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Veröffentlicht am 29.07.2021

Das berührende Schicksal einer Familie in London zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Weiter als der Ozean
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Der Roman schildert das Schicksal einer Familie in London, im Jahre 1909. Der Vater starb nach einem Unfall, und seine Witwe arbeitet als Näherin, um den Lebensunterhalt für sich und ihre drei jüngeren ...

Der Roman schildert das Schicksal einer Familie in London, im Jahre 1909. Der Vater starb nach einem Unfall, und seine Witwe arbeitet als Näherin, um den Lebensunterhalt für sich und ihre drei jüngeren Kinder zu sichern. Die älteste Tochter Laura ist bei einer Familie als Zofe im Dienst für die Dame des Hauses.

Als Edna McAlister, die Mutter, krank wird und in die Klinik muss, wird die Familie brutal auseinander gerissen. Die drei jüngeren Kinder kommen ins Waisenhaus, und als Laura sie dort abholen möchte, wird ihr das verwehrt. Wenig später erfährt sie, dass ihre Geschwister nach Kanada verschifft wurden. Für die junge Frau beginnt eine lange, aufreibende Suche und ein zermürbender Kampf, um die Familie wieder zu vereinen. Hilfe findet sie bei dem jungen Anwalt Andrew Frasier, der sich mit seinem Kollegen zufällig mit dem Thema der Kinderemigration befasst. Laura gerät in schier ausweglose Situationen, in der ihr nur ihr starkes Gottvertrauen Halt gibt und Kraft verleiht. Auch Andrew Frasier ist ein gläubiger Mensch, und gemeinsam finden sie einiges über das Schicksal der drei jüngeren McAlister-Kinder heraus.

Der Roman ist flüssig und fesselnd geschrieben, und man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Charaktere sind alle sehr ausdrucksvoll gezeichnet, und vor allem Laura und Andrew habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Aber auch die Zwillinge Katie und Garth sowie die kleine Grace sind wunderbare, liebenswerte Kinder, die das Herz auf dem rechten Fleck haben.

Was den Kindern alles widerfährt, hat mich sehr berührt, ganz besonders, weil der Roman nach wahren Begebenheiten geschrieben wurde. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden viele britische Kinder aus armen Verhältnissen, nicht nur Waisen, nach Kanada gebracht. Wie sie in ihrer neuen Heimat aufgenommen und behandelt wurden, war unterschiedlich und wohl zu einem großen Teil Glücksache. Viele landeten in schlechteren Verhältnissen als zuhause und mussten schwer arbeiten, wurden oft sogar misshandelt. Sehr gelitten haben die hier dargestellten Kinder auch unter den Vorurteilen, die ihnen von der Bevölkerung entgegengebracht wurden. Sie wurden oft automatisch als „Heimkinder, die eh nichts taugen“ abgestempelt. Welche Willkür hier im Spiel war, wie über die Kinder einfach verfügt wurde und wie wenig Handhabe die Angehörigen hatten, wenn sie nicht genügend Geld zahlen konnten, hat mich sehr betroffen gemacht, vor allem wenn ich mir vor Augen führe, dass weit mehr als hunderttausend Kinder von diesen Maßnahmen betroffen waren. Wie sich Laura mit Hilfe von Andrew und dessen Chef für die Kinder und für die Wahrheit einsetzen, ist einfach wunderbar, und ich hoffe, dass es auch in der Realität damals Menschen wie sie gab, die möglichst vielen Kindern zu ihrem Recht und einem menschenwürdigen Leben verhelfen konnten.

Die Geschichte der Familie McAlister ist noch nicht zu Ende erzählt. Zwar hat der Roman einen würdigen und runden Abschluss, aber es gibt auch noch einige ungeklärte Punkte, die Carrie Turansky in einem zweiten Roman verarbeitet hat. Die englische Ausgabe des zweiten Bands ist bereits heuer im Juni erschienen, und ich hoffe sehr auf eine deutsche Übersetzung, denn ich möchte unbedingt erfahren, wie es mit Laura und Andrew, mit Edna, Katie, Garth und Grace weitergeht. Auch über Andrews Chef Henry und über Lauras Freundin Rose gibt es sicher noch einiges zu erzählen, und ich bin sehr gespannt darauf.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Fritz und Emma

Fritz und Emma
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Es sind immer außergewöhnliche Geschichten über besondere Menschen, die Barbara Leciejewski in ihren Romanen erzählt. Auch diesmal hat mich der Charme ihrer Protagonisten wieder völlig eingefangen. Emma ...

Es sind immer außergewöhnliche Geschichten über besondere Menschen, die Barbara Leciejewski in ihren Romanen erzählt. Auch diesmal hat mich der Charme ihrer Protagonisten wieder völlig eingefangen. Emma und Fritz sind nicht nur im gleichen Jahr, sondern am gleichen Tag geboren. Schon die Situation während der Geburt ist zum Schmunzeln, denn dazu muss man wissen, dass die beiden Familien an den entgegengesetzten Enden des Dorfes wohnen. Da hätte sich die Hebamme sicher gerne zweigeteilt. Fritz und Emma sind schon als Kinder Freunde, und später werden sie ein Liebespaar. Auch nach dem Krieg, als Fritz wieder nach Hause kommt, sind die beiden glücklich und wollen heiraten. Fritz leidet jedoch unter den Folgen des Krieges, und die Alpträume lassen ihn nicht los. Aus einem schwerwiegenden Grund, der im Buch erst nach und nach zutage tritt, entzweit sich das junge Paar. Die darauf folgende Situation ist kaum vorstellbar: Zwei Menschen leben im gleichen Dorf, haben zum Teil gemeinsame Freunde, und doch sprechen sie fast siebzig Jahre lang kein Wort miteinander.
Marie, die Frau des Pfarrers, tut sich schwer, in dem kleinen Dorf Oberkirchbach heimisch zu werden. Sie fühlt sich schlichtweg unterfordert, denn sie kann ihrem Beruf nicht nachgehen, und im Ort hat sie kaum menschliche Kontakte. Nur ihrem Mann zuliebe ist sie mit ihm nach Oberkirchbach gezogen, und sie spürt, dass er hier als Dorfpfarrer glücklich ist. Die unterschiedlichen Bedürfnisse werden für das junge Paar zu einem schier unlösbaren Problem.
Als Marie Fritz und Emma kennenlernt und ein wenig über die seltsame Situation erfährt, die zwischen ihnen herrscht, wird sie neugierig auf die Schicksale, die sich dahinter verbergen. Nur allzu gerne möchte sie die beiden wieder zusammenbringen, und außerdem steht ein Ortsjubiläum an. Wäre da nicht die 750-Jahrfeier die beste Gelegenheit, die beiden alten Menschen zu versöhnen und zugleich das Dorf aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken? Es ist eine enorme Herausforderung, der sich Marie stellt.
Man erfährt den Fortgang der Geschichte auf zwei Zeitebenen. Die Rahmenhandlung mit Marie und ihrem Mann Jacob spielt in der Gegenwart. Dazwischen gibt es immer wieder Rückblicke, und so nach und nach stellt sich heraus, was damals geschehen ist und wie es zu der schwierigen Situation zwischen Fritz und Emma kam. Es sind tragische Ereignisse, über die man liest und die zu Herzen gehen. Marie begleitet man auf ihrer Spurensuche und wünscht sich, dass sie etwas an der verfahrenen Situation ändern könnte. Aber kann es ihr gelingen, hier etwas Positives zu bewirken?

Mir hat es viel Freude gemacht, den Roman zu lesen. Was die Autorin schildert, ist einerseits wie aus dem realen Alltag eines kleinen Örtchens gegriffen, mit allen Problemen, die sich für die Dorfbewohner ergeben. Manches kann in diesem Fall verändert werden, und wenn dies geschieht, wirkt es fast zu leicht, aber das kann ich der Autorin nachsehen, denn ihre ganz und gar nicht alltägliche Schilderung hat mich ungemein gefesselt. Bei der Darstellung ihrer Charaktere entwickelt Barbara Leciejewski, wie man es von ihr gewohnt ist, großes Feingefühl. Sie lässt die Dorfgemeinschaft und alle ihre Mitglieder in einem ganz eigenen Licht erstrahlen und zeigt ungeahnte Möglichkeiten auf, die sich hier bieten. Am Ende habe ich das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zugeklappt, denn einerseits war ich zufrieden mit dem Ausgang des Romans, andererseits ist mir der Abschied von dem fiktiven Ort Oberkirchbach und seinen liebenswerten Einwohnern richtig schwer gefallen, so wohl habe ich mich in der Geschichte gefühlt, und so intensiv habe ich alles im Geiste miterlebt.

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Veröffentlicht am 16.07.2021

Gut geschrieben, aber die Handlung konnte mich nicht vollends überzeugen

Paracelsus - Die Fragen der Toten
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Den ersten Teil der Dilogie um Paracelsus habe ich heuer im Februar gelesen. Da die Fortsetzung schon wenig später erschien, war das mit dem Cliffhanger am Ende von Teil 1 nicht ganz so schlimm. Dieser ...

Den ersten Teil der Dilogie um Paracelsus habe ich heuer im Februar gelesen. Da die Fortsetzung schon wenig später erschien, war das mit dem Cliffhanger am Ende von Teil 1 nicht ganz so schlimm. Dieser zweite Band schließt zeitnah an die Ereignisse im ersten Teil an. Paracelsus ist mittlerweile in Italien und erhält sein Arzt-Diplom. Er genießt das Leben und könnte sich vorstellen, hier sesshaft zu werden, aber dann kommt alles anders, und er muss erneut fliehen.
Währenddessen kämpft sein Freund Caspar in Basel gegen die Pest. Als die ersten Fälle auftauchen, beschwört er die Obersten der Stadt, Maßnahmen zu ergreifen, aber er findet kein Gehör. Letztendlich wird die Krankheit, wie damals an vielen Orten, auch in Basel den Juden angelastet und diese beschuldigt, sie hätten die Brunnen vergiftet.
Caspar und seine Familie sind auf sich allein gestellt und müssen sich ihrer Haut wehren. Mittlerweile ist Paracelsus in die Stadt zurückgekehrt, was zu ungeahnten Problemen für Caspar führt. Das Verhältnis zwischen den alten Freunden ist sehr angespannt.

Der Teil, der um Caspar in Basel spielt und die Ereignisse rund um die Pestepidemie schildert, hat mich gefesselt. Die zum Teil sehr irrationalen Gedanken und Reaktionen der Menschen und vor allem die Untätigkeit der Stadtobersten, was die Angriffe gegen die jüdische Bevölkerung angeht, ist schockierend. Die Autorin hat einen ganz besonderen, markanten Schreibstil, und die Charakterisierung der verschiedenen Personen ist ihr sehr gut gelungen. Man erfährt viel über die damalige Behandlung von Krankheiten und die Meinungen der Ärzte zu verschiedenen Problemen. Wie damals vorgegangen wurde, ist ausführlich und fachgerecht erklärt. Da merkt man, dass die Autorin quasi vom Fach ist. Das Setting in Basel ist sehr lebendig dargestellt. Das alles hat mir sehr gefallen. Trotzdem stehe ich dem Roman, ganz besonders diesem zweiten Teil, etwas zwiegespalten gegenüber, denn die Sache mit der Seele, in die sich Paracelsus verrannt hat, nimmt mir im Roman einen zu großen Raum ein. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass Paracelsus, der mir bisher nur als Naturarzt bekannt war, der sich für das Wohl seiner Patienten eingesetzt hat, sich so tief in dieses mystische Thema verstrickt hat. Das wirkt auf mich doch sehr abgehoben. Leider gibt es kein Nachwort, wo man nachlesen kann, was an dem Roman real und was fiktiv ist. Das hätte mich sehr interessiert. So muss ich zugeben, dass ich diesem Teil des Romans und auch dem Ende etwas skeptisch gegenüber stehe.
Meine Empfehlung ist auf jeden Fall, diesen zweiten Teil nicht separat zu lesen, sondern mit dem ersten Band zu beginnen, da es sonst ganz sicher Verständnisprobleme gibt. Wie gesagt, der Schreibstil und die Beschreibung der Charaktere haben mir sehr gefallen, die Handlung konnte mich nur zum Teil überzeugen.

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Veröffentlicht am 14.07.2021

Schöner Auftakt zu einer historischen Familiensaga

Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume
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Oldenburg, Ende des 19. Jahrhunderts: Marleenes großer Traum ist, eine Gärtnerlehre zu machen. Nur allzu gerne würde sie in die Fußstapfen ihres geliebten Vaters treten, der als Hofgärtner in Oldenburg ...

Oldenburg, Ende des 19. Jahrhunderts: Marleenes großer Traum ist, eine Gärtnerlehre zu machen. Nur allzu gerne würde sie in die Fußstapfen ihres geliebten Vaters treten, der als Hofgärtner in Oldenburg gearbeitet hat. Den Vater verliert sie sehr früh, und ihre Mutter ist krank. Marleene bleibt nichts anderes übrig, als Geld zu verdienen, und sie arbeitet als Dienstmädchen in einem Hotel. Mit ihrer Cousine Frieda teilt sie sich ein Zimmer. Letztendlich ist ein Ereignis im Hotel ausschlaggebend, dass sie einen Entschluss fasst, denn selbst als ein Hotelgast zudringlich wird und sie belästigt, schenkt ihr die Chefin kein Gehör. Da sie als Frau keine Chance hat, für eine Gärtnerlehre eingestellt zu werden, verkleidet sie sich als Junge.
Marleenes Geschichte ist interessant, denn hier merkt man, wie wenig Frauen zum Ende des 19. Jahrhunderts in der Gesellschaft galten. Sowohl sie als auch ihre Cousine geben ihr Bestes und erhalten doch kaum Anerkennung. Die damalige Situation gibt mir zu denken, denn eigentlich müsste man meinen, dass es wenigstens bei den Frauen einen gewissen Zusammenhalt gab, aber dem war anscheinend nicht so. Im Folgenden erfährt man, wie es Marleene in Männerkleidern ergeht. Das ist alles kurzweilig und amüsant geschildert, wenn auch einiges etwas unrealistisch auf mich wirkte. Beispielsweise fand ich die Umstände, wie sich Marleene täglich verkleidet hat, schon etwas unglaubwürdig. Da sie ja mit ihrer Cousine ein Zimmer teilt, kann sie nicht einfach als junger Mann aus dem Haus spazieren, ohne Friedas guten Ruf zu schädigen. Andererseits musste sie als Junge in der Gärtnerei ankommen.
Wie sie täglich die Verwandlung bewerkstelligt hat, ohne aufzufliegen,konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Marleene ist manchmal viel zu gutmütig und naiv für die Welt. Auch mit den Kollegen gab es einige Ereignisse, die mir nicht sehr realistisch erschienen. Oft fällt es Marleene schwer, sich zu behaupten und ihrer Rolle gerecht zu werden.

Die Charaktere sind alle gut gezeichnet, und man lernt liebenswerte Menschen, vor allem der ernsthafte Julius hat mich beeindruckt, der sich gegen den Willen seines Vaters der Zucht von Rhododendren widmet und dadurch unbewusst eine heikle Situation rettet, was ihm jedoch nicht gedankt wird. Aber auch einige fiese Individuen sind vertreten, von denen manche ihr wahres Gesicht aber erst nach und nach offenbaren.
Sehr gut haben mir die Einblicke in die Welt einer Gärtnerei zur damaligen Zeit gefallen. Auch das Setting ist wunderbar beschrieben, und vor allem für Oldenburger ist der Roman sicher ein noch größerer Lesegenuss. Der Roman hat mich gut unterhalten, wenn auch so manche Intrige, die hier gesponnen wird, schon sehr heftig ist und doch ein wenig überzogen auf mich wirkte. Was mich dann ziemlich frustriert hat, ist der böse Cliffhanger am Ende. Da bleibt so einiges offen und ungesagt! Natürlich will ich wissen, wie es weitergeht und kann es gar nicht erwarten, bis der zweite Band erscheint. Allerdings werden wir uns da noch bis zum Frühjahr 2022 gedulden müssen. Das ist die Krux bei vielen Mehrteilern, dass am Ende zu viel offen bleibt. Bis der nächste Band erscheint, hat man dann einiges schon wieder vergessen. Ich habe kein Problem mit Mehrteilern, wenn das Ende einigermaßen rund und letztendlich jeder Band für sich lesbar ist. Hier sollte man jedoch auf keinen Fall versäumen, Band 1 zu lesen, bevor das zweite Buch erscheint.
Die wunderschöne Ausstattung des Buches möchte ich nicht unerwähnt lassen. Die Klappbroschur ist mit vielen bezaubernden Details ausgestattet, und jede Kapitelüberschrift ziert eine kleine Flieder-Illustration. Zur Abrundung enthält das Buch am Ende auch noch ein paar Flieder-Rezepte und Tipps sowie viel Wissenswertes über diese faszinierende Pflanze.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Viele tolle Rezepte - schnell, gesund und lecker

Express for Family
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Dagmar von Cramm ist mir schon sehr lange ein Begriff. Als meine Tochter noch klein war, hatte ich bereits einige Bücher der Autorin und habe gerne Rezepte daraus gekocht.
Auf ihr neues Buch, das sie in ...

Dagmar von Cramm ist mir schon sehr lange ein Begriff. Als meine Tochter noch klein war, hatte ich bereits einige Bücher der Autorin und habe gerne Rezepte daraus gekocht.
Auf ihr neues Buch, das sie in Zusammenarbeit mit Inga Pfannebecker veröffentlicht hat, bin ich durch ein Video auf ihrem Youtube-Kanal aufmerksam geworden. Die herzhafte Torte mit Ofengemüse geht schnell und sieht sehr lecker aus, und ich habe mir das Rezept schon vorgemerkt und bin außerdem neugierig auf das Buch geworden.
In „Express for Family“ findet man eine riesige Auswahl an Rezepten, die alle schnell zu machen, gesund und zugleich schmackhaft sind.

Das Buch ist in folgende Kategorien eingeteilt:
• Lieblingsrezepte
• Aus dem Ofengemüse
• Aus der Pfanne
• One-Pot
• Mix & Match
• Prep-Küche
• Morgens

Drumherum gibt es reichlich Tipps zu Planung, Garzeiten, Vorratshaltung, Haltbarkeit, Vorbereitung und vielem mehr.
Bei den Rezepten haben die beiden Autorinnen darauf geachtet, dass sie nicht nur schnell umzusetzen sind, sondern dass auch die Nährwerte passen und dass man flexibel ist.
So zeigen sie stets viele Variationsmöglichkeiten. Beispielsweise gibt es einen Abschnitt über Hülsenfrüchte-Pasta, wo man schon aus vielen Sorten wählen kann. Dazu werden sechs verschiedene Soßen empfohlen, so dass man nach Herzenslust kombinieren und mixen kann. Auch eine Vielzahl von Pfannkuchen-Varianten, Gemüsepuffer mit mehreren Möglichkeiten oder auch Schmarren mal herzhaft mit Pilzen und Couscous kann man entdecken. So erfährt man hier auch, dass man dicke Pfannkuchen so vielseitig belegen kann wie Pizza. Auch Ideen für Toast sind zahlreich im Buch. Ob gedünstet oder gebraten, gebacken oder gekocht, die Autorinnen haben sich auf lauter Rezepte konzentriert, die mit wenigen, ausgewählten Zutaten auskommen und die sich gut abwandeln lassen. So kann man auch immer die Sachen aufbrauchen, die man gerade im Haus hat.
Gut gefallen mir auch die Vorschläge für Meal-Prep. So hat man immer eine gute Basis zum Weiterverarbeiten, wenn es mal schnell gehen muss. Da gibt es nicht nur selbst gemachtes Granola, tolle Brotaufstriche und Kuchen aus dem Glas, sondern auch eine Super-Tomatensoße, die man in großer Menge auf Vorrat zubereiten und bei Bedarf servieren kann.
Hinten im Buch ist eine Tabelle zum Bestimmen von Portionsgrößen. Sie liefert gute Anhaltspunkte, wenn man beispielsweise für mehr Personen als gewohnt kocht oder sich unsicher ist, wie viel ein Kind in welchem Alter benötigt.
Das Buch ist ideal für Familien mit Kindern, denn die Rezepte sind alle so ausgelegt und sehen so appetitlich aus, dass sie auch Kindern schmecken, aber für Erwachsene ebenso ansprechend sind.

Auf Probleme oder Pannen in der Küche wird in einer Übersicht eingegangen. Dort erfährt man, wie man Avocados schnell nachreifen lässt, was man tun kann, wenn mal etwas angebrannt ist oder zu salzig schmeckt oder wie man sich behilft, wenn die Soße nicht reicht. Diese und viele weitere Tipps und Hacks erleichtern das tägliche Kochen ungemein.
Das großformatige, gebundene Buch ist durchgehend mit aussagekräftigen Fotos ausgestattet, die Lust auf die gezeigten Gerichte machen.

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