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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2017

Gelungener Auftakt

Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen
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Julie Kagawa und ich hatten es bislang nicht leicht miteinander, denn leider sind zwei Reihen bereits für mich gefloppt, sodass ich auch bei „Das Erbe der Feen“, Band 1 der "Plötzlich Prinz"-Trilogie, ...

Julie Kagawa und ich hatten es bislang nicht leicht miteinander, denn leider sind zwei Reihen bereits für mich gefloppt, sodass ich auch bei „Das Erbe der Feen“, Band 1 der "Plötzlich Prinz"-Trilogie, enorme Zweifel hatte. Ich kann allerdings endlich sagen, dass ich hier positiv überrascht wurde und mir das Buch wirklich gut gefallen hat.

Julie Kagawa hat mich hier wirklich überzeugen und überraschen können, denn die Geschichte liest sich nicht nur leicht, sondern auch oftmals sehr flüssig. Die Figuren sind vielseitig, das Setting interessant und auch die Umsetzung finde ich mehr als gelungen. Einziger Kritikpunkt: Die Geschichte besitzt oftmals unnötige Längen, auf die ich gerne verzichtet hätte, denn an wenigen Stellen ging der Autorin der berühmte rote Faden verloren. Wenn man allerdings einigermaßen darüber hinwegschauen kann, bekommt man hier eine wirklich tolle Geschichte geboten.

Obwohl es sich bei der "Plötzlich Prinz"-Trilogie um ein Spin-Off der "Plötzlich Fee"-Reihe handelt, kann man die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen. Ich habe nicht alle Bücher der "Plötzlich Fee"-Reihe gelesen, was jedoch nicht geschadet hat, da ich von Anfang an in der Geschichte drin war.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Ethan, dem Bruder von Meghan, die über das gesamte Feenreich herrscht. Obwohl Ethan ganz normal sein möchte und auf eine normale Highschool geht, merkt man bei ihm schnell, dass er alles andere als normal ist, denn er kann Feen sehen, was ihn nicht nur Schwierigkeiten bereitet, sondern auch seine gesamte Familie in Gefahr bringt. Aber nicht nur diese ist in Gefahr, sondern auch Kenzie, in die er sich hoffnungslos verliebt hat...

Die Geschichte wird beinahe lückenlos spannend und flüssig erzählt, die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, besitzen ihre Ecken und Kanten, sind aber dennoch liebenswert und auch das Setting ist rundum gelungen, sodass man hier einen gelungenen Auftakt erhält.

Das Cover ist für mich ein absoluter Eyecatcher, das nicht nur hervorragend zur Geschichte passt, sondern auch mit tollen Details und schön anzusehenden Grün- und Blautönen überzeugt. Die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls zugesagt, sodass ich dem Buch trotz einiger Skepsis eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Das Erbe der Feen" ist insgesamt ein gelungener Auftakt der "Plötzlich Prinz"-Trilogie und konnte mich mit einem oftmals packenden Schreibstil und interessanten Charakteren direkt in den Bann ziehen, sodass ich trotz Skepsis positiv überrascht wurde.

Veröffentlicht am 11.06.2017

Kann den Hype nicht nachvollziehen

GötterFunke 1. Liebe mich nicht
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"Liebe mich nicht" ist der Auftakt der "Götterfunke"-Trilogie, eine Geschichte, die ich unbedingt mögen wollte. Ich hatte nicht nur hohe Erwartungen an die Geschichte, sondern bereits so viel Gutes über ...

"Liebe mich nicht" ist der Auftakt der "Götterfunke"-Trilogie, eine Geschichte, die ich unbedingt mögen wollte. Ich hatte nicht nur hohe Erwartungen an die Geschichte, sondern bereits so viel Gutes über das Buch gehört, sodass ich mir sicher war, dass es einfach nur gut werden kann. Leider war dies letztendlich nicht so, denn ich hatte von Anfang an große Probleme mit der Geschichte und kann den Hype somit nicht nachvollziehen.

So sehr ich mich bemüht habe, ich habe leider nie wirklich einen Einstieg in die Geschichte gefunden, denn ich konnte mich weder auf die teils doch sehr unsympathischen Figuren einlassen, noch auf den Schreibstil der Autorin. Hier wird sich nicht nur an vielen Klischees bedient, sondern die Handlung zog sich auch wie Kaugummi, sodass ich stellenweise sogar quer gelesen habe, was ich normalerweise nicht mache.

Schuld daran sind die Charaktere, die ich nicht nur als oberflächlich und langweilig empfunden habe, sondern auch als klischeebeladen. Dazu kommt, dass ich die Ausarbeitung der Figuren eher als lieblos empfunden habe. Die Autorin kann schreiben, keine Frage, aber bei "Liebe mich nicht" hat mir durchweg der rote Faden gefehlt, sodass auch die Spannung auf der Strecke geblieben ist.

Die Tatsache, dass Jess hier vollkommen abhängig von Cayden ist, sie nur noch an ihn denkt und diesem praktisch hinterherläuft, erinnert auf unangenehme Art und Weise an Bella Swan aus der "Twilight"-Reihe, sodass ich mich bei Jess nur gelangweilt habe und sie auf weiten Stücken nicht ernst nehmen konnte. Gleiches gilt leider auch für Cayden und die anderen Figuren, sodass ich mit niemanden von ihnen wirklich warm wurde.

Das Cover ist dagegen hübsch anzusehen und gefällt mir besonders von den Farben her. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich neugierig wurde. Schade, dass der Inhalt letztendlich doch nicht überzeugen konnte.

Kurz gesagt: "Liebe mich nicht" hätte an sich sehr gut werden können, allerdings fand ich die Figuren meist nur langweilig und oberflächlich, sodass ich weder mit ihnen, noch mit der Geschichte warm werden konnte. Manchmal soll es einfach nicht sein.

Veröffentlicht am 10.06.2017

Schöne und nachdenklich stimmende Geschichte

The Sun Is Also a Star
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Nachdem ich bereits "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" von Nicola Yoon gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf weitere Werke der talentierten Autorin. Dementsprechend neugierig war ich ...

Nachdem ich bereits "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" von Nicola Yoon gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf weitere Werke der talentierten Autorin. Dementsprechend neugierig war ich auch auf ihr neuestes Werk "The Sun Is Also A Star", das sehr vielversprechend klang. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Da mich die Autorin bereits bei ihrem ersten Werk sehr berühren und zum Nachdenken anregen konnte, hatte ich an ihrem Schreibstil wieder hohe Erwartungen. Diese wurden sogar noch übertroffen, denn die Geschichte liest sich nicht nur wahnsinnig schnell, sondern auch sehr angenehm und poetisch. Die Figuren sind liebevoll ausgearbeitet, die Dialoge sind mal unterhaltsam, mal berührend und mit der Thematik hat die Autorin wieder einmal ins Schwarze getroffen.

Das Thema Abschiebung ist in der heutigen Zeit aktueller denn je, von daher war es mal interessant zu lesen, wie es hierbei einem jungen Teenager ergeht. Natasha und Daniel treffen sich zufällig in New York und für Daniel ist es nahezu Liebe auf den ersten Blick. Sie verbringen den Tag miteinander, unterhalten sich, lernen sich kennen und am Ende muss man sich die Frage stellen, ob sich da mehr zwischen ihnen entwickelt hat. Doch manchmal zeigt sich das Schicksal als absolut gnadenlos, denn Natasha, die aus Jamaika stammt, soll noch am selben Abend abgeschoben werden...

Die Art und Weise wie hier das Thema Abschiebung thematisiert wird, hat mir gut gefallen, gleichzeitig mochte ich auch Daniel und Natasha sehr. Beide sind zwar sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber enorm gut, sodass man hier eine tolle Konstellation vorfindet. Da die Geschichte dazu auch noch abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt wird, lernt man sie gut kennen, aber auch die anderen Menschen in ihrem Leben, sodass man hier eine rundum gelungene Geschichte vorfindet.

Das Cover ist ist mit seinen Farben ein absoluter Hingucker, sodass mir dieses sehr gefällt. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die die Geschichte gut in Szene setzt, ohne dabei jedoch zu viel zu verraten.

Kurz gesagt: "The Sun Is Also A Star" hat mir mit seinen liebenswerten Figuren und einer interessanten, nachdenklich stimmenden Thematik gut gefallen, sodass ich mich auf viele weitere Werke von Nicola Yoon freue. Ich kann das Buch demnach nur empfehlen.

Veröffentlicht am 10.06.2017

Nette Geschichte für zwischendurch

Girls In The Moon
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"Girls in the Moon" gehört zu den Büchern, die ich bereits lange vor dem Erscheinungstag entdeckt habe und sehr interessant fand, sodass ich dem Erscheinungstag entgegen gefiebert habe. Ich war dementsprechend ...

"Girls in the Moon" gehört zu den Büchern, die ich bereits lange vor dem Erscheinungstag entdeckt habe und sehr interessant fand, sodass ich dem Erscheinungstag entgegen gefiebert habe. Ich war dementsprechend gespannt auf die Geschichte und hatte hohe Erwartungen. Diese wurden zwar nicht gänzlich erfüllt, allerdings habe ich hier eine schöne Geschichte für zwischendurch erhalten, die definitiv einen genaueren Blick wert ist.

Beim Schreibstil hatte ich am Anfang einige Probleme, denn man wird von Anfang an mitten in die Geschichte hineingeworfen, sodass es etwas viel auf einmal ist. Hier hätte ich mir ehrlich gesagt einen ruhigeren Einstand in die Geschichte gewünscht. Hat man sich jedoch erst einmal eingelesen, wird die Geschichte immer besser und ich konnte mich immer besser auf die Figuren und die vielen Ideen der Autorin einlassen.

In "Girls on the Moon" geht es um Phoebe, die nach New York reist, um ihre Schwester zu besuchen. Diese ist Mitglied der Band "The Moons" und steht kurz vor dem Durchbruch. Phoebe möchte ihre Schwester dabei nicht nur unterstützen, sondern auch zwischen ihr und ihrer Mutter vermitteln, die bereits seit einiger Zeit zerstritten sind. Gleichzeitig ist sie auch auf der Suche nach ihrem Vater und möchte endlich mehr Frieden in ihrer Familie, denn in dieser gibt es zu viele Streitereien und Geheimnisse, die an ihr nagen.

Aber nicht nur die Familiengeschichte steht hier im Vordergrund, denn Phoebe ist auch auf der Suche nach sich selbst und vor allem auch auf der Suche nach Liebe, denn sie möchte unbedingt Archer treffen, mit dem sie bereits seit einigen Monaten schreibt...

Ich habe Phoebe auf ihrer Reise gerne begleitet, muss aber auch gleichzeitig sagen, dass ich sie manchmal doch als ein wenig anstrengend empfunden habe. Gleichzeitig konnte ich ihre Taten nicht immer nachvollziehen, sodass es mir am Anfang noch schwer gefallen ist, mich auf sie einzulassen. Je mehr man jedoch über sie und die Familienverhältnisse erfährt, umso mehr kann man sich auch auf Phoebe einlassen.

Das Cover ist sehr hübsch anzusehen und passt hervorragend zur Geschichte und der Stadt New York, gleichzeitig mag ich auch auch die Farbe des Buchtitels sehr gerne. Auch die Kurzbeschreibung hat mir auf Anhieb gefallen, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Girls in the Moon" ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die mich mit interessanten Figuren, einem tollen Setting und einem angenehmen Schreibstil überzeugen konnte, sodass ich hier insgesamt eine tolle Geschichte für verregnete Nachmittage vorgefunden habe.

Veröffentlicht am 10.06.2017

Spannend bis zum Schluss

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.
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Nachdem mir "Girl on the Train" sehr gut gefallen hat, stand für mich fest, dass ich auch weitere Bücher von Paula Hawkins zeitnah lesen möchte. Dementsprechend froh war ich, als im Mai ihr neuster Roman ...

Nachdem mir "Girl on the Train" sehr gut gefallen hat, stand für mich fest, dass ich auch weitere Bücher von Paula Hawkins zeitnah lesen möchte. Dementsprechend froh war ich, als im Mai ihr neuster Roman "Into the Water" erschienen ist. Hier habe ich mir eine spannende und ereignisreiche Geschichte erhofft und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Beim Schreibstil hatte ich zunächst einige Probleme. Zwar empfand ich den Schreibstil wieder als sehr lebhaft und man lernt die Figuren auch allesamt ausreichend kennen, allerdings besitzt die Geschichte auch ihre Längen, in denen einfach rein gar nichts passiert. Dies hätte man meiner Meinung nach anders lösen können, allerdings gibt es auch genug spannende und packende Momente, die mir sehr gut gefallen haben.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Julia, deren Schwestern Nel nach einem Anruf gestorben ist. Bei diesem Anruf bat sie ihrer Schwester um Hilfe, allerdings hat Julia den Anruf nie entgegen genommen, sodass für Nel jede Hilfe zu spät kam. Julia muss sich nun um ihre Nichte kümmern und kehrt dafür nach Beckford zurück, ein Ort, an dem sie niemals zurückkehren wollte, da sie zu große Angst vor ihren Erinnerungen und der Stadt hat. Ihre größte Angst gilt dabei dem sogenannten Drowning Pool, der für jede Menge Schrecken im Ort sorgt...

Sehr interessant ist hier vor allem, wie Paula Hawkins den Ort beschreibt. Dies geschieht zwar stellenweise fast schon zu detailliert, allerdings bekommt man hier einen guten Einblick über Beckford und dessen Einwohner und Geheimnisse. Gleichzeitig ist es auch interessant, wie Julias Schwester Nel bis zum Schluss in die Geschichte eingebaut wird und man auch als Leser miträtseln muss. Das macht das Ganze nicht nur spannend, sondern brachte auch ein tolles Ende mit sich, mit dem ich voll und ganz einverstanden bin.

Das Cover gefällt mir sehr gut, da es bestens zum Buchtitel passt, sodass ich es mir gerne anschaue. Auch die Kurzbeschreibung hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Auch wenn "Into the Water" stellenweise mit einigen Längen zu kämpfen hat, konnte mich die Geschichte dennoch aufgrund der Figuren und vielen Ideen von sich überzeugen, sodass ich ein paar packende Lesestunden erleben durfte. Wer bereits "Girl on the Train" mochte, sollte auch unbedingt diesem Buch eine Chance geben.