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Veröffentlicht am 21.09.2025

Witzig

Frau Morgenstern und die Offenbarung
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Violetta Morgenstern und Miguel Schlunegger sind Auftragskiller im Namen des Schweizer Staates. In ihrem siebenten Abenteuer bekommen sie es mit einer altägyptischen Mumie zu tun, die ein gefährliches ...

Violetta Morgenstern und Miguel Schlunegger sind Auftragskiller im Namen des Schweizer Staates. In ihrem siebenten Abenteuer bekommen sie es mit einer altägyptischen Mumie zu tun, die ein gefährliches Geheimnis aufdeckt. Der neue Auftrag: Elf Personen töten.
Dies ist eine absolut schräge und wunderbar verrückte Geschichte. Die Charaktere passen prima in das Setting, sie sind sowohl glaubwürdig als auch irre. Ein plötzlich ererbtes Paar fünfjähriger Zwillinge macht das Chaos noch spaßiger. Die Sprache ist ein besonderes Vergnügen, voll orgineller Formulierungen und neuer Wörter. Ein echter Lesespaß, auch ohne die Kenntnisse aus den voran gegangenen Büchern.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Seltsam

Die Stimme im Licht
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Irrlichter, blutige Flüsse, blaues Feuer - etwas Bedrohliches ist im Gange, und es kommt aus den Nebelsümpfen. Schamanen machen sich auf, mit Hilfe von Magie Klarheit zu gewinnen. Es ist eine fantastische ...

Irrlichter, blutige Flüsse, blaues Feuer - etwas Bedrohliches ist im Gange, und es kommt aus den Nebelsümpfen. Schamanen machen sich auf, mit Hilfe von Magie Klarheit zu gewinnen. Es ist eine fantastische Welt, die ganz entfernt mit der Steinzeit zu tun hat. Dies ist das Prequel einer dreiteiligen Serie und im Selbstverlag erschienen. Fehler in Rechtschreibung und Logik stören punktuell den Lesegenuss.
Gefallen hat mir, dass hier Magie am Werk ist, über die man noch nicht so oft gelesen hat, also keine Vampire, Hexen oder dergleichen. Die Erscheinungen und Sonderbarkeiten, denen die Menschen ausgesetzt sind, sind nicht nur den Handelnden, sondern auch der Leserin fremd. So hat man Gelegenheit, gemeinsam mit ihnen zu entdecken, welche Magie hier wirkt und wie man damit umgehen kann. Das macht es spannend.
Schwierigkeiten hatte ich mit den verschiedenen Perspektiven. Davon gibt es viele, die insbesondere am Anfang allzuschnell wechseln. Das macht den Einstieg nicht leicht.
Die Hauptpersonen sind durchaus interessante Charaktere. Sie haben magische Eigenschaften, für die es in ihrer Gesellschaft keine Vorbilder gibt. Sie sind mit Herausforderungen konfrontiert und müssen Profil zeigen, was sie auch tun. Sie sind manchmal etwas seltsam, ihre Handlungen sind nicht immer leicht zu verstehen.
Originelle Fantasy mit Abstrichen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Wolkenleicht

Die Wolkengucker
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Wilma und Margarete sind Wolkengucker. Als Margarete stirbt, macht Wilma sich auf die Suche nach Menschen, die sich ebenfalls für Wolken interessieren. Sie lernt interessante, schräge und eigenartige Charaktere ...

Wilma und Margarete sind Wolkengucker. Als Margarete stirbt, macht Wilma sich auf die Suche nach Menschen, die sich ebenfalls für Wolken interessieren. Sie lernt interessante, schräge und eigenartige Charaktere kennen. Diese Aktion und die Menschen helfen ihr, ihren Verlust zu verarbeiten. Auch für die Menschen, die von nun an die Wolkengucker-Gemeinschaft bilden, verändert sich einiges. Da ist die Putzhilfe, die für Margarete gearbeitet hat und sie ebenfalls vermisst. Da sind ein junger Mann und seine achtjährige Tochter, die über einen Hinweiszettel zur Gruppe stoßen und ein fieser Nachbar, der zu einem Freund wird.
Das alles ist leicht und angenehm zu lesen. Man muss entspannt sein, um Wolken zu beobachten, denn sie bewegen sich meistens nur langsam. ie Protagonisten in dieser Geschichte brauchen gute Gründe, um diese Entschleunigung tatsächlich zu üben. Und in aller Gemächlichkeit wachsen sie aneinander.
Eine Geschichte zum Wohlfühlen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Schwierig zu lesen

Leuchtfeuer
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Jeder Mensch ist geprägt durch das, was er erlebt und getan hat. Hier gibt es zwei solcher Ereignisse: Drei Teenager verunglücken in einem Auto. Die Fragen von Schuld und der Umgang damit werden nicht ...

Jeder Mensch ist geprägt durch das, was er erlebt und getan hat. Hier gibt es zwei solcher Ereignisse: Drei Teenager verunglücken in einem Auto. Die Fragen von Schuld und der Umgang damit werden nicht thematisiert und belasten die Familien ein Leben lang. Ein Kind kommt zur Welt und überlebt, weil zufällig ein benachbarter Arzt anwesend ist. Viele Jahre später bekommt dieses Kind eine besondere Bedeutung für den Arzt.
Detailreich und emotional spürt die Autorin den Auswirkungen dieser Ereignisse im Leben der Beteiligten nach. Die Protagonisten sind ganz normale Menschen von heute. Metaphorisch geht es ins Universum: Sterne und Galaxien haben ebenfalls Auswirkungen auf einander. Hier sind physikalische Kräfte am Werk, viele davon kennen wir heute gut. Aber welche Kräfte wirken zwischen Menschen?
Ich habe selten so viel geblättert beim Lesen. Dieses Buch ist voller Zeitsprünge. Zwar ist sind sie immer genau angegeben, aber es geht mal vor, mal zurück, mal noch weiter nach in die Zukunft und wieder irgendwo mitten hinein. Das ist schwierig zu lesen. Kaum ist man in eine Lebensphase der Menschen eingestiegen, geht es schon wieder weiter in irgend eine andere. Aber so erhalten wir Schlaglichter auf die Lebensgeschichten der Beteiligten. Hier sollten Auswirkungen der „Leuchtfeuer“-Ereignisse erkennbar werden.
Mir haben sie sich nicht so recht erschlossen. Deshalb nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Nichts

Dr. No
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Professor Wala Kitu unterrichtet Mathematik. Sein Spezialgebiet ist das Nichts. Nun kommt John Sill, der sich als Bond-Schurke bezeichnet und kauft seine Dienste ein: Kitu soll helfen, aus Fort Knox einen ...

Professor Wala Kitu unterrichtet Mathematik. Sein Spezialgebiet ist das Nichts. Nun kommt John Sill, der sich als Bond-Schurke bezeichnet und kauft seine Dienste ein: Kitu soll helfen, aus Fort Knox einen Schuhkarton mit Nichts zu rauben. Es entwickelt sich eine verwirrende und witzige Parodie auf Spionage-Thriller, in der mehrere Nationen, ein skrupelloser Milliardär, zahlreiche Agenten und eine furchtbare Waffe eine Rolle spielen.
Die Figuren sind ungefähr so seltsam wie ein einbeiniger Hund, der besonderer Pflege bedarf, oder wie ein Mathematiker, der sich mit Themen befasst, die ein normaler Mensch nicht versteht. Abgesehen von allerlei Sonderbarkeiten rund um nichts ist die Geschichte durchaus vorhersehbar. Alles was man aus Geheimdienstromanen kennt, passiert hier. Hinzu kommen viele schräge Einfälle, die Spaß machen. Spannend wird es nicht, eher witzig und unterhaltsam, auch für mathematisch Unbedarfte. Wer sich gern mit Mathematik befasst, wird besondere Freude haben.

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