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Veröffentlicht am 14.05.2025

Lebensperlen

Perlen
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Die Mutter von Marianne verschwindet, als sie erst acht Jahre alt ist. Während ihres Lebens stellt sie sich durchweg die Frage, warum die Mutter gegangen ist und ob sie irgendwann zurückkommen wird. Der ...

Die Mutter von Marianne verschwindet, als sie erst acht Jahre alt ist. Während ihres Lebens stellt sie sich durchweg die Frage, warum die Mutter gegangen ist und ob sie irgendwann zurückkommen wird. Der Titel "Perlen" passt sehr gut zu dieser Geschichte, da Marianne Situationen aus ihrem Leben erzählt, die wie Perlen auf einer Schnur aufgefädelt wirken. In poetischer Sprache schildert die Autorin die Ereignisse, die anfangs sehr interessant waren, dann aber sehr langwierig zu lesen wurden. Am Ende wird das Rätsel um die verlorene Mutter gelöst. Der Roman geht eher in die traurige Richtung, da viel über die Trauer Mariannes und ihre psychischen Probleme berichtet wird. Mit dem Gedicht "Pearl" auf das dieses Buch viel Bezug nimmt, konnte ich nichts anfangen, auch nicht mit den englischen Reimen oder Aufzählversen zu Beginn von jedem Kapitel. Mich hat dieser Roman nicht so sehr angesprochen und berührt. Die Sprache in der er geschrieben wurde, hat mir jedoch sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 07.05.2025

Neuanfang am Fjord

Die Frau und der Fjord
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Gro hat sich auf die Lofoten zurückgezogen und lebt abseits aller Menschen in einem kleinen Häuschen, mit Blick auf den Fjord. Sie trauert um ihren Mann, der plötzlich verstorben ist und befindet sich ...

Gro hat sich auf die Lofoten zurückgezogen und lebt abseits aller Menschen in einem kleinen Häuschen, mit Blick auf den Fjord. Sie trauert um ihren Mann, der plötzlich verstorben ist und befindet sich in einer Trauerspirale, aus der sie kaum mehr herauskommt. Als während eines Sturm ein Fischer um Hilfe funkt, nimmt sie sich ihm an und pflegt ihn gesund. Ein kleiner Schritt Richtung Trauerbewältigung ist getan. Warum ist sie von dem Fremden so angetan?

Die Autorin verarbeitet in dem Roman ihre eigene Trauer. Außerdem lebt sie selbst auf einer dänischen Insel und kennt sich mit dem Leben im Norden aus. Das macht sich in der Geschichte sehr gut. So beschreibt sie das einsame Leben von Gro sehr gut und zeigt im Verlauf, was ihr guttut. Der Roman ist eher unaufgeregt geschrieben, er lädt ein sich zu besinnen und stimmt nachdenklich. Mir hat der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen, da es immer ein neues Ereignis gibt, auf das Gro eingehen und reagieren muss. Auch hat mir gut gefallen, wie das Thema Ölbohrungen in Naturschutzgebieten angesprochen wurde. Die Charaktere der Bewohner auf den Lofoten sind durchweg sehr sympathisch beschrieben und die Beschreibung des Lebens und der Gegend wirkten sehr einladend. Ich fand die Geschichte sehr harmonisch erzählt und sie hat mich am Ende sehr berührt.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Steiniger Weg

Die Melodie der Lagune
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Anna Maria wächst in einem Waisenhaus in Venedig auf. Als Grundschülerin kommt sie das erste Mal mit einer Geige in Kontakt und ist davon begeistert. Antonio Vivaldi erkennt ihr Talent und wird ihr Mentor. ...

Anna Maria wächst in einem Waisenhaus in Venedig auf. Als Grundschülerin kommt sie das erste Mal mit einer Geige in Kontakt und ist davon begeistert. Antonio Vivaldi erkennt ihr Talent und wird ihr Mentor. Doch Anna Maria weiß, wieviel Talent sie hat und das will sie auch einsetzen und ganz an die Spitze kommen, was Vivaldi jedoch nicht sonderlich begeistert.

Neben der Musik geht es in diesem historischen Roman viel um zwischenmenschliche Beziehungen. Anna Maria ist so vom Ehrgeiz gepackt, dass sie überhaupt nicht mehr nach rechts oder links schaut. Kein Wunder, dass sie sich stets sehr einsam fühlt. Aber auch Vivaldi agiert stellenweise sehr dominant, was immer wieder zu Streit mit seiner Schülerin führt. Anna Maria ist neben der Musik auf der Suche nach ihrer Herkunft. Mir hat gut gefallen, dass dies am Ende aufgelöst wurde. Stellweise hat sich die Geschichte etwas gezogen, weil es immer wieder ums gleiche ging, das hätte etwas gestrafft werden können. Insgesamt fand ich die Handlung sehr interessant, auch im Hinblick darauf, dass es sich hier um Persönlichkeiten handelt, die wirklich gelebt haben. Ein imposanter Ausflug in die Welt der Musik und des Komponieren.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Inselleben

Die Bucht
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Nancy zieht mit ihrem Mann Calder auf die Insel Langer. Calder ist auf der Schieferinsel vor der Westküste Schottlands aufgewachsen. Nancy fühlt sich sehr fremd dort und nicht so richtig von der Inselgemeinschaft ...

Nancy zieht mit ihrem Mann Calder auf die Insel Langer. Calder ist auf der Schieferinsel vor der Westküste Schottlands aufgewachsen. Nancy fühlt sich sehr fremd dort und nicht so richtig von der Inselgemeinschaft akzeptiert. Kurz nach ihrer Ankunft kentert Calder mit seinem Boot und Nancy geht davon aus, dass er tot ist. Doch man kann ihn retten. Danach ist er aber irgendwie ganz anders. Was verbirgt er vor ihr?
Ich fand, dass der Klappentext viel zu hohe Erwartungen an das Buch knüpft. Ich habe einen spannenden Thriller erwartet. Da das Buch jedoch als Roman verkauft wird, drücke ich bei der Spannung ein Auge zu. Es geht sehr lange um das Inselleben und Nancy bildet sich irgendwie sehr viel ein oder interpretiert in einige Situationen zuviel rein. Das Buch hat sich super lesen lassen und es war eher eine unterschwellige Spannung zu verspüren. Mich hat jedoch dann das Ende sehr überrascht, denn es gibt einige Wendungen und da wird es dann auch richtig spannend und dramatisch. Gut fand ich auch, dass sich am Ende alle schlüssig aufklärt. Alles in allem ein sehr unterhaltsames und vor allem am Ende spannendes Buch!

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Leben der Samen

Das Echo der Sommer
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Wie jedes Jahr, kehren Ingá, Rávdná und Ánne nach dem Winter in den Nordwesten Schwedens zurück, zu ihrem Dorf, in dem sie den Sommer über wohnen. Als sie dort ankommen, steht alles unter Wasser. Die Staumauer ...

Wie jedes Jahr, kehren Ingá, Rávdná und Ánne nach dem Winter in den Nordwesten Schwedens zurück, zu ihrem Dorf, in dem sie den Sommer über wohnen. Als sie dort ankommen, steht alles unter Wasser. Die Staumauer des Sees wurde erhöht und ohne Vorwarnung wurde der See weiter angestaut, so dass die Familie nun ohne Zuhause dasteht. Für Ingá, als dreizehnjähriges Mädchen ist das schrecklich zu sehen. Mutter Rávdná und Tante Ánne versuchen noch zu retten, was zu retten ist. So erzählt dieses Buch die Geschichte der samischen Bevölkerung und deren Kampf gegen rücksichtlose Behörden, die nur den Gewinn im Blick haben. Ich fand es ganz schlimm, dass dies nicht nur einmal, sondern insgesamt viermal geschieht. Dadurch ergeben sich auch Zeitsprünge in der Erzählung der Geschichte. In einer klaren Sprache schildert die Autorin die Ereignisse und wie beschämend es ist, wie diese Minderheit behandelt wurde, zwangsumgesiedelt, ohne Rechte. Mich haben die vielen samischen Sätze etwas gestört, weil sie nicht erklärt werden und einen aus dem Lesefluss reißen. Es sollte wahrscheinlich dadurch authentischer wirken, mir hat dies nicht so gefallen. Insgesamt ist die Geschichte aber sehr interessant zu lesen gewesen und man hat so einiges über das Leben der Sami erfahren.

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