, dass ein zunächst vielversprechender Spannungsaufbau zum Anfang gab, der aber für mich in keinem befriedigenden Höhepunkt mündete. Vieles wurde angedeutet, aber nicht konsequent weitererzählt, und auch die Figuren blieben für mich etwas distanziert. Da Esoterik ohnehin nicht ganz mein Thema ist, hätte ich diesen Aspekt nicht unbedingt gebraucht - die Geschichte hätte auch ohne ihn funktioniert.

Ich würde euch empfehlen, das Buch ohne die Erwartung eines großen Knalls zu lesen - dann könnt ihr es sicher mehr genießen. Besonders im Sommer ist es eine schöne, stimmungsvolle Urlaubslektüre.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Das perfekte Licht

Im Licht der Lofoten
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Wenn der Mare Verlag eines kann, dann sind es großartige Bücher. 😊
Schon Titel und und Cover haben sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, und nach dem Klappentext war klar: Dieses Buch muss ich lesen.

'Im ...

Wenn der Mare Verlag eines kann, dann sind es großartige Bücher. 😊
Schon Titel und und Cover haben sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, und nach dem Klappentext war klar: Dieses Buch muss ich lesen.

'Im Licht der Lofoten' von Sophie van der Linden, übersetzt von Valerie Schneider, erzählt - mir zum ersten Mal - von der schwedischen Malerin Anna Boberg. Mit einer eindrucksvollen, beinahe malerischen Sprache zeichnet die Autorin ein lebendiges Porträts dieser Künstlerin. Wunderschöne Naturbeschreibungen lassen die raue Landschaft der Lofoten vor dem inneren Auge entstehen, während zugleich die Dringlichkeit spürbar wird, jene perfekten Farben zu finden, die Boberg endlich die verdiente internationale Anerkennung bringen sollen. Es ist eine Geschichte von der rastlosen Suche nach dem idealen Licht - und von einer Frau, die ganz in ihrer Kunst aufgeht.

Anna Boberg ist tief verliebt in die wilde Schönheit der Lofoten. Jahr für Jahr zieht es sie hinaus in eine einsame Hütte, die ihr Ehemann, der berühmte Architekt Ferdinand Boberg, für sie gebaut hat. Dort lebt und arbeitet sie, stets auf der Suche nach den perfekten Bedingungen, getrieben von ihrer großen Leidenschaft: der Malerei.

Vor der Lektüre war mir Anna Boberg kein Begriff, doch das hat sich schnell geändert - und ich habe mich im Anschluss neugierig weiter mit ihr beschäftigt. Ihre Werke gefallen mir sehr, ebenso wie ihre selbstbewusste, mutige Persönlichkeit. Besonders berührt haben mich auch die leisen, aber spürbaren Gedanken zu ihrem Ehemann und die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden. Dass er sie in ihrem künstlerischen Schaffen unterstützt und ihr den nötigen Freiraum lässt, habe ich mit großer Freude gelesen.

Und natürlich: dieser atemberaubende Schauplatz - die Lofoten. Einfach überwältigend.

Ein schmales Buch mit großer Wirkung. Ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Zurück in die Vergangenheit

Alma
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Hier hatte ich tatsächlich einen klassischen Fall von 'falschen Erwartungen', weshalb ich leider bis zum Ende keinen richtigen Zugang zur Geschichte gefunden habe.
Ich war davon ausgegangen, dass es vor ...

Hier hatte ich tatsächlich einen klassischen Fall von 'falschen Erwartungen', weshalb ich leider bis zum Ende keinen richtigen Zugang zur Geschichte gefunden habe.
Ich war davon ausgegangen, dass es vor allem um eine Rückkehr in die alte Heimat geht - um Kindheit und Jugend, familiären Verstrickungen und vielleicht auch eine wiederauflebende Jugendliebe. In Ansätzen trifft das auch zu, allerdings nimmt der Roman einen starken politischen Fokus ein, insbesondere auf die Geschichte des ehemaligen Jugoslawiens und die Rolle der Stadt Triest.

Wer sich für historische Ereignisse und politische Hintergründe interessiert oder selbst familiäre Wurzeln in dieser Region hat, wird an diesem Buch sicherlich mehr Gefallen finden.

Im Mittelpunkt steht Alma, die nach dem Tod ihres Vaters nach Triest zurückkehrt. Dort begegnet sie ihrer Jugendliebe Vili wieder, und zahlreiche Erinnerungen werden wach. Ihr Vater, ein Vertrauter Titos, war stets eine eher distanzierte Figur in ihrem Leben und glänzt nur gelegentlich mit überraschenden Besuchen.

'Alma' von Federica Manzon ist sprachlich sehr gelungen, wenn auch stellenweise anspruchsvoll zu lesen. Besonders hervorzuheben ist die Fülle an interessanten Einblicken in die Geschichte Jugoslawiens.

Da das Buch jedoch nicht meinem persönlichen Lesegeschmack entspricht, kann ich keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen - was natürlich eine rein subjektive Einschätzung ist.

Am besten macht ihr euch selbst ein Bild: Werft einen Blick in eine Leseprobe und entscheidet dann, ob euch die Geschichte anspricht.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Weibliche Selbstbestimmung

Sie hat Bock
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Das war schon ziemlich "auf die Fresse" - im besten Sinne. 😅
Am Anfang dachte ich noch: Oha. Und ein paar Kapitel später dann: Ja, genau so.

'Sie hat Bock' von Katja Lewina lag viel zu lange auf meinem ...

Das war schon ziemlich "auf die Fresse" - im besten Sinne. 😅
Am Anfang dachte ich noch: Oha. Und ein paar Kapitel später dann: Ja, genau so.

'Sie hat Bock' von Katja Lewina lag viel zu lange auf meinem SuB. Umso schöner, dass ich es jetzt endlich gelesen habe - und enttäuscht wurde ich definitiv nicht.

Das Buch ist ein sehr ehrlicher, ungeschönter Blick auf weibliche Lust, Selbstbestimmung und die gesellschaftlichen Erwartungen, die damit verbunden sind. Dabei bringt Lewina immer wieder eigene Erfahrungen ein, was das Ganze unglaublich persönlich macht. Gerade dadurch schafft sie es, ein Stück der Scham abzubauen, die vielen von uns anerzogen wurde. Das fühlt sich beim Lesen fast befreiend an.

Wer bereits mehrere Bücher zu feministischen Themen oder weiblicher Sexualität gelesen hat, wird vielleicht nicht allzu komplett neue Gedanken entdecken. Aber genau diese persönliche Ebene macht das Buch besonders. Es liest sich ein bisschen so, als würde man mit einer guten Freundin zusammensitzen - vielleicht leicht angeheitert - und endlich mal ganz offen über Dinge sprechen, über die sonst selten so ehrlich geredet wird. Fragen stellen inklusive.

Mit allem konnte ich mich nicht identifizieren, aber das muss man auch gar nicht. Wir sind schließlich alle unterschiedlich - auch wenn wir oft für ähnliche Dinge kämpfen müssen.

Ein gutes, wichtiges Buch, das viele Menschen lesen sollten - besonders jüngere. Und zwar unabhängig vom Geschlecht. Ehrlich, direkt, manchmal witzig - und ohne um den heißen Brei herumzureden. Das muss man schon aushalten können. 😏

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