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Veröffentlicht am 18.04.2022

Ich habe lange nichts mehr gelesen, was mich so berührt hat.

Whisper I Love You
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„Whisper I love you“ ist Mila Olsens Feder entsprungen.

Kansas hatte schon als Kind Schwierigkeiten mit dem Sprechen, doch nachdem ihre Mutter die Familie verlassen hat, hat sie irgendwann ganz aufgehört ...

„Whisper I love you“ ist Mila Olsens Feder entsprungen.

Kansas hatte schon als Kind Schwierigkeiten mit dem Sprechen, doch nachdem ihre Mutter die Familie verlassen hat, hat sie irgendwann ganz aufgehört zu sprechen. Zuerst konnte sie wenigstens noch mit ihren Geschwistern und ihrem Vater sprechen, aber nach einem Zwischenfall, bei dem sie keinen Rückhalt durch die Familie erfahren hat, verliert sie auch ihnen gegenüber das Zutrauen und spricht mit niemandem mehr.
In der Schule ist sie für die reichen, machthungrigen Kids das perfekte Opfer, da sie sich nicht wehrt und nicht um Hilfe ruft. Sie wird gemobbt, geschubst, verprügelt. Als eine Horde Jungs ihr noch andere Dinge antun wollen, weiß sie keinen anderen Ausweg mehr, als sich das Leben zu nehmen. Sie geht zu einer alten Eisenbahnbrücke und will springen.
Doch plötzlich ist da ein junger Mann namens River, der mit ihr spricht und sie von ihrem Vorhaben abbringt. Er bietet ihr an, mit ihm den Sommer zu verbringen, quer durch die USA zu reisen und am Ende des Sommers gemeinsam zu springen, denn gemeinsam stirbt es sich leichter.

Das Jahr ist noch jung und dennoch hat dieses Buch sehr gute Chancen mein diesjähriges Lesehighlight zu werden.

Der Schreibstil ist unglaublich gefühlvoll und ich habe alle Szenen hautnah miterlebt. Bei manchen Szenen ist mir das Lesen schwer gefallen und ich musste zwischendrin Pausen einlegen, weil es mich so mitgenommen hat. Denn auch wenn die Geschichte keine wahre Geschichte ist, so gibt es doch leider mehr als genug Menschen wie Chester, Jack und John, die sich selber besser fühlen, wenn sie andere quälen können, und ihre Macht über andere beweisen müssen.

Die Themen in diesem Buch sind sehr vielfältig, von Mobbing über diverse psychische Störungen bis hin zu Suizid, und alle sind sehr gut herausgearbeitet.

Man versteht die Beweggründe für die Handlungen der Protagonisten und – weil das Buch aus Kansas‘ Sicht geschrieben ist – kann man auch insbesondere sehr gut ihre Gefühle nachvollziehen, wie schwer es ihr fällt, sich Hilfe zu holen, welche Schuldgefühle sie hat und auch wie sie immer mehr Vertrauen River gegenüber entwickelt.

Auch wenn ich ein Fan von Happy Ends in Büchern bin, ist das Ende hier doch sehr schlüssig und passt zu der ganzen Geschichte.

Fazit:
Das Buch bekommt eine hundertprozentige Leseempfehlung von mir. Ich habe lange nichts mehr gelesen, was mich so berührt hat.

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Veröffentlicht am 30.01.2022

bunte Mischung aus Humor, Gefühl und tiefgründigen psychologischen Gesprächen

Harte Kerle lügen nicht
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„Harte Kerle lügen nicht“ ist von Karin Koenicke, erschienen am 27.06.2020.
Viktoria ist Psychologin und hat gerade ihre neue Praxis eröffnet. Leider läuft es noch nicht so gut, doch sie hat die Hoffnung, ...

„Harte Kerle lügen nicht“ ist von Karin Koenicke, erschienen am 27.06.2020.
Viktoria ist Psychologin und hat gerade ihre neue Praxis eröffnet. Leider läuft es noch nicht so gut, doch sie hat die Hoffnung, dass eine High-Society-Dame, die sich bei ihr angekündigt hat, für die nötige Publicity sorgen wird. Doch es kommt anders als geplant. Ein Elektriker (Dario) ist gerade bei ihr, um eine Leitung zu reparieren, als plötzlich die Dame in der Tür steht und ihn für den Doktor hält. Die beiden unterhalten sich über ihre Liebesprobleme und Dario schlägt ihr recht unkonventionelle Dinge vor.
Viktoria ist entsetzt, nachdem sie das mitbekommen hat und schmeißt Dario raus. Doch wenige Tage später wollen auch andere reiche Damen von dem neuen "Dr. Love" behandelt werden. Dass dies zu einigen lustigen Szenen und Komplikationen führen wird, kann man sich gut vorstellen.
Auch in diesem neuen Roman nimmt Karin Koenicke das Leben nicht so ernst. Lockere Sprüche, witzige Szenen und ein angenehmer flüssiger Schreibstil sorgen für ein entspanntes Lesevergnügen.
Manche Ratschläge des Doktor Love sind definitiv nicht ernst zu nehmen, aber ansonsten beweist er doch einen großen Einfallsreichtum und durchaus eine gute Portion Einfühlungsvermögen, mit dem er die Frauen um den Finger wickeln kann – allen voran Viktoria, auch wenn sie sich schwertut damit, sich dies einzugestehen.
Die Charaktere sind gut beschrieben und es gibt auch einen kleinen Ausflug ins Café Woll-Lust, in dem man ein paar Charaktere aus der Harten-Kerle-Reihe wieder trifft.
Auch dieser Roman ist wieder in personaler Erzählperspektive mal aus Darios und mal aus Viktorias Sicht erzählt.
Abgerundet wird der Roman durch ein leckeres Rezept – mal sehen, ob ich es mal schaffe, dies zu testen.
Fazit:
Wieder eine bunte Mischung aus Humor, Gefühl und tiefgründigen psychologischen Gesprächen. Ein kurzweiliges Lesevergnügen, perfekt für den Sommerurlaub oder einfach mal so zwischendurch.

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Interessanter Plot

Gilbartas Fluch
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„Gilbartas Fluch“ ist eine Mystery Romance von A.B. Schuetze.

Um Dugal McMall, einem reichen Geschäftsmann, der die Gemälde seines Vorfahren sammelt und ausstellt, ranken sich viele Gerüchte. Als er eine ...

„Gilbartas Fluch“ ist eine Mystery Romance von A.B. Schuetze.

Um Dugal McMall, einem reichen Geschäftsmann, der die Gemälde seines Vorfahren sammelt und ausstellt, ranken sich viele Gerüchte. Als er eine Restauratorin und Gutachterin engagiert, um die Echtheit von einigen Gemälden zu bestätigen, lernt er Elfriede Bauer kennen. Beide stellen fest, dass sie mehr als die Kunst verbindet. Ihre Leben sind durch das Schicksal miteinander verknüpft, doch dafür müssen sie bereit sein, ihre Geheimnisse zu offenbaren und sich dem Schicksal zu stellen.

Der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere werden anschaulich beschrieben. Im Laufe der Geschichte lernt man sowohl die beiden Protagonisten als auch die Freunde und Angestellten der beiden gut kennen. Insbesondere in Elfriede konnte ich mich gut hineinversetzen und sie war mir auch von Anfang an sympathisch, was ich zu Dugal nicht sagen kann. Er erschien mir zu Beginn etwas distanziert, unnahbar und vielleicht sogar bedrohlich.

Anfangs war es manchmal etwas verwirrend, dass Dugal und sein Vorfahr so ähnliche Namen haben. Da musste man teilweise zweimal hinschauen, von wem die Rede ist.

Der Plot ist interessant und gut umgesetzt. Die Idee mit einem Fluch, der über Generationen hinweg besteht und von dem keiner mehr etwas weiß, fand ich spannend. Ich war auch sehr auf die Auflösung gespannt, wie der Vorfahr Bilder aus der Gegenwart gemalt haben konnte. Zwar hatte ich mit der Lösung gerechnet, aber die Erklärungen dazu waren spannend.

Das Cover wirkt düster, aber durch die bunten Zahlen wird der finstere Eindruck wieder etwas aufgelockert. Insgesamt finde ich es sehr ansprechend.

Das Buch hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 31.12.2021

Insgesamt hat mir die Reihe sehr gut gefallen und ich habe sie regelrecht durchgesuchtet

FederLeicht 1. Wie fallender Schnee
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Federleicht ist eine 7-teilige Fantasy-Buchreiche von Marah Woolf.
Die Reihenfolge der Bücher ist wie folgt: Wie fallender Schnee, Wie das Wispern der Zeit, Wie der Klang der Stille, Wie Schatten im Licht, ...

Federleicht ist eine 7-teilige Fantasy-Buchreiche von Marah Woolf.
Die Reihenfolge der Bücher ist wie folgt: Wie fallender Schnee, Wie das Wispern der Zeit, Wie der Klang der Stille, Wie Schatten im Licht, Wie Nebel im Wind, Wie der Kuss einer Fee, Wie ein Funke von Glück.

Eliza ist ein „normaler“ Teenager, die mit ihren Eltern, ihrem Zwillingsbruder und ihrer Großmutter zusammen in einem kleinen Dorf in Schottland lebt. Am liebsten schaut sie mit ihrer Freundin Sky Filme. Doch eines Tages stolpert sie geradezu durch ein Portal in die Elfenwelt und soll den Elfen helfen, eines von sieben magischen Kleinoden (eine Schneekugel) wieder zu beschaffen.
Doch während ihr nicht alle Elfen wohlgesonnen sind und sie den Eindruck hat, dass ihr nicht die ganze Wahrheit erzählt wird, hilft ihr ein kleiner Troll.
Den Elfen Cassian, der sie unterstützen soll, kann sie nicht richtig einschätzen. Auf der einen Seite ist er abweisend, doch dann ist er auch wieder zuvorkommend und wickelt sie mit Leichtigkeit um den Finger, so dass sie sich in ihn verliebt.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ebenso wie Eliza wird auch der Leser regelrecht in die magische Welt der Elfen hineingezogen und kann/will sie nicht mehr verlassen.

Die Geschichte ist aus Elizas Sicht in der ersten Person geschrieben – bis auf den Prolog, der ist aus der Sicht des Trolls Quirrin geschrieben.
Zu Beginn jedes Buches ist ein Gedicht der Elfen aufgeführt, das die sieben magischen Kleinode beschreibt. Jeder Band ist einem dieser magischen Gegenstände gewidmet.

In einigen Bänden gibt es Anspielungen zu Handlungen, die in der Buchreihe „MondLichtSaga“ vorgekommen sind. Aber auch ohne Kenntnis der MondLichtSaga versteht man die Zusammenhänge.

Die Charaktere sind gut beschrieben. Da das Buch aus Elizas Sicht geschrieben ist, bleiben dem Leser allerdings ähnlich wie Eliza die wahren Beweggründe von Cassian und den anderen Elfen teilweise verborgen – auch wenn der Leser vielleicht nicht ganz so blind ist wie Eliza 😉

Im Laufe der weiteren Bände muss Eliza den Elfen gegen einen bösen Magier helfen, der die Elfenwelt bedroht. Zusammen mit Cassian und ihren Freunden warten viele gefährliche Abenteuer auf sie, dabei muss sich auch der blinde Cassian entscheiden, was ihm wichtiger ist – sein Augenlicht wieder zu bekommen oder seine Liebe zu Eliza.

Für mich persönlich waren der Band 5 Wie Nebel im Wind und der Band 6 Wie der Kuss einer Fee die schwächsten Bände.

Insgesamt hat mir die Reihe sehr gut gefallen und ich habe sie regelrecht durchgesuchtet.

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Eine interessante Buchreihe nicht nur für Jugendliche

Percy Jackson - Diebe im Olymp (Percy Jackson 1)
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Percy Jackson „Diebe im Olymp“ von Rick Riordan ist der erste Band einer 5-teiligen Reihe rund um griechische Götter, Halbgötter und Monster.

Percy Jackson ist ein 12jähriger Junge, der mit seiner Mutter ...

Percy Jackson „Diebe im Olymp“ von Rick Riordan ist der erste Band einer 5-teiligen Reihe rund um griechische Götter, Halbgötter und Monster.

Percy Jackson ist ein 12jähriger Junge, der mit seiner Mutter in New York lebt. Er ist bislang noch von jeder Schule geflogen, ist Legastheniker und hat ADHS, aber ansonsten hält er sich eigentlich für einen ganz normalen durchschnittlichen Jungen. Bis er eines Tages erfährt, dass sein Vater ein griechischer Gott ist, sein bester Freund ein Satyr und der Grund für seine vielen Probleme in der Schule ist, dass er von Monstern verfolgt wird, die ihn töten wollen. So kommt es, dass seine Mutter ihn ins Camp Half-Blood bringt, in dem er noch andere Halbgötter kennenlernt und dort Kampfunterricht lernen soll. Hier erfährt er auch, dass sein Vater kein geringerer als Poseidon ist. Zusammen mit anderen aus dem Camp muss Percy Abenteuer bestehen und sich gegen die ihm feindlich gesonnenen Götter und Monster zur Wehr setzen.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, so dass es für jüngere Jugendliche gut zu lesen ist. Aber auch mir als Erwachsene hat es Spaß gemacht, die Reihe zu lesen. Mit sehr viel Humor führt uns der Autor durch die Geschichte und schon die Titel der Kapitel bringen einen zum Schmunzeln.

Der Schauplatz ist modern gehalten. Die Götter sind im 21. Jahrhundert gelandet und haben ihre Lebensweise der neuen Welt angepasst. Sie fahren Motorrad oder schicke Autos, telefonieren mit Handys und haben ihren Hauptsitz, den Olymp, nach New York verlegt. Nichtsdestotrotz erfährt man einiges über die griechische Götterwelt und über die Schicksale früherer Halbgötter/Helden.

Bei den spannenderen Stellen merkt man, dass die Buchreihe für jüngere Leute geschrieben sind, denn gefährliche Situationen lösen sich sehr schnell und oft mit einem lustigen Unterton wieder auf, so dass es für zartere Gemüter gut zu verkraften ist.

Die Charaktere sind anschaulich beschrieben und vor allem Percy, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, lernt man im Laufe der Reihe gut kennen.

Fazit:
Eine interessante Buchreihe nicht nur für Jugendliche.

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