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Veröffentlicht am 28.12.2018

„Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg.“

Wir zwei auf Wolke sieben
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„Wir zwei auf Wolke sieben“ ist ein Roman von Anja Rauter. Er gehört zu keiner Reihe und ist in sich abgeschlossen.
Lea ist freie Journalistin und ein lebensfroher, aber auch leicht naiver und hochchaotischer ...

„Wir zwei auf Wolke sieben“ ist ein Roman von Anja Rauter. Er gehört zu keiner Reihe und ist in sich abgeschlossen.
Lea ist freie Journalistin und ein lebensfroher, aber auch leicht naiver und hochchaotischer Mensch. Als ihr langjähriger Freund Sebastian sie plötzlich verlässt und ihr zudem noch 10.000 Euro stiehlt, reißt ihr das den Boden unter den Füßen weg. Zum Glück gibt es Freunde, welche sie unterstützen und lieben. Lea nimmt sich fest vor, Sebastian zurückzugewinnen, muss aber zunächst einen Job suchen um die gemeinsame Wohnung halten zu können. Mithilfe ihrer besten Freundin Su kann Lea schließlich einen Job bei einem großen Beautymagazin ergattern und muss nun als Beautytesterin die Großstädte London, Paris und Wien ansteuern. Ein Beruf, der Lea eigentlich überhaupt nicht behagt, aber zum Leben benötigt man nun einmal Geld…
Mit ihren Reisen beginnt dann für Lea aber nicht nur die Suche nach den besten Beautygurus der Welt, sondern auch eine Reise und Suche zu sich selbst, zu ihren Wünschen und zu ihrer großen Liebe. Wird Lea es schaffen Sebastian zurückzugewinnen? Oder findet sie auf ihrer Reise etwas und jemand anderes?

„Wir zwei auf Wolke sieben“ ist der erste Roman von Anja Rauter. Die Hauptfigur ihres Romans ist Lea. Lea ist Anfang 30 und freie Journalistin. Sie ist unorganisiert und chaotisch und schafft es in der Regel nicht pünktlich bei Terminen zu sein. Diese Ungeschicktheit macht Lea für eine gewisse Zeit sympathisch, kann aber auf Dauer auch anstrengend werden. Immerhin sollte man mit 33 vielleicht schon in der Lage sein, sein Leben besser in den Griff zu bekommen… Die überspitzte Darstellung der Figuren setzt sich allerdings auch in den Freunden von Lea fort. Ihr bester Freund Armin, der so schwul ist, wie es eigentlich nur gehen kann und ihre Freundin Su. Beide übertreiben mit der Fürsorglichkeit für Lea und benutzen massiv oft Spitznamen für diese, welche ebenfalls auf Dauer nervtötend sein können. Auch die Handlungen werden leicht übertrieben dargestellt, so verprügelt Lea Saskia, die Arbeitskollegin von Sebastian, mit der er fremdgegangen ist, mit einem Tennisschläger und Su und Armin führen ein Casting für einen neuen Freund für Lea durch.
Diese überzogene Darstellung von allem, hat mich zunächst skeptisch werden lassen, passt aber letztlich brillant in diese Art Roman. Der Leser wird durch die Darstellung wiederholt zum Lachen oder Schmunzeln gebracht und man vergisst teilweise den Ernst der Lage. Letztlich sind es auch die albernen Aktionen, die Lea zurück ins Leben holen, denn das Verlassen werden, setzt ihr doch sehr zu.
Hinzukommt, dass Lea während des Romans eine schöne Entwicklung durchmacht. Wirkt es noch zu Beginn der Geschichte so, dass Lea eigentlich keine Ziele und Wünsche im Leben hat, als erneut mit Sebastian zusammen zu kommen, wird später deutlich, dass sie sehr wohl einen Lebenstraum hat. Sie beginnt sich selbst mehr zu reflektieren und wächst deutlich an ihren Aufgaben. Durch die Beautybehandlungen, die sie für SoYou schreibt, wächst ihr Selbstvertrauen, denn die Behandlungen wirken tatsächlich. So ist Lea am Ende zwar immer noch Lea – leicht chaotisch und verplant, trotzdem aber lebensbejahend und fröhlich – dabei aber ihren eigenen Zielen näher und deutlich stärker.
Durch diese Entwicklung kommen dann auch tatsächlich die ernsteren Themen nicht zu kurz, wobei sie weiterhin leichtbekömmlich aufgezeigt werden und nicht zwingend zum Nachdenken anregen müssen. Der Roman zeigt, wie wichtig gute Freundschaften sind und auch, dass es wichtig ist, an sich selbst zu glauben und mit der Vergangenheit abzuschließen, bevor man eine neue Zukunft starten kann.

Der Schreibstil ist während des gesamten Romans locker und leicht. Es sind immer wieder witzige Passagen enthalten, wodurch sich die Geschichte leicht lesen lässt und nur schwer ein Ende gefunden werden kann.
Der mehrfache Szenenwechsel (London, Paris, Wien) hat mir sehr gut gefallen. Anja Rauter beschreibt die Städte und einige ihrer wichtigsten Orte mit sehr viel Liebe fürs Detail. In London, wo ich selbst schon einmal war, konnte ich quasi mit durch die Gassen laufen.

Die Autorin ersetzt in „Wir zwei auf Wolke sieben“ die klassischen Schmetterlinge im Bauch durch Meerschweinchen. Dies fand ich sehr erfrischend und unglaublich niedlich, denn letztlich kommt es auf das Kribbeln an und die Vorstellung kleiner Meerschweinchen ist schon seeeehr niedlich.

Der Titel des Buchs ist für mich nicht unbedingt aussagekräftig. Natürlich geht es um die große Liebe, aber für mich ist dies eher ein Randaspekt, während Leas Entwicklung im Vordergrund steht.
Aussagekräftiger ist hingegen der Sinnspruch, der immer wieder auftaucht: „Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg.“ Ich finde, er passt super zu Lea, denn sie beginnt mit dem Ziel, Sebastian zurückzugewinnen ihre Reisen für das Beautymagazin und lernt währenddessen, dass vielleicht nicht das Ziel das ist, was die Reise ausmacht, sondern die Menschen und Momente, die man währenddessen erlebt.

Fazit: Mir hat der Roman wirklich Spaß gemacht. Er war ein Liebesroman mit viel Witz und Charme, einem lockeren und leichten Schreibstil und mit vielen humorvollen Szenen. Eigentlich fiel er nicht unbedingt in das Genre, dass ich sonst lese (teilweise fühlte ich mich an Ildiko von Kürthy erinnert), hat aber einiges an Abwechslung mitgebracht und mich insgesamt sehr überzeugt. Gerade dass Anja Rauter es geschafft hat, auch eine ernste Note mit in die Geschichte einzuflechten, hat mir gut gefallen. Letztlich vergebe ich 5 von 5 Sternen und bezeichne „Wir zwei auf Wolke sieben“ als einen super gelungen Debut-Roman im Genre Unterhaltungsroman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Gefühl
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 08.12.2018

Fulminanter Abschluss

Save Us
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Der Abschluss der Maxton-Hall-Reihe hat es noch einmal in sich. Nicht nur Ruby und James müssen erneut füreinander und für sich selber kämpfen. Auch ihre Freunde stehen vor Problemen, die sie vorher so ...

Der Abschluss der Maxton-Hall-Reihe hat es noch einmal in sich. Nicht nur Ruby und James müssen erneut füreinander und für sich selber kämpfen. Auch ihre Freunde stehen vor Problemen, die sie vorher so nicht kannten.

Mona Kasten beendet die Reihe grandios. Zu keiner Zeit flacht die Erzählung ab, wir oberflächlich oder langweilig. Die Spannung ist durchgängig gegeben und es macht einfach Spaß "Save us" zu lesen.
Für mich eins der Highlights meines Bücherjahres 2018 und nur zu empfehlen.

Veröffentlicht am 08.12.2018

Großartige Gefühle

Save You
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James hat Ruby enttäuscht. Maßlos. Eine Beziehung kommt nicht mehr in Frage. Und doch... Die Gefühle bleiben. Aber es geht nicht, einen solchen Verrat kann sie James nicht vergeben. Auch als dieser alles ...

James hat Ruby enttäuscht. Maßlos. Eine Beziehung kommt nicht mehr in Frage. Und doch... Die Gefühle bleiben. Aber es geht nicht, einen solchen Verrat kann sie James nicht vergeben. Auch als dieser alles daran setzt, sie zurückzugewinnen, bleibt Ruby hart. Oder beginnt ihr Schutzschild doch zu bröckeln...?

Mona Kasten knüpft mit "Save you" nahtlos an "Save me" an und bringt die Geschichte weiter in Schwung. Dabei schafft sie es tiefgründig zu bleiben und auch andere Aspekte, neben der Liebe zwischen James und Ruby aufzugreifen. Freundschaft, Verrat und Zusammenhalt prägen die Maxton-Hall-Reihe und der flüssige Schreibstil lässt die Wörter nur so dahin fliegen. Ein Buch, das sich nur schwer aus der Hand legen lässt!

Veröffentlicht am 06.12.2018

Großartig <3

Save Me
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Eins meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr! Der Beginn der Geschichte von Ruby und James, der Auftakt zur Maxton-Hall-Reihe.
Ruby und James könnten nicht unterschiedlicher sein. Er: reich, selbstbewusst, ...

Eins meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr! Der Beginn der Geschichte von Ruby und James, der Auftakt zur Maxton-Hall-Reihe.
Ruby und James könnten nicht unterschiedlicher sein. Er: reich, selbstbewusst, gut aussehend. Sie: kommt aus einem gutbürgerlichen Elternhaus, darauf bedacht nicht aufzufallen, von ihrem Aussehen nicht überzeugt.
Durch einen Zufall lernen die beiden sich kennen und sind überzeugt: Wir können einander nicht ausstehen und vor allem nicht einschätzen.
Durch einen von James unangemessenen Scherzen sind die beiden dann aber gezwungen mehr Zeit miteinander zu verbringen und kommen sich plötzlich näher...

Veröffentlicht am 19.11.2018

Stimmungsvoller und Weihnachtlicher Liebesroman

Winterzauber auf Gracewood Hall
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„Winterzauber auf Gracewood Hall“ von Sandra Rehle ist ein Liebesroman, welcher in England während der Weihnachtstage spielt. Er ist der Auftakt der Buchreihe um das Anwesen „Gracewood Hall“ und in sich ...

„Winterzauber auf Gracewood Hall“ von Sandra Rehle ist ein Liebesroman, welcher in England während der Weihnachtstage spielt. Er ist der Auftakt der Buchreihe um das Anwesen „Gracewood Hall“ und in sich abgeschlossen.
Liz ist gerade von ihrem Freund getrennt, als sie während ihres Sommerurlaubs auf Bali Nick und dessen Familie kennenlernt. Die drei freunden sich an und Liz erfährt, dass Nicks Bruder und dessen Lebensgefährte in England ein altes Herrenhaus besitzen, welches sie aufwendig renoviert haben und zukünftig für Hochzeiten und andere Feierlichkeiten vermieten wollen. Schnell einigen sich die neuen Freunde darauf, dass Liz, die mit Leidenschaft bloggt und fotografiert, für Gracewood Hall die Werbetrommeln rühren könnte. Kurzerhand wird sie daher zu Weihnachten nach Gracewood eingeladen. Diese Gelegenheit ergreift Liz sehr gern, denn sie will sich, nach dem Beziehungsdisaster mit ihrem Exfreund, nun völlig auf die Karriere konzentrieren.
In Gracewood Hall angekommen, wird Liz von Anfang an in die herzliche Familie Bedford integriert. Einzig der gute Freund der Familie Maxwell bleibt abweisend und distanziert. Was es wohl mit ihm auf sich hat? Und weswegen übt er eine solche Faszination auf Liz aus? Wird es Liz gelingen sich auf ihren Blog und ihre Arbeit zu fokussieren? Oder lenkt der attraktive Maxwell, der ebenfalls kein Interesse an einer neuen Beziehung hat, sie von ihrem Vorhaben ab?

Sandra Rehle hat einen flüssigen und mitreißenden Schreibstil. Die Kulisse der Handlung ist toll geschrieben und auch die Charaktere sind sehr schön dargestellt und beschrieben. Die Weihnachtsstimmung wird toll aufgegriffen und als Leser wünscht man sich direkt ins schöne England, um ebenfalls ein Weihnachtsfest im Herrenhaus feiern zu können. Dieser Wunsch wird mit jeder Beschreibung im Buch größer und als es dann am Ende des Buches auch noch beginnt zu schneien, wollte ich am liebsten sofort Weihnachten feiern…
Das Cover des Buches ist liebevoll gestaltet und illustriert. Es bringt Vorfreude auf eine Weihnachtsgeschichte und lässt einen an ein Winterwunderland denken.

Liz ist eine lebenslustige und fröhliche junge Frau. Sie sprüht vor Energie und Charme und war mir auf Anhieb sympathisch. Die gute Laune von ihr ist ansteckend, was mir beim Lesen sehr viel Spaß gemacht hat. Im Laufe der Geschichte wird sie von Grübeleien gepackt und man erkennt, dass eben auch eine so positive Person nicht immer alles rosarot sieht und sehen kann. Dies fand ich sehr ehrlich geschrieben.
Die Herzlichkeit, mit der Liz im Herrenhaus aufgenommen wird ist beispiellos. Sie wird sofort als Familienmitglied akzeptiert und integriert, dies hat mir sehr gut gefallen und ich finde auch, dies passt zu Liz Persönlichkeit. Denn wer könnte diese sympathische Frau nicht mögen?
Auch die Familie Bedford ist einfach großartig. Die Idee, ein schwules Paar als Hausherren einzuführen gefällt mir gut. Dies gibt es viel zu wenig in den klassischen Romanen und gibt dadurch dem Roman nochmal eine andere Note, auch wenn der Hauptfokus nicht auf dieser Thematik liegt.
Maxwell ist ebenfalls gut beschrieben. Zunächst wirkt er unnahbar und abweisend, es wird aber schnell klar, dass hinter dieser Fassade mehr steckt als es den Anschein hat…

Die Handlung konzentriert sich auf die Tage um den Heiligen Abend, spielt also an insgesamt drei Tagen. Dieser Zeitraum ist natürlich gut gewählt, da Liz eben die Zeit während der Weihnachtstage auf Gracewood Hall einfangen soll. Trotzdem sind mir persönlich drei Tage für die Fülle der Ereignisse zu kurz. Es geschieht recht viel und die getroffenen Entscheidungen sind schon so groß, dass es für mich unrealistisch ist, dass dieses nach drei Tagen feststehen kann. Natürlich sind Gefühle nicht planbar und manche Dinge werden auch nicht besser, wenn man ihnen mehr Zeit gibt, trotzdem wirkte dies auf mich überhastet. Ich hätte mir einen größeren Handlungszeitraum gewünscht. Vielleicht hätte Liz doch bis Silvester bleiben können, dieses Angebot stand ja im Raum, und die Beziehungen hätten sich dann etwas länger entfalten können…

Mein Fazit: „Winterzauber auf Gracewood Hall“ ist ein schöner Liebesroman, der sich mit einem flüssigen Schreibstil und einer niedlichen Handlung gut lesen lies. Er eignet sich sehr für kalte Winterabende, an denen man seine Gedanken auf Reisen schicken und gemütlich die Zeit bis Weihnachten todschlagen möchte.
Die Geschichten um Gracewood Hall sind ja noch nicht zu Ende, auch wenn der Roman für meinen Geschmack über einen zu kurzen Zeitraum ging, bin ich gespannt wie es weitergeht und freue mich auf die Fortsetzung der Reihe.
Ich empfehle den Roman jedem, der einen kurzweiligen, schönen Liebesroman lesen möchte, in dem nicht allzu viel Drama und Leid passiert. Die Geschichte ist einfach schön, ohne dabei dramatische Szenen oder Hintergründe preiszugeben. Dies hat mir gut gefallen. Ich vergebe insgesamt 3,5 von 5 Sternen, da mir einfach der Zeitraum für die Tragweite der Handlung zu kurz war.