Wundervolle Charakter-Entwicklung
Wild EyesSkylar Stone ist eine berühmte Sängerin, aber will nun erst mal eine Auszeit in Rose Hill machen. Dort nimmt sie auch ihren Vogel Cherry mit hin, der übrigens von Anfang an sehr witzig war, immerhin hat ...
Skylar Stone ist eine berühmte Sängerin, aber will nun erst mal eine Auszeit in Rose Hill machen. Dort nimmt sie auch ihren Vogel Cherry mit hin, der übrigens von Anfang an sehr witzig war, immerhin hat der kein Blatt vor den Mund genommen. Doch ganz so einfach ist das Landleben nicht. Kurzerhand trifft sie einen Grizzlybären, den sie unterschätzt. Weston Belmont ist aber zum Glück zur Stelle und will ihr helfen. Zunächst sträubt sie sich. Will sie doch endlich mal keine Anweisungen bekommen. Doch schnell wird ihr klar, dass sie in echter Gefahr schwebt. Schon als Weston kam, um sie zu retten sprühten die Funken schon wie wild.
In Rose Hill läuft es ganz anders als Skylar erwartet hat. Kurz bevor sie herkam, hat sie herausgefunden, dass ein großer Teil ihres Lebens eine Lüge war und viele sie benutzt haben, was wirklich traurig ist. Entsprechend vorsichtig ist sie nun. Und natürlich ehrgeizig, weil sie nun was Eigenes auf die Beine stellen will. Ein eigenes Album. Leichter gesagt als getan. Dazu kommen die Umstände. Sie ist Luxus gewohnt, doch auf dem Anwesen von West, wo sie vorübergehend unterkommt, ist davon kaum eine Spur.
Die Beziehung zwischen West und Skylar fand ich total schön. Wie gesagt, die Funken sprühten von Anfang an, da war einfach eine Verbindung. Außerdem mochte ich ihren Umgang sehr. West trainiert Pferde und so blöd es klingt, er kann damit Wesen gut lesen. Entsprechend war er am Anfang sehr umsichtig und hat ihr viel Raum gegeben. Trotzdem war er für sie da und hat sie geneckt, was sie oft erst als Kritik aufgefasst hat. Dabei ist Skylar bei ihm so extrem aufgeblüht, das war unglaublich schön mitzuerleben. West hat stark dazu beigetragen. Seine Breaking News waren sehr lustig. Ansonsten war ihre Beziehung gesund und ehrlich. Auch das Drama am Ende war ganz ohne Misstrauen, gefällt mir sehr. Ebenso wie Wests Kinder Oliver und Emmy. Gott, die beiden sind einfach Zucker pur. Emmy ist eine richtige Plappertasche, Oliver das genaue Gegenteil, er spricht selten mit Fremden. Doch Skylar mag er. Die Dynamik zwischen denen war unschlagbar und oft amüsant. Es hat einfach gepasst und man hat gemerkt, dass auch die Kleinen Raum bekommen sollten. Generell fand ich die Familiendynamik super und auch schön in die Story integriert. Doch eine Beziehung ist für beide nicht wirklich drin. West will seine Kinder schützen und Skylar macht nur eine Auszeit.
Die Story selbst ist sehr auf Charakter-Entwicklung ausgelegt. Aber auch auf das Kleinstadt-Setting. Und das liebe ich total. Ford, Rosie und Cora haben Raum erhalten. Das Bowling-Team natürlich. Und auch die jährliche Auktion fand wieder statt. Es ist ein Buch zum Wohlfühlen und Abschalten.
Fazit:
Wundervolle Charakter-Entwicklung im Kleinstadt-Setting. Skylar und West sind zwei sympathische Charaktere und besonders Skylar macht eine riesige Entwicklung durch, die ich ihr auch voll abkaufe. Denn es war sehr authentisch und nicht leicht für sie. Die Kinder von West waren einfach Zucker und haben das ganze Buch nochmal sehr aufgewertet. Ich habe es auch geliebt, dass die beiden so unterschiedlich waren, und ich habe beide sehr in mein Herz geschlossen, wobei Olli vielleicht sogar noch etwas mehr.
5/5 Sterne