Viel mehr als nur Academy…
Arcana Academy 1: Arcana AcademyMich hat das Buch mit dem Thema “Tarot” im Klappentext, dem Trope “enemies-to-lovers” und dem wunderschönen Cover angesprochen.
Zudem war es mein erstes Buch von Elise Kova.
Äußerlich ist das Buch eine ...
Mich hat das Buch mit dem Thema “Tarot” im Klappentext, dem Trope “enemies-to-lovers” und dem wunderschönen Cover angesprochen.
Zudem war es mein erstes Buch von Elise Kova.
Äußerlich ist das Buch eine Schönheit! Das Cover ist passend zur mystischen Magie in der Story und das Schwarz sieht mit den goldenen Elementen sehr edel aus, vom Farbschnitt ganz zu schweigen - ein Traum!
Auf den Schreibstil der Autorin war ich gespannt und wurde nicht enttäuscht- die Story aus der Sicht von Clara ließ sich toll lesen. Die Länge des Buches hat mich erst etwas erschrocken für eine längere Reihe, am Ende wollte ich aber gar nicht dass es aufhört! Es passiert wirklich viel! Die Story ist verzwickt, es gibt viele Charaktere und Nebenfiguren die kleinere und größere Rollen einnehmen und auch Historie zum Reich - das ist wirklich gut ausgearbeitet!
Einige Figuren lassen sich anfangs nicht so gut durchschauen und manche Pläne blieben bis zum Schluss etwas unklar, das machte einen der Spannungsfaktoren aus, ständiges miträtseln und hoffen… auch wenn es um die Suche nach Claras Schwester ging.
Das Setting in der Academy ist eher düster und war gut beschrieben, wie brutal es dort wirklich zugeht, auch nach der Aufnahme hat mich überrascht.
Ich muss sagen für mich baute sich das Potential der Geschichte zunehmend auf, während der Einstieg etwas plötzlich war und die Zusammenhänge für mich etwas aus dem Nichts kamen, wurde das Buch zum Ende hin wirklich mitreißend sodass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Vor allem die Twists am Ende hatten es in sich.
Eines der Mankos für mich war das Magiesystem - es war mal was ganz anderes Magie mittels Karten - ich hatte aber von “Tarot” eine ganz andere Vorstellung und grade zu Beginn lief es auch viele Erklärungen hinaus die eher den Charakter einer Spielanleitung hatten und mich leider eher komisch an Serien wie “Yu-Gi-Oh” erinnerten. Zum Ende hing ging der Einsatz der Magie flüssiger in die Story ein, dann stolperte ich nicht mehr so sehr darüber. Aber bis auf die Trümpfe war es eine komische Art Magie. Was das Buch aber definitiv richtig gemacht hat, ist ein Glossar am Ende! Nicht nur Karten, auch Personen werden aufgeführt- das hilft!
Die Charakter-Entwicklung von Clara machte zumeist Spaß zu lesen - wie sie sich selbst fand und ihren Platz, zunehmend Vertrauen fand und Menschen die sie an sich heran ließ, bis hin zum inneren Kampf mit dem Plan zur “Welt”. Womit sie für mich nicht ganz so sehr hätte kämpfen müssen, war der Widerstand gegenüber Kaelis. Das “enemies to lovers” war für mich eher schwach, da die anfängliche Feindschaft sich relativ schnell aufklärte und auf Missverständnissen beruhte bzw den Gerüchten um Kaelis. Diese waren auch das einzig wirklich böse an ihm, was sich schnell abzeichnete, das ging mir etwas zu schnell und deutlich - nur Clara schien das nicht ganz zu verstehen. Die dann doch etwas abrupten spice Szenen und dann doch wieder aus dem Weg gehen - das war mir auch etwas zu unpassend und gibt einen kleinen Abzug. Kaelis fand ich an sich aber toll als missverstandener Charakter der eher im verborgenen versucht einen guten Plan zu verfolgen.
Insgesamt ein toller Auftakt und wenn man sich auf die Welt und die Magie eingelassen hat reißt einen die Geschichte mehr mit als gedacht!