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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2022

Sehr düster

Der Gräber
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Der Klappentext des 'Gräbers' von Frederik P. Winter hatte wirklich meine Neugierde geweckt. Von einem Mörder, der sich in die Keller seiner Opfer gräbt und sie unter die Erde verschleppt, davon hatte ...

Der Klappentext des 'Gräbers' von Frederik P. Winter hatte wirklich meine Neugierde geweckt. Von einem Mörder, der sich in die Keller seiner Opfer gräbt und sie unter die Erde verschleppt, davon hatte ich noch nie gelesen. Aufgrund des erdigen Settings bin ich von Anfang an davon ausgegangen, dass es düster und geheimnisvoll werden wird. Tatsächlich ist das ganze Buch jedoch nicht düster, sondern vielmehr absolut finster! Es herrscht eine sehr drückende und dunkle Atmosphäre über die gesamte Länge des Buches. Zusätzlich gibt es einige übernatürliche Elemente, die immer wieder auftauchen und die ich bis zum Ende der Geschichte nicht wirklich einordnen konnte.
Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man in unterschiedliche Personen Einblicke erhält. Diese Art des Erzählers fand ich spannend, da man dadurch einiges in Erfahrung bringen konnte. Leider bin ich jedoch mit keiner der Figuren richtig warm geworden. Sie blieben für mich irgendwie oberflächlich und ich fand keinen Zugang zu ihnen. Handlungsmäßig passiert tatsächlich auch nicht wahnsinnig viel. Im Fokus steht vielmehr die persönliche Entwicklung von einigen Personen und ihre Verbindung zum 'Gräber'. Mich konnte der Thriller leider schlussendlich nicht von sich überzeugen. 'Der Gräber' ist definitiv eine Geschmacksache.

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Veröffentlicht am 21.12.2021

Gut inszeniert

Das Therapiezimmer
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Das Setting von "Das Therapiezimmer" ist äußerst ungewöhnlich und spannend: Ein Therapeut, der mit seiner Frau in eine alte Villa zieht und der nichts davon ahnt, dass sie alle seine Sitzungen über einen ...

Das Setting von "Das Therapiezimmer" ist äußerst ungewöhnlich und spannend: Ein Therapeut, der mit seiner Frau in eine alte Villa zieht und der nichts davon ahnt, dass sie alle seine Sitzungen über einen Lüftungsschacht mit anhört. Als er dann verschwindet scheint ja alles klar zu sein, oder? Das dachte ich zu Beginn auch noch. Doch nach und nach wird durch die Perspektivwechsel deutlich, dass nichts so einfach ist, wie man zunächst annehmen konnte. Geheimnissen und Lügen kommen ans Licht und durch einige geschickte und nicht vorhersehbare Wendungen ist alles ganz anders als man denkt. Mich hat der Thriller an einigen Stellen wirklich überrascht! Die Kniffe in der Handlung und in der Story haben mir wirklich gut gefallen, obwohl mir die Figuren zwischendurch immer mal wieder etwas unsympathisch waren. Das hat sich jedoch im Laufe der Geschichte gelegt, vor allem als man als Leser besser im Bilde war. Spannung ist auf jeden Fall auch gegeben, sodass der Thriller wirklich fesselt und mit seinen Wendungen absolut überzeugt!

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Veröffentlicht am 21.12.2021

Cold Case

Auf verlorenen Wegen
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"Auf verlorenen Wegen" war mein erster Thriller von Alexander Hartung. Dementsprechend kannte ich das Ermittlerteam noch nicht und hatte auch keine Hintergrundinformationen. Trotzdem habe ich ziemlich ...

"Auf verlorenen Wegen" war mein erster Thriller von Alexander Hartung. Dementsprechend kannte ich das Ermittlerteam noch nicht und hatte auch keine Hintergrundinformationen. Trotzdem habe ich ziemlich gut und sehr schnell in die Handlung hineingefunden und würde deshalb behaupten, dass man die Thriller auch unabhängig voneinander lesen kann. Natürlich bietet es sich trotzdem an, die Reihe von vorne zu lesen, um die Bildung des Teams und dessen Entwicklung mitverfolgen zu können. Das Team ist nämlich sehr interessant und untypisch besetzte (Polizist, Pathologin, Hacker und Unterweltexperte). Gerade diese untypische Figurenmischung im Ermittlerteam fand ich wirklich gelungen, da sich die Figuren super in ihrer Expertise und ihren Fähigkeiten ergänzt haben. Der Cold Case, der in diesem Band, im Fokus steht, war ganz schnell nicht mehr kalt, sondern eher glühend heiß! An Spannung hat es definitiv nicht gefehlt und die Geschichte wurde schnell voran getrieben. Deswegen kam das Ende dann auch leider recht schnell. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht, vor allem weil einige Aspekte hier nicht so ganz zueinander passten.Trotz dieses etwas raschen Endes würde ich jederzeit wieder zu einem Thriller von Alexander Hartung greifen.

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Gut für zwischendurch

My Wish - Breite deine Flügel aus
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"My wish - Breite deine Flügel aus" war mein erstes Buch von Audrey Carlan. Dementsprechend konnte ich ganz unvoreingenommen mit dem Lesen beginnen und hatte weder besondere Erwartungen noch irgendwelche ...

"My wish - Breite deine Flügel aus" war mein erstes Buch von Audrey Carlan. Dementsprechend konnte ich ganz unvoreingenommen mit dem Lesen beginnen und hatte weder besondere Erwartungen noch irgendwelche Vorurteile. Die Grundidee der Geschichte hat mich dabei fasziniert und gereizt. Ich fand es spannend, dass Suda Kaye Briefe von ihrer verstorbenen Mutter erhielt und ihr Leben auch danach ausrichtete. Mit ihr als Figur bin ich jedoch nicht vollständig warm geworden. Sie ist ziemlich flippig, freiheitsliebend, sexuell sehr offen und experimentierfreudig und auch unbeständig. Ihre Weltreise klang zwar sehr spannend, allerdings erfuhr man davon nur bruchstückhaft. Ihre Schwester Evie war mir da schon lieber mit ihrer bodenständigen und zurückhaltenderen Art. Die beiden gemeinsam fand ich sehr süß und ich mochte ihre schwesterliche Verbundenheit. Die Liebesgeschichte und auch die Wendungen der Geschichte waren mir etwas zu klischeehaft und leider auch vorhersehbar. Trotzdem habe ich mich während des Lesens gut unterhalten gefühlt. Wer also die Augen nach einer unkomplizierten und etwas vorhersehbaren Geschichte aufhält, ist hier genau an der richtigen Adresse!

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Veröffentlicht am 30.11.2021

Romantische Weihnachtsgeschichte

Weihnachtsküsse am Leuchtturm
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Der Titel "Weihnachtsküsse am Leuchtturm" hält definitiv, was er verspricht. Es wird romantisch und sehr weihnachtlich und das vor der wunderschönen Kulisse Travemündes und eines alten Leuchtturms. Nina, ...

Der Titel "Weihnachtsküsse am Leuchtturm" hält definitiv, was er verspricht. Es wird romantisch und sehr weihnachtlich und das vor der wunderschönen Kulisse Travemündes und eines alten Leuchtturms. Nina, die weibliche Hauptfigur, steht quasi vor den Trümmern ihres Lebens ( kein Job mehr und ein Haufen Schulden) und flüchtet an die Ostsee. Direkt zu Beginn fällt sie dabei ins kalte Wasser und trifft unverhofft auf den sympathischen und sehr hilfsbereiten Mika. Die beiden Hauptfiguren waren mir von Anfang an sympathisch und meine Daumen waren auch direkt für eine Liebesbeziehung der beiden gedrückt. Ob es mit den beiden am Ende klappt, will ich hier aber nicht verraten;)

Sehr gefallen haben mir aber auch die Nebenfiguren wie zum Beispiel Ottilie. Sie ist eine ältere Dame, die Nina bei sich aufnimmt und sehr warmherzig umsorgt. Ich fand es toll, dass auch die Nebenfiguren ihren Platz in der Handlung bekommen haben, ohne dass sie dabei zu bloßen Statisten wurden!
Etwas zu viel war mir Mikas Lebenseinstellung: Er vertraute sein Leben dem Universum an und versuchte dessen Entscheidungen zu berücksichtigen. Generell fand ich seinen Lebensentwurf wahnsinnig faszinierend und viele seiner Einstellungen wie z.B. Zero Waste würde ich direkt unterschreiben. Sein blindes Vertrauen in das Universum ist mir jedoch fremd geblieben und es nahm gerade am Ende für mich zu viel Raum in der Handlung ein. Das soll aber gar nicht heißen das mir das Buch nicht gefallen hätte! Die Lektüre hat mir unheimlich viel Spaß gemacht und mich auch in Weihnachtsstimmung versetzt!

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