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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Bescheidenheit vs. Prunk

Mont Lacroix (Band 1) - Longing for Lelibeth
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Lelibeth geht voll und ganz in ihrem Job als Juniorchefin des Mont Lacroix’ auf, schließlich hat sie hart darauf hin gearbeitet. Als sie für eine exklusive Hochzeit einen Floristen braucht, tritt Noah ...

Lelibeth geht voll und ganz in ihrem Job als Juniorchefin des Mont Lacroix’ auf, schließlich hat sie hart darauf hin gearbeitet. Als sie für eine exklusive Hochzeit einen Floristen braucht, tritt Noah in ihr Leben. Doch dieser ist nicht der, der er vorzugeben scheint.

„Mont Lacroix - Longing for Lelibeth“ ist Band eins um die Trilogie der „Mont Lacroix“-Geschwister von Alexandra Flint.
Auffallend ist das äußere Design des Buches, was wirklich sehr edel aussieht und mit dem Farbschnitt noch unterstrichen wird. Aber auch die Kapitelgestaltung hat mir gut gefallen.
Auch gibt es hin und wieder einleitende Zeitungsartikel, die meiner Meinung nach den Roman aufgelockert haben. Das fand ich klasse gewählt, zumal solche Art von Presse wirklich aus dem Leben gegriffen ist.
Lelibeth ist die strebsame, junge Tochter, die auf die Übernahme des Familienerbes hinarbeitet.
Ich finde sie als Person sehr faszinierend, da man ihr wirklich ihre Freude für ihren Job anmerkt. Sie kennt jeden einzelnen Mitarbeiter, kennt die Schwächen und Stärken, kennt ihre Geschichten und auch die Mitarbeiter akzeptieren sie anstandslos. Auch in diese Richtung gibt es ein enormes Vertrauensverhältnis, sodass auch einige Mitarbeiter elterliche Tipps für die junge Chefin haben, ohne übergriffig zu wirken. Das macht schon ein Teil der Atmosphäre des Hotels aus.
Des Weiteren gibt es hier Lelis Eltern. Ich finde beispielgebend, wie diese mit der Geschichte der Familie umgehen, den Kindern Raum lassen, sie bei ihren Entscheidungen beraten, aber ihnen nicht reinreden. Das Verhältnis ist absolut liebevoll und verständig. Hier merkt man nicht, dass es sich um eine betuchte Familie handelt.
Noah bzw. Jonathan ist ein echter Draufgänger. Am Anfang musste ich ein bisschen an Logan Huntzberger aus der Serie „Gilmore Girls“ denken. Noahs Veränderung merkt man sehr schnell, sodass ich meine Meinung über ihn schnell geändert habe.
Die Beziehung der beiden ist ein Auf und Ab und es fühlte sich an, als wären die beiden nur sie selbst, wenn sie zusammen waren, denn jeder holte aus dem anderen das Beste raus. Der Weg dorthin war jedoch sehr schwierig und so war das letzte Drittel des Buches sehr emotional und ich habe sehr mitgefiebert, wie es denn nun ausgehen wird.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Hier trifft bescheidener Luxus auf Prunk, Menschlichkeit auf Überheblichkeit, aber dennoch hat das Ganze einen familiären Rahmen, verbunden mit einer Lovestory. Von mir gibt es daher 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Erfrischend anders

Selling Dreams
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Toughe Powerfrau trifft arroganten Spross eines Immobilienimperiums - So oder so ähnlich kann Marissas und Calders Aufeinandertreffen beschrieben werden. Beide auf der Suche nach dem großen Clou im Immobilienverkauf ...

Toughe Powerfrau trifft arroganten Spross eines Immobilienimperiums - So oder so ähnlich kann Marissas und Calders Aufeinandertreffen beschrieben werden. Beide auf der Suche nach dem großen Clou im Immobilienverkauf und der Anerkennung als besserer Makler. Doch inmitten dieses Konkurrenzkampfs kommt es zu einer gewissen Anziehung, die jedoch von den Dämonen der Vergangenheit beeinflusst wird.

„Selling Dreams - Bevyn Boys I“ von April Dawson ist der Auftakt ihrer „Bevyn Boys“-Reihe.
Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, ich fand es wirklich sehr erfrischend.
Die Einleitung in die Kapitel mit den Kennzahlen einer Immobilie und damit dem verbundenen Verkauf durch den Makler war mal etwas komplett anderes und ein gewisser Blick über den Tellerrand. Zumal es hier um die Stadt der Träume - New York geht.
Marissa hab ich als absoluten Wirbelwind wahrgenommen. Sie hat so einen sportlichen Charakter im Sinne von, „Ich bin da, kann losgehen“ und schafft es damit, die Leute um sich mitzureißen. Sie wirkt in gewisser Weise unnahbar, hat aber einen sehr menschlichen Zug, wenn man einmal in ihre Seele blicken konnte. Familie und Freundschaften gehen ihr über alles und daran hängt sie auch ihr Herz. Gleichzeitig ist dies ihre verletzliche Seite. Aber insgesamt gesehen, finde ich ihr Selbstbewusstsein absolut Hammer!
Calder wiederum wirkt komplett unnahbar und auch arrogant. Er hat dabei nicht annähernd so eine erfrischende Art wie Marissa. Dennoch überrascht er mit dem ein oder anderen Charakterzug.
Die Dialoge der beiden haben es mehr als in sich. Hier werden sich regelrechte Wortgefechte geliefert.
Was mir an dem Verlauf der Geschichte gefallen hat, war trotz der Charakterstärke der beiden, diese Sensibilität und das Verständnis, die vorherrschten. Auch, dass hier nicht noch der große Knall kurz vorm Ende der Geschichte via Missverständnis kommt, war mal was Neues und machte die Geschichte nicht so vorhersehbar.
Ein Fokus des Romans liegt, was man hier nicht vermuten würde, auf der Tatsache, was im Leben wichtig ist. Gerade Marissa macht innerhalb des Romans eine spannende Wendung durch. Aber auch die Familie Bevyn ist nicht zu unterschätzen.
Auffällig ist hier, dass über die Hälfte des Buches eine Konfliktsituation vorhanden ist und das Ende dann wieder sehr schnell rosarot kommt.

Mein Fazit: Mir hat mein erster Roman von April Dawson richtig gut gefallen und ich kann allen Karrierefrauen, die gerne lesen und allen die romantisch veranlagt sind oder Gegenwartsromane lieben diesen erfrischen anderen Roman empfehlen. Ein kleiner, vermutlich fiktiver Einblick in die Immobiliengeschäfte Manhattans bieten einen Blick über den Tellerrand und der Konflikt der beiden Protagonisten ist wahrlich sportlich anzusehen.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Rettung von Familie und Imperium

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Im Sport kann sich Elodie verlieren. Hier ist sie voll bei sich und vergisst die Welt um sich herum. 
Als eine Verletzung ihre Olympiaträume zerstört und sie ihren Freund mit einer anderen erwischt, flieht ...

Im Sport kann sich Elodie verlieren. Hier ist sie voll bei sich und vergisst die Welt um sich herum. 
Als eine Verletzung ihre Olympiaträume zerstört und sie ihren Freund mit einer anderen erwischt, flieht sie nach Paris. Auf dem Weg dorthin begegnet sie Adam, eine folgenschwere Begegnung.
In Paris wird sie mit ihrer Familie, dem familieneigenen Modeimperium und so manch anderen Dingen konfrontiert.

„Les Bouttier - Wir sind jetzt“ von Antonia Wesseling ist Band 1 der „Love Couture“-Reihe. 
Das Buch fällt schon durch seine apricofarbene Gestaltung auf, die geprägt ist durch den Schriftzug BC umgeben von Ranken als Farbschnitt.
Der Roman wird aus den Perspektiven der drei Protagonisten Elodie, Gabriel und Adam erzählt.
Elodie ist ein starker Charakter, der sich nicht von der Familie und ihren Traditionen beeinflussen lässt - so scheint es zumindest. Doch während des Verlaufs der Geschichte hat man manchmal das Gefühl, dass sie sich ihrem Liebesleben in gewisser Weise unterwirft. Sie lässt sich sehr durch die Männer in ihrem Leben beeinflussen, obwohl sie gerade frisch verletzt ist. Es wirkt, als würde sie sich eine Art Selbstverletzung immer wieder neu zufügen. Lust und Liebe treffen hier immer wieder auf Enttäuschung und Verbitterung.
Gabriel ist der Eisklotz der Geschichte. Er ist unnahbar und nüchtern, aber verliert sich dennoch immer wieder in seinen Gefühlen für Elodie.
Adam entwickelt sich für mich vom Ekelpaket zum Fels in der Brandung. Er ist Elodies Rettungsanker, dessen Schwojkreis hin und wieder mal verrückt spielt.
Unbewusst zieht sich die Geschichte von Elodies Mutter, deren Vergangenheit und Unfalltod wie ein roter Faden durch den Roman. Das Ganze gipfelt in einem mächtigen Cliffhanger, der jetzt schon die Vorfreude auf den Abschlussband der Dilogie entfacht!

Mein Fazit: Eine tolle Gegenwartsgeschichte zwischen Erfolg, Familiengeheimnissen, Vertrauen und vor allem Mode. Hier treffen drei absolut verschiedene Charaktere aufeinander, die mit den Schatten der Vergangenheiten ihrer Familien konfrontiert werden und das Beste für die Familienimperien herausholen müssen. Zwischen Neid und Liebe ist hier alles dabei und endet in einem spannenden Cliffhanger!

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Begleiter beim Arztbesuch

Willkommen beim Kinderarzt
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Ein Besuch beim Kinderarzt ist oft mit Stress für die kleinen Patienten, aber auch für die Elten verbunden. Die Spritze tut weh, das Stethoskop macht Angst und das alles geht von Menschen aus, die nur ...

Ein Besuch beim Kinderarzt ist oft mit Stress für die kleinen Patienten, aber auch für die Elten verbunden. Die Spritze tut weh, das Stethoskop macht Angst und das alles geht von Menschen aus, die nur selten im Ablauf des Kindes vorkommen.
Dieses Buch soll spielerisch die Angst vor dem Besuch beim Kinderarzt nehmen, indem es alles erklärt, was dort passiert. Außerdem soll es den Eltern Tipps für einen stressfreien Besuch beim Kinderarzt geben.

„Willkommen beim Kinderarzt“ ist ein buntes Pappbilderbuch vom Kids.Doc, Dr. Vitor Gatinho.
Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet. Die Texte sind so gestaltet, dass sie dem Kind erklären sollen, was alles beim Kinderarzt passiert und wie die Abläufe dort sind. Die Erklärungen sind gut und zum Teil kindgerecht. Da das Buch aber eine Altersempfehlung von 2-4 Jahren hat, gibt es hier Begriffe, die ich für dieses Alter zu schwer finde, z.B. Ophthalmoskop.
Die Tipps für die Eltern sind sicher sehr hilfreich, aber ich muss auch sagen, dass es keine neuen Erkenntnisse sind. Die meisten Tipps sind Eltern bekannt und aus unserer Erfahrung beim Kinderarzt, halten sich auch die Kinderärzte daran.
Für uns war das Highlight der kleine Theo, da unser Sohn Theo heißt und somit konnte er sich mit dem kleinen Jungen im Buch gut identifizieren.

Fazit: Für uns ist das Buch jetzt jedenfalls immer ein stetiger Begleiter bei den Kinderarztterminen, da es gut vorbereitet.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Rosies Neuanfang

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
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Immer Jobs, die sie nicht erfüllen und das auch noch inmitten von Leuten, die Rosie nichts bedeuten. Dazu kommt die stickige Umgebung von London und die Tatsache, dass sich ihre Welt nur noch auf ihre ...

Immer Jobs, die sie nicht erfüllen und das auch noch inmitten von Leuten, die Rosie nichts bedeuten. Dazu kommt die stickige Umgebung von London und die Tatsache, dass sich ihre Welt nur noch auf ihre Schwester und ihren Vater konzentriert. Zeit für einen Neuanfang und warum nicht als Floristin in Amsterdam. Was auf ihre Schwester als als kurzlebige Idee wirkt, könnte für Rosie einen Neubeginn bedeuten.

„Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam“ von Annabel French ist eine Art Wohlfühlbuch mit tieferer Bedeutung.
Rosie ist die geborene Optimistin. Geprägt durch einen Schicksalsschlag in ihrer Kindheit, versucht sie aus ihrem Leben und dem, was es ihr gibt, immer das Positive zu suchen. Rosie hinterfragt die Handlungen, der Menschen in ihrem Umfeld, egal, ob sie ihr wohlgesonnen sind oder nicht. Ich finde, Annabel French hat mir ihr eine beispielgebende Figur erschaffen.
Ihr Nachbar Max wiederum ist das ganze Gegenteil. Er und Rosies Standnachbar Finn geben der Geschichte die Turbulenzen. Aber auch sie sind Teil der tieferen Botschaften dieses Buches.
Die Beschreibungen Amsterdams und der kleinen, schicken Gässchen und Grachten geben der Geschichte den Wohlfühlcharakter. Mit dem Hausboot bedient die Autorin zwar auch das typische Klischee, aber für mich hat es die Geschichte abgerundet.
Ich habe während des Lesens Probleme gehabt, mir den Blumenmarkt vorzustellen. Nachdem ich dazu recherchiert hab, konnte ich es nachvollziehen. Ohne Vorwissen konnte ich das mit dem „schwimmend“ leider nicht so ganz nachvollziehen und hätte mir daher detailliertere Beschreibungen gewünscht.
Auch wenn die Geschichte toll war und sie nicht dahingeplätschert ist, hat mir trotz allem das gewisse Etwas gefällt. Die Ereignisse waren etwas zu vorhersehbar.

Mein Fazit: Eine wunderschöne Geschichte im Herzen Amsterdams mit Fokus auf die wichtigsten Dinge im Leben und die Tatsache, dass man im Team alles erreichen kann.
Für all jene, die romantische Geschichten vor traumhafter Kulisse mögen, kann ich diesen Roman empfehlen!

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