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Veröffentlicht am 24.02.2025

Der Feind im eigenen Haus

Der Schutz der Freundschaft
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Wilhelmine ist zurück auf dem Gut und Gustav meldet sich aus dem Krieg, ebenso wie Leopold sich regelmäßig meldet.
Ferdinand führt seine Affäre mit Constanze Herzog weiter. Eine folgenschwere Entscheidung ...

Wilhelmine ist zurück auf dem Gut und Gustav meldet sich aus dem Krieg, ebenso wie Leopold sich regelmäßig meldet.
Ferdinand führt seine Affäre mit Constanze Herzog weiter. Eine folgenschwere Entscheidung für alle Bewohner Gut Falkenbachs.
Wilhelm und Paul-Friedrich überlegen, Deutschland zu verlassen und auf ihren Vorrat in Innsbruck zuzugreifen.

„Der Schutz der Freundschaft“ ist Band 11 der Reihe „Die Falkenbach-Saga“ von Ellin Carsta.
Ellin Carsta hat so einen tollen Schreibstil, dass ich mittlerweile denke, ebenfalls auf Gut Falkenbach daheim zu sein.
Da das Buch auch wieder einen sehr kurzen Zeitraum sehr intensiv darstellt, erlebt man die Überlegungen und charakterlichen Wendungen der Protagonisten quasi live mit. Dies führt bei mir immer mehr zu einer Abneigung sowohl gegen Dorothea und erst recht gegen Elisabeth. Gerade die letztere sorgt für absolute Spannung. Ich glaube auch, dass ihr Verhalten einen Einfluss auf die letzte Aktion Paul-Friedrichs hat.
Mit Viktor Sander bringt die Autorin eine Unbekannte in die Geschichte. Ist er wirklich so wie er vorgibt? Was verbirgt er, vor allem im Hinblick auf seine Vergangenheit. Auch die Verbindung zu Wilhelmine in der Zukunft würde mich ebenso interessieren, wie Dorothea.

Fazit: Auch wenn es sich hierbei schon um den 11. Band handelt, ist die Geschichte um die Falkenbachs und Lehmanns weiterhin spannend und ich sehe noch Potential für viele weitere Bände, da sich für mich auch noch viele Fragen ergeben, auf die ich momentan keine Antworten im Buch finde. Damit eine absolute Empfehlung für alle Ellin Carsta-Fans!

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Viel emotionaler Ballast

Inselluft
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Postbotin Sarah flieht vor ihrem Alltag in NRW auf die Insel Föhr. Hier hat sie sich hinversetzen lassen, um vor ihrem zudringlichen Kollegen zu fliehen. Doch Sarah scheint nicht nur vor ihm zu fliehen.

„Inselluft“ ...

Postbotin Sarah flieht vor ihrem Alltag in NRW auf die Insel Föhr. Hier hat sie sich hinversetzen lassen, um vor ihrem zudringlichen Kollegen zu fliehen. Doch Sarah scheint nicht nur vor ihm zu fliehen.

„Inselluft“ von Jette Hansen ist Band 1 der Trilogie „Stürmische Zeiten auf Föhr“, die sich rund um die Anfang 30-jährige Postbotin Sarah dreht.
Ich liebe Bücher, die an der See spielen und genieße sie, um eine Art gedanklichen Urlaub zu vollziehen. Doch bei diesem Buch gelang mir das nicht. Die Beschreibung der wunderschönen Insel Föhr war dabei nicht das Problem, diese war nachvollziehbar und malerisch dargestellt.
Ich bin leider nicht mit den Charakteren bzw. der Geschichte klargekommen. Ich finde, dass dieses Buch ganz schön harte Kost ist und viele Schicksale beinhaltet, was durchaus auch zum Trigger werden kann. Hier vereinigen sich Themen wie Vergewaltigung, Verlust des Kindes und des Partners, aber auch Sorgerechtsfragen und ich muss zugeben, diese Themen sind alle einzeln schon extrem, aber geballt, fand ich das wirklich etwas zu viel, speziell der Umgang der Protagonistin Sarah mit ihrem Schicksal. Es ging hauptsächlich um ihre Vergangenheit, aber sie hat in so vielen Situationen ein riesiges Lügenkonstrukt gebaut, dass es für mich nachher nicht mehr nachvollziehbar war, warum sie das gemacht hat, weil sie sich damit das Leben ja noch deutlich schwerer gemacht hat, als es eh schon war. 
Damit versteckten sich hinter diesen Geschichten auch viele unverarbeitete Lebenslinien, was in der heutigen Zeit für mich etwas unrealistisch ist.
Ich hätte mir hier einen anderen Umgang mit diesen ersten Themen gewünscht.
Ein kleiner Lichtblick in diesem Buch war für mich Gretje. Sie war der Fels in der Brandung und hat manche Situation geerdet. Gleiches gilt für Isabelle, auch wenn diese dabei manchmal schon etwas zu hart mit Sarah ins Gericht gegangen ist, dennoch war es hilfreich und pragmatisch.

Fazit: Das Buch konnte mich nicht abholen und ich fand es ein bisschen zu viel des emotionalen Ballasts. Ich werde dem Band 2 dennoch eine Chance geben, um zu erfahren, ob die Lügenkonstrukte irgendwann mal zusammenfallen.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Raus ins Leben

Die Bibliothek der zweiten Chancen
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Charlotte ist verwitwet und damit alleinerziehende Mutter zweier fast erwachsener Töchter. Sie hängt nach wie vor an ihrer großen Liebe Cedric, den sie erstmal auf einem Friedhof in Paris gesehen hat. ...

Charlotte ist verwitwet und damit alleinerziehende Mutter zweier fast erwachsener Töchter. Sie hängt nach wie vor an ihrer großen Liebe Cedric, den sie erstmal auf einem Friedhof in Paris gesehen hat. Als sie ihm anschließend an ihrem Arbeitsplatz, der Stadtbibliothek Köln, begegnet ist, nahmen die Dinge ihren Lauf.
Cedric hat Charlotte jedoch ein Vermächtnis hinterlassen und zwingt sie damit, sich mit ihrem Leben neu auseinanderzusetzen.

„Die Bibliothek der zweiten Chance“ von Marie Adams ist ein Buch über unerwartete Neuanfänge zweier Frauen, die ihren Weg suchen.
Der Roman enthält eine Geschichte über Lebensträume, über Liebe und Vertrauen, Wünsche, Familie, Freunde und Unterstützung. Marie Adams regt dazu an, über die Vergänglichkeit des eigenen Lebens nachzudenken und damit Träume nicht aus den Augen zu verlieren, aber auch, dass eigene Leben nicht aus den Augen zu verlieren, schließlich hat man nur eines.
Mit Charlotte und Lisa hat die Autorin zwei Frauen geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein können, aber doch Vieles gemeinsam haben. Es geht um Beziehungen, die Tiefe der Beziehungen, berufliche Träume und deren Umsetzung, aber vor allem der Kampf um die Umsetzung dieses Traums. 
All dies zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman.
Was mir dabei leider nicht gefallen hat, sind die Figuren. Während Charlotte in der Vergangenheit gefangen war, hat Lisa sich immer wieder klein gemacht und das nervte mich im Laufe der Geschichte leider ein wenig. Die beiden waren mir einfach ein bisschen zu schwach dargestellt. Die Krönung des Ganzen war dann noch Schwägerin Nadine und der Streit um Kartons.
Anstrengend fand ich auch, dass dieses Buch nicht über Kapitel verfügte und zwischen den beiden Charakteren recht schnell hin- und hergesprungen wurde.
Dennoch muss ich sagen, dass Marie Adams einen angenehmen Schreibstil hat und die angesprochenen Punkte den Lesefluss aber nicht beeinflussten.
Die schönsten Punkte waren für mich sowohl die Thematik des Zusammenhalts von Familie als auch Freunden. Gerade auch die Freundschaft der beiden Frauen empfand ich als sehr besonders.

Alles in allem ein angenehmer Roman über Liebe, Vergänglichkeit, Träume und auch Freundschaft. Wer gerne etwas verträumtere Romane mag, ist hier gut aufgehoben, für eher sachliche bzw. pragmatische Menschen ist der Roman jedoch nicht geeignet. 
Ich vergebe daher 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Glaube an deinen Traum

Ein Leben für Barbie
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Barbie - Der Traum aller Mädchen - Ruth Handler lebt diesen Traum. Nach einem Europaurlaub in den 1950er Jahren kehrt sie mit einer Bild-Lilli, einer Puppe, die die BILD-Zeitung anhand einer Geschichte, ...

Barbie - Der Traum aller Mädchen - Ruth Handler lebt diesen Traum. Nach einem Europaurlaub in den 1950er Jahren kehrt sie mit einer Bild-Lilli, einer Puppe, die die BILD-Zeitung anhand einer Geschichte, die sie regelmäßig veröffentlichte, gestaltete. 
Ab diesem Zeitpunkt träumt Ruth von einer Puppe, die jungen Frauen nicht die Mutterrolle beibringt, sondern ihnen die Möglichkeit gibt, spielerisch ihre Zukunft zu erträumen. Für Ruth beginnt damit ein harter Kampf.

„Ein Leben für Barbie-Sie erfand eine Puppe. Sie wurde zur Legende.“ Von Renée Rosen erzählt die Erfolgsgeschichte einer Puppe und schildert den Kampf einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.
Ich gebe zu, ich war nie ein Fan von Barbie, noch besaß ich je eine. Doch mich interessieren immer die Geschichten hinter diesen Erfolgsmodellen und ganz speziell die, die durch Frauen auf den Weg gebracht wurden. So lesen wir hier die Geschichte von Ruth Handler.
Was mir als erstes ins Auge gestochen ist, ist die Farbgebung des Covers. Es ist zwar typisch Barbie in rosa gehalten, aber dennoch schlicht, nicht übertrieben und nicht zu verspielt. Für mich ist es damit wirklich gelungen und den 1950ern angemessen.
Renée Rosen bringt Ruth Handler sehr authentisch rüber. Sie ist eine absolute Kämpferin in einer Männerdomäne, die sich den Respekt dieser hart erarbeitet hat. 
Auch die vielen realen Personen wie Ruths Mann, Elliott, Jack Ryan und die Designerin Charlotte machen diese Geschichte rund. Aber auch die fiktive Stevie gibt der Geschichte ein gewisses Etwas.
Was mir einerseits gefallen hat, sind die sehr authentischen Dialoge aus den Besprechungen, aber auch aus Streitgesprächen o.ä. Andererseits war mir die Sprache manchmal doch zu vulgär. Da zweifle ich doch, dass das in der damaligen Zeit so erfolgt ist.
Die ganze Geschichte war sehr spannend, obwohl man als Leser ja weiß, wie das Ergebnis sein wird. Dennoch war ich über das Ende sehr überrascht.
Ebenso interessant fand ich das Nachwort mit den Entwicklungen der Charaktere nach der Zeit, in der der Roman spielt.

Fazit: Ein klasse Roman über eine strebsame Frau, eine Puppe, die bis heute Mädchenträume wahr werden lässt und eine Spielzeugfirma, die uns auch bis heute ein Begriff ist. Wer Geschichten hinter erfolgreichen Produkten o.ä. mag und auch Geschichten über erfolgreiche Menschen, ins Besondere Frauen, der ist hier absolut richtig! Daher gibt es meinerseits 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Innere Konflikte

Die Saar-Töchter - Zeiten des Aufbruchs
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1889: Peter hat seinen wohlverdienten Ruhestand erreicht. Doch pünktlich zur Feier tritt die Bergwerksdirektion an ihn heran und bittet ihn um Unterstützung. Die Bitte wird jedoch eine Art Erpressung und ...

1889: Peter hat seinen wohlverdienten Ruhestand erreicht. Doch pünktlich zur Feier tritt die Bergwerksdirektion an ihn heran und bittet ihn um Unterstützung. Die Bitte wird jedoch eine Art Erpressung und Peter begibt sich in einen inneren Konflikt.
Tochter Frieda ist flügge geworden und begibt sich unbewusst auf die Spuren der Vermittlungsarbeit ihres Vaters. Auch sie steht dabei vor einem Konflikt.

„Die Saar-Töchter - Zeiten des Aufbruchs“ ist der zweite Band der Trilogie um die Bergbau-Familien-Saga, die im beschaulichen Saarland spielt.
Dieser Band spielt rund 40 Jahre nach dem ersten. Ich habe also einen kurzen Moment gebraucht, bis ich wieder in der Geschichte drin war bzw. mich an die Liebesgeschichte von Elisa und Peter erinnert habe.
Ich muss jedoch zugeben, so richtig konnte mich die Geschichte nicht abholen. Der Schreibstil der Autorin ist zwar sehr angenehm, aber ich fand das Buch ungefähr bis zur Hälfte sehr nichts sagend. Der Streik der Bergarbeiter ist mir ein bisschen zu oberflächlich abgehandelt worden. Ich finde, da wäre noch genug spannenderes Potential für die Geschichte gewesen.
Mittelpunkt der Geschichte ist hier hauptsächlich Tochter Frieda. Diese junge Frau ist wirklich sympathisch gestaltet. Sie ist etwas aufrührerisch, lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen, ist kämpferisch und sorgt für die Spannung in der Story.
Gerade in Verbindung mit ihrer Cousine Desiree gibt Frieda der Geschichte auch die menschliche Seite. Zum Ende hin hatte mich die Autorin dann mit der Handlung. Dort hätte ich gerne noch weiter gelesen.

Fazit: Zwischen Band 1 und 2 liegt ein sehr großer Zeitunterschied, was etwas gewöhnungsbedürftig ist und der Geschichte fehlt ein bisschen Tiefgang, dennoch eine interessante Geschichte, die es sich lohnt zu lesen, wenn man sich für das Saarland und Bergbaugeschichte interessiert. Aus diesem Grund gibt es von mir 3,5 Sterne und ich bin gespannt auf Band 3.

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