Auf hoher See
Jenseits der WintersonneDie Autorin nimmt uns mit auf ihre Reise auf hoher See. In den stürmischen Weiten des Nordmeers. Ausgeliefert an Natur und Gezeiten. Von Stürmen, die über sie hereinbrechen. Naturgewalten, die es in sich ...
Die Autorin nimmt uns mit auf ihre Reise auf hoher See. In den stürmischen Weiten des Nordmeers. Ausgeliefert an Natur und Gezeiten. Von Stürmen, die über sie hereinbrechen. Naturgewalten, die es in sich haben. Und doch lebt sie tagtäglich mit ihnen. Nicht gegen sie, sondern mit ihnen. Sie lässt sich darauf ein. Auf eine Reise ins Unbekannte, eine Reise in die Geschichte dieser Inseln. Eine Frau, die ihren Weg geht. Den Weg in die Freiheit. Den Weg, raus aufs Meer.
Von einsamen, verlassenen Dörfern. Bauwerke, die dem Wetter und den Gezeiten trotzen.
Sie erzählt die Geschichten der Menschen, die sie trifft. Von denen, die ihre Heimat nicht verlassen möchten und den harten Bedingungen trotzen. Es ist eine gewisse Leichtigkeit, mit der die Menschen ihr Leben leben.
Wunderschön finde ich ihre Beschreibungen bezüglich der Natur, die sie hier entdeckt und erkundet. Schroffe Felsen, Bäume die sich an jedes Fleckchen Erde klammern. Getragen von der Einsamkeit auf ihrem Boot lässt sie sich treiben.
Man spürt die Gewalt der Natur in jedem Satz. Harte, kalte Winter. Geprägt von Dunkelheit. Und doch ist da immer diese Gewissheit, dass das Licht zurückkehren wird. Der Funken der Hoffnung, dass es weiter geht.
Sie segelt allein. Nur sie mit ihrem Boot, das wie ein Verbündeter wirkt. Ein treuer Freund auf hoher See.
Ich habe etwas gebraucht, bis ich mich mit dem Schreibstil angefreundet hatte. Ist er doch so ganz anders als das, was ich sonst so lese. Aber es war ein spannender Einblick. Ein bisschen philosophisch und poetisch. Es hat mich auf jeden Fall auch zum Nachdenken angeregt. Die geschichtlichen Einwürfe finde ich ebenfalls sehr spannend.
Ein toller Reisebericht, der etwas anderen Art.