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Veröffentlicht am 25.05.2026

Geliebte Lebensbegleiter

Penny, Prince und Ginny
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Brian Sewells "Penny, Prince und Ginny - Die Hunde meines Lebens" ist eine Hommage an den besten Freund des Menschen.

Insgesamt 17 Hunde begleiteten den Autor in acht Jahrzehnten durchs Leben. Jeder Einzelne ...

Brian Sewells "Penny, Prince und Ginny - Die Hunde meines Lebens" ist eine Hommage an den besten Freund des Menschen.

Insgesamt 17 Hunde begleiteten den Autor in acht Jahrzehnten durchs Leben. Jeder Einzelne von ihnen mit seiner ganz eigenen Geschichte, die Sewell uns mit viel Liebe und Respekt, aber auch offen und ehrlich ohne zu beschönigen, in wunderbaren Worten erzählt.
Denn viele der Hunde, die sich Brian Sewell ausgesucht hat oder die ihn ausgesucht haben oder sonstwie den Weg in sein Heim und Herz fanden, hatten ihr Päckchen "Vorleben" dabei. Ausgesetzt, misshandelt oder verletzt waren sie nicht immer bereit, sich in ihr neues Leben mit Mensch und anderen Artgenossen zu integrieren. Mit bewundernswerter Geduld und Empathie gelingt es Sewell aber jedesmal aufs Neue, jedem seiner Hunde das bestmögliche Leben zu bieten und ihre Eigenheiten zu tolerieren, manchmal bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus.

Neben den vielen kleinen und großen Anekdoten wie die Hunde zu Sewell gekommen sind und was er mit ihnen erlebt hat, ist ein großer Teil des Buches aber den Abschieden gewidmet. Sewell schildert auch hier sehr emotional die schweren Wege die er gemeinsam mit seinen Hunden gegangen ist, den Schmerz der mit jedem neuen Abschied größer wurde, bleibt dabei aber selbstkritisch, dass ihm das nicht immer hundertprozentig gelungen ist.

Ein weiteres Highlight des Buches sind die wunderbaren Zeichnungen von Sally Ann Lasson, die die Geschichten passend illustrieren.

Absolute Leseempfehlung, nicht nur für Hundemenschen.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Koch und Hexe in Personalunion

The House Witch 1
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"The House Witch" von Delemhach aka Emilia Nikota war meine erste Lektüre aus dem Subgenre Cosy Fantasy und ich muss sagen, es hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen.

Hauptfigur ist Fin Ashowan, seines ...

"The House Witch" von Delemhach aka Emilia Nikota war meine erste Lektüre aus dem Subgenre Cosy Fantasy und ich muss sagen, es hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen.

Hauptfigur ist Fin Ashowan, seines Zeichens Koch, ein begnadeter Koch. In dieser Funktion tritt er seine neue Stelle als Küchenchef im königlichen Schloss von Daxaria an. Das er darüber hinaus noch eine männliche Hexe ist, versucht er tunlichst zu verbergen und hält seine Mitmenschen mit seinem ruppigen Verhalten auf Abstand. Doch wie das Leben nun mal so spielt, zwingen in diverse Ereignisse sein Geheimnis Zug um Zug preiszugeben. Nicht nur das seiner Magie, sondern auch seinen wahren Charakter, denn hinter seiner abweisenden Fassade steckt letztendlich ein gerechtigkeitsliebender, warmherziger Typ, dem das Wohlergehen seiner Mitmenschen wichtig ist.

Die Geschichte baut sich sehr langsam auf, man hat Zeit und Muße sich in ein mittelalterliches Setting auf einem Schloss, mit all seinen dazugehörigen Personen und damit verbundenen Intrigen und Verwicklungen, einzustimmen. In vielen kleinen Episoden wird man durch diese märchenhafte Welt geführt. Auch den Charakteren wird Zeit gegeben sich zu entwickeln, teilweise auf überraschend moderne Weise, was ihnen eine gewisse Tiefe verleiht.
Für mich ist das aber auch der Knackpunkt der Geschichte, es plätschert alles so dahin, wirkliche Spannung kommt selten auf, es gibt keinen typischen Helden oder Heldin, kein Kampfgetümmel zur Rettung der Welt, glücklicherweise auch keine ausufernden spicy Szenen.
Dafür gibt es witzige Dialoge, unkonventionelle Protagonisten, einen niedlichen Hexenkater namens Kraken, auch ein paar Verwicklungen, gefährliche Situationen und eine zarte Liebesgeschichte. Die bösen Buben sind selbstverständlich auch vertreten und ein Krieg ist im Anzug und somit genug Stoff für eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Spannende Mörderjagd auf Island

Schlafende Vulkane
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Mit "Schlafende Vulkane" haben der schwedische Autor Michael Hjorth und sein isländischer Kollege Bjarni Thorsson in ihrer ersten Zusammenarbeit eine echte Punktlandung hingelegt.

Als eine nackte Tote ...

Mit "Schlafende Vulkane" haben der schwedische Autor Michael Hjorth und sein isländischer Kollege Bjarni Thorsson in ihrer ersten Zusammenarbeit eine echte Punktlandung hingelegt.

Als eine nackte Tote in einem Pferdestall aufgefunden wird, muss aufgrund von Personalmangel die unerfahrene Ermittlerin Helga Jónsdóttir den Fall übernehmen. Schnell wird klar, dass die alleinerziehende Mutter einem Sexualdelikt zum Opfer gefallen ist und ihr zehnjähriger Sohn vor dem mutmaßlichen Mörder in die Lavafelder geflüchtet ist. Gemeinsam mit dem Verkehrspolizisten Bjarki und dessen Suchhündin Salka macht sich Helga auf die Suche nach dem Jungen. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord und es zeichnet sich ab, dass hier ein Serientäter am Werk ist.

Bedingt durch den permanenten Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten, neben Helga und Bjarki fand ich besonders die Kriminaltechnikerin Yvette sehr spannend, und den kurz gehaltenen Kapiteln bleibt die Spannung immer hoch. Dazwischen bekommen wir in einzelnen, kursiv geschriebenen Kapiteln einen tiefen Einblick in die kranke Gedankenwelt des Mörders und die menschlichen Abgründe im Darknet. Ich empfand die Charaktere allesamt gut ausgearbeitet, mit Ecken und Kanten, mit spannenden Lebensläufen und Lebenssituationen, die ihre Handlungen oftmals bestimmen, wenn auch nicht immer im positiven Sinne. Die raue und karge Landschaft Islands sorgt natürlich auch für eine packende Atmosphäre.

Definitiv ein sehr gelungener Reihenauftakt, spannend bis zum Ende, auch wenn dieses keine wirklich überraschenden Wendungen aufzubieten hatte, die es aber auch nicht gebraucht hat. Ich freue mich schon auf Band 2 und bin gespannt, wie es mit Helga, Bjarki und Yvette weitergeht, der kleine Cliffhanger im Epilog verspricht da ja interessante Verwicklungen.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Auf Umwegen zum Glück

Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love
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Tess, eine toughe Investmentbankerin, ist gerade die Karriereleiter hochgestiegen, als ihr das Leben einige Stolpersteine in den Weg wirft. Eine angsteinflösende Diagnose bei einer Routineuntersuchung, ...

Tess, eine toughe Investmentbankerin, ist gerade die Karriereleiter hochgestiegen, als ihr das Leben einige Stolpersteine in den Weg wirft. Eine angsteinflösende Diagnose bei einer Routineuntersuchung, eine teure Fehlinvestition bei ihrem neuen Großkunden, sowie fiese Arbeitskollegen, die sie auf Social Media öffentlich in Verruf bringen, bringt Tess' Weltbild aus der Balance. Sie beschließt,  die von ihrem Chef aufgenötigte Auszeit zu nutzen und bei einer mehrtägigen Wanderung über den Pennine Way im Lake District Klarheit über ihr weiteres Leben zu bekommen. Doch schnell erkennt sie, welche Schnapsidee das für eine Großstadtpflanze wie sie war und als sie einer verunfallten Mitwanderin zu Hilfe kommt, trifft sie unerwartet auf Bergretter Gregg und kommt bei dessen Nachbarin Fran in einem kleinen Cottage unter. Hier lernt Tess das Leben von einer völlig anderen Seite kennen und beginnt, ihre Prioritäten neu zu definieren. Unterstützung findet sie dabei vor allem in Gregg, für den sie bald mehr empfindet, und dessen Familie.

"Die Liebe trägt Gummistiefel" von Alexandra Zöbeli ist der 2. Band der Lakeland-Love-Reihe, der aber unabhängig gelesen werden kann, auch wenn einige Protagonisten aus Band 1 auch hier als Nebenfiguren in Erscheinung treten.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen, auch dann, wenn ernste Themen wie schwere Erkrankungen und die damit verbundenen Ängste zur Sprache kommen. Alexandra Zöbeli findet hier eine gute Balance zwischen den positiven und negativen Seiten des Lebens. Die Geschichte besticht zwar nicht durch hochspannende, komplexe Handlungsstränge, aber das braucht ein Wohlfühlbuch auch nicht. Nichtsdestotrotz hat es an den richtigen Stellen die nötige Tiefe, um dann aber auch wieder Lebensfreude und Herzlichkeit zu verbreiten. Wer darüber hinaus noch Hundewelpen, Alpakas und anderes Getier mag dem sei dieser Roman ans Herz gelegt.
Mir hat er jedenfalls sehr gut gefallen und ich hoffe, es gibt noch einen weiteren Band.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Den Zwängen den Kampf ansagen

Nimm den Zwängen die Macht
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In ihrem Ratgeber "Nimm den Zwängen die Macht" klären die Autoren Ulrich Voderholzer, Rebecca Schennach und Stefan Koch zum Thema Zwangshandlungen und Zwangsgedanken auf.

Dabei orientieren sich die Autoren ...

In ihrem Ratgeber "Nimm den Zwängen die Macht" klären die Autoren Ulrich Voderholzer, Rebecca Schennach und Stefan Koch zum Thema Zwangshandlungen und Zwangsgedanken auf.

Dabei orientieren sich die Autoren an den aktuellen wissenschaftlichen Standards, erklären detailliert, wie und wodurch Zwänge entstehen, zeigen anhand vieler Fallbeispiele wie solche Zwänge sich darstellen und wie sie die Betroffenen, aber auch ihr Umfeld beeinflussen und ihr Leben einschränken. Anhand der z.Zt. erfolgreichsten Behandlungsmethode, der sog. Exposition, werden den Lesenden Strategien an die Hand gegeben, aus dem Teufelskreis auszusteigen. Mit Hilfe von konkreten Übungen und Handlungsvorschlägen sollen Betroffene in die Lage versetzt werden, auch in Eigenregie ohne professionelle Unterstützung, ihre Zwänge zu bekämpfen und im Bestfall wieder ein lebenswertes, erfülltes Leben zu führen.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich dieser Ratgeber stark gefordert hat. Die Thematik geht sehr ins Detail, eigentlich gut, aber durch die permanente Wiederholung bereits erklärter Sachverhalte, werden die Kapitel unnötig in die Länge gezogen und ich habe immer wieder die Lust am Weiterlesen verloren. Manche Themenbereiche (z. B. Medikation, Gesprächsführung) waren für mein Empfinden insgesamt zu ausufernd, da hätte man auch auf weiterführende Literatur verweisen können. Auch die diversen Schaubilder und Übersichtstafeln waren im laufenden Text oftmals schlecht platziert und haben meinen Lesefluss gestört.
Das Zwangshandlungen und Zwangsgedanken eine schwerwiegende psychische Erkrankung ist, wird sehr schnell klar. Auch der hohe Leidensdruck mit dem die Betroffenen und ihr Umfeld tagtäglich zu kämpfen haben wird eindrucksvoll geschildert. Daher finde ich es etwas verwunderlich das mehrfach darauf hingewiesen wird, dass die Exposition auch selbstständig durchgeführt werden kann und durchaus soll. Das dazu viel Selbstdisziplin und Kraft notwendig ist, wird zwar immer wieder betont, aber ich denke ohne professionelle Hilfe dürfte das sehr schwer bis unmöglich sein. Auch die Einbindung von Familie/Vertrauenspersonen wird mir zu stark in den Focus gerückt, da halte ich die Ressourcen für wesentlich begrenzter.

Für Betroffene kann das Buch eine Hilfe sein zu erkennen, dass es einen Weg aus dem Leiden gibt. Dieser Weg ist hart und steinig, aber am Ende kann er sich lohnen. Einen Versuch ist es definitiv wert.

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