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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2026

Packend, undurchsichtig und mysteriös, Beklemmung und Gänsehaut pur!

Eisnebel
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Theodora ist bis über beide Ohren in Connor verliebt, die zwei planen bereits ihre Hochzeit. Doch so einfach ist es nicht. Connor stammt aus der vermögenden Dalton-Dynastie und Theo muss sich erst einmal ...

Theodora ist bis über beide Ohren in Connor verliebt, die zwei planen bereits ihre Hochzeit. Doch so einfach ist es nicht. Connor stammt aus der vermögenden Dalton-Dynastie und Theo muss sich erst einmal für würdig erweisen. Als sie der Weihnachtseinladung nach Idlewood Folge leisten, geschehen plötzlich merkwürdige Dinge und Theo wird schmerzhaft mit ihrer eigenen, nahezu unbekannten Vergangenheit konfrontiert.

Eine luxuriöse Lodge, malerisch gelegen in der schneebedeckten Bergwelt - das Cover passt perfekt zum Inhalt und zum Setting. Kaum angereist und mit Connor in einem der Familienchalets untergebracht, empfindet Theo sehr schnell eine unangenehme, angespannte Stimmung, fühlt sich abgelehnt, ja skeptisch beobachtet und erhält ohnehin schon seit längerem unbekannte Drohungen, sich von Connor fernzuhalten. Die Albträume, die sie seit ihrer traurigen Kindheit begleiten, bekommen in Idlewood langsam einen Bezug zur Realität, obwohl die Puzzleteilchen zunächst völlig rätselhaft bleiben.
Ich finde, Kate Alice Marshall ist ein hervorragender Thriller gelungen, der mit mysteriösen, beängstigenden Details für Gänsehaut sorgt, Ahnungen heraufbeschwört und mit überraschenden, unvorhersehbaren Wendungen aufwartet. Von Beginn an hat mich ein mulmiges Gefühl begleitet und beim Hören empfand ich eine ungewohnt dauerhafte Anspannung, die Bezeichnung Psychothriller wäre wahrlich gerechtfertigt.
Heike Warmuth liest die Geschichte so eindringlich, perfekt in Tempo und Akzentuierung, dass man sofort gefesselt ist. Ein absolutes Highlight und deshalb meine unbedingte Hör-Empfehlung!
(Hörbuchrezension)

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Genial intuitiv und auch ein bisserl verrückt, Mitzi ermittelt in klirrender Kälte!

Die MörderMitzi und der eiskalte Tod
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Gemütlich sollte es werden, entspannend und zum Kraft tanken. Mitzi freut sich auf eine kleine Retreat-Auszeit in einer urigen Hütte im Dachsteingebirge, aber schon bei einer Schnupperrunde entdeckt sie ...

Gemütlich sollte es werden, entspannend und zum Kraft tanken. Mitzi freut sich auf eine kleine Retreat-Auszeit in einer urigen Hütte im Dachsteingebirge, aber schon bei einer Schnupperrunde entdeckt sie einen Schneemann, der einen grausigen Inhalt offenbart. Und dann fällt auch noch weiterer Schnee und die Hütte versinkt samt der kleinen Gruppe in der Einsamkeit der klirrenden Kälte.

Das Cover ist unheimlich gut gelungen, mir gefällt es ausgezeichnet und es vermittelt sofort ein Gefühl für die einsame, im Schnee versunkene Hütte. Und auch das Setting hat es wirklich in sich. Whodunit-Krimis sind ja nicht neu, aber Isabella Archan verleiht der Situation eine ganz neue Brisanz. Mitzi ist zwar absolut in ihrem Element und hat die Spürnase vorn, wird aber mit seltsamen Geschehnissen geradezu überhäuft. Denn sehr schnell stellt sich heraus, dass der Mörder unter ihnen weilen muss, es aber geradezu brillant versteht, sich zu tarnen. Ich mag die MörderMitzi-Krimis total gerne, sie sind spannend, herrlich unterhaltsam und ein bisserl verrückt. Mitzi wächst einem sofort ans Herz, ist eine Protagonistin voller Wärme und unglaublichem Mut, gewitzt und klug und wie aus dem Leben gegriffen. Auch wer sie noch nicht kennt, wird diesen schlauen und herrlich humorvollen Krimi genießen und sich über mysteriöse und spannende Wendungen freuen!

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Ein sehr bewegendes Buch über starke Frauen dreier Generationen

Die Riesinnen
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Ein Farn auf dem Cover ist nur ein kleiner Hinweis auf den Wald, den Schwarzwald, in dessen Umgebung die Geschichte dreier Frauen aus drei Generationen spielt. Und doch ist es genau dieser Wald, der ganz ...

Ein Farn auf dem Cover ist nur ein kleiner Hinweis auf den Wald, den Schwarzwald, in dessen Umgebung die Geschichte dreier Frauen aus drei Generationen spielt. Und doch ist es genau dieser Wald, der ganz unterschiedlich, aber sehr eindrücklich auf alle wirkt.

Liese ist die Frau aus der Nachkriegsgeneration, für die ich große Sympathie hege, da ich selbst in diese Zeit hineingeboren bin. In den Konventionen verhaftet, verheiratet mit Bernhard, dem erfolgreichen Metzgerssohn, entspricht sie allen Erwartungen, ist fleißig, bekommt ein Kind. Allerdings nicht den erwünschten Stammhalter. Vielmehr ist Cora ungezügelt, wild und lebt so, wie Liese es sich vielleicht einmal vorgestellt hat. Und doch bringt die Freiheit Cora erst einmal kein Glück, sie kehrt schwanger in ihre Heimat zurück.
Hannah Häffner hat einen ganz eigenen Erzählstil. Er ist puristisch, fast poetisch, reißt an, lässt offen und bietet viel Spielraum für eigene Gedanken. Da ich selbst schon in den Sechzigern bin, kann ich unglaublich vieles sehr gut nachvollziehen, für mich hat das Buch schnell einen richtigen Sog entwickelt. Die Autorin versteht es, ihre drei Protagonistinnen lebensecht darzustellen, jede versucht, es in ihrer Zeit verbandelt mit den herrschenden Verhältnissen zum Besten zu wenden. Es gibt Rückschläge, Resignation, ja sogar Sinneswandel, und man kann mitempfinden, wie alle drei Generationen aneinander wachsen. Während Liese immer offener wird, findet Cora langsam Ruhe und es ist Eva, die von beiden lernt und doch ihre eigenen Wurzeln finden muss.
Mich hat das Buch sehr bewegt, beeindruckt und mitgerissen. Diese besondere, intensive, warmherzige und sehr reale Generationengeschichte dreier Frauen wird in mir noch lange nachhallen.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Best of Madlfing! Mein absolutes Lieblings-Lese-Highlight!

Fadenkreuz
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Weihnachten naht, die Adventsmärkte starten durch und auch in Madlfing sind alle Mitglieder des MKHC eifrig mit den Vorbereitungen beschäftigt. Wäre da nicht der beunruhigende Wermutstropfen, denn Camilla, ...

Weihnachten naht, die Adventsmärkte starten durch und auch in Madlfing sind alle Mitglieder des MKHC eifrig mit den Vorbereitungen beschäftigt. Wäre da nicht der beunruhigende Wermutstropfen, denn Camilla, umtriebiges und finanzstarkes Mitglied wird des Mordes verdächtigt. Trotz Handarbeitsstress lässt der MKHC kein Mitglied im Stich und macht sich ans Ermitteln.

Gerade habe ich noch den „Zwirntod“ gelesen, um mir nun den neuesten Fall der Madlfinger Damen, das „Fadenkreuz“ zu gönnen. Ich denke ja immer, besser geht es nicht, aber was soll ich sagen? Fadenkreuz ist mein absolutes Jahres-Highlight! Natürlich bin ich mit den Damen des MKHC schon lange vertraut, liebe den etwas steifen, aber überaus korrekten Kommissar Tim Wallenstein und sein Team und würde am liebsten schnellstens nach Madlfing an den Staffelsee ziehen, um Mitglied im Club zu werden.
Leonie Kramer versteht es hervorragend, Humor und Spannung zu vereinen, einem ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern und die Seiten fliegen zu lassen. Aber mit Fadenkreuz hat sie sich ehrlich selbst übertroffen und mich völlig überrascht! Nicht nur, dass der Fall sich undurchsichtig zeigt und die Madlfinger Clubmitglieder an vielen Fronten zum Einsatz kommen, nein, endlich zeigen sich auch (nicht nur weihnachtliche) Gefühle, mit denen ich so gar nicht gerechnet hatte.
Und so fügen sich Spaß, liebevolle Wärme, trockener Humor, Geheimnisse, unerwartetes Wissen und Ermittlungserkenntnisse aneinander und sorgen für einen ganz und gar herrlichen Pageturner! Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Ein mysteriöser Fund und spannende Ermittlungen mit überraschendem Showdown

Tannengrab - Karla Sommerfeld ermittelt
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Stolz präsentiert die kleine Mathilda Kommissarin Karla Sommerfeld ihren Knochenfund aus dem Waldkindergarten. Karla stockt der Atem, denn für sie ist auf den ersten Blick klar, dass dies ein ganz besonderer ...

Stolz präsentiert die kleine Mathilda Kommissarin Karla Sommerfeld ihren Knochenfund aus dem Waldkindergarten. Karla stockt der Atem, denn für sie ist auf den ersten Blick klar, dass dies ein ganz besonderer Fund ist. Als sich ihre Ahnungen bei einer Ausgrabung bald bestätigen, gilt es, die Herkunft des Skeletts zu ermitteln.

Das Cover ist mysteriös und düster gehalten und passt ganz hervorragend zum Setting der Autorin. Und diese lässt es gefühlt erst einmal langsam angehen. Man erfährt sehr viel über die nicht immer ganz einfachen Lebensumstände der Kommissarin, ihre Hoffnungen und Träume und darf ihr bei der Spurensuche über die Schulter schauen. Diese gestaltet sich schwierig, die Befragungen werden abgeschmettert oder stoßen insgesamt auf Abwehr, und erst ein zweiter Toter bringt reichlich Fahrt in die verwirrenden, aber hartnäckigen Ermittlungen. Und dann wendet sich überraschenderweise das Blatt, man wird beinahe überfahren von den gruseligen Details und dem atemberaubenden Showdown!
Ich finde, Ines Buck ist mit ihrem lebendigen und detailreichen Stil ein spannender Krimi gelungen, der mit einem schaurigen Ende überzeugt. Claudia Schwartz liest das Hörbuch voller Wärme, mitreißend und gekonnt in allen Stimmungslagen.
(Hörbuchrezension)

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