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Veröffentlicht am 05.09.2019

Ninas langer Weg zu ihrem neune ICH

Mehr als Worte sagen können
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Inhaltsangabe:
Nina Gregory scheint ein glückliches Leben zu führen. Sie hat einen verständnisvollen Freund, einen tollen Job und viele Freunde. Als sie erfährt, dass ihr geliebter Vater unheilbar krank ...

Inhaltsangabe:
Nina Gregory scheint ein glückliches Leben zu führen. Sie hat einen verständnisvollen Freund, einen tollen Job und viele Freunde. Als sie erfährt, dass ihr geliebter Vater unheilbar krank ist und kurz nach der Diagnose stirbt, gerät ihr Leben ganz schön ins Wanken. Sie ist Alleinerbin und das heißt für sie: sie soll das Familienimperium weiterführen. Nachdem sie ihren bisherigen Job gekündigt hat, durchforstet sie die Bilanzen des Hotels und was sie dabei entdeckt, lässt den Vater in einem ganz anderen Licht erscheinen. Aber nicht nur im beruflichen gibt es Veränderungen auch privat scheint das Glück von Nina bei einem anderen Mann zu liegen.

Mehr als Worte sagen können von Jill Santopolo ist nach ihrem Bestseller „Was bleibt sind wir“ der zweite Roman. Das Cover und der Klapptext hat meine Neugierde geweckt und ich muss eines vorweg schreiben: ich wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und sehr angenehm zu lesen. Ab der ersten Seite darf der Leser in die Geschichte von Nina Gregory ein und abtauchen. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und wiedergespiegelt worden. Dank der detaillierten Beschreibung wirkten sie auf mich sehr authentisch und sympathisch und hier spielt es gar keine Rolle, um wen es sich dabei handelt. Hauptperson oder Nebenrolle, jeder hatte seinen Platz und bereicherte auf seine eigene Art und Weise diesen Roman. Nina Gregory ist der Mittelpunkt dieser Geschichte, die eigentlich glücklich und mitten im Leben stehen sollte. Der Anschein trügt ein wenig, denn im weiteren Verlauf der Geschichte erlebte ich eine Nina, die auf der Suche nach ihrem wahren ICH war. Dank des emotionalen Erzählstils von Jill Santopolo war ich ganz nah in Ninas Gefühlwelt gefangen. Die Höhen und Tiefen, die sie Nina erlebt, durchlebt der Leser ebenfalls. Ganz egal, ob Nina mit sich und ihrer Welt hadert, wie das Bild ihres geliebten Vaters zerbrach oder die große Liebe zu ihrem Freund Tim Risse bekam. Der Leser war immer mitten im Geschehen. Dadurch erhielt dieser Roman eine so wundervolle gefühlvolle Note, die mich begeistert zurück lies. Respekt, denn das schaffen die wenigsten Autoren.
Das Ende dieser Geschichte war ebenfalls sehr gut durchdacht und erzählt.


Mehr als Worte sagen können war für mich ein sehr gefühlvoller Liebesroman, der mir schöne Lesemomente bescherte.
5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung oben drauf.






Veröffentlicht am 02.09.2019

Broken Dreams ist der erste Teil der" One - by- Chance"-Serie

Broken Dreams
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Inhaltsangabe:

Tyriq saß 5 Jahre im Gefängnis und jetzt nach seiner Entlassung, will er ein neues Leben beginnen. Einen neuen Job hat er bereits, aber dafür muss er sich neu einkleiden. Dank seiner Geldnot ...

Inhaltsangabe:

Tyriq saß 5 Jahre im Gefängnis und jetzt nach seiner Entlassung, will er ein neues Leben beginnen. Einen neuen Job hat er bereits, aber dafür muss er sich neu einkleiden. Dank seiner Geldnot beschließt er seine Sachen Secondhand zu kaufen. Auf dem Parkplatz von diesem Geschäft findet er eine Geldbörse inkl. Kreditkarten. Tyriq hadert mit sich. Abgeben oder behalten? Mit behalten wäre er schlagartig seine Geldsorgen los, aber er will sie seiner rechtmäßigen Besitzerin zurückgeben und das ist die Innenarchitektin Avery. Beide vereinbaren ein Treffen und als sie sich gegenüberstehen, knistert es schon gewaltig. Trotz diverser Zweifel lassen sie sich von ihren Gefühlen treiben und ihre Treffen werden zu heißen Liebesnächten. Wird Tyriq es schaffen, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Wie wird Averys soziale Umfeld auf ihren neuen Freund reagieren?

Broken Dreams ist der Auftakt zu der neuen "Only-by-Chance"-Serie von Anne-Marie Jungwirth. Nicht nur das Cover hat meine Neugierde geweckt, sondern auch der Klapptext und hier wusste ich sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und holt den Leser sofort in die Geschichte von Avery und Tyriq ab. Der ständige Perspektivenwechsel zwischen den beiden fand ich klasse, denn so erhielt ich einen sehr guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden. Dadurch konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Die Charaktere waren allesamt sehr gut ausgearbeitet und wirkten authentisch. Ganz egal welche Person man hier herausfischen würde, sie hatten ihren Platz und bereicherten so die Geschichte.
Auch die detaillierte Kulisse gefiel mir sehr gut. Avery, wie sie in ihrem Nobelviertel wohnt und Tyriq, der aus ärmlicheren Wohnverhältnissen stammt.
Die Handlung ist eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die nicht unterschiedlicher sein können. Arm trifft auf Reich und da „trifft“ man ganz schnell auf das eine oder andere Vorurteil. Avery und Tyriq lassen sich dadurch aber nicht entmutigen und halten an ihre Liebe fest. Was nicht immer gelingt, denn Tyriqs Vergangenheit holt ihn schneller ein als ihm lieb ist und dann kommt es auch schon zu der ersten Bewährungsprobe der beiden. Wird ihre Liebe dem Stand halten können?
Ich fand beide Hauptpersonen sehr gut herausgearbeitet:
Tyriq, wie er immer wieder seine Vergangenheit und seine Gefühle in Frage stellt. Seine Selbstzweifel und Emotionen wurden perfekt eingefangen und wiedergespiegelt.
Avery, die wohlhabende Innenarchitektin, die sich gegen Vorurteile stellt und an ihrer Liebe zu Tyriq festhält.


Das Ende dieser Geschichte fand ich sehr gut gewählt und rundet sie perfekt ab.


Broken Dreams war ein sehr unterhaltsamer Roman, der Lust auf die nächsten Teile macht. Vielleicht gibt es sogar das eine oder andere Wiedersehen mit den beiden…..wer weiß????

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 29.08.2019

Rita und die Abendröter

Rita räumt die Hecke auf
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Inhaltsangabe:
Rita Sanddorn hat mit ihrem Mann Ralf eine Parzelle im Kleingartenverein Abendröte. Abgesehen von einigen Unstimmigkeiten zwischen ihr und dem Vereinsvorsitzenden Manni, aber das soll sich ...

Inhaltsangabe:
Rita Sanddorn hat mit ihrem Mann Ralf eine Parzelle im Kleingartenverein Abendröte. Abgesehen von einigen Unstimmigkeiten zwischen ihr und dem Vereinsvorsitzenden Manni, aber das soll sich bald ändern. Er muss seinen Posten, altersbedingt, bald abgeben und Nachfolger soll sein bester Freund Hajo werden. Diese Rechnung haben die beiden nicht mit Rita gemacht. Ganz spontan bewirbt sie sich ebenfalls für den Posten und gewinnt. Allerdings hält die Freunde nur kurz an, denn in dem Vereinsbüro Gießkanne findet sie einen ungeöffneten Brief, der die Räumung der Kleingärten beinhaltet. Das lässt sich Rita nicht gefallen und tritt den Kampf gegen den Erben Sythenstein an.


Rita räumt die Hecke auf ist der neuste Roman von Carsten Uekötter. Dieses Cover hat meine Neugierde geweckt und als ich dann auch noch den dazu gehörigen Klapptext gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Dies habe ich auch getan und es war definitiv keine Fehlentscheidung.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen und kaum das ich mit diesem Roman angefangen habe, wollte ich es auch nicht mehr aus den Händen legen. Carsten Uekötter versteht sein Handwerk und weiß, wie man Leser begeistern kann. Seite für Seite merkte ich, wie mich der Kleingartenverein Abendröte immer mehr in seinen Bann zog. Es macht so viel Spaß Rita und ihre Parzellennachbarn zu begleiten und sich über den gut eingestreuten Wortwitz und der Situationskomik zu erfreuen, der mich hier und da lauthals auflachen ließ. Alle Charaktere waren so detailliert und liebevoll beschrieben, so dass sie mein Herz im Sturm erobern konnten. Mit ihren Ecken und Kanten hinterließen sie einen authentischen und sympathischen Eindruck. Hier spielt es absolut keine Rolle, wen man hier herausnimmt. Rita, die taffe Frau, die sich durch nicht und niemanden unterkriegen lässt. Ihr Ehemann Ralf, der ihr tatkräftig zur Seite steht und sie unterstützt. Manni, der zwar einen Querulanten mimt, aber sein Herz doch am rechten Fleck hat oder Swenja, die sich immer wieder arrangiert und einbringt und somit mit einigen Vorurteilen aufräumen konnte. Von dieser Kleingartennachbarschaft kann man so viel lernen. Vor allen Dingen, dass Reden die meisten Probleme beseitigt. Dank der detaillierten Beschreibung der Lokalitäten konnte ich mir die Kleingartenanlage Parzelle für Parzelle sehr gut vorstellen. In dieser Anlage und mit diesen Nachbarn würde ich auch sehr gerne einziehen.
In der Handlung geht es um die Erhaltung der Kleingartenkolonie Abendröte, die, dank des Erben, vor der Auflösung steht. Klang und sanglos wollen das aber die Parzellenmieter nicht hinnehmen und kämpfen für den Erhalt dieser alten Tradition. Mit List und Tücke lassen sie nichts unversucht, um ihr kleines Stück Glück zu behalten. Carsten Uekötter hat es geschafft, dem Leser den Zusammenhalt dieser kleinen Gärtnergemeinschaft sehr gut rüber zu bringen. Frei nach dem Motto: Alle für einen, einer für alle! Es war so großartig mitanzusehen, wie Jung und Alt sich gemeinsam für eine Sache stark gemacht haben. Ob sie ihren Traum weiterträumen dürfen oder nicht, werde ich natürlich nicht verraten. Ich kann nur soviel verraten: es wird lustig und spannend zu gleich!


Das ende dieses Romans war so schön stimmig, aber irgendwie schreit es nach einer Fortsetzung. Ich würde zu gerne mehr über diese Laubenpieper (berlinerisch) erfahren und wer weiß, vielleicht liest man sich ja mal wieder.

Ein sehr humorvoller, aber auch sozialer Roman über eine Kleingartenkolonie, die sich für ihr kleines Stück Glück so einsetzt. Für mich war es ein Sommerhighlight, der Lust auf mehr macht. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung oben drauf! Weiter so…..

Veröffentlicht am 26.08.2019

Blieb leider hinter meinen Erwartungen

Show me the Stars
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Inhaltsangabe:
Die Journalistin Liv arbeitet bei der Zeitung „Globus“ und hat den Coup ihres Lebens gelandet: ein Interview mit pressescheuen Kristina Atkins. Das ist nicht nur für Liv die große Chance, ...

Inhaltsangabe:
Die Journalistin Liv arbeitet bei der Zeitung „Globus“ und hat den Coup ihres Lebens gelandet: ein Interview mit pressescheuen Kristina Atkins. Das ist nicht nur für Liv die große Chance, sondern auch der Verlag würde davon profitieren. Allerdings läuft alles anders als geplant, denn kurz bevor dieses Interview veröffentlicht werden soll, macht Kristina Atkins einen Rückzieher. Das kostet Liv den Job. Was nun? Als Journalistin findet sie so schnell nichts Neues. Im Internet stolpert sie über ein kurioses Jobangebot: Housesitter für einen Leuchtturm. Liv bewirb sich für diesen Job und zieht für 6 Monate nach Irland. Dort trifft sie auf den gutaussehenden Kjer, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Sein Herz zu erobern wird „Dank seiner Vergangenheit“ nicht gerade leicht sein. Wird es Liv dennoch schaffen?

Show me the Stars von Kira Mohn ist der Auftakt der neuen Leuchtturm-Trilogie. Ich muss gestehen, dass ich weder die Autorin noch ihre Werke kenne und somit war es für mich ein Debüt. Der Klapptext versprach mir eine Liebesgeschichte und diese hat meine Neugierde geweckt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu lesen. Ab der ersten Seite befand ich mich in Livs Leben. Hinzu kam noch die wunderschöne und brillant eingefangene Kulisse Irlands. Liv auf ihren Spaziergängen oder Inselerkundungen rund um den Leuchtturm zu begleiten, waren ein Highlight. Die Gegend muss wunderschön sein und zu gerne würde ich dort mal die eine oder andere Woche verbringen.
Mit dem einen oder anderen Charakter hatte ich so meine Probleme. Liv scheint ein nettes Mädel zu sein, aber mir ein wenig zu naiv. Die Probleme, die sie mit sich herumtrug, machten die Situation auch nicht besser. Was mir aber sehr gut gefiel, war, dass sie sich ihren Problemen stellte und an sich arbeitete. Hinzu kam noch, dass sie an ihrem Traum Journalistin zu bleiben, festhielt. Ihre neue Freundin Airin schaffte es, ihr Vertrauen zu gewinnen und immer für sie dazu sein. So ein Mensch hat ihr in Hamburg gefällt.
Was Kjer anbelangt, bin ich immer noch zwei geteilt. Zum einen scheint er ein sympathischer Mann zu sein, der einiges im Leben durchgemacht hat. Zum anderen konnte ichmich mit seinem Verhalten nicht richtig anfreunden. Da blieben mir zu viele Fragen unbeantwortet.

Die Handlung ist eigentlich schnell erzählt. Liv sucht einen neuen Job und den bekommt sie auf Irland. Dort kann sie sich ihre Auszeit nehmen, um ihr Leben zu hinterfragen und neu zu ordnen. Hals über Kopf verliebt sie sich in Kjer, der sie mit Lebensmitteln versorgt. Ein turbulentes Auf und Ab beginnt. An sich hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten, aber es passiert mir einfach zu wenig und dadurch wurde sie streckenweise ein wenig zu langatmig. Das Ende dieses Romans konnte mich ein wenig versöhnen, aber das alleine reicht leider nicht ganz aus.

Die nachfolgenden Bände würde ich aber dennoch lesen wollen, denn zu gerne möchte ich die anderen Charaktere ein wenig näher kennenlernen.






Veröffentlicht am 24.08.2019

Ein erstklassiger Auftakt einer sehr bewegenden Trilogie

Träume von Freiheit - Flammen am Meer
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Inhaltsangabe:
1875 erschüttert eine Explosion den Hafen von Bremerhaven. Johanne Claussen, die mit ihrer gesamten Familie dort war, überlebt den Anschlag schwer verletzt. Wie durch ein Wunder hat ihre ...

Inhaltsangabe:
1875 erschüttert eine Explosion den Hafen von Bremerhaven. Johanne Claussen, die mit ihrer gesamten Familie dort war, überlebt den Anschlag schwer verletzt. Wie durch ein Wunder hat ihre kleine Tochter Elsie keinen Kratzer abbekommen und bleibt unversehrt. Die restlichen Familienmitglieder besaßen dieses Glück nicht, denn keiner überlebt dieses Inferno. Unter den Toten befand sich auch Johannes Ehemann. Was wird nun aus ihr und Elsie?

Der Attentäter war schnell gefunden und hieß: William King Thomas! Ihn fand man schwer verletzt in seiner Kabine auf der „Die Mosel“. Nach ein paar Tagen verstarb er, aber für seine Frau Cecilia war das unbekümmerte Leben in Dresden vorbei, denn sie war die Witwe vom „Dynamit- Teufel“. Daraufhin beschloss sie mit ihren Kindern nach New York zu fliehen, um dort einen Neuanfang zu wagen. Wird es ihr gelingen oder holt die Vergangenheit sie dort auch wieder ein?


Flammen am Meer ist der Auftakt der neuen Träume von Freiheit – Trilogie und zugleich der Debütroman von Silke Böschen. Da ich immer wieder nach neuen Autoren Ausschau halte und historische Romane liebe, bin ich auf dieses Buch gestoßen. Nach dem ich den Klapptext gelesen hatte, wusste ich schnell, dass ich diesen Roman unbedingt lesen muss.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin konnte mich sofort überzeugen. Silke Böschen versteht ihr Handwerk und weiß, wie sie ihre Leser in den Bann ziehen kann. Ab der ersten Seite wusste ich, dass dies „meine Geschichte“ ist und tauchte in das Leben von Johanne Claussen und Cecilia Thomas ein und ab. Sofort merkte ich, dass der Autorin sehr viel an dieser Geschichte lag. In akribischer Kleinstarbeit hat sie sämtliche historische Fakten von Hinterbliebenen und aus Archiven, die sie bekommen konnte zusammengetragen, um daraus diese einzigartige Geschichte zu schreiben. Angefangen bei den ausdrucksstarken und facettenreichen Charakteren, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Wenn die Protagonisten mich berühren, dann kann und will ich dieses Buch nicht mehr zu Seite legen. Ich muss wissen, wie es mit ihnen weitergehen wird und genau das war hier der Fall. Die detaillierte Beschreibung der Kulisse um 1875 – 1927 hat mich in die Zeit zurückversetzen können. Lange Überfahrten, zwei Klassen Gesellschaften, Droschken, die den Verkehr beherrschen u.v.m.
Wie schon erwähnt, handelt es sich bei diesem Roman um eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert. Ich muss dazu gestehen, dass ich noch nie von diesem Unglück gehört habe, dennoch haben mich die zwei Schicksale sehr berührt. Die kurzen Kapitel und der immer wiederkehrende Wechsel zwischen den beiden Akteuren, vermitteln dem Leser einen sehr guten Einblick in deren Lebenssituation. Johanne, die bis auf ihre kleine Tochter alle verloren hat und mit ihrer Handamputation jetzt einen Weg finden muss, allein zurecht zu kommen. Cecilia Thomas, die als „Witwe eines Mörders“ und den Anschuldigungen versucht, sich und ihren Kindern ein neues Leben aufzubauen. Was für beide gar nicht so einfach ist, denn die Vergangenheit lässt sich so schnell nicht abschütteln. Auch wenn beide Frauen unterschiedliche Schicksale erleiden mussten, so hatten sie eines gemeinsam: sie waren zwei starke Persönlichkeiten, die ihren Weg gefunden und auch gegangen sind. Am Ende dieses Romans erlebt der Leser einen kleinen Zeitsprung, in dem wir erfahren, wie es mit Johanne und Cecilia weitergegangen ist. Was mir sehr gut gefallen hat.

Der Epilog und auch das Personenregister fand ich ebenfalls klasse, so konnte ich mich nochmals in die historischen Daten vertiefen und die Geschichte nochmals passieren lassen.


Flammen am Meer von Silke Böschen ist für mich eine bewegende und historisch gut recherchierten Zeitreise gewesen, die mich fasziniert zurückgelassen hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Band dieser spannenden Trilogie, auch wenn dieser erst ca. 2021 erscheinen soll. Herzlichen Glückwunsch Silke Böschen für den sehr guten Start ins Autorenleben und ich hoffe, ich werde in Zukunft weitere unterhaltsame Romane von ihnen lesen dürfen.