Bescheidenheit vs. Prunk
Mont Lacroix (Band 1) - Longing for LelibethLelibeth geht voll und ganz in ihrem Job als Juniorchefin des Mont Lacroix’ auf, schließlich hat sie hart darauf hin gearbeitet. Als sie für eine exklusive Hochzeit einen Floristen braucht, tritt Noah ...
Lelibeth geht voll und ganz in ihrem Job als Juniorchefin des Mont Lacroix’ auf, schließlich hat sie hart darauf hin gearbeitet. Als sie für eine exklusive Hochzeit einen Floristen braucht, tritt Noah in ihr Leben. Doch dieser ist nicht der, der er vorzugeben scheint.
„Mont Lacroix - Longing for Lelibeth“ ist Band eins um die Trilogie der „Mont Lacroix“-Geschwister von Alexandra Flint.
Auffallend ist das äußere Design des Buches, was wirklich sehr edel aussieht und mit dem Farbschnitt noch unterstrichen wird. Aber auch die Kapitelgestaltung hat mir gut gefallen.
Auch gibt es hin und wieder einleitende Zeitungsartikel, die meiner Meinung nach den Roman aufgelockert haben. Das fand ich klasse gewählt, zumal solche Art von Presse wirklich aus dem Leben gegriffen ist.
Lelibeth ist die strebsame, junge Tochter, die auf die Übernahme des Familienerbes hinarbeitet.
Ich finde sie als Person sehr faszinierend, da man ihr wirklich ihre Freude für ihren Job anmerkt. Sie kennt jeden einzelnen Mitarbeiter, kennt die Schwächen und Stärken, kennt ihre Geschichten und auch die Mitarbeiter akzeptieren sie anstandslos. Auch in diese Richtung gibt es ein enormes Vertrauensverhältnis, sodass auch einige Mitarbeiter elterliche Tipps für die junge Chefin haben, ohne übergriffig zu wirken. Das macht schon ein Teil der Atmosphäre des Hotels aus.
Des Weiteren gibt es hier Lelis Eltern. Ich finde beispielgebend, wie diese mit der Geschichte der Familie umgehen, den Kindern Raum lassen, sie bei ihren Entscheidungen beraten, aber ihnen nicht reinreden. Das Verhältnis ist absolut liebevoll und verständig. Hier merkt man nicht, dass es sich um eine betuchte Familie handelt.
Noah bzw. Jonathan ist ein echter Draufgänger. Am Anfang musste ich ein bisschen an Logan Huntzberger aus der Serie „Gilmore Girls“ denken. Noahs Veränderung merkt man sehr schnell, sodass ich meine Meinung über ihn schnell geändert habe.
Die Beziehung der beiden ist ein Auf und Ab und es fühlte sich an, als wären die beiden nur sie selbst, wenn sie zusammen waren, denn jeder holte aus dem anderen das Beste raus. Der Weg dorthin war jedoch sehr schwierig und so war das letzte Drittel des Buches sehr emotional und ich habe sehr mitgefiebert, wie es denn nun ausgehen wird.
Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Hier trifft bescheidener Luxus auf Prunk, Menschlichkeit auf Überheblichkeit, aber dennoch hat das Ganze einen familiären Rahmen, verbunden mit einer Lovestory. Von mir gibt es daher 4,5 Sterne.