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Veröffentlicht am 25.09.2020

Ich war von dem Buch ziemlich enttäuscht.

Eine Handvoll Worte
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„Eine Handvoll Worte“ von Jojo Moyes ist eine doppelte Liebesgeschichte. Der erste Erzählstrang spielt im Jahr 1960.
Jennifer Stirling hatte einen schweren Autounfall und kann sich danach nicht mehr an ...

„Eine Handvoll Worte“ von Jojo Moyes ist eine doppelte Liebesgeschichte. Der erste Erzählstrang spielt im Jahr 1960.
Jennifer Stirling hatte einen schweren Autounfall und kann sich danach nicht mehr an ihr Leben und vor allem auch nicht an ihren Mann erinnern. Sie ergibt sich in ihr Leben, doch lässt sie das Gefühl nicht los, dass sie eigentlich einen anderen Mann liebt.
Im zweiten Erzählstrang, der 2003 spielt, geht es um das Liebesleben der Journalistin Ellie Haworth. Der Mann, den sie liebt, ist verheiratet.

Im Zuge von Recherchen findet sie im Zeitungsarchiv einen Brief, in dem ein Mann eine Frau bittet, ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm nach New York zu gehen. Sie erkennt sich selber in diesem Brief wieder und versucht mehr über die beiden herauszufinden.

Auf diese Weise verbinden sich die beiden Schicksale und Ellie bringt Jennifers ganze Geschichte ans Licht.
Der Klappentext klingt vielversprechend und ein anderes Buch, das ich von Jojo Moyes gelesen habe (Ein ganzes halbes Jahr), hatte mich sehr berührt.

Leider kam bei „Eine Handvoll Worte“ dieses Gefühl nicht wirklich auf. Obwohl es eigentlich schicksalhafte Liebesgeschichten sind, konnte ich den Schmerz und die Liebe nicht wirklich spüren. Der Schreibstil ist recht einfallslos und regt das Kopfkino nicht wirklich an.

Die Verknüpfung der beiden Geschichten ist auch recht undurchsichtig. Vor allem die Vergangenheit ist ziemlich verwirrend, weil sich hier auch noch Erinnerungen an die Zeit vor dem Unfall mit der Zeit nach dem Unfall mischen und es nicht eindeutig ist, wo auf dem Zeitstrahl man sich gerade befindet.

Fazit:
Ich war von dem Buch ziemlich enttäuscht.

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Gute Fortsetzung, allerdings etwas schwächer als der erste Teil.

Staub & Flammen
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„Staub und Flammen“ ist der zweite Teil der Götter-Dilogie von Kira Licht, erschienen 2019. Das Finale um den Kampf der Götter und um Livia und Maél.

Nachdem Maél von den griechischen Göttern verhaftet ...

„Staub und Flammen“ ist der zweite Teil der Götter-Dilogie von Kira Licht, erschienen 2019. Das Finale um den Kampf der Götter und um Livia und Maél.

Nachdem Maél von den griechischen Göttern verhaftet und angeklagt worden ist, versucht Livia alles, um seine Unschuld zu beweisen. Wieder einmal kann sie froh sein, dass sie Freunde hat, die ihr alles glauben und ihr bedingungslos zur Seite stehen. Ihre „Gang“, wie sie sich irgendwann selber nennen, wird immer größer und umfasst Götter, Halbgötter, (unsterbliche) Menschen, Nymphen und fast ausgestorbene Insekten. Sie lassen nichts unversucht, um Zeus von Maéls Unschuld zu überzeugen und offenbaren schlussendlich noch eine große Gefahr für die ganze Menschheit.

Auch in diesem Band ist der Schreibstil zwar recht einfach, aber dadurch auch sehr flüssig zu lesen, so dass die Seiten nur so dahinschwinden. Leider kam mir dieses Buch schlecht lektoriert vor. Es gab doch sehr viele Rechtschreibfehler und unschöne Wortwiederholungen.

Die Geschichte ist nach wie vor aus Livias‘ Sicht geschrieben und schließt nahtlos an den ersten Teil an. Da ich beide Bücher direkt hintereinander gelesen habe, war ich auch sofort wieder mittendrin im Geschehen. Es geht spannend weiter, aber auch sehr humorvoll. Besonders die Szenen mit Zeus fand ich äußerst amüsant.

Mir waren viele Wendungen in der Geschichte schon recht früh klar, wohingegen die „Gang“ teilweise ganz schön lange gebraucht hat, bis es bei ihnen klick gemacht hat. Da wollte ich sie schon manchmal schütteln, damit sie es endlich kapieren, was da passiert.

Wie schon in meiner Rezension zum ersten Band erwähnt, kommt meiner Meinung nach Livias Nymphenkraft etwas zu kurz bzw. wird von ihr für falsche Zwecke eingesetzt bzw. permanent ausgesperrt.

Auch dieses Cover sieht wieder sehr schön aus. Die Verbindung der beiden Bücher zueinander ist klar erkennbar – vielleicht sogar etwas zu stark, so dass man im Vorbeigehen evtl. nicht erkennen würde, dass es sich um ein anderes Buch handelt. Aber wer den ersten Band gelesen hat, wird sicherlich gezielt nach dem zweiten Ausschau halten.
Was mir gut gefallen hat, ist, dass bereits am Titel ersichtlich ist, dass es sich um einen Mehrteiler handelt.

Fazit:
Gute Fortsetzung, allerdings etwas schwächer als der erste Teil.

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Gelungene Romantasy, leider mal wieder mit fiesem Cliffhanger.

Gold und Schatten
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„Gold und Schatten“ ist das erste Buch der Götter von Kira Licht und ist 2019 erschienen. Es handelt sich bei dem Jugendroman um eine Dilogie, über die griechischen Götter in der modernen Welt. Der zweite ...

„Gold und Schatten“ ist das erste Buch der Götter von Kira Licht und ist 2019 erschienen. Es handelt sich bei dem Jugendroman um eine Dilogie, über die griechischen Götter in der modernen Welt. Der zweite Teil heißt „Staub und Flammen“.

Livia lernt, kaum dass sie nach Paris gezogen ist, Maél kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Aber nicht nur die Liebe zu ihm verändert ihr Leben, sie hört auf einmal auch Pflanzen sprechen, sieht und träumt merkwürdige Dinge und bekommt komische Warnungen von einem Bettler. Livia stellt sich der Herausforderung zu ergründen, was das alles auf sich hat und ob Maél wirklich so düster ist, wie er scheint. Zum Glück hat sie auf Anhieb zwei tolle Freundinnen gefunden, die ihr immer zur Seite stehen und ihr helfen, egal wie verrückt ihre Erzählungen klingen.

Der Schreibstil ist recht einfach, aber sehr eingängig und flüssig zu lesen. Erzählt wird aus Livias‘ Sicht, in der 1. Person. Ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Geschehnisse rund um die griechischen Götter sind teils düster, teils witzig, aber allesamt gut erzählt. Die Nymphenkräfte kommen mir etwas zu kurz und ihre Art, die Pflanzen auszusperren, statt ihnen wirklich zu helfen, fand ich schade.
Aber ansonsten ist die Geschichte interessant und spannend aufgebaut. Man erfährt immer wieder etwas Neues, über die Situation, in die Livia hineingekommen ist und man rätselt mit ihr mit, woher ihre Kräfte auf einmal kommen und was es damit auf sich hat.

Die Charaktere sind sehr sympathisch und gut beschrieben, so dass ich sie mir sehr genau vorstellen konnte und mich auch einfach in sie hineinversetzen konnte. Livia ist manchmal etwas schwer von Begriff, aber ansonsten ist sie ein freundliches, offenes, manchmal naives Mädchen. Maél mimt den Bad Boy, ist aber eigentlich gar nicht so düster und bedrohlich.

In gewissen Zügen hat mich das Buch sehr an „Evermore“ von Alyson Noel erinnert. Meiner Meinung nach gibt es da so einige Parallelen zwischen Livia und Maél und Ever und Damen. Aber im Gegensatz zu Ever kann sich Livia auf ihre Freundinnen verlassen und hat keine Geheimnisse vor ihnen. Das hat mir gut gefallen.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Der dunkle, düstere Boden und oben dann die junge Frau mit hellen Lichtreflexpunkten wirkt auf mich sehr ansprechend.

Fazit:
Gelungene Romantasy, leider mal wieder mit fiesem Cliffhanger.

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Ich werde sicherlich nicht die weiteren 6 Bände lesen.

Die sieben Schwestern
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Bei dem Roman „Die sieben Schwestern“ handelt es sich um den ersten Band des 7-teiligen Familien-Epos von Lucinda Riley. Das Buch ist 2015 im Goldmann-Verlag erschienen.

Maia lebte in ihrer Kindheit in ...

Bei dem Roman „Die sieben Schwestern“ handelt es sich um den ersten Band des 7-teiligen Familien-Epos von Lucinda Riley. Das Buch ist 2015 im Goldmann-Verlag erschienen.

Maia lebte in ihrer Kindheit in einer großen Villa am Genfer See zusammen mit ihrem Adoptivvater Pa Salt und 5 weiteren adoptierten Schwestern sowie einigen Bediensteten. Mittlerweile sind ihre Schwestern ausgezogen und sie ist als Einzige dort geblieben.
Als ihr Vater stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen.
Den Schwestern fällt auf, wie wenig sie eigentlich über ihren Adoptivvater wissen. Jeder von ihnen vermacht er Hinweise darauf, woher sie stammen, damit sie nach ihren Wurzeln suchen können. So macht sich Maia dann nach Brasilien auf, um in Rio nach ihren Eltern zu suchen. Dort erfährt sie die Geschichte ihrer Urgroßmutter.

Die Geschichte ist in zwei Strängen aufgegliedert: Die Gegenwart rund um Maia und die Vergangenheit von Izabela. Maias Geschichte wird aus Sicht der 1.Person heraus erzählt, während Izabelas Geschichte in personaler Erzählweise geschrieben ist. Die Abgrenzung zwischen den beiden Ebenen war klar erkennbar.

Obwohl ich eigentlich ein Freund von langen Satzkonstruktionen bin, waren in diesem Roman die Sätze manchmal so ungeschickt verschachtelt, dass ich beim Lesen mehrmals gestolpert bin, was meinen Lesefluss doch erheblich gestört hat.

Sowohl Maias als auch Izabelas Geschichte handeln von Liebe und Hindernissen. Allerdings konnte mich das Geschehen nicht wirklich packen. Meiner Meinung nach gab es keine Spannungsbögen und die Geschichten plätscherten nur so vor sich hin.

Unbefriedigend fand ich auch das Ende. Maias Geschichte war noch gar nicht richtig vorbei. Es bleibt unklar, was mit ihrem Ex-Freund los ist, was er von ihr wollte. Und am Ende beginnt quasi bereits die Geschichte der zweiten Schwester, die dann im zweiten Band erzählt wird. Auch über Maias Adoptivvater erfährt man eigentlich gar nichts. Wahrscheinlich kommt das erst im letzten Band. Lediglich eine Vorahnung, in welchem Zusammenhang er mit Izabelas und damit Maias Leben steht, habe ich, aber es gab bislang keine Bestätigung dazu.

Fazit:
Ich werde sicherlich nicht die weiteren 6 Bände lesen.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen

Holunderliebe
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„Holunderliebe“ ist ein Roman aus der Feder von Katrin Tempel. Er wurde 2013 veröffentlicht.

Dieses Buch vereint einen Liebesroman mit einer historischen Geschichte und auch noch ein paar Infos zum Thema ...

„Holunderliebe“ ist ein Roman aus der Feder von Katrin Tempel. Er wurde 2013 veröffentlicht.

Dieses Buch vereint einen Liebesroman mit einer historischen Geschichte und auch noch ein paar Infos zum Thema Kräuter und deren medizinische Anwendung.

Die Geschichtsstudentin Lena reist auf die Reichenau am Bodensee, um zu recherchieren, da sie in einem alten Buch etwas Ungewöhnliches entdeckt hat. Dabei stößt sie auf der Insel nicht nur auf den Kräuterhändler Simon, sondern auch auf eine unbekannte Pflanze. Aber ihr Aufenthalt ist nicht nur durch diese beiden Ereignisse geprägt, sondern sie wird auch noch von Träumen/Visionen aus dem Mittelalter heimgesucht und nebenbei erfährt sie die Wahrheit über ihre eigene Geschichte.

In der Geschichte der Gegenwart ist Lena der Ich-Erzähler und der Leser erfährt von ihrer Liebe zum Gärtnern, ihrem Geschichtsstudium und ihrer „Freundschaft“ zu Erik. Durch die ich-Erzählperspektive werden ihre Gefühle gut dargestellt.
Die anderen Charaktere wie Erik und Simon sieht der Leser durch Lenas subjektive Brille. Und ich muss sagen, dass mir der Charakter Erik irgendwie unbedeutend erschien. Er wurde kurz zu Beginn erwähnt, taucht dann plötzlich wieder auf der Reichenau auf, um dann genauso schnell und kampflos wieder zu verschwinden. Hier hatte ich etwas mehr Interaktion zwischen Erik und Simon erwartet, ansonsten hätte man sich den Part mit Erik auch sparen können. Er hat die Geschichte nicht wirklich beeinflusst und vorwärtsgebracht.

Lenas Träume/Visionen aus dem Mittelalter sind in personaler Erzählweise geschrieben und handeln hauptsächlich von dem Mönch Walahfried und von dem Adligen Thegan – sowie seiner Liebe zu Hemma. Hier erfährt der Leser ein paar Dinge zu Kräutern und wie diese im Mittelalter für Krankheiten eingesetzt worden sind. Diese Kapitel werden alle mit einem Spruch aus Walahfrieds „Kräutergedicht“ eingeleitet.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Handlung plätschert gleichmäßig vor sich hin, es gibt keine wirklichen Spannungsbögen.
Die Entwicklung bezüglich Lenas Vergangenheit ist relativ vorhersehbar.
Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, es war eine schöne Geschichte mal so für zwischendurch. Spannung oder starke Gefühle sollte man allerdings nicht erwarten.

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