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Veröffentlicht am 04.01.2026

Unterhaltsamer Ausflug in die Wachau

Marillenknödelmord
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Das Leben des mäßig erfolgreichen Krimiautors Horvath wird unversehens turbulent, als sein Bruder in Untersuchungshaft landet, weil er einen Nachbarn mit einem vergifteten Marillenknödel ermordet haben ...

Das Leben des mäßig erfolgreichen Krimiautors Horvath wird unversehens turbulent, als sein Bruder in Untersuchungshaft landet, weil er einen Nachbarn mit einem vergifteten Marillenknödel ermordet haben soll. Auch auf Drängen seiner Schwägerin stellt Horvath seine eigenen Nachforschungen an, tatkräftig unterstützt von seiner esoterisch angehauchten Freundin Mimi, deren Guru Shaman (bei dem es sich in Wirklichkeit um den Pfeiffer Schorschi aus Langenlois handelt) – und Kommissar Krüger, dem Helden aus seinen Büchern. Bald stellt er fest, dass hinter den Kulissen eines idyllischen Dorfes in der Wachau diverse Abgründe lauern.

Die Autorin, die selbst in der Wachau verwurzelt ist, hat hier zahlreiche interessante Charaktere geschaffen. Allen voran ist diesbezüglich natürlich „der Horvath“ zu nennen, aus dessen Perspektive erzählt wird und der einen wirklich sympathischen Antihelden abgibt. Trotz seiner Schwächen und einiger Steine, die ihm in den Weg gelegt werden, treibt er seine Ermittlungen energisch voran und gerät dabei immer wieder in amüsante Situationen. Doch auch bei den Nebendarstellern, seien es die Mitglieder von Horvarths „Ermittlerteam“ oder die Dorfbewohner, handelt sich um lebendig gezeichnete, teilweise skurrile Figuren, es macht Spaß, sie alle kennen zu lernen.
Obwohl der Humor im Vordergrund steht, kommt auch die Krimispannung nicht zu kurz. Dabei gibt es zwar ein paar Ungereimtheiten und nicht jedes Verhalten ist nachvollziehbar. Man kann aber auch gut miträtseln und überlegen, wo die Hintergründe der Tat liegen.
Die aus Tätersicht geschilderten Passagen ergeben außerdem ein Rezept für Marillenknödel, die (giftfreie) Zutatenliste findet sich im Anhang.
Alles in allem ein gelungener Ausflug in die Wachau. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Amüsante Antworten auf Fragen zur Physik

Wo ist die Mitte des Weltalls?
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Die Autoren, ein Physikprofessor und ein Comiczeichner, beantworten hier ein paar der Fragen, die von den Hörern ihres Podcasts regelmäßig gestellt werden. Diese drehen sich also um Themen, die den Normalbürger ...

Die Autoren, ein Physikprofessor und ein Comiczeichner, beantworten hier ein paar der Fragen, die von den Hörern ihres Podcasts regelmäßig gestellt werden. Diese drehen sich also um Themen, die den Normalbürger an der Wissenschaft interessieren - wie „Warum kann man nicht in die Vergangenheit reisen?“ „Was passiert, wenn mich ein schwarzes Loch einsaugt?“, „Was hält uns davon ab, zu den Sternen zu reisen?“, „Ist ein Leben nach dem Tod möglich?“ oder „Sind Menschen vorhersehbar?“
Die Antworten erfolgen in eher kurzen, leicht verdaulichen Kapiteln, sind in einfacher Sprache verfasst und mit einigem Humor (und einigen Comics) gewürzt. Nichtsdestotrotz machen sie einen fundierten Eindruck. Die wesentlichen Tatsachen und Zusammenhänge werden erläutert und spannende Aspekte genauer untersucht. Manche Aussagen wirken ein bisschen spekulativ. Die Autoren unterscheiden dabei aber doch genau, ob etwas generell einem physikalischen Gesetz widersprechen würde oder „nur“ unwahrscheinlich oder schwer in die Praxis umsetzbar wäre.
Auch wenn sich dieses Buch primär an Einsteiger in die Welt der Physik richtet, kann es auch für Fortgeschrittene empfehlenswert sein. Die Lektüre ist unterhaltsam und regt dazu an, die eine oder andere Frage aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Kingsbridge im Zeichen von Industrialisierung und Arbeitskampf

Die Waffen des Lichts
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Wieder ist ein Roman von Ken Follett im fiktiven Kingsbridge angesiedelt, diesmal in den Jahren 1792 bis 1824. Natürlich hat sich in der Stadt einiges geändert: Im Schatten der alt-ehrwürdigen Kathedrale ...

Wieder ist ein Roman von Ken Follett im fiktiven Kingsbridge angesiedelt, diesmal in den Jahren 1792 bis 1824. Natürlich hat sich in der Stadt einiges geändert: Im Schatten der alt-ehrwürdigen Kathedrale entstehen immer größere Fabriken, in denen neuartige Maschinen eingesetzt werden. Während manche Unternehmer wie Amos Barrowfield sich zumindest für die Belange der Arbeiterschaft interessieren, kümmert Joseph Hornbeam sich nur um seinen Profit und ist zu allerlei Intrigen bereit, um seinen Willen durchzusetzen. Daher entsteht eine Bewegung, die sich für die Arbeiter einsetzt, angeführt unter anderem von Sal Clitheroe, die aus einem kleinen Dorf nach Kingsbridge gezogen war. Elsie, die Tochter des Bischofs, möchte die Armen auf ihre Art unterstützen und eine kostenlose Schule gründen. Ihre Mutter verbringt inzwischen viel Zeit mit dem Weber Spade.

Den historischen Hintergrund bilden die Industrialisierung und das damit einhergehende Ringen um die Rechte der Arbeiter sowie die Kriege gegen das revolutionäre bzw napoleonische Frankreich. Wobei letzteres Großteils tatsächlich nur „im Hintergrund“ passiert, also immer wieder in Gesprächen erwähnt wird. Erst gegen Ende gibt es ein paar Szenen, die tatsächlich auf einem Schlachtfeld spielen.
Insgesamt ist es interessant zu beobachten, wie sich Ereignisse aus der großen weiten Welt auf das (im Vergleich dazu) kleine Kingsbridge auswirken und wie Entscheidungen, die beispielsweise im fernen London getroffen werden, das Leben der Durchschnittsbürger beeinflussen.
Der Erzählstil ist angenehm und lebendig, ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen. Dass aus zahlreichen verschiedenen Perspektiven erzählt wird, sorgt außerdem für Abwechslung. Echte Höhepunkte hat die Geschichte jedoch nicht zu bieten. Die Handlung fließt eher gemächlich dahin. Überraschungen oder größere Spannung bleiben aus. Selbst an sich dramatische Szenen werden in schlichten Worten geschildert und sind bald wieder abgehakt. Sämtliche Protagonisten verhalten sich letztlich genauso wie man es von ihnen erwarten würde, auf längere Sicht kommen genau die Paare zusammen, auf die ich schon hunderte Seiten früher getippt hätte, und es sterben genau die passenden Leute zur passenden Zeit, um das alles zu ermöglichen.
Als literarisches Highlight kann man dieses Buch daher nicht bezeichnen. Dennoch ist die Lektüre unterhaltsam und eine ganz gelungene Fortsetzung der Reihe. Ich bin schon gespannt, in welche Epoche uns der Autor als nächstes entführt.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Abwechslungsreiche Rätsel-Sammlung für Mathe-Fans

Kommen drei Logiker in eine Bar...
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Fans von Mathematik und logischem Denken kommen hier voll auf ihre Kosten. Das Buch versammelt 100 Aufgaben aus den verschiedensten Gebieten, von Zahlenrätseln bis zu Geometrie, von Fragen, bei denen man ...

Fans von Mathematik und logischem Denken kommen hier voll auf ihre Kosten. Das Buch versammelt 100 Aufgaben aus den verschiedensten Gebieten, von Zahlenrätseln bis zu Geometrie, von Fragen, bei denen man (ein bisschen) rechnen muss bis zu solchen, die mit reiner Logik gelöst werden können.
Manche Aufgaben waren mir zwar bereits grundsätzlich bekannt, der Großteil aber neu (oder zumindest eine alte Idee in neuer Aufmachung). Der Schwierigkeitsgrad ist unterschiedlich, manches ist schnell gelöst, es sind allerdings auch viele härtere Brocken dabei. Gerade bei Letzteren macht es aber auch Spaß, längere Zeit darüber nachzudenken, umso schöner, wenn dann doch eine Lösung gefunden wird.
Ansonsten gibt es die Lösungen natürlich im Anhang, wo sie ausreichend ausführlich und verständlich erläutert und bisweilen um alternative Lösungswege ergänzt werden.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Unterhaltsamer Ausflug nach Bad Gastein

Mordsschnitzel
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Valerie Thaller, Leiterin des Grand Hotels in Bad Gastein, wird zum zweiten Mal (nach „Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn“) mit einem Mord konfrontiert: Bernhard Lederer, Gastronom und einer der beliebtesten ...

Valerie Thaller, Leiterin des Grand Hotels in Bad Gastein, wird zum zweiten Mal (nach „Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn“) mit einem Mord konfrontiert: Bernhard Lederer, Gastronom und einer der beliebtesten Bürger Gasteins, liegt erschlagen in seinem Wohnzimmer. Wurde ihm sein Widerstand gegen ein geplantes Großprojekt am Graukogel zum Verhängnis oder ist der Täter innerhalb seiner teilweise entfremdeten Familie zu suchen?
Valerie kann es nicht lassen, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Nora Ermittlungen anzustellen.

Wie schon der Vorgänger überzeugt auch dieser Band weniger mit großer Krimispannung, sondern mit viel Lokalkolorit und sympathischen Protagonistinnen. Vor allem Kenner Bad Gasteins werden es genießen, Valerie und Nora bei ihren Unternehmungen und auf ihren Wegen durch den Ort zu begleiten. Auch die übrigen Figuren sind lebendig ge- (und manchmal über-) zeichnet, und an manchen Stellen blitzt Humor auf. Wenn etwa die kapriziöse Exfrau des Mordopfers deutlich macht, dass das Grand Hotel unter ihrer Würde ist, oder Valerie und Nora sich gegen die Avancen eines windigen Investors wehren müssen, den sie gerade auszuhorchen versuchen.
Die Auflösung ist jedoch nicht wirklich überraschend und das Ende fällt wieder übertrieben dramatisch aus.
Insgesamt dennoch ein unterhaltsamer Ausflug ins schöne Gasteinertal, der auch noch durch eine Rezeptsammlung im Anhang abgerundet wird. Ich hoffe auf ein baldiges Wiederlesen mit Valerie und Co.