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Veröffentlicht am 29.11.2025

Was das Meer uns gibt

Das Geschenk des Meeres
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Was für eine zutiefst berührende, traurige und zugleich hoffnungsvolle Geschichte.

Der Roman 'Das Geschenk des Meeres' von der Autorin Julia R. Kelly hat mich von Anfang bis zum Ende völlig in seinen ...

Was für eine zutiefst berührende, traurige und zugleich hoffnungsvolle Geschichte.

Der Roman 'Das Geschenk des Meeres' von der Autorin Julia R. Kelly hat mich von Anfang bis zum Ende völlig in seinen Bahn gezogen.

In einem kleinen Fischerdörfchen an der schottischen Küste wird ein kleiner Junge vom Meer an den Strand gespült - ein Ereignis, das wie ein Sturm in das Leben der Dorfbewohner fährt.
Besonders für Dorothy, die Lehrerin die sich dem Jungen annimmt, bedeutet seine Ankunft weit mehr als nur ein außergewöhnliches Ereignis.
Ihr eigenes, traumatisches Erlebnis liegt erst wenige Jahre zurück und ähnelt dem Schicksal des Jungen auf schmerzhafte Weise. Durch ihre kühle, entbehrungsreiche Kindheit geprägt, wirkt Dorothy oft zurückhaltend und unnahbar - etwas, das ihr die Menschen im Dorf nur allzu kritisch auslegen.

Die Geschichte ist so eindringlich und bildhaft erzählt, dass ich mich der rauen Brandung, dem Wind und der melancholischen Stille des Küstenortes kaum entziehen konnte. Die Figuren wirken unglaublich echt: Ich habe Dorothys Schmerz gespürt, ebenso wie das leise Aufflammen ihrer Hoffnung. Auch Joseph, der Fischer, der den Jungen findet, hat mich bewegt - seine stille Stärke, seine Zweifel, seine unerwartete Verbundenheit zu Dorothy. Seine innere Zerissenheit hat mich sehr berührt.

Gut gefallen hat mir auch die geschwätzige Damenrunde im Dorflädchen, allen voran Mrs. Smith, die mit ihrer ehrlichen, direkten und unverblümten Art immer wieder Wärme in die Geschichte bringt.

Dieses Buch vereint die Gewalt der Natur mit der Zerbrechlichkeit menschlicher Emotionen. Es hat mich tief getroffen, mich gefesselt, mich zum Nachdenken gebracht- und es hat das Potential, mein persönliches Lesehighlight 2025 zu werden.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Fluch und Segen

Das Dreizehnte Kind
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'Das dreizehnte Kind' von Erin A. Craig ist schon optisch eine Highlight. Das Cover ist ein echter Hingucker - und das Besondere: Der Einband unter dem Schutzumschlag ist sogar noch schöner. Solche Details ...

'Das dreizehnte Kind' von Erin A. Craig ist schon optisch eine Highlight. Das Cover ist ein echter Hingucker - und das Besondere: Der Einband unter dem Schutzumschlag ist sogar noch schöner. Solche Details liebe ich einfach. 🥰

Die Protagonistin Hazel hat ein bewegtes Leben. In Armut geboren, als das titelgebende dreizehnte Kind, wird sie mit Missachtung gestraft und wartet Jahr um Jahr sehnsüchtig auf ihren ihr noch gänzlich unbekannten Paten.
Der Pate ist niemand Geringeres als der Gott des Todes. Besonders schön fand ich, dass er nicht diese furchteinflößende Gestalt ist, die man erwarten würde, sondern ein kluger, einfühlsamer Gott, der Hazel mit Respekt begegnet.
Hazel hat als dreizehntes Kind eine besondere Gabe - das Heilen - und diese Gabe ist Fluch und Segen zugleich.
Als der König schwer erkrankt und sie an den Hof gerufen wird, um ihn zu retten, stellt sich ihr Leben völlig auf den Kopf.

Dies ist ein schöner Fantasyroman mit düsteren Elementen und einer tollen Geschichte. Am liebsten mochte ich die anfängliche Erzählung der kleinen Hazel, und wie sehr habe ich mitgefiebert, dass sie endlich aus diesem lieblosen Elternhaus geholt wird. Ihre Entwicklung zur großen Heilerin hätte von mir aus gerne länger erzählt werden können und dafür etwas weniger von dem Leben auf dem königlichen Hof. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Dafür fand ich das Ende wieder ganz großartig.

Ich hatte eine wirklich tolle Lesezeit mit Hazel. Die Geschichte ist durchdacht, die Figuren sind lebendig und interessant und der Schreibstil ist angenehm flüssig.
Ich empfehle dieses Buch allen, die Fantasy mit sanft düsteren Untertönen lieben.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Wenn der Körper rebelliert

Junge Frau mit Katze
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Bei 'Junge Frau mit Katze' von Daniela Dröscher war ich zunächst hin- und hergerissen. Eigentlich wollte ich den Roman unbedingt lesen, gerade weil mir 'Lügen über meine Mutter' so gut gefallen hatte. ...

Bei 'Junge Frau mit Katze' von Daniela Dröscher war ich zunächst hin- und hergerissen. Eigentlich wollte ich den Roman unbedingt lesen, gerade weil mir 'Lügen über meine Mutter' so gut gefallen hatte. Doch dann tauchten die ersten Rezensionen auf - und erst dadurch wurde mir bewusst, wie stark sich das Buch um Krankheiten dreht. Da ich jemand bin, der gerne ein bisschen zu viel in sich hineinhorcht, gleichzeitig aber - anders als Ela - Ärzt*innen eher meidet 😅, hatte ich meine Bedenken.

Schließlich habe ich mich für das Hörbuch entschieden, weil ich wusste, dass ich so am ehesten dabeibleibe. Dieses Mal steht nicht die Mutter im Zentrum, sondern die Tochter Ela. Sehr schnell wird deutlich: Ela ist überfordert - und ihr Körper beginnt zu rebellieren. Alles nimmt mit einem Kloßgefühl im Hals seinen Anfang, doch mit jedem neuen Arztbesuch kommt ein weiteres Symptom hinzu.
Ein regelrechter Ärztemarathon setzt ein.

Besonders gut gefallen haben mir die Passagen über Elas Arbeit, ihr Umfeld und natürlich der Kater Sir Wilson, die dem Roman Wärme und ein Stück Leichtigkeit verleihen. Das Thema Krankheit war mir persönlich jedoch zu dominant, und ich bin mir bis heute nicht ganz sicher, worauf der Roman letztlich hinauswill. Sollen die zahlreichen Symptome vor allem Elas innere Zerrissenheit spiegeln? Oder ist sie tatsächlich körperlich krank? Diese Unentschiedenheit ließ mich etwas ratlos zurück.

Trotzdem ist das Buch sehr kurzweilig, und das Ende mochte ich wirklich gern.
Allerdings sollte man sich der Thematik unbedingt bewusst sein, bevor man zu diesem Roman greift.

Für mich persönlich konnte 'Junge Frau mit Katze' nicht ganz an den Vorgänger heranreichen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Auf geht's Mädels

Das Pen!smuseum - Mit Texten von Jovana Reisinger, Sophia Süßmilch und Illustrationen von Andrea Z. Scharf
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Wow, was bitte war das denn?!
Dieses Buch ist eine absolute Abrissparty in Papierform - und ich habe wirklich jede Seite davon geliebt. 😍

Was Mareike Fallwickl und Eva Reisinger mit 'Das Pen!smuseum' ...

Wow, was bitte war das denn?!
Dieses Buch ist eine absolute Abrissparty in Papierform - und ich habe wirklich jede Seite davon geliebt. 😍

Was Mareike Fallwickl und Eva Reisinger mit 'Das Pen!smuseum' auf die Beine gestellt haben, hat mich so gut unterhalten wie schon lange nichts mehr. Erwähnen werden müssen unbedingt auch die großartigen Special Guests Jovana Reisinger und Sophia Süssmilch sowie die wunderbaren Illustrationen von Andrea Z. Scharf, die das ganze perfekt abrunden.

Schon das Daumenkino unten rechts, wo sonst die Seitenzahl steht, ist ein Highlight für sich. 😂

Die Texte bestehen aus kurzen Geschichten oder Dialogen, die scheinbar unabhängig voneinander stehen und sich dann doch immer wieder miteinander verweben.
Frauen feiern das zügellose Schlemmen, kämpfen für Selbstbestimmung über ihren Körper, holen sich, was sie brauchen, fordern einen Heimweg ohne Angst - und zeigen dem Patriarchat dabei genussvoll den Mittelfinger.

Natürlich ist manches bewusst überzeichnet, aber genau das hat mich beim Lesen ständig nicken, lachen, wütend werden oder den Protagonistinnen innerlich ein High Five geben lassen.

Ein Buch, das wirklich viele Lesen sollten - und außerdem ein großartiges Geschenk, zum Beispiel zu Weihnachten, für all eure Freundinnen.
Von mir gibt's eine dicke fette Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Wo sind meine Wurzeln

Sanna und Lia
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Dieses Buch hat mich wirklich überrascht - im allerbesten Sinne. Schon der Klappentext hatte mich neugierig gemacht, aber was mich dann erwartet hat, war einfach noch eine ganze Ecke besser als gedacht.

Die ...

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht - im allerbesten Sinne. Schon der Klappentext hatte mich neugierig gemacht, aber was mich dann erwartet hat, war einfach noch eine ganze Ecke besser als gedacht.

Die Geschichte beginnt im Kinderheim, wo wir Sanna kennenlernen. Sie erinnert sich kaum an ihre Vergangenheit, und dieses Gefühl der Identitätslosigkeit begleitet sie ihr ganzes Leben lang.
Nach der Schule zieht sie in die Hauptstadt Riga und führt dort eine Zeit lang ein ziemlich exzessives Leben.
In einer besonders ausschweifenden Nacht wird sie schließlich schlafend auf einer Parkbank gefunden - von Andrejs, einem ehemaligen Heimkind wie sie selbst. Von diesem Moment an lässt er sie nicht mehr los.

Im zweiten Teil der Geschichte steht Lia im Mittelpunkt, die Tochter von Sanna und Andrejs. Wie ihr Vater hat sie das Aussehen einer Roma und muss sich mit denselben Vorurteilen auseinandersetzen.

Es fällt mir gar nicht leicht, dieses Buch in wenigen Worten zusammenzufassen.
Die Figuren sind so lebendig und vielschichtig, allen voran Tante Rita. Sie hat Andrejs unter ihre Fittiche genommen - und was für eine Frau sie ist! Exzentrisch, witzig, cool und gleichzeitig unglaublich warmherzig. Mit ihr hatte ich beim Lesen richtig Spaß.

Das Buch behandelt Themen wie die Suche nach den eigenen Wurzeln, Überforderung im Muttersein, Diskriminierung und Einsamkeit - aber ebenso Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt.

Ein Roman , den ich bislang hier noch nicht gesehen habe - völlig zu Unrecht!
Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung.

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