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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2020

Hat mir gut gefallen!

The Brooklyn Years - Was niemand erfährt
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Ari arbeitet als Physiotherapeutin für das Eishockeyteam der Brooklyn Bruisers. Als Patrick, der Enforcer des Teams, Probleme mit seiner Hüfte bekommt, schicken ihn seine Vorgesetzten zu Ari in Behandlung. ...

Ari arbeitet als Physiotherapeutin für das Eishockeyteam der Brooklyn Bruisers. Als Patrick, der Enforcer des Teams, Probleme mit seiner Hüfte bekommt, schicken ihn seine Vorgesetzten zu Ari in Behandlung. Dumm nur, dass sich Patrick nicht gerne anfassen lässt. Doch Aris Geduld und ihre charmante Art schaffen bei dem Eishockeystar eine Basis des Vertrauens, und so lernen die beiden sich mit der Zeit näher kennen. Als sich daraus eine Beziehung zu entwickeln scheint, rudert Ari jedoch dagegen. Denn Beziehungen zwischen Arbeitskollegen sind in der Regel nicht so gerne gesehen.

Dies ist bereits das zweite Buch der „Brooklyn-Years“-Reihe, welches ich mit Begeisterung gelesen habe. Auch hier, in der Liebesgeschichte von Ariana und Patrick, finden sich durchweg sympathische Figuren mit authentische Ansichten, Handlungen und Problemen. Nichts wirkt künstlich aufgesetzt und es fehlt jegliches unnötige Drama. Außerdem halten sich die Erotikszenen in Grenzen. Perfekt!

Sehr gut gefallen hat mir die, von der Autorin sehr schön ausgearbeitete, Darstellung von Aris Beruf, vor allem ihr Part als Yogalehrerin. Diese Szenen fand ich sehr geschmackvoll, sie zeigten in verständlichen Beschreibungen spürbar einen etwas tieferen Aspekt des Yoga. Dazu kam, dass auch die Sportler dieses ganzheitliche Übungssystem ernst nahmen. Ich könnte mir vorstellen,dass die Autorin aus persönlicher Erfahrung sprach und Yoga als das zeigen wollte, was es ist – mehr als ein angesagtes Fitnesstraining.
Für Abwechslung und Spannung sorgte die Beziehung zwischen Ari und ihrem früheren Partner, der aus dem kriminellen Milieu heraus agierte. Sarina Bowen konnte auch an dieser Stelle mit ihrem Schreibtalent glänzen, denn sie ließ mich die Sorgen und Entscheidungen der Physiotherapeutin durch ihren unkomplizierten Erzählstil nachvollziehbar miterleben.

„The Brooklyn-Years – Was niemand erfährt“ finde ich sehr gelungen. Eine lebendige Geschichte über Liebe, Vertrauen und den verantwortungsvollen Umgang mit Fehlern. Sympathische Figuren und authentische Entwicklungen runden diesen zweiten Band der Reihe ab. / 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 18.12.2020

Kommt nicht an Band 1 heran

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
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Shay und Landon sind erwachsen geworden. Der Umzug Landons nach Kalifornien brach Shay das Herz, und die Hoffnung auf dessen Rückkehr hütet sie seither wie einen Schatz. Beide verfolgen ihre eigenen Ziele, ...

Shay und Landon sind erwachsen geworden. Der Umzug Landons nach Kalifornien brach Shay das Herz, und die Hoffnung auf dessen Rückkehr hütet sie seither wie einen Schatz. Beide verfolgen ihre eigenen Ziele, schreiben sich aber regelmäßig. Als Landon sich plötzlich nicht mehr meldet, macht sich tiefe Enttäuschung in Shay breit. Was ist nur geschehen?

Nachdem ich vom ersten Teil der Geschichte so sehr begeistert war, konnte ich nicht anders, als mich direkt in den Anschlussband zu stürzen! Als sich die Wege von Landon und Shay trennten, musste ich unbedingt wissen, ob ihre außergewöhnliche Liebe der Distanz standhielt.

Doch kaum hatte ich mit dem Buch angefangen, wurde mein Lesefluss ein wenig gebremst. Die Zeitsprünge waren mir nämlich, vor allem anfangs, zu ausgedehnt. Diese wurden zwar später aufgeklärt, ich hatte jedoch mehrmals das Gefühl einer Lücke und hatte daher Schwierigkeiten so manche Reaktion der Protagonisten nachzuvollziehen. Die Fortführung der Liebesgeschichte zwischen Shay und Landon zeigte hier nicht mehr die Aufregung und Hingabe in der Phase der Verliebtheit, sondern die Schwierigkeiten des Alltags. Es hat mir gut gefallen, wie die Autorin in ihrem fantastischen Schreibstil die fatalen Missverständnisse durch versäumte Aussprachen in den Vordergrund gestellt und damit gezeigt hat, wie wertvoll eine offene und regelmäßige Kommunikation in einer Beziehungen sein kann. Vor allem in Anbetracht des seelisch verwundeten Landon, dessen Verhalten und Gedankengänge wunderbar gezeigt wurden. Ja, es gab auch Momente, in denen ich Landon am liebsten geschüttelt hätte, weil ich die Geduld mit ihm verlor. Dieses diffuse Hin und Her, Auf und Ab...nun ja, das Krankheitsbild wurde sehr realistisch dargestellt. In dem Zusammenhang freute ich mich, dass auch Shay, die mit Landons Wesen umgehen musste, ausgiebig betrachtet wurde.

Das Leben der Freunde hatte ebenfalls Wendungen genommen, die zum Teil, aber nur am Rande in die Handlung eingebunden wurden. Auch hier hatte ich das Gefühl vieles verpasst zu haben. Trotzdem mochte ich die engen und treuen Freundschaften über so lange Zeit hinweg.

Zusammenfassend muss ich allerdings sagen, dass mir das erste Buch deutlich besser gefallen hat! Stellenweise zog sich die Handlung, und ehrlich gesagt war mir Shay hier ein wenig zu unterwürfig. Nichtsdestotrotz wurden wichtige Aspekte herausgearbeitet, und man sah eine starke Entwicklung in der Persönlichkeit von Landon. Wer das erste Buch gelesen hat, sollte sich diesen zweiten Teil zur Komplettierung gönnen.

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Veröffentlicht am 09.12.2020

Fantastisch

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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Landon ist der Bad Boy an der High School, und beinahe jedes Mädchen ist ihm verfallen. Insgeheim interessiert er sich jedoch für Shay, die das komplette Gegenteil von ihm zu sein scheint, ihn seit Jahren ...

Landon ist der Bad Boy an der High School, und beinahe jedes Mädchen ist ihm verfallen. Insgeheim interessiert er sich jedoch für Shay, die das komplette Gegenteil von ihm zu sein scheint, ihn seit Jahren allerdings meidet. Auf einer Party schließen die beiden dann eine schicksalhafte Wette ab: Wer sich zuerst in den jeweils anderen verliebt, verliert.

Meine Güte, kann diese Autorin schreiben! Ich bin absolut begeistert über den Schreibstil von Brittainy C. Cherry, ihr Umgang mit Worten ist sensationell. In dieser Geschichte transportierte sie die Gefühle und Emotionen der Protagonisten perfekt, tauchte dabei tief bis zu den Ursprüngen herab und berührte dabei mehr als einmal irgendwo einen Teil meiner Seele, von dem ich bisher überhaupt nicht wusste, dass dieser einen Anspruch auf Aufmerksamkeit erhob.

Die Erzählung von Shay und Landon überwältigte mich hinsichtlich der Anzahl der erschütternden Vorfälle, gleichzeitig war sie für mich aber auch erkenntnisreich und liebevoll tröstlich. Denn Liebe, Mut und Zuversicht sah ich hier als Zugpferd, trotz aller noch so chaotischen und tragischen Ereignisse.

Diese „Wette“, die von den Protagonisten im Eifer des Gefechtes abgeschlossen wurde, fand ich als Aufhänger nicht wirklich originell. Doch die Umsetzung war beeindruckend. Die Figuren der Protagonisten wurden fantastisch präsentiert, deren wahres Sein durch das äußere Auftreten wie ein Schatz gehütet wurde. Deutlich sichtbarer bei Landon, in seiner rotzigen, mürrischen Art, der von der fast engelsgleichen Shay unwillkürlich angezogen wurde. Diese Licht-und-Schatten-Atmosphäre hat mich fasziniert. Man spürte, dass hinter den Fassaden mehr stecken musste, was mich an einem vorschnellen Urteil hinderte und mein Interesse anfachte. Auch die Charaktere der Freunde waren eigentlich eine Umarmung wert, denn hier konnte man echte Freundschaft in Aktion sehen. Es war rührend und tröstlich, deren Zusammenhalt und Verhaltensweisen mitzuverfolgen, welche Reife und Weitsicht erforderten. Eigentlich wirkten fast alle Figuren in Anbetracht ihrer Gedankengänge und so mancher Entscheidung wesentlich erwachsener, als ich es von Teenagern in der Regel erwarten würde.

Unabhängig vom Alter hat es mir sehr gut gefallen, dass diese jungen Leute trotz ihrer jeweiligen schmerzvollen Situation, einen Weg aus dem Chaos suchten – und zwar aus Liebe zu sich selbst, aber auch aus Rücksicht und Wertschätzung gegenüber dem Anderen.

„Wie die Stille vor dem Fall“ ist emotional aufwühlend und gleichzeitig sensationell in seiner Ausarbeitung. Man möchte am liebsten so manchen Absatz mehrmals lesen! Ich kann es kaum erwarten Band 2 in den Händen zu halten.

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Veröffentlicht am 28.11.2020

Da hätte deutlich mehr drin sein können!

Sweet Little Lies
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Betty ist im Begriff ihren Verlobten Thom zu verlassen. Doch als sie ihre Sachen ins Auto packt, explodiert plötzlich ihr Haus! Bevor Betty wieder richtig zu sich kommen kann, wird sie jedoch entführt ...

Betty ist im Begriff ihren Verlobten Thom zu verlassen. Doch als sie ihre Sachen ins Auto packt, explodiert plötzlich ihr Haus! Bevor Betty wieder richtig zu sich kommen kann, wird sie jedoch entführt und einem Verhör unterzogen. Sie versteht die Welt nicht mehr. Da steht unerwartet Thom im Raum, er sieht allerdings etwas anders aus. Wer ist ihr Verlobter wirklich, und was weiß sie eigentlich über ihn?

Ich habe definitiv mehr erwartet! Die ersten beiden Kapitel versprachen mir eine aufregende Agenten-Liebesgeschichte mit Spannung und Überraschungen. Aber meiner Meinung nach wurde aus dieser wirklich interessanten Idee, lediglich ein Feuerchen, wo man einen Großbrand hätte erwarten können. Schon bald merkte ich, dass mir die Handlung zu schnell voranschritt, die Situationen nicht ausreichend ausgearbeitet wurden und mir die Figuren in allem zu bemüht schienen. Die Gefährlichkeit der Lage und Thoms risikobehafteten Beruf konnte ich wirklich nicht ernst nehmen – und Betty scheinbar auch nicht. Sie ging mir viel zu lässig mit der Situation um, wobei Thom damit beschäftigt zu sein schien, mit Coolness zu glänzen und mit Geld um sich zu werfen, wobei er damit bei Betty offene Türen einrannte.

Mir kam es vor, als spielten zwei erwachsene Menschen ein Rollenspiel und amüsierten sich dabei. Mir fehlte in vielem die Glaubwürdigkeit und, in Anbetracht der Situation, eine gewisse Ernsthaftigkeit. Ich bin tatsächlich ziemlich enttäuscht! Ich hätte sehr gerne mit den Protagonisten mitgefiebert und ein knisterndes Miteinander verfolgt. Doch leider kam nichts davon bei mir an.

Gut gefallen hat mir allerdings die Beschreibung der Protagonistin: Eine durchaus hübsche, kluge und freundliche Frau braucht keine Modelfigur zu haben – und darf mit sich zufrieden sein.

Eine blasse, viel zu bemühte Geschichte. Außerdem fehlte mir eine große Portion Authentizität. Es gibt eindeutig bessere Bücher dieses Genres!

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Veröffentlicht am 24.11.2020

Musste mich dran gewöhnen

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft (Band 1)
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Emilia entdeckt während eines Museumsbesuches ihre Gabe verschlüsselte Texte zu lesen. Als dann plötzlich ein attraktiver junger Mann namens Ben auftaucht und behauptet, sie wäre eine Alchemistin und sie ...

Emilia entdeckt während eines Museumsbesuches ihre Gabe verschlüsselte Texte zu lesen. Als dann plötzlich ein attraktiver junger Mann namens Ben auftaucht und behauptet, sie wäre eine Alchemistin und sie müsse dringend mit ihm kommen, fällt sie aus allen Wolken. Und bevor Emilia mit dieser Situation fertig werden kann, stehen bereits Angriffe eines verfeindeten Clans, riesige Schlangen und geheimnisvolle Logen auf dem Plan. Aber was genau will Ben von ihr, und wobei soll sie der Loge helfen?

Dieses Buch sprühte vor Tatendrang. Die junge Protagonistin Emilia ist für meine Begriffe ein bodenständiges Mädchen, unternehmungslustig, neugierig und mit messerscharfem Intellekt. Ihre Persönlichkeit war mir durch und durch sympathisch, und trotz ihrer anfänglichen Vorbehalte gegenüber ihrer Rolle als Alchemistin, blieb sie immer offen für Neues. Sie ist die Art von Mensch, die jeder gerne zur Freundin hätte. Ben dagegen fand ich interessant: Zu Beginn geheimnisvoll, mit militärischem Zack, später weiche Seiten zeigend, fast hingebungsvoll und aufopfernd. Es war anrührend mitzuverfolgen, wie sich dieses zarte Band der Verbundenheit zwischen Emilia und Ben nach und nach aufbaute, zerbrechlich und stark zugleich. Die Reisen der beiden erinnerten mich ein wenig an Indiana Jones, wobei ich die zu lösenden Rätsel mit Spannung verfolgt habe. Trotz der etwas düsteren Thematik wirkte die Energie der Geschichte aber locker und leicht.
Ich mochte die Gemeinschaft des Goldordens mit ihren ganz speziellen Figuren. Mir schien, dass Wertschätzung dort an der Tagesordnung lag, Zusammenhalt wichtig war - liebevolles Foppen inklusive. Mehr als einmal musste ich über diese besondere Truppe staunen und schmunzeln.

Zugegebenermaßen hat mir das Buch allerdings erst ab etwa der Mitte der Geschichte gefallen. Ich fand den Entwurf sehr kompliziert und diese Chemiesache, inklusive der Schlangen, war überhaupt nicht meins. Irgendwie hatte ich das Gefühl, als würde etwas nicht zusammenpassen. Außerdem würde ich mir wünschen, dass die mächtige Energie aus dem Licht gezogen werden würde und nicht aus dem Dunklen. Man bedenke die Botschaft dahinter.

„Kaleidra“ ist eine Geschichte voller Entwicklungen und mit einem fantastischen Finale, trotz des abrupten Cliffhangers! Auch, wenn der Anfang für mich gewöhnungsbedürftig war, freue ich mich jetzt schon auf Band 2!

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